Monogamie ist das eine. Dazu kann man ebenso endlos wie ergebnislos über das "Wesen" und die "grundsätzliche Veranlagung" des Menschen diskutieren. Konkreter wird es erst, wenn einem der konkrete Wunsch oder auch nur die Frage im Hinterkopf zwackt, wie wäre es denn...? Und richtig konkret wird es dann, wenn man sich dem Partner mit diesen Gedanken anvertrauen mag.
Treue, im Sinne von Offenheit und Klarheit, ist nämlich das andere und, wie ich finde, wesentlich wichtigere Element.
Aber "es war doch nur Sex" ist etwas, was - wie ich finde - gar nicht geht. Was ist das für eine Vorstellung von Sexualität? Hauptsache Sex, egal mit wem?? Neverever.
Und so wird - für mich jedenfalls - ein Päckchen daraus. Sex mit anderen ist, wenn man will, wenn es sich ergibt, wenn es passt und stimmt, auch fest liierten Paarwesen möglich. Aber nicht heimlich, hinter dem Rücken des anderen Partners. Und der Sex mit anderen, den gibt es nur, wenn und weil man will, nicht nur einfach deswegen, weil man kann. Und das muss dann schon jemand sein, der mich fasziniert, erotisch anzieht, den ich sympathisch finde und mit dem ich mich richtig wohl fühle. Das ist entschieden mehr als nur Sex.
Aber das ist nur meine Sicht der Dinge.
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Thema: Monogamie
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10.03.2014, 09:22
AW: Monogamie
aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

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10.03.2014, 09:26
AW: Monogamie
Naja, allein das wuerde ich schon mal relativieren.
Diese Eindruecke verleiten vielleicht dich und so einige andere auch "automatisch" zum gedanklichen fremdgehen.
Mich aber beispielsweise ueberhaupt nicht.
Je mehr Maenner ich sehe, umso gluecklicher bin ich, dass ich schon einen habe:)
So recht gefallen tut mir ansonsten naemlich keiner... ich war nicht umsonst jahrelang sexloser Single.
Und wenn du mit Eindruecke nicht nur die zahllosen Maenner meinst, die einem real, virtuell oder sonstwo vor's Visir kommen, sondern eben auch die generellen "Anreize" wie Seitensprungportale oder aehnliches, bzw die Allgegenwaertigkeit der Promiskuitaet in den Medien usw, dann kann ich von mir behaupten, dass ich auch das alles andere als verlockend finde.
Im Gegenteil.
-Auch dieser Satz zeigt mir, wie verschieden die Menschen doch sind.
In diesem Fall du und ich.
Allein der gedankliche Ansatz sagt viel aus.
Du haeltst Treue fuer so eine Art Deal.
"Gehst du mir nicht fremd, geh ich dir nicht fremd. Ich biete dir Treue, und erwarte sie dafuer im Gegenzug von dir."
Das ist mir irgendwie total fremd.
So nach dem Motto, wenn du die Spuelmaschine ausraeumst mach ich natuerlich auch die Waesche.
Treue ist doch aber keine laestige Pflicht, die ich nur auf mich nehme damit ich selbst nicht beschissen werde.
Sondern ich habe ueberhaupt gar kein Interesse an anderen Maennern.
Von daher ist mein banales Rezept fuer gelingende Beziehungen, dass jeder sich einen Partner nehmen sollte, der diesbezueglich die gleiche Beduerfnislage hat.
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10.03.2014, 09:31
AW: Monogamie
Liebe Leandra,
Warum für mich persönlich Monogamie unverzichtbar geworden ist? Aua mehreren Gründen und eigenen Erfahrungen.
Heute glaube ich nicht, dass ich jemanden als festen Partner haben will, der dauerhaft "nur" Sex haben kann. Solche Menschen benutzen andere Menschen zu Befriedigung ihrer Triebe, sie degradieren den "nur"-Sexpartner zum Objekt. Ich bezweifle, dass jemand, der dauerhaft Sex und Liebe trennt, zur Liebe überhaupt fähig ist. Sorry, aber ich wäre mir da nicht sicher, ob der Partner in Wirklichkeit nur mich liebt, wenn er sich gerade auf einer anderen verausgibt.
Ich betone hier "dauerhaft", weil ich mir durchaus vorstellen kann, dass man eine langjährige stabile Partnerschaft nicht wegen einmaligem Ausrutscher aufs Spiel setzen sollte. Allerdings sollte die Sache wirklich einmalig sein und sonst bedeutungslos.
Außerdem könnte ich kaum die körperliche Nähe zu jemanden zulassen, wenn ich wüsste, dass seine Lippen, Hände und andere Körperteile vor Kurzem noch sonst wo waren.
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10.03.2014, 09:35
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10.03.2014, 09:43Inaktiver User
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10.03.2014, 10:07
AW: Monogamie
Das ist ja auch nicht das Thema. Das Thema ist, dass man sich gegenseitig in einer festen Beziehung erlaubt, Sex auch noch mit andern Menschen zu haben. Das ändert nichts daran, dass man zu diesem einen Menschen, der Lebenspartner ist, einzigartige Dinge teilt, die man sonst mit niemandem teilt; auch nicht mit andern Sexpartnern.
nicht ,dass irgend etwas daran falsch wäre, Triebe zu befriedigen.Solche Menschen benutzen andere Menschen zu Befriedigung ihrer Triebe
Liebe ist viel mehr als Sex.Sorry, aber ich wäre mir da nicht sicher, ob der Partner in Wirklichkeit nur mich liebt, wenn er sich gerade auf einer anderen verausgibt.
Warum denn das? In andern Bereichen des Lebens wird Vielfalt doch auch in der Regel geschätzt. Nur weil ich gelegentlich Weissbrot esse, hat das doch auf mein Verhältnis zu Vollkornbrot keine negativen Auswirkungen.Außerdem könnte ich kaum die körperliche Nähe zu jemanden zulassen, wenn ich wüsste, dass seine Lippen, Hände und andere Körperteile vor Kurzem noch sonst wo waren.
gruss, barbara
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10.03.2014, 10:16
AW: Monogamie
Weissbrot und Vollkornbrot kannst Du auch mit Deinem Partner essen, wenn man das denn will, da braucht es keinen zweiten

Ansonsten: jeder wie er will, wenn das Paar das miteinander abgestimmt ist doch alles ok. Hinter dem Rücken des anderen, finde ich ein no-go.
Kennen wir ja alles aus dem anderen Strang
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10.03.2014, 10:28
AW: Monogamie
Wie schön. Den kannte ich noch gar nicht.
Kann ich heute für mich auch so unterschreiben. Vielleicht müsste man es durch "tiefe" (Liebe) ergänzen. In jüngeren Jahren konnte ich auch nicht glauben, dass es eine Form von Beziehung gibt, die das Bedürfnis nach fremder Haut erst gar nicht aufkommen lässt.
Jetzt ist allein der Gedanke daran, Zeit für oberflächlichen sexuellen Kontakt mit einem Außenstehenden, gemeinsamer Beziehungszeit vorzuziehen, absolut abstrus.
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10.03.2014, 10:36
AW: Monogamie
ich glaube beides ist gleich "normal", wenn der Normalitätsbegriff für dich eine Rolle spielt. ich meine mal gelesen zu haben. dass ungefähr 50% der Ehen durch Fremdgehen geprägt sind.
Manchmal habe ich eher den Eindruck, dass die Hälfte der Fremdgeher mehr Probleme mit den Monogamen hat als umgekehrt, denn denen wird häufig unterstellt, dass sie doch eigentlich auch wollen "Müssten" und es nur nicht machen.
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10.03.2014, 10:56
AW: Monogamie
Diesen Eindruck teile ich.
Unbedingt!
Oft hört man ja auch die Argumentation, dass Fremdgehen/möglichst breite Streuung der Gene ja auch total "natürlich" sei,
getützt auf allerhand Querverweise auf Flora und Fauna.
Im Umkehrschluss ist Monogamie dann eben so eine Art Zwang, eine an sich kaum durchzuhaltende, künstliche Erfindung irgendwelcher weltfremder Moralapostel.
Und wenn die Monogamen mal alle Disziplin und ihre krampfhafte Selbstbeherrschung fahren ließen, dann ginge es auch bei den rund.



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