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    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    wer denn sonst?

    ich selbst bestimme doch, wer mir nahe kommen kann, im wahrsten sinne des wortes.
    und wenn ich niemanden habe, dann muss ich mich wohl selbst mal hinterfragen, was ich aussende???!!!

    in diesem falle hier wäre mir der mann mehr als suspekt.
    ein eigenbrötler, der sich wahrscheinlich immer nur auf einen menschen focusiert.
    dieser soll ihn glücklich machen.

    mach mal, ich bleib schön in meiner komfortzone.

    nein, das geht garnicht!
    Vielleicht war jemand aufgrund verschiedener Umstände lange Zeit einfach nicht imstande, auf andere Menschen zuzugehen oder bestehende Bekanntschaften zu pflegen. Es gibt Situationen im Leben (schwere Krankheit, Depressionen, Jobverlust, Trennung, Todesfall), wo man schlichtweg die Energie nicht mehr hat und wo man für andere auch mal schwer auszuhalten ist.

    Und dann fange ich vielleicht langsam wieder an, mich aus meinem Schneckenhaus rauszutrauen, mache ein paar unschöne Erfahrungen (die nicht zwingend mit mir als Person zu tun haben müssen) und bin erst mal wieder entmutigt.

    Ich finde diese selbst-Schuld und mir-würde-sowas-nicht-passieren-Haltung hat so was Kaltes, Umbarmherziges. Ich möchte Menschen einfach nicht anhand ihrer Sozialkontakte beurteilen, sondern mir lieber erst mal selbst ein Bild machen.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  2. Inaktiver User

    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und was genau hindert sie, sich für andere zu engagieren und so Kontakte zu knüpfen? Nur mal so als Beispiel?

    .
    Da sie als eher ruhige typen beschrieben werden, wahrscheinlich ihr Temperament oder dessen fehlen.
    Für Menschen die von Natur aus eher offen sind ist es anscheinend schwer zu verstehen, dass manche Menschen ihr leben lang schüchtern und zurückhaltend sind und ehr Schwierigkeiten haben Kontakte zu knüpfen.
    es lohnt sich aber oft, auf solche Menschen zuzugehen

  3. Inaktiver User

    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Ich finde diese selbst-Schuld und mir-würde-sowas-nicht-passieren-Haltung hat so was Kaltes, Umbarmherziges.
    Das ist deine Perspektive. Ich seh es als Ermunterung, sich auf den Weg zu machen, weil man selbst es in der Hand hat es zu ändern.

    Und alle Bestätigung, dass es gar nicht klappen kann, weil... finde ich persönlich deprimierend.

    Was hilft es denn, wenn es nicht in meiner Macht läge was zu verändern? Und die Verantwortung nicht bei mir, sondern bei allen anderen zu suchen? Ich glaub nicht, dass dann einer an der Tür klingelt und dich an die Hand nimmt. Wieso das also konstruktiver oder empathischer sein soll als zu vermitteln, dass man selbst was verändern muss ist mir nicht ganz klar.

    Für mich ist das barmherzig was zumindest versucht ein Leiden zu beenden - und nicht, was das Leiden nur bestätigt.
    Geändert von Inaktiver User (22.04.2014 um 10:11 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Ich finde es auch schwierig zu sagen, wer keine Freunde hat, ist selbst Schuld und mir auch gleich mal suspekt.

    Ich war selbst noch nie in der Situation, überhaupt niemanden zu haben, und sei es weiter weg. Aber ich kann mir auch für mein Leben Konstellationen vorstellen, wo zumindest das soziale Umfeld vor Ort komplett wegbricht. Und das lässt sich mit Freunden, die hunderte Kilometer weit weg wohne, meist nur sehr bedingt kompensieren.

    Zudem finde ich das Kennenlernen neuer Leute nicht immer so einfach, wie es einige hier darstellen. Vereine, Ehrenamt gut und schön. Aber meine Erfahrung damit ist, dass es dabei oft nur um die gemeinsame Sache geht und freundschaftliche Kontakte darüber hinaus wenn überhaupt eher zögerlich entstehen. Ist ja nicht so, als müsste man nur in einen Verein eintreten, sich für ein Ehrenamt melden oder einen VHS-Kurs melden, und schon kann man sich vor Freunden kaum noch retten.
    Und viele Leute haben eben auch keine Zeit, neben Beruf, Kinder und Familie noch gross Freundschaften bsp. wöchentlich zu pflegen. Da sieht man sich dann eher sporadisch. Und das ersetzt ja kein soziales Umfeld.

  5. Inaktiver User

    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da sie als eher ruhige typen beschrieben werden, wahrscheinlich ihr Temperament oder dessen fehlen.
    Für Menschen die von Natur aus eher offen sind ist es anscheinend schwer zu verstehen, dass manche Menschen ihr leben lang schüchtern und zurückhaltend sind und ehr Schwierigkeiten haben Kontakte zu knüpfen.
    es lohnt sich aber oft, auf solche Menschen zuzugehen
    Das sind alles Abwehrbehauptungen. Hättest du meine Beiträge genau gelesen hättest du gemerkt, dass ich mir das auch lang und hart erarbeiten musste, mir wurde das eben nicht in die Wiege gelegt.

    Und die Frage ist für mich auch nicht, ob es sich lohnt auf so jemanden zuzugehen - Realität ist, dass das selten geschieht, sonst wären diejenigen ja nicht so isoliert.

