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  1. User Info Menu

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    An Bestimmung zu glauben könnte auch bedeuten, dass man Verantwortung abgeben will. Man muss sich schließlich nicht selber entscheiden, denn das hat ja schon der Bestimmer getan, der einem die Bestimmung arrangiert hat.

    Sicher hilft manchmal der Spruch weiter, »es hat halt nicht sollen sein«, wenn sich etwas einfach nicht erreichen ließ. Man sollte nur nicht zu früh aufgeben, indem man die Entscheidungsgewalt an einen Bestimmer oder Weltenlenker abgibt. Nicht mehr zu wollen dagegen ist natürlich ok.

  2. Inaktiver User

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    An Bestimmung zu glauben heißt für mich ein Aufgehobensein. Ich möchte das jetzt nicht weiter ausführen, aber es hat etwas mit Zuversicht zu tun, mit Glaube, mit Vertrauen und Hoffnung. Bestimmung ist ein inneres Wissen, dass jetzt dieser oder jener Schritt getan wird oder eben nicht. Das heißt nicht, dass jede Kleinigkeit hinterfragt werden sollte, ob es mir so oder so bestimmt ist, es hat damit wenig zu tun, es ist vielmehr eine Sicherheit, die nur eine bestimmte Richtung gehen läßt. Irgendwie hört sich das schizophren an, aber das ist es überhaupt nicht, es ist eher ein spüren dessen, was in mir liegt an Gaben und diese dann zu leben. Und das ist oft nicht leicht, aber davor wegzulaufen ist nicht der Weg, der unser Leben erfüllen kann.

  3. Inaktiver User

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    An Bestimmung zu glauben heißt für mich ein Aufgehobensein. Ich möchte das jetzt nicht weiter ausführen, aber es hat etwas mit Zuversicht zu tun, mit Glaube, mit Vertrauen und Hoffnung. Bestimmung ist ein inneres Wissen, dass jetzt dieser oder jener Schritt getan wird oder eben nicht. Das heißt nicht, dass jede Kleinigkeit hinterfragt werden sollte, ob es mir so oder so bestimmt ist, es hat damit wenig zu tun, es ist vielmehr eine Sicherheit, die nur eine bestimmte Richtung gehen läßt. Irgendwie hört sich das schizophren an, aber das ist es überhaupt nicht, es ist eher ein spüren dessen, was in mir liegt an Gaben und diese dann zu leben. Und das ist oft nicht leicht, aber davor wegzulaufen ist nicht der Weg, der unser Leben erfüllen kann.
    ja, das meine ich auch.

    man kann ja nicht nicht handeln und glauben, es wird sich schon alles regeln....also jegliche verantwortung abgeben.
    so einfach ist das nicht.

    sondern gerade wenn man handelt und trotzdem läuft es ganz anders, ist es für mich bestimmung.
    es wird trotzdem gut und hat seinen sinn.....wenn auch evtl. erst im nachhinein.

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    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    An das habe ich jetzt gar nicht gedacht. Es gibt da so eine Geschichte: Es war einmal ein Seefahrer der mit seiner Crew segeln ging. Er war sehr gläubig und betete immer vor der Abfahrt. An diesem Tag war ein Sturm angesagt, er vertraute aber auf Gott und segelte trotzdem aufs Meer hinaus. Der Sturm war dann so heftig, dass sie Alarm schlagen mussten und Hilfe kam. Alle wurden mit Booten vom Schiff geholt, nur er wollte nicht weg vom Schiff. Man rief ihm mehrfach zu: Captain, kommen sie, sie ertrinken! Er antwortete: Nein, Gott wird mich schon retten! Es kam ein neues Boot und bat ihn, endlich das Schiff zu verlassen. Er sagte wieder: Nein, Gott wird mich schon retten! Zum Schluss kam noch ein Hubschrauber und ein Mann der mit einem Seil herunter kam, wollte ihn herauf ziehen, doch er lehnte ab und sagte wieder: Nein, Gott wird mich schon retten!

    Ein paar Minuten später sank das Schiff und er ertrank. Als er im Himmel war fragte er Gott; Weshalb hast du mich nicht gerettet, ich habe so sehr an dich geglaubt? Gott antwortete: Ich habe dir 2 Boote und 1 Hubschrauber geschickt, welche dich retten sollten. Der Glaube allein reicht nicht, die Hilfe die einem geboten wird, muss man auch annehmen, denn man kann einem nur den Weg aufzeigen, gehen muss derjenige in selbst.

    Vielleicht ist das auch die Antwort auf meine Frage.. Hilfe wird mir ja angeboten, jetzt ist nur die Frage ob ich sie annehme und das Risiko eingehe, enttäuscht zu werden - wodurch sich meine Annahme das es Bestimmung gibt, nur verstärken würde.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    sondern gerade wenn man handelt und trotzdem läuft es ganz anders, ist es für mich bestimmung.
    es wird trotzdem gut und hat seinen sinn.....wenn auch evtl. erst im nachhinein.
    Vieles was so passiert, macht ja oft erst später Sinn. Im ersten Moment kann man es verfluchen und empfindet es für etwas ganz schlechtes, was sich später aber dann doch zum guten wendet. Könnte da so einige Storys erzählen die so endeten^^
    Glück ist das Ergebnis von selbstverantwortlichem, entschiedenem Handeln.

  5. Inaktiver User

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Diese Geschichte kenne ich auch. Sie ist so schön klar und man kann über den Kapitän nur den Kopf schütteln. Aber im wirklichen Leben sieht es meist doch ganz anders aus. Da sind die Hilfen manchmal nicht so eindeutig zu erkennen, der Glaube an eine Sache, die vielleicht falsch ist, wird nicht deutlich. Was ist falsch, was richtig, wer sagt einem das so eindringlich, dass man, wenn man auf Wegen wandelt, die nicht gut tun, dies auch einsehen oder begreifen kann? Aber das führt weg vom Thema.

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    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Diese Geschichte kenne ich auch. Sie ist so schön klar und man kann über den Kapitän nur den Kopf schütteln. Aber im wirklichen Leben sieht es meist doch ganz anders aus. Da sind die Hilfen manchmal nicht so eindeutig zu erkennen, der Glaube an eine Sache, die vielleicht falsch ist, wird nicht deutlich. Was ist falsch, was richtig, wer sagt einem das so eindringlich, dass man, wenn man auf Wegen wandelt, die nicht gut tun, dies auch einsehen oder begreifen kann? Aber das führt weg vom Thema.

    IHM war es nicht klar. Denn er hat nur starsinnig auf seinen Glauben gebaut, dabei aber leider vergessen auf sein Herz und seinen Verstand zu hören. Und alles drei gehört zusammen.
    Und so "sehen" auch wir viele Hilfen gar nicht. Weil wir nicht auf Herz+Verstand hören.
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

  7. Inaktiver User

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Ja, das ist sehr schade. Allerdings denke ich, dies kann man nicht einseitig sehen, nicht nur einer hat nicht alle Fähigkeiten oder Möglichkeiten ausgeschöpft oder darauf zurückgegriffen. Vielleicht setzen die Helfer sich nicht eingagiert genug ein oder aber finden nicht den Zugang zu dem, der die Hilfe benötigt. Es gibt Mißverständnisse , oder es ist tatsächlich Bestimmung, dass die Helfer erfolglos bleiben und der, der die Hilfe benötigt, sie nicht annehmen kann (soll?). Starrsinn muss nicht der Grund dafür sein, dass Hilfe nicht angenommen wird, alles könnte in einem größeren Zusammenhang stehen, in dem persöonliche Eigenschaften gar nicht ausschlaggebend für die Entwicklung sind. Auch das wäre denkbar.
    Geändert von Inaktiver User (01.04.2014 um 22:09 Uhr)

  8. User Info Menu

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Ich denke, wenn man auf dem "falschen" Weg ist, erkennt man das insgeheim fast immer.
    Und Helfer können nur ganz begrenzt helfen. Nämlich dann, wenn der "hilflose" erkennt, das er eben nicht hilflos ist, sondern eine Entscheidung treffen muss. Und diese kann einem niemand abnehmen.
    Und, wie oft trifft man falsche Entscheidungen im Leben, die sich aber im Nachhinein als richtig für den weiteren Verlauf des Lebens herausstellen!? Also kann auch falsch richtig sein.

    Meine "Devise" ist da " Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott" Sonst kann das nämlich niemand.
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

  9. Inaktiver User

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Zitat Zitat von Leandra_82 Beitrag anzeigen

    @Aeryn_Sun: Ich sehe es nicht als Hindernis, es ist eins. Die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich gross, dass die Spermaqualität meines Mannes zu schlecht ist, um schwanger zu werden und ich habe z.B zu viele männliche Hormone und zu viele Eier in meinen Eierstöcken, die sich gegenseitig bekämpfen und so habe ich auch einen sehr unregelmässigen Zyklus.

    .
    Kinder sind nie eine Selbstverständlichkeit, sondern immer ein Geschenk. Und neben der "klassischen Methode", schwanger zu werden, gibt es zwischen künstlicher Befruchtung, Samenspende, Leihmutterschaft, In-und Auslandsadoption, Pflegekindern und Patenschaft eine ganze Reihe von Dingen, die man tun kann, um sich den Kinderwunsch zu erfüllen. Wenn man denn wirklich will. Das hat wenig mit Bestimmung, aber viel mit Klarheit in der Entscheidung und Willensstärke zu tun.

    Was genau verlierst du, wenn du den Weg in Richtung Kinderwunschklinik gehst?

  10. User Info Menu

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kinder sind nie eine Selbstverständlichkeit, sondern immer ein Geschenk. Und neben der "klassischen Methode", schwanger zu werden, gibt es zwischen künstlicher Befruchtung, Samenspende, Leihmutterschaft, In-und Auslandsadoption, Pflegekindern und Patenschaft eine ganze Reihe von Dingen, die man tun kann, um sich den Kinderwunsch zu erfüllen. Wenn man denn wirklich will. Das hat wenig mit Bestimmung, aber viel mit Klarheit in der Entscheidung und Willensstärke zu tun.

    Was genau verlierst du, wenn du den Weg in Richtung Kinderwunschklinik gehst?
    Das alles was du aufgezählt hast, kommt für mich auf keinem Fall in Frage. Das hat auch nichts mit dem Kinderwunsch ansich zu tun, sondern damit, dass ich von meinem Mann ein Kind will und nicht von jemand anderem. Dahinter steckt aber auch mein Glaube, dass viele Charaktereigenschaften ect. mitgegeben werden und das möchte ich nicht.

    Wenn ich ein Kind möchte, dann eines welches aus Liebe von meinem Mann und mir gezeugt wurde und es unsere Gene in sich trägt.

    Ich verliere nichts, habe nur Angst davor, dass es nicht klappen könnte und vor meiner Reaktion darauf. Vorher akzeptiere ich lieber, dass es vielleicht einfach nicht sein sollte oder ich z.B eben in einem früheren Leben schon einmal Mutter war. Dieser Gedanke beruhigt mich irgendwie..

    Ich habe schlimmes in meiner Familie erlebt. Gerade heute wieder mit meiner Mutter. Ich habe mir immer geschworen, sollte ich das Glück haben Mutter werden zu können, möchte ich Tag und Nacht für mein Kind da sein. Immer ein offenes Ohr für mein Kind haben. Versuchen so viel Verständnis wie möglich aufzubringen, wenn es notwendig ist. Ich möchte meinem Kind alle Liebe geben die ich habe und es niemals so behandeln, wie meine Eltern es mit mir getan haben und immer noch tun.

    Dieser Herausforderung würde ich mich gerne stellen, ich würde gerne mein Kind von meinem Mann in den Armen halten und ihm die schönste Kindheit die man haben kann, ermöglichen. Ich weiss, dass mein Mann ein toller Vater wäre. Egal was zwischen uns passieren würde, er würde uns nie im Stich lassen, weshalb ich mir umso sicherer bin, das es richtig wäre, mit ihm ein Kind auf die Welt zu bringen.

    Aber nun gut, wir haben noch Zeit. Zeit uns zu überlegen, ob wir für eventuelle Rückschläge bereit sind und sie uns nicht grossartig aus der Bahn werfen würden.

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