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  1. Inaktiver User

    AW: Die Freiheit, nicht immer funktionieren zu müssen

    Liebe Radisi

    Ich bin auch ein bisschen wie du! Ich seh auch sehr jung aus und kenne das Gefühl irgendwie "anders" zu sein. Ich denke bei mir hat das damit zu tun dass ich eher introvertiert bin. Dadurch sehen gewisse Leute mir nicht an was in mir vor geht. Ich kann nämlich nicht so viel reden wie andere, obwohl ich in meinem Kopf durchaus denke. Das führt manchmal dazu dass Leute mich fragen, ob alles in Ordnung sei...! Früher begann ich mich dann auch zu rechtfertigen, schrecklich!! Ich sagte dann zum Beispiel "ach ich bin eben ziemlich müde... Kopfweh...", obwohl es mir doch bestens ging! Heute sage ich dann: "Mir gehts gut! Ehm wieso meinst du denn?" , so kann ich das von mir weisen und meist kommt dann nur ein etwas erstauntes "ah... nur so" oder so und es ist erledigt.

    Die Leute die mich besser kennen sind sich sozusagen an meine Art gewöhnt, ich glaube die finden mich nicht merkwürdig. Meist sind es halt die besonders extrovertierten Leute die nicht schlau aus mir werden. Ich denke dann oft, dass ich so sein muss wie sie. Was natürlich Quatsch ist! Und begegne ich mal jemandem der mir ähnlich ist, dann finde ich das toll. :-)

    Hast du schon mal was über Hochsensibilität gehört? Ich weiss jetzt noch zu wenig von dir... aber introvertierte Menschen sind oftmals sehr sensibel, auch "in ihrer eigenen Welt" und witken auf andere gelegentlich etwas weltfremd, naiv, schusselig. Du kannst ja mal Hochsensibilität googeln. Ich hab mir ein Buch gekauft und mich darin wiedergefunden.

    Liebe Grüsse!

  2. Inaktiver User

    AW: Die Freiheit, nicht immer funktionieren zu müssen

    Zitat Zitat von Radisi Beitrag anzeigen
    Und nun der Sinn dieses Fadens: Kennt das jemand von euch? Habt ihr auch solche Eigenheiten, die nicht in die gesellschaftliche Blaupause passen wollen und Menschen, die sich daran stoßen? Und wie geht ihr damit um?
    jo. kenne ich auch.

    mein "tick" ist, ständig eine große tasche oder einen rucksackmit mir zu schleppen, in dem alles ist, was ich in wartezeiten brauchen könnte wie zb was zu trinken, strickzeug und was zu lesen. außerdem fahre ich rad und kein auto und erledige häufig besorgungen, wenn ich "sowieso" unterweg bin, also muss die tasche groß genug sein, um auch einen einkauf fassen zu können.

    früher schon hieß es immer "was schleppst du bloß alles mit dir rum". so ähnlich heißt es immer noch.
    inzwischen bin ich davon NUR NOCH genervt und raunze manchmal zurück "willste reingucken?"

    ich reagiere also selten souverän. manchmal ignoriere ich diese sprüche aber oder zeige zumindest mit meiner mimik, dass ich diese bemerkung wie ein lästiges insekt abschüttele. ja, denn so wirken blöde bemerkungen - wie lästige insketen.


    es gibt noch andere "unkonventionelle" dinge, die man mir immer wieder auszureden versucht. inzwischen lasse ich die kritiker reden und denke mir meinen teil.

    amk nervigsten finde ich, dass es so energieraubend ist, immer wieder zu den unkonventionalitäten angesprochen zu werden. *gääähn*

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    AW: Die Freiheit, nicht immer funktionieren zu müssen

    Ähh, ganz ehrlich, ich sehe jetzt nichts wahnsinnig ungewöhnliches, unkonventionelles in Deinem Verhalten.
    Du kommst sehr pünktlich und läufst dann noch ein bisschen herum, okaaayyy. Was hat das alles mit gesellschaftlicher Blaupause zu tun in die Du angeblich nicht passt?

