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  1. Moderation

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    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Zitat Zitat von Leandra_82 Beitrag anzeigen
    Ich habe schlimmes in meiner Familie erlebt.... Ich habe mir immer geschworen, sollte ich das Glück haben Mutter werden zu können, möchte ich Tag und Nacht für mein Kind da sein. Immer ein offenes Ohr für mein Kind haben. Versuchen so viel Verständnis wie möglich aufzubringen, wenn es notwendig ist. Ich möchte meinem Kind alle Liebe geben die ich habe und es niemals so behandeln, wie meine Eltern es mit mir getan haben und immer noch tun.

    Es gibt mittlerweile viel Wissen darüber, wie dir dies - mit deinem Kind wirklich anders umzugehen, auch wenn du z.B. gestresst bist und dich selbst nicht gut reguliert bekommst- auch als Frau mit Borderline-PS gelingen kann. Ich würde dir, wenn du wirklich vorhast, Kinder zu bekommen, empfehlen, dich damit gut auseinanderzusetzen. Denn die Störung ist ein handfestes Risiko für die seelische Gesundheit des Kindes.


    Selbst mit den allerbesten Vorsätzen und großer Willenskraft landet man sonst in den altbekannten Mustern aus der eigenen Ursprungsfamilie.
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

  2. Inaktiver User

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    @ Mariequitecontrary: ich habe nirgends gelesen, dass Leandra_82 eine Borderline-Störung hat. Wie kommst du darauf oder ist es dir aus früheren posts bekannt?

    Wenn du, Leandra, tatsächlich dieses Problem hast, dann nimmst du sicherlich auch regelmäßig Medikamente und müßtest dich deswegen ja auch zuallererst mit deinem Arzt wegen des Kindeswunschs besprechen und dich entsprechend beraten lassen

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    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @ Mariequitecontrary: ich habe nirgends gelesen, dass Leandra_82 eine Borderline-Störung hat. Wie kommst du darauf oder ist es dir aus früheren posts bekannt?

    Wenn du, Leandra, tatsächlich dieses Problem hast, dann nimmst du sicherlich auch regelmäßig Medikamente und müßtest dich deswegen ja auch zuallererst mit deinem Arzt wegen des Kindeswunschs besprechen und dich entsprechend beraten lassen
    Ich hatte Borderline. Gewisse Muster sind natürlich immer noch sehr verankert in mir, aber laut meiner Therapeuten (bin in einzel- und Gruppentherapie / Skillsgruppe) bin ich aus der Störung raus gewachsen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sie wieder kommt, aber dank meinem Mann, habe ich viele selbstschädigende Verhaltensweisen abgelegt. Trinke nicht mehr viel Alkohol, schneide mich nicht mehr, bin nicht mehr so aggressiv/impulsiv ect. Im grossen und ganzen habe ich mein Leben und meine Ehe sehr gut im Griff, was ich früher nicht von mir behaupten konnte und deshalb denke ich auch, dass der Kinderwunsch genau zum richtigen Zeitpunkt kommt. Habe natürlich auch schon mit meinem Therapeuten darüber gesprochen und er findet, dass ich absolut in der Lage bin, ein Kind gross zu ziehen und für es da zu sein. Obwohl ich ja so oder so weiter arbeiten gehen würde und mein Mann dann zu Hause bleibt.

    Medikamente nehme ich keine. Habe ich zur Zeit als ich stationär war genommen und noch eine kurze Zeit danach, aber das ist schon Jahre her. Ich mag Medikamente allg. nicht und habe sie danach deshalb auch ziemlich schnell wieder abgesetzt.
    Geändert von Leandra_82 (02.04.2014 um 16:09 Uhr)
    Glück ist das Ergebnis von selbstverantwortlichem, entschiedenem Handeln.

  4. Inaktiver User

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Zitat Zitat von Leandra_82 Beitrag anzeigen
    Das alles was du aufgezählt hast, kommt für mich auf keinem Fall in Frage. Das hat auch nichts mit dem Kinderwunsch ansich zu tun, sondern damit, dass ich von meinem Mann ein Kind will und nicht von jemand anderem. Dahinter steckt aber auch mein Glaube, dass viele Charaktereigenschaften ect. mitgegeben werden und das möchte ich nicht.

