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  1. Inaktiver User

    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für manche ist das aber nicht so einfach, jedenfalls nicht einen wirklichen Freundeskreis aufzubauen, der nicht nur ein oberflächlicher Zeitvertreib ist.
    Und wieso sollte es einfach sein? Wenn ich was ändern will muss ich was tun, auch und grad wenn es mir nicht hinterhergetragen wird. Ich weiß echt nicht wie man darauf kommt dass das alles frei Haus geliefert werden müsse. Das ist doch reine Rausrederei weil man nicht sehen will, dass andere sich da eben mehr anstrengen oder mehr zu geben bereit sind als man selbst. Und dann unterstellt man halt, die kriegen alles nachgeschmissen. Wer meint dass ihn das weiterbringt, bitte. Für mich erklärt so eine Haltung schon einen Teil des Problems.

  2. Inaktiver User

    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Freundschaften zu schließen find ich nun weitaus einfach als eine Lebenspartnerschaft. Ich bin mit einigen Leuten befreundet, die völlig anders leben als ich, das macht die Freundschaft interessant, in einer Beziehung wären das permanente Zerreissproben.
    Das sehe ich z.B. völlig anders, aber vielleicht definieren wir Freundschaft auch unterschiedlich.
    Ich habe zwei Jungs, die ich als Freunde bezeichne und seit über 30 Jahren kenne. Sie wissen nahezu alles von mir. Wir vertrauen einander ohne Vorbehalt und können uns immer aufeinander verlassen. So etwas muß aber wachsen und das dauert in dieser Tiefe meist recht lange.
    Bekannte und z.T. auch Beziehungen kommen und gehen. Grade bei Beziehungen kann es doch recht oft passieren, dass die ach so große Liebe irgendwann der letzte A.... ist.

    Und andererseits zieh ich mir den Schuh schon an: wenn ich was nicht so hinbekomme wie andere, dann kann ich mir von denen schon was abschauen. Oder ich will das nicht, dann bleibt alles so wie es ist. Das ist aber meine Entscheidung und mein Handlungsspielraum.
    Nein, das stimmt nur zum Teil.
    Jemand der z.B. schüchtern ist oder nur schwer sozialen Zugang findet, kann sich nicht einfach so was abschauen. Zu jemandem mit Höhenangst kannst du auch nicht einfach sagen ... du willst das nur nicht.

  3. Inaktiver User

    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein, das stimmt nur zum Teil.
    Jemand der z.B. schüchtern ist oder nur schwer sozialen Zugang findet, kann sich nicht einfach so was abschauen. Zu jemandem mit Höhenangst kannst du auch nicht einfach sagen ... du willst das nur nicht.
    Da ich jemand bin der sich da sehr ändern musste um nicht allein dazustehen, und zwar in jungen Jahren, kann ich dir da nicht beipflichten.

    Leute die schüchtern sind oder kontaktscheu denken in vielen Fällen einfach viel zu viel über sich nach und nehmen sich viel zu wichtig. Auch das kann man ändern und lockerer werden, wenn man versteht, dass sich die Welt nicht um einen dreht sondern oft gar nicht um einen schert. Und daher auch die Welt nicht untergeht wenn man sich mal blamiert.

  4. Inaktiver User

    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich denke es hat nicht immer mit Schuld zu tun.
    Sicher, jemand, der sich z.B. aus Bequemlichkeit nicht um seine sozialen Kontake kümmern ist selber schuld.
    Aber sind auch die "schuld", die kontaktscheu, schüchtern oder introvertiert sind ? Die, denen durch äußere Umstände ihr soziales Netz weggebrochen ist?
    Ich denke es ist immer leicht für jemanden, der eher extrovertiert und gesellig ist zu sagen ... dann geh doch unter Leute. Für manche ist das aber nicht so einfach, jedenfalls nicht einen wirklichen Freundeskreis aufzubauen, der nicht nur ein oberflächlicher Zeitvertreib ist.
    ich bin ein extrovertierter mensch und finde schnell kontakte.
    auch kontakte mit sehr introvertierten menschen. die beiden ziehen sich doch meist magisch an.

    aber natürlich müssen da auch andere faktoren passen.

    wer sich so garnicht bemüht und es kommt kein muh und kein mäh, da sage ich mir, dann eben nicht.
    von diesen menschen kenne ich auch einige. sogar verwandtschaft.
    und um die geht es hier.

