+ Antworten
Seite 1 von 7 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 65

  1. Registriert seit
    18.04.2012
    Beiträge
    1.879

    Bestimmung, gibt es sie?

    Hallo meine Lieben

    Obwohl ich mir eigentlich vor genommen habe, einige Zeit keinen Thread mehr zu eröffnen, beschäftigt mich diese Frage dennoch so sehr, dass ich mich darüber austauschen möchte.

    Ich sage vorab schon mal, dass ich keine Moralapostel brauche in diesem Thread und eine allg. Frage stelle, die natürlich etwas mit mir zu tun hat, es sollte aber jedoch nicht hauptsächlich um mich gehen, sondern um die Ausgangsfrage, weil es mich wirklich interessiert, wie andere das sehen oder handhaben und auf eigene Erfahrungen freue ich mich sowieso immer.

    Kurz noch zu mir und der Situation: Ich wollte vor einiger Zeit schwanger werden und es stellte sich heraus, dass durch eine frühere Chlamydien-Infektion meine beiden Eileiter verstopft waren und ich einen vor ein paar Monaten entfernen musste. Ich wusste schon, als ich mich auf die Beziehung mit meinem Mann eingelassen habe, dass er praktisch zeugungsunfähig ist, hielt mir aber immer ein Törchen offen, dass es doch noch klappen könnte, wenn wir uns nicht darauf versteifen. Nun ja, jetzt ist es so, dass ich mich frage, ob es vielleicht seinen Grund hat, weshalb es bei uns so schwer ist, Kinder zu bekommen?

    Die eigentliche Frage also: - Denkt ihr, dass solche Dinge im Leben aus einem bestimmten Grund passieren? Achtet ihr auf solche "Zeichen" und lasst es dann auch sein? Es ist nämlich so, dass ich mir überlege, das mit dem Kinderwunsch ganz zu lassen, weil ich mich auf nichts versteifen möchte, was eben vielleicht einfach nicht sein sollte.. Ich habe jetzt ja noch etwas Zeit um mir klar darüber zu werden, habe keine Torschusspanik, aber in meinem Umfeld bekommen langsam alle Kinder und ich werde einfach immer wieder mit diesem Thema konfrontiert und weil ich mich eben vor einiger Zeit wirklich bereit dazu fühlte, lässt mich der Kinderwunsch nun doch nicht so ganz in Ruhe...

    Ich freue mich auf einige interessante Antworten.
    Glück ist das Ergebnis von selbstverantwortlichem, entschiedenem Handeln.

  2. Inaktiver User

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    hmmm um an Bestimmung zu glauben müsste man auch daran glauben, das jemand dies für einen so vorgesehen hat.

    Ich glaube nicht an Gott - wohl aber an so etwas wie Schicksal. Aber nicht an ein unanwendbares.

    Um bei deinem Beispiel zu bleiben - selbst wenn die Zeichen so schlecht stehen wie bei dir - es gibt immer einen Weg, es gibt Lösungen, Umwege what ever.


    Ich glaube nur daran, dass ich alles versuchen muss um etwas zu erreichen. Und wenn alles ausgeschöpft ist, dann kannst du es nennen wie du willst - aber sich in etwas ergeben gehört nicht zu meinen Charakterzügen.


    Wir werden geborgen und werden sterben.... daran ist nichts zu deuten. Bei allem dazwischen haben wir ein Wort mit zu reden!


  3. Registriert seit
    14.11.2012
    Beiträge
    1.235

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Hallo Leandra,

    das tut mir sehr leid für dich!

    Zur eigentlichen Frage: nein, ich glaube eher nicht an Bestimmung. Ich glaube daran, dass man Chancen ergreifen muss, wenn sie da sind. Unabänderliches muss man akzeptieren und einen Weg finden, damit zurecht zu kommen.
    Andererseits habe ich die Erfahrung gemacht, dass es so scheint, dass wir alle "unbegrenzte Wahlmöglichkeiten" haben, wenn man dann näher hinschaut, gibt es im individuellen Fall häufig gar nicht mehr so viele Möglichkeiten.

    Ich stehe an einem anderen Punkt im Leben als du und muss mich auch mit Unabänderlichem abfinden. Ich glaube nicht, dass es "Bestimmung" war, dass meine Ehe gescheitert ist. Das war und ist für mich ein totaler Tiefpunkt in meinem Leben gewesen, mir geht es mittlerweile wieder besser, aber dass ich das nun als "Bestimmung" sehen könnte, ist definitiv nicht so.
    Meine Freundin A hat Brustkrebs, Freundin B hat ihr erstes Kind im Alter von 10 Monaten verloren, danach scheiterte ihre Ehe, Kollegin C hat einen schwer behinderten Sohn und aus dem Grund beruflich komplett den Anschluss verloren, ihre Rente wird klein sein und sie ist jetzt auch an Krebs erkrankt. Usw. usw. So hat das Leben viel im Angebot.

    Ich selber habe ja zum Glück Kinder und ich hatte auch immer einen Kinderwunsch. Ich glaube, ich würde versuchen, die medizinischen Möglichkeiten auszuloten, immer im Blick dabei, wie es um die Ehe steht. Meine Schwester hat auch acht Jahre gebraucht, bis sie seinerzeit Mutter werden konnte.
    Wenn es dann nichts wird, muss man irgendwann "Schluss" machen, das ist ja klar.
    Es gibt doch auch viele Beratungsmöglichkeiten zu dem Thema, warst du schon mal da?

    Viele Grüße
    Capbreton

  4. Avatar von _clementine_
    Registriert seit
    05.04.2011
    Beiträge
    1.385

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Zitat Zitat von Leandra_82 Beitrag anzeigen
    Obwohl ich mir eigentlich vor genommen habe, einige Zeit keinen Thread mehr zu eröffnen, beschäftigt mich diese Frage dennoch so sehr, dass ich mich darüber austauschen möchte.
    Nun hör aber auf dich zu rechtfertigen, Leandra. Das hier ist ein freies Forum, wer von deinen Threads genervt ist, braucht sie ja nicht zu lesen, oder zu schreiben.

    Ich persönlich mag deine Fragen, gerade an Tagen wie heute mit viel Leerlauf. Da habe ich gerne ein wenig Unterhaltung in der Bri.

    Zum Thema: ich glaube ja an das "Schicksal" ohne dass jetzt näher definieren zu können. Das kann einem ganz unverhofft treffen und man kann es auch mit seinem Handeln, Denken, seiner Peergroup usw. beeinflussen. Aber eben nur bis zu einem bestimmten Grad. Nur meine Meinung.
    Die Bricom bildet mich immer noch - formerly known as marimekko


    _clementine_
    fruchtig süß & kernarm

  5. Inaktiver User

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Nein, ich glaube nicht an Bestimmung. Ich glaube, dass viele Erkrankungen auch auf die Lebensweise zurückzuführen und andere einfach Pech sind.


  6. Registriert seit
    18.04.2012
    Beiträge
    1.879

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich glaube nicht an Gott - wohl aber an so etwas wie Schicksal. Aber nicht an ein unanwendbares.
    Diese Meinung teile ich eigentlich auch, sein Schicksal kann man nämlich ein Stück weit auch selbst steuern und warum ich auf Bestimmung kam war, weil ich in meinen jungen Jahren nie besonders auf meine Gesundheit geachtet habe. Ich hatte ungeschützten Sex und deshalb bekam ich auch Chlamydien. Ich dachte für mich dann halt einfach, dass dies jetzt wie eine "Strafe" für mein früheres Verhalten ist und ich damit jetzt einfach leben muss. Dieser Gedanke lässt mich eben irgendwie nicht los..

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich glaube nur daran, dass ich alles versuchen muss um etwas zu erreichen. Und wenn alles ausgeschöpft ist, dann kannst du es nennen wie du willst.

    Wir werden geborgen und werden sterben.... daran ist nichts zu deuten. Bei allem dazwischen haben wir ein Wort mit zu reden!
    Zitat Zitat von Capbreton Beitrag anzeigen
    ...nein, ich glaube eher nicht an Bestimmung. Ich glaube daran, dass man Chancen ergreifen muss, wenn sie da sind. Unabänderliches muss man akzeptieren und einen Weg finden, damit zurecht zu kommen.
    Andererseits habe ich die Erfahrung gemacht, dass es so scheint, dass wir alle "unbegrenzte Wahlmöglichkeiten" haben, wenn man dann näher hinschaut, gibt es im individuellen Fall häufig gar nicht mehr so viele Möglichkeiten.
    Das bringt mich jedoch wirklich zum nachdenken. Da es ja durchaus Möglichkeiten für mich gibt Kinder zu bekommen, einfach nicht auf dem natürlichen Weg und dann ist auch noch die Frage, ob es mit dem Sperma meines Mannes überhaupt funktioniert. Aber der Gedanke, dass man um sich einen Wunsch zu erfüllen, oft halt auch etwas dafür tun muss, um ans Ziel zu gelangen, gefällt mir. Das Leben bringt immer wieder neue Herausforderungen mit sich, denen man sich auch stellen sollte, wenn es auch Möglichkeiten gibt, diese zu bewältigen, da bin ich ganz bei euch.

    Zitat Zitat von Capbreton Beitrag anzeigen
    Ich glaube, ich würde versuchen, die medizinischen Möglichkeiten auszuloten, immer im Blick dabei, wie es um die Ehe steht. Meine Schwester hat auch acht Jahre gebraucht, bis sie seinerzeit Mutter werden konnte.
    Wenn es dann nichts wird, muss man irgendwann "Schluss" machen, das ist ja klar.
    Es gibt doch auch viele Beratungsmöglichkeiten zu dem Thema, warst du schon mal da?
    Davor habe ich eben ein wenig Angst.. Ich möchte nicht, dass unsere Ehe unter diesem Kinderwunsch "leidet" wenn es dann doch einige Zeit dauern sollte, bis es klappt. Und was passiert, wenn das Sperma von meinem Mann wirklich so schlecht ist, dass ich gar nicht schwanger werden kann von ihm, was ist dann? Ich stelle mir diese Fragen oft und versuche mich dann aber wieder davon zu entfernen, weil ich einfach Angst vor dieser Entscheidung habe und halt dem was wäre wenn.. Ja ich hatte vor 1 Monat eine Nachuntersuchung und die Ärztin hat mich dann gefragt, ob wir gleich mit der Spermaaufbearbeitung und Einsetzung dieser beginnen sollten und ich habe abgelehnt. Die Angst war einfach zu gross, wieder enttäuscht zu werden und es ging uns zu dieser Zeit wirklich mies.
    Zitat Zitat von _clementine_ Beitrag anzeigen
    Nun hör aber auf dich zu rechtfertigen, Leandra. Das hier ist ein freies Forum, wer von deinen Threads genervt ist, braucht sie ja nicht zu lesen, oder zu schreiben.
    Du hast recht.

    Zitat Zitat von _clementine_ Beitrag anzeigen
    Ich persönlich mag deine Fragen, gerade an Tagen wie heute mit viel Leerlauf. Da habe ich gerne ein wenig Unterhaltung in der Bri.
    Schön, sowas zu lesen :)

    Zitat Zitat von _clementine_ Beitrag anzeigen
    Zum Thema: ich glaube ja an das "Schicksal" ohne dass jetzt näher definieren zu können. Das kann einem ganz unverhofft treffen und man kann es auch mit seinem Handeln, Denken, seiner Peergroup usw. beeinflussen. Aber eben nur bis zu einem bestimmten Grad. Nur meine Meinung.
    Bin ich vollkommen deiner Meinung.
    Glück ist das Ergebnis von selbstverantwortlichem, entschiedenem Handeln.


  7. Registriert seit
    18.04.2012
    Beiträge
    1.879

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein, ich glaube nicht an Bestimmung. Ich glaube, dass viele Erkrankungen auch auf die Lebensweise zurückzuführen und andere einfach Pech sind.
    Mir stellt sich dann eben auch die Frage, warum haben die einten Menschen mehr Pech als andere? - Gibt es dafür überhaupt eine Erklärung oder sollte man gewisse Dinge einfach besser gar nicht hinterfragen? Da kommt in mir der Gedanke an Karma wieder auf...
    Glück ist das Ergebnis von selbstverantwortlichem, entschiedenem Handeln.


  8. Registriert seit
    10.07.2013
    Beiträge
    485

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Hm, Bestimmung... gute Frage.

    Ich denke auch, dass man vieles im Leben selbst beeinflussen kann (vor allem in unseren Breitengraden).
    Also die Frage, ob man sich als Opfer sieht oder als Gestalter, das ist glaube ich ein wichtiger Punkt.
    Ebenso die Art, wie man sein Leben führt (Ernährung, Bewegung etc).

    Daneben gibt es aber bestimmt einfach "Schicksalsschläge", die einen treffen können (oder auch nicht).

  9. gesperrt
    Registriert seit
    26.02.2014
    Beiträge
    4.806

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Zitat Zitat von Leandra_82 Beitrag anzeigen


    Kurz noch zu mir und der Situation: Ich wollte vor einiger Zeit schwanger werden und es stellte sich heraus, dass durch eine frühere Chlamydien-Infektion meine beiden Eileiter verstopft waren und ich einen vor ein paar Monaten entfernen musste. Ich wusste schon, als ich mich auf die Beziehung mit meinem Mann eingelassen habe, dass er praktisch zeugungsunfähig ist, hielt mir aber immer ein Törchen offen, dass es doch noch klappen könnte, wenn wir uns nicht darauf versteifen. Nun ja, jetzt ist es so, dass ich mich frage, ob es vielleicht seinen Grund hat, weshalb es bei uns so schwer ist, Kinder zu bekommen?

    Die eigentliche Frage also: - Denkt ihr, dass solche Dinge im Leben aus einem bestimmten Grund passieren? Achtet ihr auf solche "Zeichen" und lasst es dann auch sein? Es ist nämlich so, dass ich mir überlege, das mit dem Kinderwunsch ganz zu lassen, weil ich mich auf nichts versteifen möchte, was eben vielleicht einfach nicht sein sollte.. Ich habe jetzt ja noch etwas Zeit um mir klar darüber zu werden, habe keine Torschusspanik, aber in meinem Umfeld bekommen langsam alle Kinder und ich werde einfach immer wieder mit diesem Thema konfrontiert und weil ich mich eben vor einiger Zeit wirklich bereit dazu fühlte, lässt mich der Kinderwunsch nun doch nicht so ganz in Ruhe...

    Ich freue mich auf einige interessante Antworten.
    Du hast mein vollstes Mitgefühl! Dass das Leben manchmal echt blöd laufen kann, musste ich auch schon am eigenen Leib erfahren.

    Vielleicht gibt es wirklich so etwas wie Schicksal. Ich bin ja eigentlich ein Mensch, der für alles eine wissenschaftliche Erklärung sucht (eigene Lebensweise, Veranlagung etc.). In bestimmten Momenten frage ich mich aber ernsthaft, ob das Vorsehung sein könnte.

    Mir ging es zum Beispiel so, als ich dem Narzissten begegnet bin, in den ich mich verliebt habe. Ich war mit meinem bisherigen Partner unglücklich, da es sich von meiner Seite aus eher um eine platonische Beziehung handelt (ich ihn also nicht sexuell anziehend finde). Wir verstehen uns wirklich gut, aber ich denke, ohne ein erfülltes Sexleben fehlt einfach etwas. Mit einem Narzissten kann man aber wohl auch nicht glücklich werden.

    Ich habe ihm das auch von Anfang an gesagt und mit ihm nur deshalb etwas angefangen, weil ich dachte, dass ich sowieso nie einen finden würde, der mir gefällt, der nicht ein unerträgliches A..loch ist und der auch noch Interesse an mir hat. Es gibt nämlich sehr wenige Männer, die optisch in mein Beuteschema fallen (auf Frauen stehe ich aber überhaupt nicht), vor allem nicht in Süddeutschland. Da sind blonde Männer leider eher die Ausnahme.

    Ich war deshalb bisher auch noch nie scharf darauf, ihn zu heiraten, da ich dachte, dass mir vielleicht doch noch die Liebe meines Lebens über den Weg laufen könnte (auch wenn das in meinem Alter (Mitte dreißig) etwas unrealistisch ist). Etwa zu der Zeit, als ich besagtem Narzissten begegnet bin, hatte er eigentlich vor, sich mit mir zu verloben.

    Ich weiß auch nicht, ob ich jemals ein Kind haben werde, aber ich denke, man kann in einer Beziehung auch ohne Kinder glücklich sein, wenn man den richtigen Partner gefunden hat.
    Geändert von liebestoll (27.03.2014 um 12:59 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Zitat Zitat von Leandra_82 Beitrag anzeigen
    Die eigentliche Frage also: - Denkt ihr, dass solche Dinge im Leben aus einem bestimmten Grund passieren? Achtet ihr auf solche "Zeichen" und lasst es dann auch sein? Es ist nämlich so, dass ich mir überlege, das mit dem Kinderwunsch ganz zu lassen, weil ich mich auf nichts versteifen möchte, was eben vielleicht einfach nicht sein sollte..
    Ich denke bzw. glaube jeder Mensch hat einen Art Lebensplan die Eckpunkte enthalten bevor er geboren wird. Dazu gehört was will ich hier erleben? Ob es nun zu Deiner Absicht gehört kinderlos zu bleiben oder ob es nur darum geht die damit verbundenen Gefühle, Probleme und evt. Lösungen zu erleben, kann keiner wissen. Höre auf Deine innere Stimme und verbeiße Dich nicht in den Kinderwunsch. Wenn es nicht sein soll dann wird es damit auch nichts.

    Wenn ich in meinem Leben an manchen Dingen scheitere stellt sich im nachhinein immer heraus das es einen Sinn hatte.

+ Antworten
Seite 1 von 7 123 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •