Nein bin ich nicht. ADHS hab ich mir aber auch schon überlegt, da ich grundsätzlich innerlich hibbelig, aber äußerlich sehr ruhig bin. Bisher hab ich nur Online-Test auf ADHS gemacht und darüber gelesen. Die Tests, sofern man online-Test als "gültig" erklären kann, haben die Vermutung aber nicht bestätigt. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich sprechen konnte. Meine Eltern haben auch mir nie gegenüber erwähnt, wann das war, oder ob das sehr früh oder spät war. Wenn ich auffällig gewesen wäre, hätten sie allerdings auch nichts gemacht - so wie ich sie einschätze. Ich war allerdings als Kind bei ner Logopädin (fällt mir gerade ein) ;) Ich war in der Schule auch immer extrem ruhig und bin da auch nie aufgefallen. Das war dann höchstens auffällig. ;) Ansonsten kann ich mich schon stundenlang alleine irgendwo hinsetzen und mich mit nem Thema beschäftigen. Vielleicht übertreibe ich da auch manchmal, weil mich vieles interessiert und ich dann auch viel gleichzeitig mache, statt nur einem nachzugehen, allerdings auch alles davon bis zum Schluss durchziehe.
Ich hab schon überlegt, ob ich einfach visuell-räumlich denke und daher Probleme mit der umittelbaren "Wortübersetzung" habe, andererseits verfüge ich ja über genügend Wortschatz und sehe auch nicht sofort Bilder im Gedächtnis, wie manche das so beschreiben. Ich lerne allerdings gerade eine neue Sprache und merke, dass mir ne visuelle Methode zum Spracherwerb sehr liegt.
Naja es gibt auch mit Freunden, Verwandten, etc. Kommunikationsprobleme in der beschriebenen Art, vor allem was die Gedankensprünge angeht. Die kennen mich eben und machen da nen Scherz drüber. Und je nach Laune, lass ich es dann oder probiere es auf ne andere Art. Da empfinde ich es nicht so störend, bei Fremden hat man ja nicht immer die Chance, die Zeit oder den Nerv, immer wieder aufs Neue die Kommunikation zu starten, da ist das etwas frustrierender, vor allem, wenn man ein Ziel & wenig Zeit hat und man den Anderen von etwas überzeugen möchte (führt dann evtl. gerade noch zur Verstärkung der Probleme und dann zu mehr Frust) Entspannungsübungen probiere ich auch, dachte evtl. haben diese eine positive Wirkung - im Sinne von Gelassenheit und Achtsamkeit.
Antworten
Ergebnis 21 bis 29 von 29
Thema: Verständigungsprobleme
-
21.03.2014, 19:29Inaktiver User
AW: Verständigungsprobleme
Geändert von Inaktiver User (21.03.2014 um 19:47 Uhr)
-
21.03.2014, 19:34Inaktiver User
AW: Verständigungsprobleme
ADHS wir wohl häufig bei angepassten Mädels nicht entdeckt, die stören nicht so... Würde ich bei einem guten Facharzt prüfen lassen, wenn ich etwas ändern wollen würde.
Schätzt du dich und deine Freunde und Verwandten auf einer ähnlichen intelligenten Ebene ein? Ganz ehrlich ;-)
Hast du einen objektiven Intelligenztest gemacht?
Und ich wurde trotzdem anhand dessen wie du über deine Eltern schreibt, die Frage der Beziehungsebene prüfen.Geändert von Inaktiver User (21.03.2014 um 19:50 Uhr)
-
21.03.2014, 19:35
AW: Verständigungsprobleme
Im Laufe der Zeit habe ich eine Handvoll Menschen kennengelernt,
die schwer verständlich sind.....mündlich! Da sind Gedankensprünge
in den Erklärungen, die erstmal total unverständlich sind, und es ist
anstrengend, ihnen geistig zu folgen. Bahnhof sozusagen.