    Wenn ich ein Kind möchte, dann eines welches aus Liebe von meinem Mann und mir gezeugt wurde und es unsere Gene in sich trägt.

    In.
    Nun ja, wenn du dich da so einschränken willst....Sooo dringend scheint's dann nicht zu sein.

    Und wieso sind die Charaktereigenschaften anderer Menschen per se so schlecht, dass man sich auf keinen Fall um ein nicht-eigenes Kind kümmern kann?

    Vorsehung kann ich da nach wie vor nicht erkennen. Warum also weiter grübeln? Es gibt andere spannende Dinge im Leben ausserhalb der Kinderfrage.

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    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    An Bestimmung glaube ich nicht denn das wuerde bedeuten dass es jemanden gibt der mein Schicksal bestimmt und was ich tue ist eigentlich egal. Pechsstraehnen gibt es sicher. Naja.. ganz rationell betrachtet ist ein kleines Pechlein selber nicht so problematisch, wenn man 2x Pech hat neigt man eher dazu zu denken man sei ein Pechvogel, und dann sieht man schnell jede Kleidigkeit die man ansonsten weglachen wuerde als dickes grosses Pech.

    Mir ist das vor ein paar Jahren bewusst geworden. Erst bricht mir im Buero der Stuhl weg und ich habe ueberall blaue Flecken. Einen Tag spaeter habe ich einen winzig kleinen Auffahrunfall mit dem Auto auf Eis. Und zu allem Pech hat mir ein Onlinegeschaeft den falschen Laptop geliefert - was ich erst merkte als ich quer durch die Stadt zur Packstation gurkte da das Ding aus irgendwelchen Gruenden nicht nach Hause geliefert wurde. Man! Was hatte ich eine Laune! Selbst eine rote Ampel war riesengrosses Pech, auch wenn diese jeden Tag zur selben Zeit rot war.

    Oder im Moment: ewig lange fuer diesen Job gekaempft. Endlich alles rund, umgezogen, viel spass auf der Arbeit. Aber seit den 2 Monaten hier hatte ich schon eine Blasenentzuendung, mir den Knoechel verknackst, und habe jetzt die zweite Erkaeltung innerhalb einen Monats. Ich will nach Draussen, das Wetter geniessen, Sport treiben! Gut, meine Kollegen haben auch gerade die zweite Erkaeltung, also Schicksal ist es nicht. Wohl eher eine Klimaanlage die zwischen eiskalt und Dschungeltemperatur abwechselt und Bazillen gut verteilt. Bevor ich wieder irgendwas das nicht besteht die Schuld gebe probiere ich dadran zu denken

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    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nun ja, wenn du dich da so einschränken willst....Sooo dringend scheint's dann nicht zu sein.

    Und wieso sind die Charaktereigenschaften anderer Menschen per se so schlecht, dass man sich auf keinen Fall um ein nicht-eigenes Kind kümmern kann?

    Vorsehung kann ich da nach wie vor nicht erkennen. Warum also weiter grübeln? Es gibt andere spannende Dinge im Leben ausserhalb der Kinderfrage.
    Wie gesagt, das hat nichts mit dem Kinderwunsch an sich zu tun, ich habe einfach meine Grundsätze und ich will nicht um jeden Preis ein Kind, ich möchte eines von meinem Mann und sonst keins. Du kannst das gerne so interpretieren, als ob es dann ja nicht so dringend wäre, ich sehe es so, dass ich mein Kind aufwachsen sehen möchte und Merkmale von meinem Mann und mir an ihm erkennen will. Und um deine andere Frage noch zu beantworten; ja es gibt sehr viele Menschen mit vielen schlechten Charaktereigenschaften und dieses "Risiko" möchte ich nicht eingehen. Mein Kind sollte meine Gene in sich tragen und es gibt einige Gründe, weshalb mir das so wichtig ist.

    Aber das kann zum Glück jeder selbst entscheiden und ich bewundere Menschen, die andere Kinder adoptieren können oder eine Leimutter nehmen. Für mich wäre es unerträglich, wenn ich wüsste, dass eine andere Frau mehr Gemeinsamkeiten mit meinem Kind hat als ich selbst und ich glaube auch daran, dass diese Mütter Sehnsucht nach ihren Kindern verspüren und dass die meisten Kinder, früher oder später, ihre leibliche Mutter kennen lernen möchten und oft ist das mit viel Schmerz und Dilemma verbunden. Das sind nur wenige Gründe, die mich vor so einer Entscheidung abhalten und da sage ich lieber, aus purem Selbstschutz, dass ich dann Kinderlos bleibe, wenn das noch die einzige Option wäre.
    Glück ist das Ergebnis von selbstverantwortlichem, entschiedenem Handeln.

  7. Inaktiver User

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Zitat Zitat von Leandra_82 Beitrag anzeigen

    Ich habe schlimmes in meiner Familie erlebt.
    und gerade d e s h a l b würde ich dir raten, abzuwarten.
    du bist 23 und kannst locker bis ende 20 mit dem kinderwunsch warten.

    dann bist du reifer, auch wenn du das jetzt nicht glaubst und vor allem gefestigter.

    was deinen therapeuten betrifft Leandra, so zweifle ich ernsthaft an seinen fähigkeiten.
    nicht alles, was einem gerade so im kopf rum schwirrt, muss auch gleich in die tat umgesetzt werden.
    manches muss sich auch erst setzen.

    lebe doch einfach mal ein paar jahre alltag mit deinem mann.
    manchmal kann "warten" unheimlich hilfreich sein.

    ich wiederhole mich gerne.
    vieles, was NICHT stattfindet hat oft im nachhinein seinen sinn.

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    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Liebe TOSCA, mein Therapeut ist einer der besten Borderline-Therapeuten der Umgebung. Er kam von einer Grosstadt und wechselte in eine eigene Praxis und genau zu dieser Zeit habe ich einen Therapeuten gesucht. An seinen Fähigkeiten zweifle ich also definitiv nicht, da er mir bisher schon sehr viel helfen konnte.

    Ich möchte, wenn denn, eine junge Mutter sein und auch wenn ich mit 28 noch jung bin, ist mein Mann dann bald 40. Das spielt für mich schon auch noch eine Rolle. Ich habe mir hier überhaupt keinen Stress, aber setzte mich trotzdem schon einmal damit und vor allem mit den Möglichkeiten auseinander. Vorerst habe ich das Thema ja versucht bei Seite zu schieben, aber dieses Thema kreist halt schon relativ oft in meinem Kopf umher.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    vieles, was NICHT stattfindet hat oft im nachhinein seinen sinn.
    Diese Meinung teile ich vollkommen, deshalb auch dieser Strang mit der Frage, ob es Bestimmung gibt
    Glück ist das Ergebnis von selbstverantwortlichem, entschiedenem Handeln.

  9. Inaktiver User

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Ich bin davon überzeugt, dass es Bestimmung gibt. Und vielleicht ist es sogar der Sinn des Lebens immer wieder nach dem zu fragen, wofür man bestimmt ist.Zu fragen, welche Aufgaben werden mir im Leben gestellt und wie kann ich sie entspechend der inneliegenden Gaben und Möglichkeiten erfüllen. Das ist eine durchaus aktive Arbeit. etwas, was nicht getan wurde, was nicht stattfand, hat sicher einen Sinn, der aber liegt auch ein wenig im Auge des Betrachters, wie die Situationen gedeutet werden. Andererseits ist nichts völlig sinnlos, nur manches ist eben unschön, böse oder aber gut und wunderbar.

  10. Inaktiver User

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Zitat Zitat von Leandra_82 Beitrag anzeigen
    Und um deine andere Frage noch zu beantworten; ja es gibt sehr viele Menschen mit vielen schlechten Charaktereigenschaften und dieses "Risiko" möchte ich nicht eingehen. Mein Kind sollte meine Gene in sich tragen und es gibt einige Gründe, weshalb mir das so wichtig ist.

    wäre.
    Und was machst du, wenn euer Kind zufällig nur die schlechten Charaktereigenschaften von euch erbt? Skchliesslich hat jeder Mensch unschöne Seiten. Wirst du es dann weniger lieben? So was soll ja vorkommen -auch Kinder aus den besten Familienverhältnissen werden drogenabhängig, klauen oder quälen Tiere. Da hast du als Mutter nur begrenzt Einfluss drauf.

    Wie unterschiedlich sich Menschen trotz idealer Voraussetzungen entwickeln, kann man ja oft prima an Geschwistern beobachten -gleicher Genpool, aber sonst kaum Gemeinsamkeiten.

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