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  1. Inaktiver User

    Alles auf Anfang?

    Guten Abend,

    momentan läuft es bei mir mehr als bescheiden. Ich habe immer viel ausprobiert, wollte immer "besser" sein. Nicht besser als Andere, besser als die aktuelle Version von mir. Einen höheren Abschluss erreichen, lieber an die Uni statt an die FH. Und nun sitze ich hier. Ich bin 25 und im zweiten Semester an der Uni. Ich bin depressiv, weine viel, fühle mich hilflos, überfordert, ich kann nicht richtig schlafen und esse viel zu viel... ich kann mich nicht konzentrieren, von lernen gar nicht zu reden.
    Ich habe durch diese Rumeierei im Leben nichts vorzuweisen. Nach dem Schulabschluss gearbeitet, einen höheren Abschluss gemacht, wieder gearbeitet, dann zwei Semester an der FH und jetzt eben die Uni. Das was ich immer ach so gerne wollte macht mich zutiefst unglücklich. Es frisst mich regelrecht auf.

    Ich habe sehr offen mit meiner Mama gesprochen, auch mit dem Rest meiner Familie, meinem Freund und auch meiner besten Freundin. Ich suche mir grade Hilfe bei der Psychotherapeutischen Beratung der Uni (hab noch keine Antwort) und auch ärztliche Hilfe werde ich mir organisieren müssen damit nicht alles aus dem Ruder läuft.
    Für das Studium an der Uni bin ich 250 Kilometer von Zuhause weggezogen. Ich habe mir etwas ganz kleines aufgebaut. All das zerbricht grade. Die Finanzen drücken im Hintergrund und zwingen mich mein Studium schnellstmöglich abzuschließen (Studienkredit). Durch eine versiebte Klausur wird das aber noch zwei Semester länger dauern als gedacht. Hab ich die Zeit? Die Kraft? Kann ich das überhaupt leisten?

    Ich stehe vor einer Entscheidung. Am Liebsten würde ich einen Cut machen, radikal, wieder nach Hause gehen auch wenn es mir unendlich schwer fallen würde. Meinen Traum aufgeben möchte ich nämlich auch nicht. Aber muss man sich nicht manchmal auch von Träumen verabschieden? Sich selbst zuliebe... ich weiß es nicht. Würde ich zum Sommer aufhören, wäre ich 26 und hätte nichts außer einem Schulabschluss und Schulden. Außerdem wüsste ich gar nicht was ich machen sollte. Wieder an die FH? Eine Ausbildung machen? Was für eine Ausbildung?

    Was genau ich von euch will weiß ich nicht. Ich dachte mir das vielleicht einfach mal ein anderer, ein nicht voreingenommener Blickwinkel ein bisschen Licht ins Dunkel bringt. Ich bin offen für Ratschläge und auch für Kritik.

    Danke schonmal für eure Hilfe

    Liebe Grüße,
    Erdnuss

  2. Inaktiver User

    AW: Alles auf Anfang?

    macht dir denn dein studium spaß, und hast du träume von dem job danach?
    was sind überhaupt deine träume?

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    AW: Alles auf Anfang?

    Den Tipp mit dem Job danach finde ich sehr hilfreich:
    Mich hat im Studium auch vieles angek***, insbesondere das stupide Auswendig lernen, dazu bin ich garnicht der Typ. Mir war aber immer klar, Studium muss ich halt durchziehen, Job danach wird mir dann aber gefallen und dafür mach ich es.
    Ich halte es deshalb auch für einen großen Fehler, ein Studium nur des Faches wegen zu absolvieren. Ein Studium dauert maximal 6 Jahre, das Arbeitsleben danach 40, da sollte meiner Meinung nach klar sein, was die Hauptrolle spielt. Denn ein ungeliebten Studium kann man mit Aussicht auf ein gutes Leben danach durchziehen, das Traumfach wird aber schnell verflucht, wenn dadurch das Leben in einen schlechte Richtung geht, weil die Jobs nicht gefallen, schlecht bezahlt sind oder man erst gar keinen adäquaten bekommt.
    Ist dir klar, was du mit dem Studium danach anfangen willst? Hast du eine Vorstellung von den Jobs und freust du dich drauf? Wie wäre es, ein Praktikum einzuschieben? Dadurch sieht man mal was anderes, bekommt den Blick mehr darauf Gelenkt, was später mal wichtig ist und du wärst für einige Zeit mal aus dem Unistress draussen.

