Ich kann das nur wiederholen, was viele Vorschreiber schon geschrieben haben: engagiere dich in einem Verein oder einer Organisation. Ich lebe selbst, bis auf einen kurzen Abstecher in einer Millionenstadt, ländlich, allerdings da, wo ich auch geboren bin, was die Sache erleichtert.
Aber ich weiß, dass "Zugezogene" oft sehr gerne aufgenommen werden, wenn sie sich in unseren Vereinen engagieren wollen, bei uns gibt es viele Feste, jeder Verein macht sowas, helfe dort mit und schwups... bald gehörst du dazu und lernst dann auch weitere Leute kennen.
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Thema: Einsamkeit in der Provinz
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22.03.2014, 16:03
AW: Einsamkeit in der Provinz
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22.03.2014, 18:53Inaktiver User
AW: Einsamkeit in der Provinz
Volle Zustimmung!
Auch ich lebe in einer Kleinstadt. Ich bin beruflich und privat viel unterwegs und treffe je nach Veranstaltung im Prinzip immer wieder die gleichen Leute. Und weil das bei uns eben so klein und übersichtlich ist, kommt man da leicht in Kontakt. Einfach ansprechen: "Sie waren doch bei der letzten Ausstellungseröffnung/beim letzten Konzert/beim letzten Vortrag auch da...."
Das klappt. Aber man muss natürlich unter die Leute.
Also überleg dir, was du gerne machen möchtest:
- du möchtest am Wochenende gerne radeln? Dann kauf dir eine Umgebungskarte und radel die Umgebung ab. Mit der Zeit wirst du merken, dass mehr Menschen alleine unterwegs sind, als man annimmt. Einfach mal ansprechen. Bei uns gibt es z.B. einen großen See, um den herum sich vor allem jetzt im Frühling alles tummelt: Spaziergänger, Jogger, Radler, Nordic-Walker. Zentraler PUnkt ist ein Kiosk mit Kaffeeausschank. Ich hab mich dort schon oft zu Einzelpersonen auf eine Bank gesetzt und sehr nette Gespräche geführt
-du interessierts dich für Kunst? Auch in Kleinstädten gibt es eine Kunstszene. Bei uns z.B. Ausstellungen in diversen historischen Gebäuden, immer wechselnd, Kunst-Workshops, usw. Ok, manches fällt bei mir unter "malende Hausfrau auf der Suche nach Selbstverwirklichung". Aber man kommt, so man will, mit den Leuten ins Gespräch.
- du liest gerne, interessierst dich für Literatur? Buchhandlungen oder öffentliche Büchereien bieten Lesungen an. Wenn du drei-, viermal dort bist, kennst Du das Stammpublikum. Nichts leichter, als ein Gespräch über Bücher zu beginnen...
Aber, ganz wichtig: Du musst raus aus deinem Bau!
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22.03.2014, 19:11Inaktiver User
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22.03.2014, 22:59
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22.03.2014, 23:12
AW: Einsamkeit in der Provinz
Ist ja schön und gut, man kann überall leben. Ich bin sicher extrovertiert und kontaktfreudig, aber in einer schwäbischen Kleinstadt bin auch ich als rheinisches Mädsche an meine Grenzen gestoßen .
Ok, es gab freundschaftliche Kontakte zu Kollegen , aber ich war recht froh, als ich dann wieder in die schwäbische Großstadt zurück könnte, in der ich vorher gelebt hatte.
Und wenn ich mir dort meinen Freundeskreis so ansehe, sind ziemlich viele Zugereiste dabei. In manchen Regionen gibt es die Tradition der Jahrgänge, da treffen sich die Leute, die sich schon immer kannten.

Also, an Deiner Stelle würde ich schon mittelfristig wieder versuchen, in eine größere Stadt zu kommen.
Es gibt Stadtmäuse und Landmäuse.
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22.03.2014, 23:45Inaktiver User
AW: Einsamkeit in der Provinz
Das würde ich auch sagen. Ich wohne in einer Großstadt. Vor vielen Jahren bin ich auch in eine Kleinstadt gegangen wegen des Jobs. Ich bin dort nicht warm geworden. Es hat mir alles nicht behagt und die Leute dort waren etwas argwöhnisch gegenüber Zugereisten. Dabei bin ich aufgeschlossen und wenn ich will auch kontaktfreudig.
Ich bin sehr froh, dass ich wieder in meiner Großstadt wohne !
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23.03.2014, 14:15Inaktiver User
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23.03.2014, 14:34Inaktiver User
AW: Einsamkeit in der Provinz
Das kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Kinder sind doch prima, wenn man mit anderen Menschen in Kontakt kommen will. Kindergarten, Schule, Sportverein, Musikschule, Jungschar.. viele meiner guten Bekannten stammen aus diesen "Kinder-Zeiten". Es snd nicht unbedingt die dicken Freundschaften. Aber man kennt sich gut. Und bei Bedarf ließe sich der eine oder andere Kontakt sicher intensivieren.
Man muss es natürlich wollen.
Man kann sich hinstellen und sage: Poah, Kleinstadt, miefig, spießig, zugeknöpft - wenn ich bloß wieder weg wäre.
Oder man kann sagen: Hier bin ich jetzt. Geht grad nicht anders. Wie mache ich das Beste draus?
Was man in dieser Diskussion nicht außer acht lassen sollte: Freundschaften brauchen Zeit. Nicht aus jeder netten Bekanntschaft wird eine Freundschaft. Das muss wachsen, da muss man gemeinsam einiges erlebt haben. Und: Freundschaften erfordern Einsatz und Arbeit. Nicht immer läuft alles leicht und problemlos...
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23.03.2014, 16:12Inaktiver User
AW: Einsamkeit in der Provinz
Vielleicht ist ja auch die "Einsamkeit in der Provinz" nur eine gewisse innere Einsamkeit?!
Für die TE hätte ich noch den Tipp: BriCom, Rubrik "Gute Freundin gesucht". Vielleicht gibt es ja jemand Nettes ganz in der Nähe?
Das habe ich auch schon mal probiert, aber daraus wurde leider nichts.Geändert von Inaktiver User (23.03.2014 um 22:03 Uhr)
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24.03.2014, 06:14Inaktiver User
AW: Einsamkeit in der Provinz
In einer kleineren Stadt fällt man einfach viel schneller auf.
Und in der Großstadt gibt's all das was GuteLaune beschrieben hat: nur viel öfter.
Und was den Einsatz betrifft: wer hat denn schon Lust immer wieder so von vorne anzufangen, quasi die Werbungsphase anzuleiern.
Sympathie ist ausschlaggebend - und das auch zuzulassen.
Aus meiner Erfahrung sind die meisten Menschen eher zurück haltend. Was aber nicht heißt Ideen ablehnend entgegen zu stehen.
Gerade in den vielen Kursen die ich besucht habe braucht man nicht so lange um sich herum zu schleichen.
Und mein bester Tipp wäre: nichts anderes vorzutäuschen. Also keine Angst davor zu haben als einsam oder suchend zu gelten.
Man braucht eine gewisse Übung dazu. Aber, dann läufst du durch die Gegend als ob es angerichtet ist.
Heute frage ich mich manchmal: was ich so früher eigentlich hatte als ich den Wald vor lauter Bäumen nicht sah.
Und, als ich mit meinem Mann viel zu wenig raus ging....
Kurzum, ich würde einfach eher zum Probieren raten als zu so langen Anlaufphasen.
Weil man dann nämlich selbst viel mehr kennen lernt.


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Rosalila

