Antworten
Seite 6 von 7 ErsteErste ... 4567 LetzteLetzte
Ergebnis 51 bis 60 von 65
  1. User Info Menu

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und was machst du, wenn euer Kind zufällig nur die schlechten Charaktereigenschaften von euch erbt? Skchliesslich hat jeder Mensch unschöne Seiten. Wirst du es dann weniger lieben? So was soll ja vorkommen -auch Kinder aus den besten Familienverhältnissen werden drogenabhängig, klauen oder quälen Tiere. Da hast du als Mutter nur begrenzt Einfluss drauf.

    Wie unterschiedlich sich Menschen trotz idealer Voraussetzungen entwickeln, kann man ja oft prima an Geschwistern beobachten -gleicher Genpool, aber sonst kaum Gemeinsamkeiten.
    Dann ist es mein Kind und nicht eines aus einer anderen Familie, so kann mir auch garantiert nie der Gedanke kommen, wenn es auf die schiefe Bahn geraten sollte, dass es aufgrund der Herkunft sein könnte. Ich weiss, mag für viele absurd und dumm klingen, aber ich halte mich einfach an das was ich glaube, nicht dass ich mir selbst irgendwann Vorwürfe mache, weil ich nicht so gehandelt habe, wie ich es für richtig hielt.
    Glück ist das Ergebnis von selbstverantwortlichem, entschiedenem Handeln.

  2. User Info Menu

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Das gehört zwar nur am Rand dazu, aber schlechte Charaktereigenschaften gibt es doch gar nicht. Eine Charaktereigenschaft ist erst mal neutral. Was man an sich selbst oder anderen als schlecht empfindet, sind daraus resultierende Entscheidungen und Handlungen, die einem nicht in den Kram passen. Das ist also sehr individuell und situationsabhängig.

    Man kann ein- und dieselbe Eigenschaft positiv oder negativ sehen:
    bin ich hartnäckig oder stur?
    bin ich gelassen oder gefühlskalt?
    bin ich spontan oder chaotisch?
    bin ich inspirierend oder nervig?

    Liebe Leandra, damit will ich Deine Entscheidung gegen Adoption nicht in Frage stellen, nur die Argumentation. Wahrscheinlich ist das eine reine Gefühlsentscheidung und kann nicht auf der Sachebene beleuchtet werden.

  3. Inaktiver User

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Zitat Zitat von Leandra_82 Beitrag anzeigen
    Ich hatte Borderline. Gewisse Muster sind natürlich immer noch sehr verankert in mir, aber laut meiner Therapeuten (bin in einzel- und Gruppentherapie / Skillsgruppe) bin ich aus der Störung raus gewachsen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sie wieder kommt, aber dank meinem Mann, habe ich viele selbstschädigende Verhaltensweisen abgelegt. Trinke nicht mehr viel Alkohol, schneide mich nicht mehr, bin nicht mehr so aggressiv/impulsiv ect. Im grossen und ganzen habe ich mein Leben und meine Ehe sehr gut im Griff, was ich früher nicht von mir behaupten konnte und deshalb denke ich auch, dass der Kinderwunsch genau zum richtigen Zeitpunkt kommt. Habe natürlich auch schon mit meinem Therapeuten darüber gesprochen und er findet, dass ich absolut in der Lage bin, ein Kind gross zu ziehen und für es da zu sein. Obwohl ich ja so oder so weiter arbeiten gehen würde und mein Mann dann zu Hause bleibt.

    Medikamente nehme ich keine. Habe ich zur Zeit als ich stationär war genommen und noch eine kurze Zeit danach, aber das ist schon Jahre her. Ich mag Medikamente allg. nicht und habe sie danach deshalb auch ziemlich schnell wieder abgesetzt.
    Borderline ist auf einmal heilbar?
    Meine Mutter hat Borderline, sie hätte nie im Leben ein Kind in ihre Finger bekommen dürfen.

    Bitte überlege sehr gründlich und bleibe immer in Verbindung mit Therapeuthen.

