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  1. User Info Menu

    AW: Wie geht man mit Einsamkeitsgefühlen um?

    Hallo Nachfragende,

    ich glaube, das geht ganz vielen Menschen so. Vielen ist das jedoch gar nicht so bewusst, und diejenigen, die sich darüber überhaupt Gedanken machen, so wie du, gehen damit nicht hausieren. Vielen geht es so, dass sie sich in größeren Menschenmengen irgendwie fehl am Platz fühlen. Ich finde das auch irgendwie anstrengend. Mir sind auch so kleine Gruppen, in denen ich alle gut kenne, am liebsten. Dann kann man einfach so sein, wie man ist.
    Wenn man gerne etwas mit anderen unternehmen möchte, möchte man nicht das Gefühl haben, dass andere aus Höflichkeit zusagen. Dann fragt ma lieber nicht. So kommen viele vielleicht fröhliche Unternehmungen überhaupt nicht zustande. Es hat auch damit zu tun, wie kompromissbereit die Menschen sind. Es gibt welche, die meist etwas vorschlagen, aber man den Eindruck hat, dass ihnen Vorschläge von anderen nicht gefallen, auch wenn sie das so nie sagen würden. Der Witz ist: Vielleicht ist das gar nicht so, aber man empfindet es so. Und es gibt dann auf der anderen Seite die, die solche Vorschläge dann gar nicht erst machen, weil sie befürchten, dass den anderen diese Vorschläge nicht behagen. Das bringt einen irgendwie nicht so richtig weiter.
    Das mit dem fehlenden Gefühl, Bestätigung zu erhalten oder das Gefühl, uneingeschränkt angenommen zu werden, spielt eine große Rolle, finde ich. Es muss gar nicht viel davon sein, aber das Gefühl, anderen irgendwie unangenehm zur Last zu fallen, wird dadurch weniger und man selbst wird dann auch offener. Auch wenn die anderen das gar nicht so empfinden, das Problem ist, dass man es selbst so empfindet.

    Ein bisschen hilft es da schon, irgendeine Aufgabe zu finden, bei der man andere untertützen kann - solange man da natürlich nicht wieder das Gefühl hat, sich aufzudrängen. Die Kunst ist es, da irgendetwas Passendes zu finden. Vielleicht mit kleinen Dingen anfangen. Am besten klappt das bei Dingen, die man gut kann. Augen offen halten. Kannst du z. B. mit dem Computer gut umgehen und ein verzweifelt daran? Da kann man doch mal Hilfe anbieten.

    Generell denke ich dass solche Menschen wie du sehr feinfühlig sind. Ich persönlich mag das sehr. Solche Menschen sind mir viel lieber als solche, die ein zu großes Selbstbewusstsein haben und in Wirklichkeit andere Menschen nicht mehr lesen können. Du solltest es als Stärke sehen. Vielleicht kannst du damit auf andere zugehen, bei denen du den Eindruck hast, dass es denen wie dir geht.
    Es ist komischerweise auch so, dass solche Menschen wie du von anderen als sehr angenehm empfunden werden, aber diesen das selbst oft gar nicht bewusst ist.

    Du solltest auch darüber nachdenken, dass, umso länger und intensiver du dich mit dem ganzen Thema beschäftigst, diese Melancholie sich immer weiter verstärkt. Versuche, deinen Tagesablauf so zu ändern, dass dir nicht so viel Zeit zum Grübeln bleibt. Kannst du gezielt diese Zeit mit anderen Menschen verbringen? Ganz egal, ob es sich um einen Kurs oder ein Treffen mit Freunden handelt, oder du in einer kleinen Gruppe bei einer sozialen Sache mithilfst?
    Geändert von ylli (28.04.2014 um 20:48 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Wie geht man mit Einsamkeitsgefühlen um?

    Ich würde ja genau das Gegenteil sagen, das hört sich so an, als solltest du mehr Unternehmungen, Dinge, schöne Sachen mal komplett mit dir alleine machen, als nur mit Anderen.

    Dein Umkreis klingt ja nicht gerade ausbaufähig, sondern gut so wie er ist.

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    AW: Wie geht man mit Einsamkeitsgefühlen um?

    Nein, ich habe nicht gemeint, dass sie Unternehmungen alleine machen soll, im Gegenteil. Ich habe versucht zu ergründen, wie bestimmte Verhaltensweisen zustande kommen und habe versucht aufzuzeigen, wie man sein Verhalten vielleicht in kleinen Schritten verändern könnte.
    Man muss erkennen, dass man ganz in Ordnung ist, so wie man ist und man auch wert ist, als Freundschaft wahrgenommen zu werden und es wichtig ist, ein bisschen das Selbsstwertgefühl zu steigern.

  4. Inaktiver User

    AW: Wie geht man mit Einsamkeitsgefühlen um?

    falls du mich meinst, hab ich auch genauso verstanden. Ich hab nur ne andere Meinung bzgl. der Umsetzung und hab das daher vorgeschlagen. Das Gefühl könnte ja auch nachlassen, indem man selbst merkt, wie toll Unternehmungen, die man gerne macht, und alleine durchgezogen hat, waren und dann wird man ja automatisch aktiver. Es können andere ja mitmachen, und wenn nicht, zweifelt man nicht mehr automatisch daran, wie man ankommt, etc. sondern macht einfach das, was einem Spaß macht. Mag je nach persönlicher Neigung und Vorliebe ja bei jedem anders funktionieren.
    Geändert von Inaktiver User (28.04.2014 um 23:04 Uhr)

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    AW: Wie geht man mit Einsamkeitsgefühlen um?

    Zitat Zitat von BRIGITTE Community-Team Beitrag anzeigen
    Wir haben es bereits für Sie geändert.
    Vielen Dank.

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    AW: Wie geht man mit Einsamkeitsgefühlen um?

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Liebe Nachfragende,


    Im Außen machen sich tief empfundene Einsamkeitsgefühle in der Regel
    nicht bemerkbar, und wirklich nachempfinden können das eigentlich nur
    Menschen, denen es ähnlich geht.

    Ich persönlich empfinde es als hilfreich bzw. als einzige Option, eben diese
    Grundstimmung als solche anzunehmen, als Teil meines Wesens.
    Liebe Schafwolle,
    das ist auch mein Weg. Diese Verfassung ist wohl als Grundrauschen immer da. Ich kenne auch andere Momente, wo alles rund ist, wo ich mich aufgehoben und als den Anderen zugehörig fühle, das ist dann auch sehr schön. Hinterher und zwischendrin brauch ich dann immer mal Pausen für mich. Nur, die Phasen, wo es anders ist, so wie jetzt, die werden gefühlt immer länger und damit auch beängstigender. Ist irgendwie anstrengend im Moment.

    Wie machst Du es: Sitzt Du diese Phasen aus, bis wieder bessere Zeiten kommen? Kämpfst Du manchmal trotzdem dagegen an?
    Geändert von Nachfragende (29.04.2014 um 02:06 Uhr) Grund: Schreibfehler korrigiert

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    AW: Wie geht man mit Einsamkeitsgefühlen um?

    Zitat Zitat von ylli Beitrag anzeigen
    Wenn man gerne etwas mit anderen unternehmen möchte, möchte man nicht das Gefühl haben, dass andere aus Höflichkeit zusagen. Dann fragt ma lieber nicht. So kommen viele vielleicht fröhliche Unternehmungen überhaupt nicht zustande. Es hat auch damit zu tun, wie kompromissbereit die Menschen sind. Es gibt welche, die meist etwas vorschlagen, aber man den Eindruck hat, dass ihnen Vorschläge von anderen nicht gefallen, auch wenn sie das so nie sagen würden. Der Witz ist: Vielleicht ist das gar nicht so, aber man empfindet es so. Und es gibt dann auf der anderen Seite die, die solche Vorschläge dann gar nicht erst machen, weil sie befürchten, dass den anderen diese Vorschläge nicht behagen. Das bringt einen irgendwie nicht so richtig weiter.
    Das mit dem fehlenden Gefühl, Bestätigung zu erhalten oder das Gefühl, uneingeschränkt angenommen zu werden, spielt eine große Rolle, finde ich. Es muss gar nicht viel davon sein, aber das Gefühl, anderen irgendwie unangenehm zur Last zu fallen, wird dadurch weniger und man selbst wird dann auch offener. Auch wenn die anderen das gar nicht so empfinden, das Problem ist, dass man es selbst so empfindet.
    Vorschläge mache ich schon, die werden auch oft angenommen. Ich fände es, glaube ich, schön, zu spüren, daß man Wert auf meine Gesellschaft legt und nicht nur mitmacht weil gerade nichts anderes los ist. Vielleicht spüre ich es nur nicht.

    Zitat Zitat von ylli Beitrag anzeigen
    Ein bisschen hilft es da schon, irgendeine Aufgabe zu finden, bei der man andere untertützen kann - solange man da natürlich nicht wieder das Gefühl hat, sich aufzudrängen. Die Kunst ist es, da irgendetwas Passendes zu finden. Vielleicht mit kleinen Dingen anfangen. Am besten klappt das bei Dingen, die man gut kann. Augen offen halten. Kannst du z. B. mit dem Computer gut umgehen und ein verzweifelt daran? Da kann man doch mal Hilfe anbieten..
    Also daran hängt es eher nicht. Danke für Deine Anregungen, vieles ist überdenkenswert, aber ich würde mich schon als engagiert bezeichnen was Hilfe und Unterstützung anbelangt. PC, Heimwerkereien, Behördenkram.... Mir macht es Freude zu helfen und ich hab auch kaum Probleme, Hilfe anzunehmen. Das hat dann aber eben weniger mit der persönlichen Nähe zu tun, die ich meine, da gehts ja eher um Funktionen. Ich vermisse eher die Nähe um meiner Person willen. Es ist genau das: Ich bin ja nicht nur eine Funktion/Hilfe/Begleitung, was auch immer. Ich habe auch eine... Wesenheit(?) (was'n Wort!), die mich ausmacht und wegen der ich, nun ja, erwünscht und willkommen sein möchte. Mag anmaßend klingen, ist es aber nicht.

    Zitat Zitat von ylli Beitrag anzeigen
    Du solltest auch darüber nachdenken, dass, umso länger und intensiver du dich mit dem ganzen Thema beschäftigst, diese Melancholie sich immer weiter verstärkt. Versuche, deinen Tagesablauf so zu ändern, dass dir nicht so viel Zeit zum Grübeln bleibt. Kannst du gezielt diese Zeit mit anderen Menschen verbringen? Ganz egal, ob es sich um einen Kurs oder ein Treffen mit Freunden handelt, oder du in einer kleinen Gruppe bei einer sozialen Sache mithilfst?
    ylli, das ist ja der Witz: Hab ich tagsüber keine Zeit zum Grübeln, suchts mich nachts heim oder in Zeiten wo eigentlich mal etwas Ruhe angebracht und erwünscht wär. Neenee, dem muß ich mich schon stellen, das hab ich inzwischen gelernt.
    Geändert von Nachfragende (29.04.2014 um 01:40 Uhr)

  8. User Info Menu

    AW: Wie geht man mit Einsamkeitsgefühlen um?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Geht dir das beruflich auch so oder kannst du in diesem Bereich deine Projekte zielgerichtet umsetzen?
    Hallo visual,
    danke für die Frage; dadurch stößt Du etwas an: Ja, im beruflichen Bereich kann ich Dinge anstoßen und umsetzen. Ich tu mich etwas schwer mit Entscheidungen, aber im Laufe der Zeit wirds leichter und war bisher immer gut. Schon der Schritt in die Selbständigkeit war eine große Entscheidung, aber dann hab ichs durchgezogen, zielgerichtet und hartnäckig.
    War schwer am Anfang, teilweise anstrengend und beängstigend, aber von Anfang an ein gefühlter Freiheitsrausch, der anhält. Ich würds nie wieder anders machen. Ich wünsche mir die Selbstzweifel,schlaflosen Nächte und Zukunftsängste der Gründerphase nicht zurück, weiß aber, die gehören erstmal dazu und sind zu überleben.

    Um die Kurve zu kriegen: Genau diesen Mut bringe ich aber für private Unternehmungen kaum auf, ich hab schon vorab Schiß vor den negativen Gefühlen, die ich anfangs wohl auch haben werde: Angst, Alleinsein, Erfolg oder Mißerfolg mit niemandem teilen können. Jetzt, wo Du fragst: Ich trau mich nicht weil ich nur die Startschwierigkeiten sehe. Vielleicht sollte ich es auch als eine Form der Existenzgründung sehen, diese Sachen umzusetzen;-)
    Geändert von Nachfragende (29.04.2014 um 02:09 Uhr) Grund: Kommafehler

  9. User Info Menu

    AW: Wie geht man mit Einsamkeitsgefühlen um?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Gefühl könnte ja auch nachlassen, indem man selbst merkt, wie toll Unternehmungen, die man gerne macht, und alleine durchgezogen hat, waren und dann wird man ja automatisch aktiver. Es können andere ja mitmachen, und wenn nicht, zweifelt man nicht mehr automatisch daran, wie man ankommt, etc. sondern macht einfach das, was einem Spaß macht. Mag je nach persönlicher Neigung und Vorliebe ja bei jedem anders funktionieren.
    Hallo gleise,
    genau das wünsche ich mir, dann würde diese Bedürftigkeit aufhören und ich würde mich angenommener, weil nicht so abhängig fühlen. Und würde sicher auch meinen Freunden mehr geben können - also so von mir. Ich denke auch, daß es der beste Weg ist, sich seiner selbst bewußt zu werden und Unternehmungen um des Erlebens willen zu genießen, nicht (nur) der Gesellschaft oder der Ablenkung wegen. Das paßt genau in die Richtung, in die die Antwort auf visuals Beitrag geht.
    Geändert von Nachfragende (29.04.2014 um 02:04 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Wie geht man mit Einsamkeitsgefühlen um?

    Für mich hast Du den Weg schon genannt-- mit den Worten im Eingangsposting- dass es ein Teil von Dir ist!

    Genau darum geht es!
    Mach Dir klar, dass dieses Einsamkeitsgefühl ein Teil von Dir ist und mach ihn doch zu Deinem Freund.

    Bisher lehnst Du dieses Einsamkeitsgefühl doch ab-- damit auch einen Teil von Dir.....und genau damit machst Du Dir das Leben sehr schwer.

    STell Dir vor, Deine Einsamkeit hat ein Gesicht- einen Namen........und wäre damit jemand, der immer wieder bei Dir ist.....wie wenig "einsam" bist Du dann??

    wenn Dir das zu unklar ist- kannst Du mich gerne per PN anschreiben.
    LG kenzia

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