Schriftlich dagegen sind sie sehr klar und strukturiert und verständlich.
Einer schreibt sogar beruflich Bedienungsanleitungen auf deutsch
und englisch. Die Englischen verstehe sogar ich mit meinen
lausigen Englischkenntnissen.
Der erste, den ich kennenlernte, begründete seine chaotischen
mündlichen Darlegungen damit, daß er ZU früh das Sprechen gelernt hätte.
Das hätte ihm ein Arzt oder Psychologe gesagt.
Das hab ich mir gemerkt.
Und die anderen Leute, die sprachlich chaotisch waren und die ich im
Laufe der Zeit kennenlernte, bei denen war es auf Nachfrage auch so:
Sie haben sehr früh als Kind sprechen gelernt.
Zufall? Vielleicht....müßte man Experten fragen oder Nachlesen.
-
21.03.2014, 20:01Inaktiver User
-
21.03.2014, 20:08Inaktiver User
AW: Verständigungsprobleme
Das hab ich mir auch überlegt, mich da ärztlich durchchecken zu lassen. Vor allem, weil mein Bruder damals in der Schule unter ADHS Verdacht stand. Die Psychologen haben das aber nicht bestätigt. Und ich war ja tatsächlich extrem unauffällig. ;)
Ich hab keinerlei Einschätzungsvermögen was mich im Vergleich zu anderen angeht. Ich glaube, da ich auch nicht so ganz "normal" bin, fehlt mir auch der Standard für "normal" (Ich nenne das jetzt einfach mal so, ich hoffe das wird jetzt nicht negativ, wörtlich aufgefasst), weil ich kann ja nur von mir ausgehen und daher empfinde ich alles was nicht so normal ist und alle meine Freunde sind auch nicht so "normal", als "normal". Ich gehe allerdings oft davon aus, dass Andere mehr wissen/können als ich (Allgemeinbildung hab ich beispielsweise keine) und dass viele Dinge eben nicht so schwer sind, wenn man sich hinsetzt und sich Mühe gibt und die auch probiert. Aber nur weil man sich hinsetzt und Durchhaltevermögen zeigt, und es einem nichts ausmacht, auch mal Fehler zu machen, oder die Hilfefunktion von Software benutzt, anstatt Freunde anzurufen und sich das erklären zu lassen, verfügt man nicht über bessere kognitive Fähigkeiten.
Einen IQ Test hab ich nicht gemacht und würde ich nie machen wollen. Ich weiß nicht, wie ich es fände, wenn da ne leichte Minderbegabung herauskäme. Das ist ja auch ne Theorie von mir über mich und würde Einiges erklären. Ich könnte es zwar dann positiv sehen, und sagen, dass ich dafür wirklich viel geschafft habe und stolz auf mich sein. Aber das wäre ein harter Brocken, so schwarz auf weiß. Da bräuchte ich erstmal ne Weile zum Verkraften. Auch wenn ich selbst Minderbegabte kenne (Testergebnis bekannt, keine Unterstellung) , und das wirklich tolle Menschen sind (auf mich auch nicht minderbegabt wirken) und man seinen Wert eh nicht über Zahlen, etc. definieren sollte, sondern über sein Dasein an sich.
-
22.03.2014, 08:00Inaktiver User
AW: Verständigungsprobleme
Hallo gleise,
ich schreibe meine geplante verbale Kommunikation nicht vorher auf.
Vielmehr ist es so, dass sich mein verbaler Kommunikationsstil verbessert hat, seitdem ich im Schriftlichen wieder auf die Rechtschreibung achte.
So, wie ich es in meinem ersten Beitrag hier beschrieb.
Die Struktur übertrug sich auf's Verbale.