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    AW: Die Freiheit, nicht immer funktionieren zu müssen

    Liebe Radisi,

    Ich kann es auch nicht! Der Drang zum Erklären ist einfach da. Aber ich betrachte das nicht als defensive Handlung (Rechtfertigung). Wenn ich mich DABEI erwische, mache ich zu. Die Berner haben einen Mehrzweck-Spruch, den ich liebe: (Übersetzt) „Das ist so.“ Er drückt Zustimmung zur Beobachtung aus, ohne weiter darauf ein zu gehen, ob und wie man etwas ändern müsste.

    Zuerst das pièce de résistance: Ich erkläre lustvoll und bis zum Abwinken, warum ich etwas so und so mache. Bei „Bedarf“ mit einem Schuss Missionsarbeit. Das nächste Mal wird sich eine Person fragen, ob sie sich das zumuten will.
    Vieles hat ja auch gar niemanden zu kümmern.

    Meine Jungs (Isus und Isaak) kannten dieses Spiel sehr gut. Wenn ich etwas anordnete, fragten sie normaler Weise: „Waruuuum?“ um eine Diskussion in Gang zu setzen, ob es denn wirklich sein musste. Wenn es verhandelbar war (oft), habe ich verhandelt. Wenn nicht, habe ich gesagt: „Es muss sein, ich erkläre Dir aber gerne warum, wenn Du die Zeit dazu hast.“ Viel später erzählte mir einer, dass sie diese Frage sehr gefürchtet hätten.

    In der verschärften Version klänge es so: „Das ist eigentlich meine Sache, aber wenn es Dich wundert, erkläre ich es gerne. Leider dauert das aber etwa 30 Minuten. Magst Du?“


    Ich habe auch keine Auto, jedenfalls keines, das sich vor meiner Wohnung zu Tode langweilt. Dafür einige Tausend shared ones, die mir über das ganze Schweizer Mittelland verteilt zur Verfügung stehen, wenn, wann und wo es mich danach gelüstet. Dies auch, weil ich es unschön finde, den 150-prozentigen Grünen zu mimen und dabei ständig Fahrten zu schnorren. Ich missioniere etwas für Carsharing, denn es passt mir wirklich fein.


    Ich habe einmal gelesen (ja, ja, ich kann das noch!), dass Leute, die weder fernsehen noch Zeitungen lesen tendenziell besser informiert seien, als diejenigen, die eben das tun. „Besser“ ist dabei qualitativ und nicht quantitativ gemeint. Ich lese nur so alle 2 Wochen eine Zeitung, weil es mich sonst zu sehr an Anderem hindern würde. Trotzdem kommt es recht selten vor, dass ich etwas nicht erfahre, was ich erfahren müsste. Einen guten Teil der täglichen Desinformation nehme ich gar nicht wahr.


    Manchmal fragt jemand aus reiner Neugierde. Allerdings sollte der Respekt gewahrt und durchaus gezeigt werden. So habe ich auch schon eine Vegetarierin ausgiebig befragt, weil ich mir nicht recht vorstellen konnte, wie das geht, und sie offensichtlich sehr lebendig war. Allerdings habe ich echte Fragen gestellt und nicht einen Angriff als Frage maskiert. Es ist doch schön, wenn man/frau ein Mal über etwas Anderes diskutieren kann, als über das Wetter oder über Fussball.


    Wenn ich etwas an Dir herum flicken darf:

    Es fühlt sich wirklich gut an, wenn man sich das Schamgefühl ausser für wirkliche Schweinereien ab trainiert hat. Oft habe ich den Eindruck, dass Leute sogenannten Peinlichkeiten viel zu viel Bedeutung bei messen. Das belastet unmässig und bringt nichts.

    Wenn Du Eigenheiten bewusst kultivierst, bist Du mit Dir eher im Reinen und weniger angreifbar.

    Vielleicht treibst Du Dich auch mit den falschen Leuten herum. Oder liegt es am Land? Ich kenne das nicht in der von Dir geschilderten Schärfe.

    Wenn sich jemand an etwas stösst, was eigentlich niemandem schadet, ist das sein/ihr Problem und nicht Deines.(*4)

    „Ich will es so!“ oder „Für mich stimmt es so!“ sind auch Gründe. (*3)

    Überlege Dir doch einige Standard-Reaktionen, die Du bei Bedarf einfach ab spulen kannst, ohne viel zu überlegen, z.B. eine wegwerfende Handbewegung oder einige Sprüche. Die Routine hilft, es gar nicht an Dich heran kommen zu lassen. (*1)

    Auch ein sehr ruhig vorgetragener Gegenangriff kann helfen. (*2)

    Wenn Du vor Beginn der Diskussion schon weisst, wie Du sie laufen lässt, kann sie durchaus vergnüglich sein.