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    AW: Alles auf Anfang?

    Liebe Erdnuss,

    Da Du - wahrscheinlich aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes - nur wenig preisgibst, muss ich meinen Rat auf Vermutungen und zwischen den Zeilen Gelesenes aufbauen.

    Es sieht mir sehr danach aus, dass Du vorschnell etwas beginnst, und, wenn der Druck beginnt, wieder hin schmeissest. Druck und Stress (ECHTER Stress, nicht zu verwechseln mit viel Arbeit) sind in einem Studium, das den Namen verdient ziemlich normal. Vielleicht nicht während der ganzen Dauer, aber schon gelegentlich.

    Ein abgeschlossenes Studium ist mehr Wert als ein Dutzend Abgebrochene, sogar wenn es das Falsche ist.

    - Keine Schnellschüsse mehr! Nicht beim Anfangen und nicht beim Abbrechen.

    - Fälle keine grosse Entscheidungen, wenn Du schlecht geschlafen hast.

    - Auch nicht in dem Zustand, in dem man sich überlegt, ob der Tod eine gangbare Alternative wäre. (Ich neige weiss Gott nicht zu Suizid und Isa hat mich einmal bewundernd „einen eiskalten Hund“ genannt. Trotzdem sind auch mir während des Studiums solche Gedanken gekommen.)

    - Die psychologische Beratung kann helfen, Dich emotional zu stabilisieren, sie wird aber keine beruflichen Ziele definieren.

    - Ich habe einmal - arbeitslos und in tiefster Verzweiflung - eine sogenannte Laufbahnberatung absolviert. Beratung war das Wenigste dabei, aber die Anleitung zur Selbsterkenntnis hat mir geholfen. Es ist dann zwar einmal mehr anders gekommen, als geplant, aber nun konnte ich damit um gehen.

    - Auch der in Deinem Studium erforderliche Teil der Intelligenz ist wichtig. Ich selbst war eine Zeit lang ein Star, dann haben sich die Anforderungen geändert und ich musste strampeln, bis es wieder besser ging. Diplom unauffällig, danach ging es einigermassen. Strampeln nur noch wegen widriger Umstände oder durch Arbeiten auf recht hohem Niveau.

    - Stelle realistische Anforderungen an Dich! Auch dabei könnte Dir die Selbstfindung helfen. Es bringt weiteren Stress, wenn Du das Beste, Schönste, Grösste willst, anstatt ein realistisches Optimum an zu streben.

    - Der Druck in den ersten 1 - 2 Jahren des Studiums kommt zum Teil von der noch fehlenden Erfahrung - das kann bessern. Er hilft aber auch, Studenten zum Abbrechen zu bewegen, solange sie noch die Chancen zu einem Neuanfang haben. Nur sollte man/frau dies nicht vorschnell tun.

    - Ich habe fest gestellt, dass mir zur Befriedigung des oral-kaptativen Triebes (Trieb, etwas mit dem Mund zu erfassen, wie lutschen, kauen, rauchen, essen, etc.) auch ein Glas Wasser weiter hilft. Da genügend trinken auch dem Gehirn hilft und Wasser nicht dick macht: Sehr zu empfehlen.


    - Entwickle eine Arbeitstechnik. An der ETH war das sogar ein Fach im ersten Semester.

    . Lerne, wie Du lernen musst. Gewisse Dinge gehen in einer Gruppe besser, andere überhaupt nicht.

    . Trittbrettfahrer sind zu meiden.

    . Arbeite eine Dir angemessene Zeit speditiv und mit vollem Einsatz. Dann darfst Du eine Pause samt einer kalorienarmen oder -freien Belohnung mit gutem Gewissen geniessen. Und weiter geht's.

    . Lege die grossen Pausen sinnvoll fest und gönne sie Dir mit gutem Gewissen. Feierabend wie am Fliessband gibt es nur, wenn Du ihn organisierst. Es ist nie ganz fertig. In einem chaotischen Studium geht das natürlich nicht, oder nicht gut.

    . Schlafe dann, wenn Du optimal schlafen kannst. Meide vorher Dinge, die Dich wach machen. Das kann Tee, Kaffee, Süsses, Fernsehen, Streit oder - ganz wichtig - helles Licht sein.


    Grüsse und Godspeed uf Deinem Weg Isambard

  5. Moderation

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    AW: Alles auf Anfang?

    Überleg dir doch erst mal, was ist dein Traum? Was macht ihn aus? Wo siehst du dich? Was ist daran gut? Welche Möglichkeiten gibt es, dahin zu kommen? Wenn du im 2. Semester bist, hast du vorher irgendetwas interessantes gemacht, worauf du aufsetzen könntest?

    Dann, *falls* dein Traum sich nur mit diesem Studium erreichen läßt, wie kannst du vermeiden, alle Brücken hinter dir abzubrennen? Vielleicht erst mal Urlaubssemester? Oder gehen, bevor Fristen versäumt sind, so daß du wieder einsteigen kannst? Da sollte ein Gespräch mit der Studienberatung helfen. Studieren kann man immer noch, solange man nicht rausgeworfen wurde.

    Eine Handlung ist nicht nur deswegen wertvoll, weil sie wehtut. Ich frage mich, ob hinter dem Verlangen danach, etwas zu tun, was "unendlich schwer fällt" nicht eine dramatische Geste steckt? Die Welt interessieren dramatische Gesten nicht.

    Wenn du in Therapie bist, besprich deine Optionen. Oder finde jemand, mit dem du deine Optionen besprechen kannst. Ich habe mit der therapeutischen Beratung der Uni seinerzeit sehr gute Erfahrungen gemacht -- einerseits hatte ich zwar den Eindruck, ich hätte rhetorisch Kringel um die Therapeutin laufen können (und habe es z.T. auch getan), aber alleine der Akt, das Chaos in meinem Kopf in Wörter, die jemand vestehen kann (und dann noch in Kringel!) zu verwandeln, hat das Chaos ausgetireben.

    Komplette Aussetzer und Zusammenbrüche im Studium sind normal. Ich glaube, die Hälfte der Leute, die erfolgreich zu Ende studiert, hatte solche. Da ist es wichtig, daß man sozialen Rückhalt hat, Lerngruppen, Freunde, wo man schnell mal rübergehen, am Eßtisch hocken und Tee trinken kann, Leute, mit denen man sich zum Arbeiten trifft, die vielleicht selber letzte Woche da waren, wo man jetzt ist, aber diese Woche nicht.

    Hast du eine Vorstellung, wo es mit deinem Studium hapert? Organisation, Lerntechnik, Ängste? Kannst du dagegen angehen?

    Wenn du den Bettel hinschmeißt, was wirst du dann tun, das dich deinem Traum, oder deiner Vorstellung von einem zufriedenstellenden Leben, näher bringt? Wärst du an einer FH oder in einem dualen Studium besser aufgehoben?

    Und, keine Panik, daß du zu alt bist. Wenn du 35 bist, wirst du dir ganz schön blöd vorkommen, daß du 25 mal zu alt gefunden hast. (Und mit 65 erst mal!) Um so blöder, wenn du dadurch Möglichkeiten nicht wahrgenommen wurden. Du bist nie wieder so jung wie heute.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  6. Inaktiver User

    AW: Alles auf Anfang?

    Danke für eure Antworten .

    Ich studiere Geowissenschaften, vorher habe ich Geotechnik studiert, also ein artverwandtes Fach. Ich habe die Naturwissenschaften gesucht und an der Uni gefunden. Jetzt knüppeln sie mich nieder . Ich gebe zu das ich vielleicht zu leichtgläubig an die Uni gewechselt habe. Mathe haben wir mit den Bauingenieuren, Chemie studieren wir zusammen mit den Chemiestudenten. Mir ist bewusst das das wichtig Grundlagen sind, aber in dem Umfang verstehe ich es nicht. Ich verstehe nicht warum und den Stoff schonmal gar nicht. Komplexe Zahlen? Das wird mich beruflich nicht weiterbringen und alle die die in die Forschung gehen wollen sicher auch nicht. Aber gut, das ist nunmal nicht zu ändern.

    Zu Schnellschüssen neige ich nicht, eigentlich denke ich immer zu viel über Dinge nach statt auf mein Gefühl zu hören.