    Und dann kann ich entweder lamentieren, dass keiner auf mich zugeht oder mir eben selbst einen Ruck geben.

  6. Inaktiver User

    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Ich bin so ein Mittelding, durchaus mit Kontakten gesegnet, aber nicht mit riesigem Freundeskreis und ohne große Verwandtschaft.
    Bei mir war es s, dass Lebensumbrüche auch immer Freundschaften kosteten.
    Am einfachsten war es im Studium und Promotion neue Freunde zu finden, die fielen einem fast zu.
    Nach Beendigung desselben verstreuten sich die Leute in alle Winde, mit einigen bleib man in Kontakt, mit anderen nicht.
    Aber selbst wenn man über Jahre Kontakt hält, hatte die Freundschaft nicht mehr dieselbe Qualität wie vorher, es wurden eher Bekanntschaften daraus.

    Ein großer Umbruch ist auch die Familienphase. mit einigen Freunden schliefen die Kontakte ein als sie Kinder bekamen, erstens fehlte ihnen die Zeit und Zweitens verbrachten sie sie wohl lieber mit anderen Eltern.
    Jetzt wo wir auch ein kind haben tauchen einige von ihnen wieder auf. Wir werden wohl in den Elternclub aufgenommen.

    Ich finde auch, je älter man wird desto schwerer ist es neue Leute kennenzulernen und auch Kontakte zu knüpfen.
    Nicht das es unmöglich wäre, aber viele haben es sich doch in ihrem Leben gemütlich eingerichtet und gar kein Interesse an neuen Kontakten.
    Ich habe auf jeden fall über die Jahre mehr Kontakte verloren als neue geknüpft

    Viele Freundschaften, die ich vielleicht eher als Bekanntschaften bezeichnen würde, sind auch zweckgebunden. Ist der Zweck nicht mehr da, endet die Freundschaft.

    Ich bin mit meinem Mann seit der Studentenzeit zusammen (inzwischen 15Jahre) und wenn ich so überlege haben wir wirklich zu 90% gemeinsame Freunde. Keine Ahnung wieviele davon bei einer Scheidung übrigbleiben würden.
    Geändert von Inaktiver User (22.04.2014 um 10:38 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und die Frage ist für mich auch nicht, ob es sich lohnt auf so jemanden zuzugehen - Realität ist, dass das selten geschieht, sonst wären diejenigen ja nicht so isoliert.
    Es ging darum ob mit solchen Menschen etwas nicht generell nicht stimmt.
    Und da meine ich eben muss nicht sein, außer man sieht Schüchternheit als Persönlichkeitsdefizit.

    Und natürlich kann es auch Lebensumstände geben, die Konatkte wegbrechen lassen, ist z.B. meinem Vater durch die jahrelange Pflege meiner dementen Mutter passiert

  8. Inaktiver User

    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und viele Leute haben eben auch keine Zeit, neben Beruf, Kinder und Familie noch gross Freundschaften bsp. wöchentlich zu pflegen. Da sieht man sich dann eher sporadisch. Und das ersetzt ja kein soziales Umfeld.
    ja, genau so k a n n man sich das auch einreden.

    ich habe ja keine zeit.....

    die frage ist doch, wieso haben andere zeit?

  9. Inaktiver User

    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Vielleicht war jemand aufgrund verschiedener Umstände lange Zeit einfach nicht imstande, auf andere Menschen zuzugehen oder bestehende Bekanntschaften zu pflegen. Es gibt Situationen im Leben (schwere Krankheit, Depressionen, Jobverlust, Trennung, Todesfall), wo man schlichtweg die Energie nicht mehr hat und wo man für andere auch mal schwer auszuhalten ist.

    Und dann fange ich vielleicht langsam wieder an, mich aus meinem Schneckenhaus rauszutrauen, mache ein paar unschöne Erfahrungen (die nicht zwingend mit mir als Person zu tun haben müssen) und bin erst mal wieder entmutigt.

    Ich finde diese selbst-Schuld und mir-würde-sowas-nicht-passieren-Haltung hat so was Kaltes, Umbarmherziges. Ich möchte Menschen einfach nicht anhand ihrer Sozialkontakte beurteilen, sondern mir lieber erst mal selbst ein Bild machen.

    Gruß,

    Malina
    Malina, ich gebe dir in allem recht, darum habe ich auch alles von dir zitiert.

    nur, WO waren denn all die menschen VOR dieser zeit?

    hat man sich da etwa nur mit sich selbst beschäftigt?

    mit 50 erwarte ich einfach, dass man sich ein soziales netz aufgebaut hat.
    da gibt es keine ausreden mehr.
    da muss man sich schon mal selbst unter die lupe nehmen.

  10. Inaktiver User

    AW: Menschen, die völlig allein stehen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ja, genau so k a n n man sich das auch einreden.

    ich habe ja keine zeit.....

    die frage ist doch, wieso haben andere zeit?
    Ich habe z.b. einen Freund, den ich nur sporadisch sehe weil er weiter entfernt wohnt. Der hat eine eigene Firma, die auch schon nah an der Insolvenz war. Der hat wirklich gearbeitet bis zum kurz vorm umfallen und die meisten Kontakte brachen in dieser Zeit weg, weil er wirklich nur noch gearbeitet und geschlafen hat.
    jetzt kann man natürlich sagen, selbst Schuld....

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