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  1. Inaktiver User

    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    vielleicht sollte man auch einfach mal keine bedürftigkeit ausstrahlen.
    aber das strahlen solche menschen leider aus.
    Wie strahlt man keine Bedürftigkeit aus, wenn man bedürftig ist?

  2. Inaktiver User

    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Viele Menschen, die von sich behaupten viele freunde zu haben, haben fast nur sohle Kontakte und manchmal merkt man erst später, dass eine Freundschaft eher Zweckgebunden ist.
    hatte ich vor einiger Zeit mit einer ehemaligen Arbeitskollegin.
    Wir wurden hauptsächlich durch die Probleme in der Firma zusammengeschweißt, als ich den jJob wechselte haben wir uns noch ein paarmal getroffen und hatten uns eigentlich nicht viel zu sagen.
    Oder z.b. Kontakte über Hobbys drehen sich oft nur darum, kann einer das Hobby nicht mehr ausüben, schläft auch der Kontakt ein
    Ja klar, das gibt es, das läuft sich dann irgendwann tot. Aber solche Kontakte kommen und gehen, und wo die einen enden fangen die anderen an, man hat ja in jeder Lebenssituation auch wieder neue Anknüpfungspunkte.

    Es gibt Freundschaften, die das überdauern und welche die tun das nicht.
    erstere sind aber seltener und wenn jemand behauptet er hätte 10 beste freunde wundert mich das immer
    Ach, ich denke, bei manchen mag das schon so sein, wenn man vielleicht so ein Cliquenmensch ist. Insgesamt ist das natürlich ein lebender Prozess, und nicht alle Freundschaft ist für die Ewigkeit.

    Das muss aber auch von beiden Seiten kommen
    Nein, wenn ich mich isoliert fühle, dann muss ich aktiv werden, da kann ich nicht erwarten, dass die anderen auch ein Interesse an mir haben. Der Bedürftigere, der der was will, der muss was tun. Das ist bitter, aber da muss man durch, und braucht einen langen Atem. Grad wenn man nicht mehr ganz jung ist wartet keiner auf einen, da muss man schon dranbleiben - und vor allem auch was zu bieten haben. So blöd das klingt. Die anderen müssen ja schließlich gern mit einem zusammensein, und da muss man sich teilweise schon auch mal sauber in Frage stellen.

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    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Malina, ich gebe dir in allem recht, darum habe ich auch alles von dir zitiert.

    nur, WO waren denn all die menschen VOR dieser zeit?

    hat man sich da etwa nur mit sich selbst beschäftigt?

    mit 50 erwarte ich einfach, dass man sich ein soziales netz aufgebaut hat.
    da gibt es keine ausreden mehr.
    da muss man sich schon mal selbst unter die lupe nehmen.
    Ich sag ja, die Umstände können sich verketten. Z.B. erst ein Umzug. Die alten Kontakte brechen vielleicht nicht ganz weg, werden aber sporadischer, oberflächlicher. Im neuen Umfeld findet man nicht sofort Anschluss. Dann kommt eine richtige Krise. Die alten Freundschaften, ohnehin schon nicht mehr so eng, überleben diese Krise nicht. Neue gibt es noch nicht. Und nach Beendigung der Krise tut man sich dann schwer, wieder neu anzufangen.

    Nicht jeder hat ein so stabiles Umfeld, das jede Krise überlebt. Ich bin froh und dankbar, dass ich gute Freunde habe, die meine schwere Krankheitszeit mit mir durchgestanden und mich unterstützt haben. Aber für selbstverständlich halte ich das durchaus nicht. Und bei mir war die schlimmste Zeit gerade mal ein halbes Jahr. Wenn so eine Krise ein ganzes oder mehr Jahre dauert, dann kann ich schon nachvollziehen, dass Kontakte abreißen.
    Und auch man selbst verändert sich u.U. so, dass die alten Kontakte nicht mehr passen, die verbindenden Themen wegbrechen, etc. Wenn ich z.B. immer gerne gewandert bin, das aber aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kann, ist es fraglich, ob der Kontakt zu den Leuten aus dem Wanderclub bestehen bleibt.
    Oder ich merke als Geschiedene, dass mein Freundeskreis überwiegend aus Paaren besteht, die an mir als Neu-Single kein Interesse mehr haben.

    Ich bin ja nicht automatisch ein unausstehlicher Mensch, nur weil mir plötzlich Kontakte wegbrechen und ich nicht so schnell wieder neue knüpfe. Aber hier wird schnell suggeriert, es stimmt was nicht mit einem, wenn man sein soziales Umfeld nicht aufrecht erhalten oder sich schnell ein neues schaffen kann. Und ich finde, es gibt so viele komplexe Gründe dafür, dass ich da nicht einfach pauschal urteilen wollte.

    Genauso wenig ist jeder, der viel arbeitet und daher wenig Zeit für Freunde hat, notgedrungen karrieregeil und unsozial. Auch dafür kann es viele Gründe geben. Und nicht jeder hat die Energie, nach einem anstrengenden 10-Stunden-Tag noch enge Freundschaften zu pflegen.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  4. Inaktiver User

    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie strahlt man keine Bedürftigkeit aus, wenn man bedürftig ist?
    Schwierig.

    Also ich geh immer dann auf Abstand wenn ich den Eindruck habe, der andere lädt mir die Verantwortung für sein Wohlergehen auf. Ich soll mich mit ihm treffen, weil er sonst so allein ist, z.B. - und so funktioniert das halt nicht. Das ist nicht mein Problem und ich will es auch nicht zu meinem machen (bei Leuten die ich eben kennenlerne auf jeden Fall).

  5. Inaktiver User

    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    eben die Gleichung gutes soziales netz= toller Mensch geht für mich nicht auf und auch nicht der Umkehrschluss
    da stimme ich dir zu.
    kenne genügend die nur deshalb ein gutes soziales netz haben, weil sie beruflich oder vom finanziellen (meist beides) ein umfeld haben, wo andere nur davon träumen.

    wenn man richtig hinschaut, sind es lebensabschnitts-freunde.

    die gehen genau dann, wenn sie keinen vorteil mehr von dir haben.
    die habe ICH noch nie als freunde bezeichnet.

  6. Inaktiver User

    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Nein, wenn ich mich isoliert fühle, dann muss ich aktiv werden, da kann ich nicht erwarten, dass die anderen auch ein Interesse an mir haben. Der Bedürftigere, der der was will, der muss was tun. Das ist bitter, aber da muss man durch, und braucht einen langen Atem. Grad wenn man nicht mehr ganz jung ist wartet keiner auf einen, da muss man schon dranbleiben - und vor allem auch was zu bieten haben. So blöd das klingt. Die anderen müssen ja schließlich gern mit einem zusammensein, und da muss man sich teilweise schon auch mal sauber in Frage stellen.
    Ich hatte gerade ein persönliches Szenario im kopf, eine ehemalige Studienfreundin, die ich nach Jahren wieder traf.
    Wie erneuerten die Freundschaft, ich hörte mir ihre persönlichen Probleme, von denen es nicht wenige gab.
    Als ich dann krank wurde kam von ihr nichts zurück, da sie einen neuen Mann kennengelernt hatte, hatte sie keine Zeit mehr
    Das brauche ich nicht mehr. Freundschaften sind keine Einbahnstraße.

  7. Inaktiver User

    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Oder ich merke als Geschiedene, dass mein Freundeskreis überwiegend aus Paaren besteht, die an mir als Neu-Single kein Interesse mehr haben.
    Das ist ja nun ein Beispiel aus meinem Leben. Und dazu fällt mir eben ein, dass viele ihrerseits sobald sie nur einen Mann hatten keine Zeit mehr für ihre Single-Freundinnen hatten, oder kein Interesse an Alleinerziehenden. Und dann wenn der Mann weg ist kommt das große Jammern - für mich ist das hausgemacht.

    Ich hab das direkt bei manchen erlebt, kaum war ich getrennt war ich persona non grata. Kein Wunder dass die sich wenn ihre Ehe den Bach runterging dann schwer getan haben.

    Mit vielen anderen war und ist das wiederum kein Problem, weil es da um uns geht, nicht darum ob eine jetzt grad einen Mann hat oder nicht.