  4. User Info Menu

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Lies bitte genau was ich geschrieben habe. Ich schrieb nichts von geheilt, diese Krankheit wird immer in mir verankert sein, jedoch habe ich gelernt damit umzugehen und tue viele selbstschädigende Dinge die ich früher getan habe nicht mehr. Ich habe mein Leben sehr gut im Griff und wenn mir mein Therapeut, meine Hausärztin und sogar die Gruppentherapeutinnen sagen, dass ich schon sehr weit und bodenständig bin für mein Alter, muss ich mir darüber nun wirklich keine Gedanken mehr machen, ob es gut ist wenn ich ein Kind kriege. Wenn man sich mit dieser Krankheit gut auseinander setzt, kann man es schaffen mit ihr zu leben und ja, es ist auch möglich, "raus zu wachsen" wie mein Therapeut es beschrieben hat, was aber nicht heisst, dass die Symptome nicht wieder kommen können. Ich muss dann einfach wissen wie ich zu handeln habe, ohne das andere darunter leiden.

    Ich habe hier schon sehr viel von Leuten gelesen, deren Eltern oder zumindest ein Elternteil Borderline hatte. Sie beschreiben ihre Kindheit sehr problematisch und traumatisch, was ich mir zu 100% vorstellen kann, wenn diese Person sich nicht mit dieser Krankheit befasst und versucht hat durch Therapien, damit umzugehen. Borderliner sind nicht von Grund auf schlecht. Es gibt auch Verhaltensweisen, die man durchaus zum positiven umwandeln kann, es erfordert einfach sehr viel Energie und Kraft, weil es ein schwerer Weg ist, der ein Leben lang Arbeit an sich selbt erfordert! Ich meine nicht umsonst, wird in jeder DBT Therapie darüber geredet, dass man es schaffen kann, ein gutes und normales Leben zu führen, wenn man bereit ist, etwas zu ändern und dafür etwas zu tun. Auswegslos ist es also nicht ;)
    Geändert von Leandra_82 (03.05.2014 um 18:53 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Hab ich Leandra du schriebst: Ich hatte Borderline..." Hatte war kursiv und heißt, du hattest es in der Vergangenheit.
    Deine Zurechtweisung ist also aus der Luft gegriffen.


    Aber du wirst es nie ganz lassen können, weil du dich im Recht siehst. Oder?
    Dieses Rumkritisieren, Meckern und unzufrieden sein, (wie du im anderen Strang schreibst) wirst du an deinem Kind auslassen und vielleicht Schlimmeres, wenn du es nicht schaffst. Das Risiko ist einfach sehr hoch.

    Ich wünsche dir, das du es schaffst. Erwachsene gehen mit dir um oder sie drehen sich um und gehen. Ein Kind hat diese Wahl nicht. Darum mein Appell an dich. Es ist vielleicht auchfür dich zu schwer diese Arbeit zu leisten, immer alles im auge zu haben, dein Verhalten und immer den Therapheuten fragen.

    Ich war so ein Kind was gelitten hat, du möchtest nicht tauschen, glaube mir.
    Wenn du die Mimik und jede Bewegung deiner Mutter ständig beobachtest um eine Millisekunde bevor sie austickt in Deckung gehen zu können. Die Angriffe waren oft so unvorherbestimmt. Die seelischen Attacken und stundenlangen verhöre, ihre Monologe bis nach Mitternacht waren fast noch schlimmer, als die Schläge und ihr sadistisches Ausrasten.

    Niemand soll so etwas je durchmachen müssen!

  6. Inaktiver User

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Um zur Ausgangsfrage zurückzukommen... Eine Freundin von mir denkt über Trennung nach. Nun haben sich zwei Paare aus ihrem Bekanntenkreis getrennt. Nun glaubt sie, dass sie diese Bekannten deshalb kennengelernt hat, damit diese ihr zur rechten Zeit das Zeichen geben können, selbst den Schritt zur Trennung zu wagen. Mit Zeichen meint sie keinen Ratschlag, nur die Tatsache, DASS diese sich trennen.
    Ich hab vorsichtig angefragt, ob ihr der Begriff 'selektive Wahrnehmung' etwas sagt.
    Will sagen: man kann in alles mögliche Bestimmung hineininterpretieren. Damit geben Menschen ein Stück Verantwortung ab für ihr Tun oder Nicht-Tun und nennen das dann Bestimmung oder Schicksal.

  7. Inaktiver User

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Zitat Zitat von falbala7 Beitrag anzeigen
    Das gehört zwar nur am Rand dazu, aber schlechte Charaktereigenschaften gibt es doch gar nicht. Eine Charaktereigenschaft ist erst mal neutral. Was man an sich selbst oder anderen als schlecht empfindet, sind daraus resultierende Entscheidungen und Handlungen, die einem nicht in den Kram passen. Das ist also sehr individuell und situationsabhängig.