    Ich habe viel nachgedacht heute Nacht und unter Dusche, die einzige wirklich Alternative ist momentan der Weg zurück an die FH. Vielleicht sind Naturwissenschaften auf universitärem Niveau für mich nicht machbar. Ich halte mich nicht für dumm, aber es ist ja auch keine Schande wenn es daran happern würde. Ich bin vielleicht wirklich eher praktisch veranlagt.
    Ich habe schonmal angefragt und ich könnte problemlos wieder zurück an die alte FH und auch in den alten Studiengang, Leistung würden wohl weitestgehend anerkannt (auch wenn da noch nicht viel ist) es würde also gar kein Neuanfang, sondern nur ein Schritt zurück.
    Vielleicht sollte ich mich aber auch einfach mal zusammenreißen, da bin ich noch nicht weitergekommen.

    Mein aktueller Gedankengang: Dieses Semester auf die Probleme konzentrieren, mir Hilfe suchen und wenn es dann nicht klappt mit den Sommerklausuren den Schritt zurückgehen.

    Ich kann mir sehr gut vorstellen in dem Bereich zu arbeiten. Ich sehe mich schon in einem kleinen Ingenieurbüro sitzen, ab und zu fahre ich raus, nehme Proben, wertet diese aus, begleitet die Erdarbeiten. Ich habe ansatzweise regelmäßige Arbeitszeiten, muss nicht wie die Forschungsmitarbeiter durch die Welt tingeln. Ich könnte das sogar mit einer Familie vereinbaren und ja, am Ende des Tages wäre ich sehr wahrscheinlich glücklich damit. Die Jobaussichten sind sehr gut, der Verdienst durchschnittlich. Auch wenn ich noch ein wenig mit mir und meinem Weg zu kämpfen habe, habe ich immerhin schon gelernt das Glück (wenn möglich) immer vor dem Geld kommt .

    Woran es happert weiß ich noch nicht ganz genau, aber ich denke das die Probleme hausgemacht sind. Mein Kopf spielt einfach nicht mit. Ich lerne viel und fühle mich vor Klausuren auch gut vorbereitet. Ich habe auch kein Problem mit Prüfungsängsten und bin da immer erstaunlich entspannt bis ich die Arbeit umdrehe und das Elend sehe. Ich kriege es dann einfach nicht gebacken. Das sind Probleme die ich tatsächlich vorher nie hatte. Ich musste in der Schule eigentlich nie lernen und an der FH kam ich gut zurecht mit dem Lernpensum und den Prüfungen.
    Geändert von Inaktiver User (24.04.2014 um 13:48 Uhr) Grund: Ergänzung

  7. Inaktiver User

    AW: Alles auf Anfang?

    Wenn ich dich richtig verstehe, hast du in deinem bisherigen Leben nur "herumgeeiert". Da ist es natürlich verständlich, wenn du dir jetzt, mit 25 Gedanken machst.

    Du schreibst du kannst nicht lernen. Warum nicht? Lernen muß man überall. Diesen Schritt kannst du nicht umgehen. Auch in einer Ausbildung muß man lernen.

    Versuche mal dein Problem wirklich zu fokussieren. Mir kommt da gerade ein Gedanke, weil ich viel mit solchen Menschen zu tun habe. Hast du schonmal in Richtung ADS diagnostische Wege begangen?

    Dieses herumeiern, wie du es beschreibst, ist ein zentrales Problem, wenn man ADS hat. Auch Lernprobleme, sowie massive Probleme sich zu konzentrieren. Das man depressiv wird bei deiner Problematik ist verständlich. Wenn die Depression Überhand nimmt, sollte sie behandelt werden.

    Es bringt alles nichts, wenn du dich jetzt schon wieder umorientierst. Eigentlich läufst du doch nur vor deinen Problemen davon. Deine Probleme müssen gelöst werden. Also denke mal darüber nach was ich geschrieben habe und wenn du den Eindruck hast, dass der Hinweis auf ADS für dich zutreffen könnte, lasse mal eine Diagnostik machen.

  8. Moderation

    User Info Menu

    AW: Alles auf Anfang?

    Erdnuss, da würde ich dann schon in Erwägung ziehen: Abschluß in Geotechnik, etwas Arbeiten, und dann weitersehen. Ein paar zusätzliche Jahre und etwas Praxis können einen "erden" und aus diesem belastenden Schwebezustand, wo man nie weiß, wie's weitergeht und ob das alles klappt, herausholen.