  8. User Info Menu

    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen

    Zudem finde ich das Kennenlernen neuer Leute nicht immer so einfach, wie es einige hier darstellen. Vereine, Ehrenamt gut und schön. Aber meine Erfahrung damit ist, dass es dabei oft nur um die gemeinsame Sache geht und freundschaftliche Kontakte darüber hinaus wenn überhaupt eher zögerlich entstehen.
    Richtig, diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Fällt das gemeinsame Hobby aus irgendeinem Grund weg, löst sich auch schnell der Kontakt auf, weil man plötzlich nichts Gemeinsames mehr hat. Da war dann wirklich nur das Hobby der Kitt, der das zusammenhielt.
    Und das war nicht ich, die in diesem fall den Kontakt abgebrochen hat. Im Gegenteil, ich habe mich sehr bemüht. Ehrlich gesagt, kam mir da schon der Verdacht, ich war nur interessant, so lange ich den Großteil der Arbeit in unserer Gruppe gemacht habe.


    Ich würde einem Menschen, der kein soziales Umfeld hat, zunächst mal unvoreingenommen begegnen. Wenn sich derjenige dann als Klette erweist, kann ich immer auf Distanz gehen. Aber das muss ja nicht zwangsläufig sein.
    Ich denke, dass Klettenverhalten kommt automatisch, wenn man lange allein war und die neue Bekanntschaft die einzige ist. Da ist einfach ein Ungleichgewicht: einer hat einen großen Bekanntenkreis und der "Neue" ist nur einer unter vielen. Der Andere hat nur diese Person, worauf er sich jetzt natürlich voll konzentriert. Diese eine Person soll seine Einsamkeit ausfüllen.

    Nun sag mal den Einsamen, er soll nicht "kletten". Das schafft nur jemand, der gut allein sein kann, der auch gern allein ist.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich glaube, wenn jemand über längere zeit sehr allein lebt, fehlt ihm irgendwann ein wichtiges stück selbstvertrauen. es gehlt dann einfach die erfahrung, dass ihn jemand mag und der glaube daran, dass er ein netter mensch ist. das kann man sich ja nicht selbst suggerieren, das muss man erleben und spüren.

    wenn dieses selbstvertrauen weggerutscht ist, verkrampfen sich die beziehungsversuche... da rauszukommen, stelle ich mir schwierig vor, weil man versucht ist, jeden kontakt zu überfrachten.
    Das kommt dazu.
    Geändert von Tabitha (22.04.2014 um 11:46 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das brauche ich nicht mehr. Freundschaften sind keine Einbahnstraße.
    Nein, das muss man dann einfach so annehmen. Aber die muss sich dann halt, im Fall der Trennnung, auch nicht wundern, wieso du sie nicht bereitwillig wieder auffängst.

    Sowas gibt es, klar. Aber es gibt doch auch immer wieder andere Beispiele. Ich hätt ohne meinen Freundeskreis mein Leben nicht so hinbekommen, schon gar nicht als Alleinerziehende ohne großen familiären Rückhalt.

    Aber wie gesagt, auch wenn es manchmal auch oft Kraft gekostet hat, hab auch ich immer versucht für diese Freunde da zu sein. Und ich denke schon, dass das auch honoriert wird auf lange Sicht, nicht von jedem, aber auch nicht von keinem.

  10. User Info Menu

    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ja, genau so k a n n man sich das auch einreden.

    ich habe ja keine zeit.....

    die frage ist doch, wieso haben andere zeit?
    Nee, andersrum : ich habe Zeit (ich bin ja Single), aber andere haben keine Zeit, weil sie Familie etc. haben.
    Da spielt sich die ganze Freizeitgestaltung nur ringsum Famile usw. ab: "Dieses Wochenende? Nee, geht nicht, da müssen wir zu Oma. Nächstes WE auch nicht, da hat die Lütte `nen Wettkampf... " und dann einigt man sich auf einen Termin in 3 Monaten, den sie dann letztendlich natürlich auch kurzfristig absagen, weil wieder was dazwischengekommen ist. denn die Famile hat immer Vorrang (oder das Hobby etc.)

    Manche Leute haben ihre Freizeit dermassen vollgepackt und verplant, dass für einen losen Kontakt einfach keine Zeit übrig ist. Man geht dann (als lose Bekanntschaft, Freundin aus alten Tagen) einfach in der Nachrangigkeit unter.

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