    Man kann ein- und dieselbe Eigenschaft positiv oder negativ sehen:
    bin ich hartnäckig oder stur?
    bin ich gelassen oder gefühlskalt?
    bin ich spontan oder chaotisch?
    bin ich inspirierend oder nervig?

    Liebe Leandra, damit will ich Deine Entscheidung gegen Adoption nicht in Frage stellen, nur die Argumentation. Wahrscheinlich ist das eine reine Gefühlsentscheidung und kann nicht auf der Sachebene beleuchtet werden.
    Eine mit Borderline wird einem adoptieren Kind die Gene vorhalten, wenn sie nur mit einer klitzekleinen Sache unzufrieden ist. Sie wird sagen. Ich habe es bereut, dich adptiert zu haben.

    Es ist nicht einfach zu verstehen für andere Menschen. Aber der BL sucht das Haar in der Suppe und beschuldigt und bestraft andere dafür. Ein Kind ist hilflos usgeliefert.

    Ich war so einer Adoptivmutter hilflos ausgeliefert. Sie wollte mir Krankheiten andichten, die es nicht gab um Aufmerksamkeit, Mitleid zu bekommen und mich restlos zu kontrollieren und zu manipulieren.
    Ich habe es überlebt, weil ich einen starken Willen hatte und habe.

  8. Inaktiver User

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Deine Erlebnisse sind sehr traurig, Kario. Das muss sehr schlimm gewesen sein und ist es vielleicht noch immer. Aber es geht ein wenig am Strangthema vorbei.

  9. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Aber du wirst es nie ganz lassen können, weil du dich im Recht siehst. Oder?
    Dieses Rumkritisieren, Meckern und unzufrieden sein, (wie du im anderen Strang schreibst) wirst du an deinem Kind auslassen und vielleicht Schlimmeres, wenn du es nicht schaffst. Das Risiko ist einfach sehr hoch.
    [...]
    Ich war so ein Kind was gelitten hat, du möchtest nicht tauschen, glaube mir.
    Wenn du die Mimik und jede Bewegung deiner Mutter ständig beobachtest um eine Millisekunde bevor sie austickt in Deckung gehen zu können. Die Angriffe waren oft so unvorherbestimmt. Die seelischen Attacken und stundenlangen verhöre, ihre Monologe bis nach Mitternacht waren fast noch schlimmer, als die Schläge und ihr sadistisches Ausrasten.

    Niemand soll so etwas je durchmachen müssen!
    Bist du sicher, dass deine Mutter nicht vielleicht (auch) eine narzisstische Persönlichkeitsstörung hat? Das mit der Unzufriedenheit und dem Sadismus hört sich für mich eher danach an. Das sadistische Verhalten deutet auf malignen Narzissmus hin.

  10. Inaktiver User

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Um zur Ausgangsfrage zurückzukommen... Eine Freundin von mir denkt über Trennung nach. Nun haben sich zwei Paare aus ihrem Bekanntenkreis getrennt. Nun glaubt sie, dass sie diese Bekannten deshalb kennengelernt hat, damit diese ihr zur rechten Zeit das Zeichen geben können, selbst den Schritt zur Trennung zu wagen. Mit Zeichen meint sie keinen Ratschlag, nur die Tatsache, DASS diese sich trennen.
    Ich hab vorsichtig angefragt, ob ihr der Begriff 'selektive Wahrnehmung' etwas sagt.
    Will sagen: man kann in alles mögliche Bestimmung hineininterpretieren. Damit geben Menschen ein Stück Verantwortung ab für ihr Tun oder Nicht-Tun und nennen das dann Bestimmung oder Schicksal.
    Die Überlegung deiner Freundin ist schon etwas auffällig, also, dass sie meint, sie hätte dieses Paar aus dem genannten Grund kennengelernt. Aber es gibt Situationen, die einfach zum Nachdenken über momentane Fragen veranlassen, bzw konkrete Fragen wieder mehr bewußt machen und zu einer intensiveren Auseinandersetzung bringen. Ich hätte mich nicht über das Verhalten deiner Freundin gewundert, wenn sie gesagt hätte, die Trennung der Bekannten hätte sie intensiver über ihre Beziehung nachdenken lassen, allerdings, ihre Meinung, dass es ein Zeichen gewesen ist, macht mich stutzig.

Antworten
Seite 6 von 7 ErsteErste ... 4567 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •