Das möchte ich. Danke liebe Visual.
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25.04.2014, 11:19
AW: Hilfe, ich weiß nichts mit mir anzufangen...
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25.04.2014, 11:32
AW: Hilfe, ich weiß nichts mit mir anzufangen...
Kerstin,
wie wäre es wenn du mit Kindern arbeiten würdest ? Kita, Kiga, Kinderheim o.ä. In diesem Bereich werden derzeit viele Mitarbeiter gesucht und es werden Umschulung bzw. Ausbildungen angeboten. Da hast du immer fröhliche, kleine Menschen um dich
Gruss
Meagan
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25.04.2014, 11:52
AW: Hilfe, ich weiß nichts mit mir anzufangen...
Solange du ein gebrochenes Bein hast, erwartet kaum jemand, daß du Marathons läufst, und solange du krank bist, erwarten die meisten nicht, daß du arbeitest. Wieder eine Arbeit aufzunehmen ist ein wichtiger Schritt in den Normalbetreib des Lebens. Wenn du jetzt bereit dazu bist, geh's an! Du sagst ja selber, daß es dich stört, nicht zu arbeiten. Hast du Unterstützung, wenn du jetzt wieder anfängst?
Eventuell kannst du dich für deinen gelernten Beruf berufsunfähig schreiben lassen, wenn dieser Beruf dich so krank gemacht hat. Dann bist du in Sachen Umschulung in einer viel besseren Position. Ansonsten gibt es die Möglichkeit, das nicht als Umschulung auf einen anderen Beruf sondern als "auf den neusten Stand bringen" in deinem eigenen aufzuziehen? Ich kenne das nur aus zweiter Hand, deswegen kann ich dir keine konkreten Anlauftipps geben. Behandelnder Arzt? Rentenamt? Sozialberatung? Selbsthilfegruppen?
Ein Studium gibt natürlich sehr "breites" Wissen, so daß es schwer ist zu sagen, "es gibt nichts, was ich damit noch machen könnte". Eine Strategie wäre, sich nicht da zu bewerben, wo es "in der Branche" ist, sondern da, wo Leute gesucht werden und zu sagen, "ich habe [breit aufgestelltes brotloses Studienfach] studiert und ich kann für sie [das und das] tun".
(Es arbeiten z.B. die meisten Anglisten, die ich kenne, in Softwareklitschen. Und nicht als Übersetzer.
)
Geändert von wildwusel (25.04.2014 um 11:58 Uhr)
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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25.04.2014, 14:14Inaktiver User
AW: Hilfe, ich weiß nichts mit mir anzufangen...
Liebe Kerstin,
meine Mutter ist 83 Jahre, ihr wurde vor 5 Jahren ein Beinamputiert, sie kann die Wohnung ohne Hilfe nicht verlassen und ist außerhalb der Wohnung auf den Rollstuhl angewiesen.
Seid 2 Jahren kommt eine junge Frau, die sie einmal wöchentlich für 2 - 3 Stunden besucht, bei schönem Wetter gehen sie spazieren, Kaffee trinken oder ein Eis essen,
meine Mutter und wir haben die junge Frau ins Herz geschloßen, bei Familienfeste gehört sie mittlerweile dazu.
Meine Tochter und die junge Frau haben vor 6 Monaten Freundschaft geschlossen, sie verstehen wunderbar.
Die Junge Frau erzählte mir, das es jedesmal ihr Herz berührt, wenn sie in die strahlenden Augen meiner Mutter sieht. Ich bewundere diese junge Frau, sie macht dies alles Ehrenamtlich.
Liebe Kerstin, vielleicht wäre das auch etwas für Dich, denn es ist ein schönes Gefühl gebraucht zu werden.
Liebe Grüße
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25.04.2014, 15:22Inaktiver User
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25.04.2014, 15:31Inaktiver User
AW: Hilfe, ich weiß nichts mit mir anzufangen...
Hallo atti 65,
ich finde deinen Rat, sich ehrenamtlich im Alten- oder "Behinderten"sektor zu "beschäftigen, schwierig. Der kommt häufig, wird dadurch in meinen Augen aber nicht richtiger.
Ich kenne als Rollstuhlfahrerin genügend psychisch angeschlagene Menschen, die sich über "meinesgleichen" stabilisieren wollen, weil "wir" ja immer achsodankbar sind und anspruchslos zu sein haben.
Jemand, der/die depressiv war/ist, auf Alteundbehinderte "loszulassen", halte ich für beide Seiten fragwürdig: die "helfende" Person strahlt ihr Gedrücktsein aus oder erwartet "leuchtende Augen" - was passiert, wenn diese nicht dankbar aufstrahlen? - und die "Geholfene" rückt in die Stabilisatorenfunktion anstatt "einfach nur" Mensch zu sein.
Wenn Ehrenamt, dann nicht so "nah" an den "klassischen" Aufgabenfeldern: Es gibt genug Bedarf in Sportverein, Tier- und Umweltschutz, Vorlesezirkeln etc. Darüber stabilisiert man sich auch - aber eben über die Arbeit, nicht - als Gefahr - über die Menschen.
Wenn ihr mit eurer Besuchsdame gute Erfahrungen macht - klasse! Ich kenn halt als prospektiv "Betroffene" ehrenamtlichen Handelns leider viele Beispiele nicht gelungenen Engagements - eben aus der eigenen psychischen Notlage der "Helfenden" ausgehend.
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25.04.2014, 15:41Inaktiver User
AW: Hilfe, ich weiß nichts mit mir anzufangen...
Sehr guter Beitrag, cheshirekatz
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25.04.2014, 16:28Inaktiver User
AW: Hilfe, ich weiß nichts mit mir anzufangen...
Hallo cheshirekatz,
du hast nätürlich recht, so habe ich es noch gar nicht gesehen, als Betroffene hast du viel mehr Erfahrung.
Dann haben wir mit unserer Besuchsdame wirklich ganz großes Glück gehabt.
Danke, für deinen HinweisGeändert von Inaktiver User (25.04.2014 um 16:34 Uhr)
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25.04.2014, 17:39
AW: Hilfe, ich weiß nichts mit mir anzufangen...
Wenn ich nur über Dinge reden würde, von denen ich ALLES verstehe, hätte ich sehr wenig zu sagen

Es gibt natürlich Themen, von denen man schon etwas verstehen sollte, bevor man sich einmischt, aber das sind doch keine alltäglichen Situationen. Und selbst wenn man etwas falsches sagt, kann es richtig sein, denn kann der, der es versteht, es einem verständlich machen und man hat was gelernt.Geändert von Lilith10 (25.04.2014 um 17:46 Uhr)
Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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25.04.2014, 17:52
AW: Hilfe, ich weiß nichts mit mir anzufangen...
Oh, unterschätz die Arbeit mit Kindern nicht ;-)
Erstens sind die nicht immer fröhlich und zweitens ist auch das soziale Arbeit, die eine hohe Belastbarkeit erfordert, weil sie ganz schön an die Nerven und an die eigenen Emotionen gehen kann. Dazu kommt Elternarbeit, auch nicht immer einfach.
Nebenbei gesagt ist es ein Unding, dass der Fachkräftemangel mit fachfremdem Personal ausgeglichen werden soll, welches lediglich mehrtägige Kurse absolviert hat. Eine Ausbildung zur Erzieherin dauert hier - völlig zu Recht - vier Jahre!
@ Kerstin32
Bist du zufällig gut im Zehn-Finger-Schreiben?
Und hast du vielleicht auch noch grundlegende Office-Kenntnisse?
Ich kenne bspw. eine Kulturwissenschaftlerin sowie Anglisten und Germanisten, die als Assistenten / Sekretärinnen in Büros arbeiten. Vielleicht wäre das ja auch etwas für dich?
Oder du machst erst mal ein Praktikum. Wenn du während deines Studiums keine Praktika gemacht hast, kannst du das ja noch nachholen. Gäbe es denn einen Bereich, der dich da interessieren würde?Geändert von Jil_Maj (25.04.2014 um 18:02 Uhr)


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