  5. Inaktiver User

    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Leute die schüchtern sind oder kontaktscheu denken in vielen Fällen einfach viel zu viel über sich nach und nehmen sich viel zu wichtig. Auch das kann man ändern und lockerer werden, wenn man versteht, dass sich die Welt nicht um einen dreht sondern oft gar nicht um einen schert. Und daher auch die Welt nicht untergeht wenn man sich mal blamiert.

  6. Inaktiver User

    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da ich jemand bin der sich da sehr ändern musste um nicht allein dazustehen, und zwar in jungen Jahren, kann ich dir da nicht beipflichten.

    Leute die schüchtern sind oder kontaktscheu denken in vielen Fällen einfach viel zu viel über sich nach und nehmen sich viel zu wichtig. Auch das kann man ändern und lockerer werden, wenn man versteht, dass sich die Welt nicht um einen dreht sondern oft gar nicht um einen schert. Und daher auch die Welt nicht untergeht wenn man sich mal blamiert.
    Ich denke das ist aber in jungen Jahren auch einfacher als später.
    Ich hatte eine beschissene Schulzeit hinter mir mit Mobbing und sehr unschönen Geschichten.
    Als ich dann zum studieren die heimatliche Kleinstadt verließ habe ich mich mehr oder weniger selbst neu erfunden.
    Die Erfindung habe ich dann über die Jahre überarbeitet und bin auch in meiner Kontaktfreudigkeit wieder etwas zurückgegangen weil mir mit den Jahren die Qualität der Kontakte wichtiger würde als die Quantität
    Das wäre mir aber nicht gelungen wenn ich weiter in meiner Kleinstadt mitdenselben Leuten geblieben wäre und ob mir das gelungen wäre wenn ich nicht 18 wärest sondern 38 wage ich zu bezweifeln.

  7. Inaktiver User

    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich denke das ist aber in jungen Jahren auch einfacher als später.
    Ich hatte eine beschissene Schulzeit hinter mir mit Mobbing und sehr unschönen Geschichten.
    Als ich dann zum studieren die heimatliche Kleinstadt verließ habe ich mich mehr oder weniger selbst neu erfunden.
    Die Erfindung habe ich dann über die Jahre überarbeitet
    Das wäre mir aber nicht gelungen wenn ich weiter in meiner Kleinstadt mitdenselben Leuten geblieben wäre und ob mir das gelungen wäre wenn ich nicht 18 wärest sondern 38 wage ich zu bezweifeln.
    So könnte ich das auch beschreiben, aber gottlob ohne Mobbing. Aber doch insgesamt eher unerfreulich.

    Aber dieses Neu-Erfinden bleibt ja auch später nicht aus, wenn du Mutter wirst, dich scheiden lässt oder im Alter den Partner verlierst, arbeitslos oder krank wirst, oder einfach alt. Ich denke, da muss man immer wieder mal die Stellschrauben nachjustieren und manches verändern, weil das bisherige einfach nicht mehr da ist oder nicht mehr funktioniert.

    Einfach ist das nicht, muss es auch nicht sein - aber es ist möglich.

  8. Inaktiver User

    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich bin ein extrovertierter mensch und finde schnell kontakte.
    aer.
    Wie schön für dich. Es gibt aber genügend introvertierte Menschen, denen das überhaupt nicht leicht fällt. Die können nicht einfach in den Spiegel schauen und sagen:" ab heute bin ich mal extrovertiert." .

    Was mich an den letzten 10-20 Beiträgen wundert: hier ist immer die Rede von " sich Kontakte erarbeiten" ... "An Freundschaften arbeiten"... Wie kommt es, dass Freundschaften zwischen 20 und 50 plötzlich zu "Arbeit"werden? Wo ist da der Spass dabei? Ich kann mich nicht daran erinnern, in einer Jugend-oder Studienfreundschaft an irgendwas gearbeitet zu haben -alle anderen waren einfach da, und man ging mit denen was unternehmen, die einem sympathisch waren. Ende der Geschichte -kein mühsames "am Leben erhalten" von irgnedwas.
    Diese Zeit vermisse ich sehr.

  9. User Info Menu

    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Mal ein anderes Beispiel: mein Vater fühlt sich nach dem Tod meiner Mutter sehr einsam. Wenn ich am Sonntagabend mit ihm telefonier, klagt er oft: ich habe das ganze Wochenende mit niemanden gesprochen". Aber er ist in mehreren Vereinen, hat auch viele Kontakte (seine alten Freundw sind aber mittelweile alle tot), unternimmt viel (Ausflüge, Wanderungen etc.) Trotzdem fühlt er sich einsam.

    Ich habe auch oft das ganze Wochenende mit keinem gesprochen. Aber ich fühle mich nicht einsam. Ich kann gut allein sein und das nicht gezwungenermaßen, nein: ich bin auch ganz gerne allein. Ich war eh immer ein Einzelgänger.

    Ich habe Kontakte, Freunde, mit denen ich ab und zu was unternehme, aber eben keine richtig enge Freunde/Freundinnen hier vor Ort. Es gibt 2 Mädels (im Verein), mit denen ich sicher enger befreundet wäre, würden sie nicht über 500 km entfernt wohnen. So bleibtes bie gelgentlichen Telefonaten und Treffen, zu wenig für einen enge Freundschaft.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich hatte eine beschissene Schulzeit hinter mir mit Mobbing und sehr unschönen Geschichten. Als ich dann zum studieren die heimatliche Kleinstadt verließ habe ich mich mehr oder weniger selbst neu erfunden.

    Ich habe eine ähnlich Erfahrung. Aber neu erfunden? Nein, ich fühlte mich befreit. Endlich konnte ich ich sein, so wie ich wollte. Weit weg von all den Leuten, die mich in eine Rolle zwängten.

  10. User Info Menu

    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was mich an den letzten 10-20 Beiträgen wundert: hier ist immer die Rede von " sich Kontakte erarbeiten" ... "An Freundschaften arbeiten"... Wie kommt es, dass Freundschaften zwischen 20 und 50 plötzlich zu "Arbeit"werden? Wo ist da der Spass dabei? Ich kann mich nicht daran erinnern, in einer Jugend-oder Studienfreundschaft an irgendwas gearbeitet zu haben -alle anderen waren einfach da, und man ging mit denen was unternehmen, die einem sympathisch waren. Ende der Geschichte -kein mühsames "am Leben erhalten" von irgnedwas.
    Diese Zeit vermisse ich sehr.
    Das ist leider so.
    Freundschaften aus der Kindheit oder zu Beginn der Ausbildung sind etwas sehr kostbares und nicht zu ersetzen durch Kontakte in späteren Jahren.

    Gerade die Freunde aus Kindheitstagen sind etwas Besonderes. Da kennt man nicht nur den Anderen, sondern auch seine Verhältnisse, seine Eltern, die Geschwister, die Umstände all dieser Zeit. Da braucht´s nicht vieler Worte um sich nahe zusein.

    Das gibt es so nicht wieder. Wer einen (oder zwei) Menschen aus diesen Zeiten als seine Freunde durchs Leben begleiten darf, zählt zu den Glücklichen. Das ist ein Glück.

    Auch manche Kontakte in späteren Jahren der Entwicklung können intensiv und freundschaftlich sein, aber diese Nähe, die existiert nie wieder.

    Trotzdem, auch hier gilt es diese zu pflegen und sich dafür Zeit zu nehmen und den Anderen aktiv genug am Leben zu beteiligen.

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