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  1. Avatar von giftgruen
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    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Zitat Zitat von Leandra_82 Beitrag anzeigen

    Die eigentliche Frage also: - Denkt ihr, dass solche Dinge im Leben aus einem bestimmten Grund passieren? Achtet ihr auf solche "Zeichen" und lasst es dann auch sein?
    Nein. Die Dinge sind, wie sie eben sind. Wir Menschen haben bloß die Angewohnheit, Muster in allem zu erkennen, selbst da, wo gar keine sind. Das verschafft Sicherheit und Trost. Es fällt uns offenbar schwer, davon auszugehen, dass wir ohne Richtung, Leitung unterwegs sind und viel dem Zufall überlassen ist.
    Nun, warum haben manche mehr Pech? Es ist so. Bei Krebs z.B. muss nur das dafür zuständige Gen aktiviert werden, und schon hat man den Salat. Ist völlig ungerecht und von der Natur/Evolution willkürlich, aber ist so.
    Eine Bestimmung für jeden Einzelnen...ich weiß nicht, ob wir uns soo wichtig nehmen sollten, davon auszugehen, dass es für jeden von uns einen vorgezeichneten Weg gibt.

    Die Frage ist doch eher: Was würde dir mehr Angst machen? Ein für dich vorbestimmter Lebensweg, den du nicht ändern kannst, egal was du tust, oder das Wissen, dass deine Zukunft ein unbeschriebenes Blatt Papier ist?
    Das erste ist vielleicht ein bisschen bequemer, denn dann könnte man auch immer die Hände in den Schoß legen und sagen "Ach, ist ja eh egal, es soll eben so sein."
    Letzteres erfordert mehr Selbstverantwortung und Initiative. Man muss sich dann immer wieder mit sich selber auseinander setzen. Und es kann zu chronischen Einsamkeitsgefühlen führen.

    Ich bevorzuge dennoch das zweite.
    Ich zeige dir die Angst in einer Handvoll Staub.

  2. Inaktiver User

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Zitat Zitat von Leandra_82 Beitrag anzeigen
    Mir stellt sich dann eben auch die Frage, warum haben die einten Menschen mehr Pech als andere? - Gibt es dafür überhaupt eine Erklärung oder sollte man gewisse Dinge einfach besser gar nicht hinterfragen? Da kommt in mir der Gedanke an Karma wieder auf...
    Vermutlich belastet man sein Leben unnötig mit solchen Grübeleien. Ich denke, dass eine positive Lebenshaltung einerseits Genetik, andererseits Glück (in bestimmte Verhältnisse hineingeboren zu sein) und zum Teil eben auch eigenes Bemühen sind. Wer immer Negatives erwartet, bekommt es auch. Ich erwarte immer Positives und werde zum Glück selten enttäuscht. Was nicht heißt, dass ich nicht trotzdem schwer erkranken könnte. Aber auch der Umgang damit ist zum Teil selbst zu gestalten. Man kann z.B. als Behinderter frustriert sein oder für Olympia trainieren (und alles dazwischen natürlich).


  3. Registriert seit
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    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vermutlich belastet man sein Leben unnötig mit solchen Grübeleien. Ich denke, dass eine positive Lebenshaltung einerseits Genetik, andererseits Glück (in bestimmte Verhältnisse hineingeboren zu sein) und zum Teil eben auch eigenes Bemühen sind. Wer immer Negatives erwartet, bekommt es auch. Ich erwarte immer Positives und werde zum Glück selten enttäuscht. Was nicht heißt, dass ich nicht trotzdem schwer erkranken könnte. Aber auch der Umgang damit ist zum Teil selbst zu gestalten. Man kann z.B. als Behinderter frustriert sein oder für Olympia trainieren (und alles dazwischen natürlich).
    sehr schön formuliert!

    mein leben hat ganz andere wendungen genommen, als ich mir das mit 20 vorgestellt habe!

    unter anderem wollte ich immer kinder, bin aber ungewollt kinderlos geblieben. das war schon schmerzhaft, aber heute bin ich eine tolle Patentante und tageskind-betreuerin, das ist auch sehr schön. das Geld, das ich vermutlich in die förderung von kindern gesteckt hätte, kommt mir jetzt selbst zugute und das hat auch was.

    ganz wichtig ist es, zu schätzen, dass man jeden tag aufstehen darf und gesund ist.

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  4. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Nein ich glaube weder an Bestimmung noch Schicksal noch einen oder mehrere Götter, die mein Leben lenken.

    Es gibt ein paar Dinge, auf die habe ich Einfluss, es gibt aber mindestens genauso viele Dinge, auf die habe ich keinen Einfluss, die passieren einfach.


    Ich habe die Möglichkeit ein paar Dinge positiv oder negativ durch mein Verhalten zu beeinflussen und das was dann passiert muss ich akzeptieren und den für mich besten Weg finden damit umzugehen.


    Und in Bezug auf Kinder kann das heißen, wenn ich einen Kinderwunsch habe, ich akzeptiere das was von alleine passiert und entweder werde ich schwanger oder nicht. Oder ich begebe mich auf den medizinischen Weg und "helfe nach" - in welchem Umfang auch immer. Beides sind adäquate Arten damit umzugehen - beide richtig, beide falsch - es muss zu deinem bzw. eurem Leben passen.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

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  5. Avatar von Horus
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    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Nein. Die Dinge sind, wie sie eben sind.Wir Menschen haben bloß die Angewohnheit, Muster in allem zu erkennen, selbst da, wo gar keine sind. Das verschafft Sicherheit und Trost. Es fällt uns offenbar schwer, davon auszugehen, dass wir ohne Richtung, Leitung unterwegs sind und viel dem Zufall überlassen ist.
    Hätte ich ganz genauso geschrieben.
    Die Menschen kommen mit der Ungerechtigkeit des Zufalls nicht zurecht. Deshalb erschaffen sie sich angebliche Zusammenhänge und Begründungen und ziehen die angebliche Kausalkette notfalls über den Tod bzw. vor die Geburt hinaus in angebliche frühere oder spätere Leben oder nachtodliche Existenzen. Weil es für uns, unser Gerechtigkeitsempfinden und unser Verständnis einfach nicht sein kann, dass die komplette Ungerechtigkeit des Zufalls existiert.

    Tut sie aber.

    Nun, warum haben manche mehr Pech? Es ist so. Bei Krebs z.B. muss nur das dafür zuständige Gen aktiviert werden, und schon hat man den Salat. Ist völlig ungerecht und von der Natur/Evolution willkürlich, aber ist so.
    Und zwar völlig ohne Grund, ohne Bestimmung, ohne vorbestimmtes Schicksal.
    Ganz ehrlich finde ich mit diesem Gedanken einfacher umzugehen, als wenn ich ein Unglück, das mich trifft, als "Bestimmung" oder sogar "Konsequenz aus früherem Verschulden" interpretieren müsste.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
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    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.


  6. Registriert seit
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    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    Tut sie aber.
    Das ist genauso ein Glaube wie das alles was du oben aufgezählt hast Ich bin jemand der an Karma/Dharma und Widergeburt, wie auch Vorbestimmung auf früheren Leben basierend glaubt und deshalb interessiert es mich, wie andere zu diesem Thema stehen und ich finde es interessant, wie Glaubenssätze auseinander klaffen können.

    Ich glaube aber auch, dass vieles wie z.B diverse Krankheiten auf den früheren, gelebten Lebensstil zurückzuführen sind und so sehe ich das bei mir auch und dass ist für mich jetzt einfach die Konsequenz. Warum ich den Strang eröffnet habe? Weil ich jetzt im Klinsch mit mir und meinen Glaubenssätzen stehe, da ich einerseits an Bestimmung glaube und deshalb zögere, an der jetzigen Situation etwas zu ändern, weil ich denke, dass es nichts bringen wird und ich mich auf etwas versteife, was evtl. wirklich einfach nicht sein sollte..?

    Ich finde eure Denkanstösse aber sehr interessant und bin gespannt auf weitere Antworten :)
    Glück ist das Ergebnis von selbstverantwortlichem, entschiedenem Handeln.
    Geändert von Leandra_82 (27.03.2014 um 14:39 Uhr)

  7. Avatar von Horus
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    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Ich glaube aber auch, dass vieles wie z.B diverse Krankheiten auf den früheren, gelebten Lebensstil zurückzuführen sind
    Das stimmt für eine ganze Reihe von Krankheiten. Aber längst nicht für alle. Vor allem nicht für die angeborenen. Und wenn man meinem von Geburt auf herzkranken Bruder erzählt, dass sein Herzfehler auf irgendwelches Fehlverhalten in einem früheren Leben zurückzuführen sei, dann fliegt diese Person in hohem Bogen in den Fluss, denn das ist so ziemlich das Gemeinste, was man einem Menschen mit angeborener Krankheit bzw. angeborener Behinderung erzählen kann.

    Und es gibt Leute, die rauchen, die saufen, die ernähren sich ungesund - und werden dennoch ohne ernsthafte Krankheiten steinalt. Während es andere gibt, die bezüglich Lebensstil alles richtig machen und dennoch mit dreissig an Krebs sterben oder an MS erkranken.
    Warum? Genetische Lotterie. Zufall.

    Statistisch gesehen erhöhen bestimmte Lebensumstände die Chance, an gewissen Krankheiten zu erkranken. Das sagt aber nichts über die Einzelfallwahrscheinlichkeit aus. Ob es eine bestimmte Person trifft oder nicht, lässt sich daraus nicht ableiten.

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  8. Registriert seit
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    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    [QUOTE=Leandra_82;25547523]Ich glaube aber auch, dass vieles wie z.B diverse Krankheiten auf den früheren, gelebten Lebensstil zurückzuführen sind und so sehe ich das bei mir auch und dass ist für mich jetzt einfach die Konsequenz. Warum ich den Strang eröffnet habe? Weil ich jetzt im Klinsch mit mir und meinen Glaubenssätzen stehe, da ich einerseits an Bestimmung glaube und deshalb zögere, an der jetzigen Situation etwas zu ändern, weil ich denke, dass es nichts bringen wird und ich mich auf etwas versteife, was evtl. wirklich einfach nicht sein sollte..?
    QUOTE]
    Verstehe ich es richtig, dass du es quasi "als Strafe" für irgend etwas in vorheriger Zeit betrachtest? Ich weiß ja nicht, was du gemacht hast, aber es könnte ja sein, dass du ganz schön streng mit dir selbst bist. Und warum sollte man die Möglichkeiten der modernen Medizin nicht nutzen?
    Da komm ich nicht mit. Klar muss man irgendwann schauen, wann es genug ist, aber so lässt du mit Sicherheit Chancen ungenutzt verstreichen.
    Sprichst du eigentlich von Fehlverhalten in diesem oder in einem anderen Leben?

  9. Avatar von Malina70
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    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Hallo zusammen,

    ich hab meinen Krebs nie als zufälliges Schicksal betrachtet, das mich aus unerfindlichen Gründen heimgesucht hat, sondern als Aufgabe, die mir gestellt wurde und an der ich reifen kann, wenn ich sie annehme und in meine Leben integriere. Das hat mir sehr viel mehr geholfen, als es der Gedanke gekonnt hätte, dass es eben zufällig mich getroffen hat. Wenn ich glauben, dass ein tieferer Sinn, ein Plan dahinter steht, dann kann ich auch vetrauen, dass das schon ganz okay für mich ist, so unangenehme es zunächst mal auch sein mag.

    Auch jetzt weiß ich nicht, wohin sich das alles entwickelt und wie viel Zeit mir noch bleibt. Aber ich kann das vertrauensvoll annehmen, was mir viel Kraft gibt.

    Ich würde mir allerdings nie anmaßen, das nun einem anderen Menschen genauso zu empfehlen. Mir ist durchaus bewusst, dass es sehr verschiedene Bewältigungsstrategien gibt und nicht jede für jeden passt.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  10. Inaktiver User

    AW: Bestimmung, gibt es sie?

    Zitat Zitat von Leandra_82 Beitrag anzeigen
    Das ist genauso ein Glaube wie das alles was du oben aufgezählt hast Ich bin jemand der an Karma/Dharma und Widergeburt, wie auch Vorbestimmung auf früheren Leben basierend glaubt und deshalb interessiert es mich, wie andere zu diesem Thema stehen und ich finde es interessant, wie Glaubenssätze auseinander klaffen können.

    Ich glaube aber auch, dass vieles wie z.B diverse Krankheiten auf den früheren, gelebten Lebensstil zurückzuführen sind und so sehe ich das bei mir auch und dass ist für mich jetzt einfach die Konsequenz. Warum ich den Strang eröffnet habe? Weil ich jetzt im Klinsch mit mir und meinen Glaubenssätzen stehe, da ich einerseits an Bestimmung glaube und deshalb zögere, an der jetzigen Situation etwas zu ändern, weil ich denke, dass es nichts bringen wird und ich mich auf etwas versteife, was evtl. wirklich einfach nicht sein sollte..?
    Wenn Du an Wiedergeburt glaubst könnte Dir der Gedanke helfen, dass Du in anderen Leben bereits Mutter warst und das in diesem Leben nicht mehr gelebt werden muss. Bevor Du aufgibst könntest Du, wenn es Dir sehr wichtig ist, die Schulmedizin in Anspruch nehmen, wobei ich nicht x Versuche starten würde.
    Das Krankheiten ihre Ursachen in früheren Leben haben glaube ich wiederum nicht. Interessant sind eher die damit verbundenen Lebensthemen die man erkennt, sofern man tiefer schaut. Die können u.U ihren Ausdruck darin finden.

    Hilfreich wäre wenn Du die Wertung aus Deiner Situation herausnehmen könntest und aufhören würdest Dich sich selbst für Deinen damaligen Lebensstil zu kritisieren.
    Lass Dir Zeit, stell das Thema beiseite, lebe Dein Leben und guck später nochmal darauf. Vielleicht hat sich dann in der Zwischenzeit an Deiner Einstellung etwas grundlegend geändert ohne das Du dies bemerkt hast.
    Solange man ständig um ein Problem kreiselt hat man Scheuklappen auf und die Lösung hat keine Chance gesehen zu werden.

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