    *1) Wenn mich jemand vor einer Autofahrt zum Trinken von Alkohol verleiten wollte, habe ich jeweils gesagt: „Ich kann schon nüchtern nicht Auto fahren, wo soll das noch hin führen?!“
    Wie Du ja schon erkannt hast, ist: "Ja, das mache ich gerne so." auch ganz gut.

    *2) Als eine Fotografie von Oskar Lafontaine beim Verkehr mit seiner langjährigen Partnerin öffentlich wurde, hat er sinngemäss gesagt: „ ... Überlegen Sie sich einmal, wer da der Sauhund ist, ich oder der Fotograf!“ Das hat die Peinlichkeit und die Diskussion augenblicklich zum Erliegen gebracht. Ich habe mir einen Schranz gelacht, nicht über, sondern mit Herrn Lafontaine.

    *3) Augustus De Morgan, nach dem die De Morgan'schen Regeln benannt sind, wird der Ausspruch zugeschrieben (sinngemäss): „Die Menschen haben immer zwei Gründe: Einen Guten und den Tatsächlichen.“ Viele vorgebrachte Gründe maskieren nur, dass es jemand einfach will. Basta.

    *4) Ein Lehrling in einem Zürcher Metall-Unternehmen fragte jeweils: „Macht es etwas?“

    Grüsse von Isambard

  5. Inaktiver User

    AW: Die Freiheit, nicht immer funktionieren zu müssen

    @isambard- tolle zeilen!

    Radisi- Du bist 24 und da wird man sowohl noch von allen Seiten "zugekäst" als auch viele noch sehr konform sind.
    Klar wird "anders" immer zur Diskussion stehen, denn es irritiert und stellt das Eigene in Frage.......die man dann dem Gegenüber gerne abgibt-- aber je älter, desto eigenbrödlerischer wird der Mensch und distanziert sich mehr und mehr aus der Gesellschaft.

    Was in jungen Jahren noch an Kontakten herrscht!
    Das wird alles weniger und man baut sich sozusagen sein Leben immer mehr nach seinen Bedürfnissen aus.
    So das man zB Freunde hat, die einem ähneln und für die man ganz normal ist

    Ich bin auch grundsätzlich zu früh- was ich aber gut finde...warum soll ich gestresst oder abgehetzt irgendwo ankommen??
    Das mit dem Rechtfertigen ist wirklich ein Thema für sich-- kaum einer kann sich dem entziehen und die Menschen meinen es ja auch nciht immer als Angriff.

    Finde toll, wie Du bist und dann lächle......Du verunsicherst den Gegenüber - also nimm diese Karte nicht an!
    kenzia

  6. Inaktiver User

    AW: Die Freiheit, nicht immer funktionieren zu müssen

    Ähh, ganz ehrlich, ich sehe jetzt nichts wahnsinnig ungewöhnliches, unkonventionelles in Deinem Verhalten.
    Ich auch nicht. Du wärst überrascht, in wie vielen langjährigen Beziehungen das Getrennt-Wohnen gepflegt wird, auch wenn es keine Fernbeziehungen sind, sondern man vielleicht 5 Minuten fussläufig auseinander wohnt.
    Ich gehöre auch zu der Sorte.

    Der Unterschied von mir zu dir ist eher, dass diese Tatsache bei mir von den anderen nicht zur Diskussion gestellt wird. Und da seh ich hauptsächlich zwei mögliche Gründe dafür.

    Erstens suche ich mir meinen Bekanntenkreis gut aus. Leute, die nichts anderes zu tun haben, als sich über die Lebensweise der anderen das Maul zu zerreissen und blöde Sprüche zu machen oder missionieren zu wollen, mit denen verbringe ich keine Zeit. Oder, wenn ich es doch muss, dann erzähle ich in solchen Kreisen nichts, wirklich nichts Persönliches.

    Und zweitens habe ich nicht das Bewusstsein, dass meine Art zu leben etwas "Aussernormales" sein könnte. Ich meine ... wenn man selber mit der latenten Haltung durchs Leben geht, man sei eher "unkonventionell" und die anderen könnten das "seltsam" finden, dann zieht man oft auch tatsächlich irritierte Reaktionen an.

    Ich will dir sicher nicht unterstellen, dass du das bewusst machst. Es ist eher ein unbewusstes In-diesem-Bereich-übersensibel-Sein, also jede Bemerkung von anderen in diesem Kontext wahrzunehmen und zu interpretieren als Kritik oder zumindest Erstaunen. Und sich dann natürlich viel häufiger in die Ecke gedrängt zu sehen.

    Mein Partner hat keinen Fernseher. Ich hab zwar einen Führerschein, fahre aber seit der Fahrprüfung eigentlich nicht mehr. Ich trinke keinen Alkohol, keinen Schluck. Ich habe niemals eine Zigarette versucht, nicht mal einen Zug (ich wusste schon als Teenager, dass gewisse Dinge bescheuert sind, ohne es ausprobieren zu müssen...). Ich mag abends nicht gerne ausgehen, dafür morgens sehr gerne um 5 Uhr aufstehen und laufen gehen. Oder um 3 Uhr aufbrechen zu einer Hochgebirgstour.
    Alles Dinge bzw. Verhaltensweisen, die vielleicht nicht total "konventionell" sind. Darüber mache ich mir aber keine Gedanken. Ich rechtfertige mich dafür nicht. Ich erzähls aber auch nicht jedem. Die blöden Sprüche wegen der Alkohol-Abstinenz nerven allerdings zwischendurch wirklich (ich mag doch nicht jedem von meinen Medikamenten und damit auch von meiner chronischen Krankheit erzählen). Da kontere ich meistens mit einer Frage: "Warum ist eigentlich Drogenkonsum normal und der, der auf die Droge verzichtet, muss sich rechtfertigen?" Dann kommt sofort: "Alkohol ist doch keine Droge!" Darauf hab ich dann einen vielsagenden Blick drauf und das Gespräch ist meist beendet.

  7. gesperrt

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    AW: Die Freiheit, nicht immer funktionieren zu müssen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen


    Und zweitens habe ich nicht das Bewusstsein, dass meine Art zu leben etwas "Aussernormales" sein könnte. Ich meine ... wenn man selber mit der latenten Haltung durchs Leben geht, man sei eher "unkonventionell" und die anderen könnten das "seltsam" finden, dann zieht man oft auch tatsächlich irritierte Reaktionen an.
    Unterkritzel.

    Gehöre laut "Normalo-Maßstab" (falls es so etwas gibt) auch eher zur "unkonventionellen" Sorte - bestimmte Dinge nie erlebt oder gemacht (Firmung, Tanzschule, konstante Partnerschaft,...), seltenes Studienfach, unkonventioneller Job, (für viele) ungewöhnliches Haustier und wohne in der Villa Kunterbunt - und fühle mich pudelwohl damit. Diskutiert wird nicht, und zwar deshalb, weil es akzeptiert wird, vermutlich hat es auch was mit dem Auftreten und der gelebten Selbstverständlichkeit zu tun.

    Die von dir aufgezählten Beispiele empfinde ich nicht als außergewöhnlich, ich verlege ständig Dinge und laufe mit offenen Taschen herum. Das würde mir nicht als "ungewöhnlich" einfallen, das ist einfach eine Eigenart.

    Ich esse zwar vegan, dafür hab ich einen Führerschein und Auto, trinke auch ab und an Alkohol, mag aber zB nicht tanzen gehen und gehe so gut wie nicht aus. Würde mir nicht einfallen, mich selbst deswegen als komisch zu empfinden.

    Schon alleine wenn ich sage, was ich studiert habe und was ich beruflich mache, reißen alle die Augen auf. Aber nie im negativen Sinne.

    Ich selbst sehe diverse Faktoren als "unkonventionell" aber nicht als ungemütlich oder ungewöhnlich. Die Welt ist groß!
    Je selbstverständlicher du selbst mit deinen "Eigenarten" umgehst, desto mehr wird das auch die Umwelt tun.

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    AW: Die Freiheit, nicht immer funktionieren zu müssen

    Zitat Zitat von Radisi Beitrag anzeigen
    Ich bin z.B. ganz oft zu früh irgendwo (auch schon merkwürdig *g*) und gehe dann einfach um den Block, schaue Schaufenster, lese etwas und finde das voll ok. Werde ich dabei "ertappt" hagelt es Unverständnis,
    Sag mal, Radisi, gibt es tatsächlich Stimmen von außen, die solche Lappalien mit Unverständnis kommentieren? Ehrlich, ich kann mir das schlecht vorstellen. Ist es nicht so, dass Du solche Reaktionen befürchtest?

    Ich kann mir wirklich kaum vorstellen, dass andere Menschen Dich beobachten und solche Mini-Entscheidungen (um den Block gehen, wenn man zu früh ist) auch noch negativ eines Kommentars würdigen.

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    AW: Die Freiheit, nicht immer funktionieren zu müssen

    hallo radisi

    eigentlich könnte man sagen, glückwunsch, du bist im heutigen zeitgeist angekommen. kokettieren nicht viele genau damit, insbesondere auf die intellektuelle, bewusste art aus der reihe zu fallen?
    gerade die kein-fernseher-nummer oder das dingens mit der zerstreuten wissenschaftlerin kenne ich gut und nicht zuletzt auch von mir. und vegetarismus kann man heutzutage doch kaum noch in die sparte andersdenken stecken.
    meine gedanken dazu, bzw. wie ich selbst damit umgehe:
    - stolz drauf sein (aber vorsicht, andersticken wird momentan zum modischen accessoire ;-)
    - kontext berücksichtigen (bin ich in der kleinstadt noch erfrischend aus dem raster gefallen, so wurde ich bei meinem umzug in die großstadt plötzlich eine von vielen. von sehr vielen)
    - ü 30 werden. hallo gelassenheit und die gnadenlose erkenntniss, dass man in seiner kleinen spleenwelt doch unglaublich normal tickt.
    - gleichgesinnte (ich habe immer erlebt, dass man gleichgesinnte "überdentellerrandschauer" magisch anzieht bzw. schnell erkennt, solange man nicht völlig blind durch die welt läuft. es gibt mehr als man denkt.

    soviel in aller kürze, mit aufmunternden grüßen

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    AW: Die Freiheit, nicht immer funktionieren zu müssen

    Radisi, ich gehöre auch zu den Unkonventionellen... ich lebe nach dem alten Hexenmotto "lebe wie Du willst, aber schade keinem Anderen". Mir ist inzwischen herzlich egal, was andere von mir denken. Neid und Missgunst ist mir als Gefühl fremd. Mir geht es gut. Mir ist auch nur wenig peinlich.

    Ich brauche nicht zu erwähnen, dass mein Mann ähnlich tickt? Schwer fiel es meiner Familie, mich so zu nehmen. Vor allem am Anfang. Von ausgefallenem Studienfach bis hin zu Jobs, die andere mit den Ohren wackeln ließen und dem was ich heute tu. Ich habe mir z.B. immer den Luxus erlaubt, immer nur das zu tun, wozu ich Lust hatte/habe.

    Mode etc. geht mir total am Allerwertesten vorbei, ich hab mir meinen eigenen Stil entwickelt.

    Unsere Gartenparties sind legendär (was uns einen ziemlich üblen Ruf im Dort beschert hat, aber... da sag ich nur: Neid, weil die sich sowas nicht trauen ). Wir wohnen so im Dorfrand, ohne Nachbarn, Garten kaum einsehbar, also total einsam. Aber gewollt. Mit Nachbarn könnten wir nicht so leben, wie es uns gefällt.

    Ich bin allerdings mehr als doppelt so alt wie Du. Ich fing mit meinem Studium an, mich in diese autonome Richtung zu entwickeln, vielleicht, weil die meisten meiner Kommilitonen irgendwo ähnlich gestrickt waren (lag vielleicht am recht seltenen Studienfach damals ).

    Du hast also noch Zeit, Dich zu festigen. Irgendwann ist es einem egal, was die "normalen" Menschen sagen.
    Normale Menschen machen mir Angst!!!

    **Ich bin nicht dick - das ist erotische Nutzfläche!**

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