-
26.03.2014, 20:11Inaktiver User
AW: Verständigungsprobleme
Hallo Pumpernickel,
das ist ja interessant. So gehts mir nicht, ich achte immer auf Rechtschreibung - liegt daran, dass ich viel Korrektur lesen darf :)
Die Struktur kann sich bei mir nicht so einfach aufs Verbale übertragen. Ich vermute das hat nichts mit der Externalisierungsart an sich zu tun, sondern mit der Denkstruktur. Die ist bei mir nicht wirklich mehrheitstauglich. Mir fehlt dieses Schritt-für-Schritt-Gegenwartsdenken, ich bin tatsächlich mehr gesamtheits- und zukunftsorientiert. Schriftlich habe ich einfach nur mehr Zeit dafür mir bewusst zu werden, welche Schritte im Einzelnen benötigt werden, die übergehe ich verbal leicht. Und wenn nicht, dann versuche ich sie in all ihrer Gesamtheit zu übertragen, was dann zu verschachtelten informationsüberladenen Sätzen führt ;)
Da gehts mir so: http://oi46.tinypic.com/2nhf85l.jpg
-
27.03.2014, 14:53
AW: Verständigungsprobleme
Ich würde mal aufgrund deiner Posts hier eine nicht pathologische These aufstellen wollen.
Du denkst abstrakt und wenig konkret. Vielleicht?
Beispiele helfen sich eine Vorstellung vom anderen zu machen.
Selbst auf Nachfrage, wie wir uns die Situation bei dir vorstellen können…kam von dir kein konkretes Beispiel, sondern ein abstraktes. Siehe oben.
Das nur zur Bebilderung ;)
Ein konkretes Beispiel wäre z.B. ansatzweise die von mir fett markierte Passage oben. Trotzdem fehlt z.B. mir dabei die Angaben, sagt das dein Gegenüber?... denkst du dir das? ... kommen Rückfragen, redet ihr drüber, wie häufig kommt das vor.
Also grundlegend: die W-Fragen aus denen deinen Assoziationen entstehen.
Du beschreibst abstrakte Zusammenhänge, von denen du selbst die Hauptdarsteller und die Assoziationen kennst. Die kennen wir nicht. Vielleicht hilft es erst einmal dem Gegenüber mehr konkrete Details zu geben und von da aus abstrakter zu werden.
Ich finde dich ansonsten ziemlich klar. Ein bisschen arg perfektionistisch…."jeder soll mich verstehen" ohne den Ticken selbstbewussten "ach, weißte dann versteh mich halt nicht mir doch egal"
-
27.03.2014, 19:33Inaktiver User
AW: Verständigungsprobleme
_Farmelli: Danke für deine Antwort.
Abstrakt kann sein, konkret find ichs auch, bzw. denke ich schon sehr konkret, aber ich kann nicht alles äußern was ich denke. Ist wahrscheinlich aber auch wieder zu abstrakt formuliert ;)
Ansonsten, soll mich nicht jeder verstehen, aber im Alltag mit Menschen, mit denen man nun mal arbeiten muss oder in der Freizeit, bei Freunden, wäre es manchmal nicht so schlecht, wenn ich mich häufiger verständlich ausdrücken könnte ;)
Ich verstehe auch nicht jeden und erwarte das auch nicht umgekehrt. Aber interessant, dass es hier gleich so rüberkommt.
Rückmeldungen bekomme ich direkt verbal. Aber man merkt es ja auch an der Antwort, den Fragen, Reaktionen, ob man mich verstanden hat oder auch an den Weiterführungen. Das kommt häufig vor. Engere Freunde haben mir auch schon gesagt, dass ich völlig zusammenhangslos rede. Mein Mentor hat mir das gesagt und ansonsten kommt es auch ab und an von Kollegen. Familienmitglieder empfinden es ebenso.
Als Beispiel würde mir noch einfallen: Wenn ich über ein Thema rede und die andere Person sagt: Ja aber man könnte es auch auf ne andere Weise machen und genau die andere Weise hab ich aber gerade erwähnt.



Zitieren