    Komplexe Zahlen und derlei ist jetzt eigentlich nicht das große Hexenwerk, sondern etwas, was man beim systematischen Durchrechnen von Übungsaufgaben in einer Lerngruppe lernt. Vielleicht wird das auch auf eine Art unterrichtet, die einfach bei dir nicht "schnackelt"? Dann hilft es oft, sich das gleiche mal von einem Studenten aus höhrerm Semester (Übungsleiter? Gibt's so was noch?) oder von einem Mathematiker oder Physiker (statt einem Ingenieur -- Ingenieursmathematik ist oft nicht recht Fisch und nicht recht Fleisch) erklären zu lassen.

    Wenn du dich vor Klausuren gut vorbereitet fühlst, lernst du wahrscheinlich das falsche, vielleicht aus alten Lerngewohnheiten? Gibt es noch Klausureneinsichten beim Prof, wo man auch mal fragen kann, was jetzt so schiefgelaufen ist? Es ist ja ein Unterschied, ob man alles mit Rechenfehlern versaubeutelt hat, oder nicht weiß, wie man einen mathematischen Beweis führt.

    Nicht-lernen-können ist oft die Folge davon, daß man nie lernen mußte. Zwölf Jahre guckt man eine Aufgabe an und weiß die Lösung, und im dreizehnten Jahr kriegt man auf einmal Aufgaben, wo man die Lösung nicht weiß, und dann steht man da. Alle anderen haben zwölf Jahre Übung darin, Lösungen und Lösungswege zu erarbeiten, und man selber eben nicht.

    Naturwissenschaften sind toll, aber der Anfang ist hakelig, weil da eben die ganze Grundlagenmathematik sitzt, ohne die man die Naturwissenschaft nicht als solche betreiben kann.
    Geändert von wildwusel (24.04.2014 um 14:22 Uhr)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  9. Inaktiver User

    AW: Alles auf Anfang?

    @bittersweet0403: An ADS habe ich noch nie gedacht. Die Konzentratiosprobleme und das nicht lernen können sind akute Probleme, die ich jetzt nach den nicht bestanden Klausuren habe. Im Vorfeld habe ich natürlich schon gelernt, aber offensichtlich ohne viel Erfolg. Das ich im Leben lernen muss ist mir durchaus bewusst und ich lerne auch gerne (meistens). Dadurch das es jetzt aber so in die Hose gegangen ist kann ich mich nur sehr schlecht darauf konzentrieren weiter zu lernen und die Angst vor einer erneuten Niederlage zu verdrängen. Dafür hat mich das zu sehr getroffen.
    Das Rumeiern habe ich immer als Suche empfunden, als Rastlosigkeit. Nach meinem Abschluss wusste ich nicht wohin, habe gearbeitet und mich dabei etwas orientiert. Währenddessen habe ich mich entschlossen nochmal zur Schule zugehen. Die habe ich abgeschlossen, keine Ausbildung bekommen und bin dann arbeiten gegangen um nicht auf der Straße zu stehen. Arbeiten ohne Lehre war jetzt nicht so der Hit und ich habe mein Studium angefangen. Ob ein Fachwechsel was mit weglaufen zutun hat? Damals nicht, jetzt vielleicht. Weiß ich nicht. Natürlich habe Angst zu versagen. Ich bin schon zweimal durch die selbe Klausur gefallen, noch einmal und das wars für mich. Da ist die FH natürlich "sicherer" für mich, weil ich dort besser zurecht gekommen bin. Deshalb wollte ich mir noch ein Semester Zeit geben, um nicht aus der Angst heraus eine Entscheidung zu treffen.
    Ich werde auf jeden Fall mal einen Arzt aufsuchen, das mit dem ständigen weinen kann es ja nicht sein.

    @ wildwusel: Manchmal fühlt es sich so an als würde ich genau dem hinterherlaufen. Ich möchte einfach mal ankommen. Fertig sein.
    Klausureinsichten gibt es, die Termin dazu kommen aber erst noch. Wir werden auch durch Tutoren begleitet, in Vorlesungen und Übungen. Allerdings habe ich das Gefühl das sie es auch nicht einfach erklären können. Ob ich mit ihnen rede oder mit dem Dozenten, das nimmt sich nichts. Deshalb frage ich mich ja auch, ob es nicht vielleicht an mir liegt das ich das nicht verstehe, nicht nur auf Mathe bezogen, sondern so generell. Vielleicht bin ich einfach nicht unikompartibel. Einen Vorwurf kann ich der Uni da nämlich wirklich nicht machen, sie geben sich schon Mühe uns zu helfen, deshalb gibt es ja auch so ein ausgedehntes Tutorenprogramm.

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