Wenn der Arzt nicht passt, kann man den ja auch wechseln. Allerdings, wenns ein allgemeines Problem ist, kann das beim nächste Arzt genauso auftreten.
Bei Verkäufern, etc. kann man das ja gut üben. Geh in einen Laden und sag einfach immer "Nein danke", egal ob sie dir ne Gratisprobe oder ne Bonuskarte andrehen und wenn sie dir helfen wollen, sag, dass du dich umschaust.
Ich hab das bei Fremden überhaupt nicht, da sag ich immer "Nein, danke", weil mich Verkäufer, etc. beim Einkaufen stören. Bei Freunden und Familie hatte ich es bei einzelnen Leuten, allerdings hab ich mich da auch sehr gebessert.
Aber ich kenn das auch im Büro. Bei meinem Team hab ich das überhaupt nicht, die kenn ich ja gut. Bei allen, denen ich was zu sagen habe, klappt das gut. Bei meinem Chef klappt das weniger gut, weil ich da keinen Bezug zu habe - wir sehen uns kaum und theoretisch könnte er mich ja kündigen, wenn ich schlecht wäre. Manchmal bin ich mir bei Gesprächspartnern nicht sicher, ob ich was sagen soll oder ob ichs lassen soll, weils einfacher ist, die dann zum richtigen Ansprechpartner zu verweisen oder die Leute vor vollendete Tatsachen zu stellen. weil ich keine Lust habe von vorne bei Erklärungen anzufangen oder Aufgaben anderer zu übernehmen.
Allerdings lege ich da zusätzlich immer nen "Nein-Tag" ein. Das weiß keiner außer ich. An dem Tag verschieb ich bewusst Aufgaben nach hinten oder mach keine Nettigkeiten, sondern schieb was unnötigerweise ab, also sag dann halt "komm nicht mehr hoch in die XY Abteilung, kannst du nicht mitnehmen/machen/erledigen, etc."...
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Ergebnis 21 bis 27 von 27
Thema: Nein sagen lernen
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15.06.2014, 19:47Inaktiver User
AW: Nein sagen lernen
Geändert von Inaktiver User (15.06.2014 um 19:56 Uhr)
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21.06.2014, 22:45
AW: Nein sagen lernen
Diesen Status wirst du nie bei jeder Person in deinem Leben erreichen können. Gewöhn dich schonmal dran. Und die gute Nachricht: Es ist völlig irrelevant - denn die "Rechtmacherei" wertet niemand positiv. Du bekommst also nichtmal Sympathiepunkte dafür, wenn du es schön allen recht machst.
Wie du siehst, hat der Arzt/die Ärztin diese Sorge überhaupt nicht - und dennoch ist dir das Verhältnis wichtig. Umgekehrt sieht es genauso aus: Hättest du die Sorge nicht, nach dem Mund sprechen zu wollen, täte dies im Hinblick auf das Verhältnis zueinander überhaupt nichts zur Sache.Wenn ich das jetzt so schreibe fällt mir auf, dass es wie ein Muster ist, wenn ich an etwas hängt oder etwas mir wichtig ist (ich z.B. mit einem Arzt sehr zufrieden bin), habe ich Angst durch meine "eigene Meinung" das gute Verhältnis zu zerstören.
Du misst mit zweierlei Maß. Wenn die anderen dir ihre Meinung aufdrängen, ist das vollkommen ok für dich. Umgekehrt ist es absolut nicht ok, dem Anderen zu widersprechen. Du siehst also die Meinung anderer wichtiger als deine eigene. Kein Wunder, dass du nach jahrelangen solcher Denkweisen Schwierigkeiten damit bekommst, was deine Meinung überhaupt wert ist.
Nee, sehe ich anders. Ich praktiziere da zwei Varianten: Entweder (vorwiegend) unterhalte ich mich mit Ärzten nur in deren Fachsprache (was wirklich erstaunliche Reaktionen nach sich zieht, manche ziehen überrascht die Augenbrauen hoch und sind erstmal irritiert) oder aber besonders nervigen sage ich gleich direkt, was ich finde und wechsele den inkompetenten Arzt, der im Studium offenbar verpennt hat, dass er auf Patienten eingehen muss, wenn er ganzheitliche Zusammenhänge sehen will. Sowas sage ich auch genau so, bevor ich die Praxis nicht wieder betrete und den Arzt bei jameda bewerte. Es ist mir noch nie untergekommen, dass ein Arzt 50x an mir vorbeiredet. Dazu bestünde auch gar keine Möglichkeit.Geändert von Divino (21.06.2014 um 22:51 Uhr)
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21.06.2014, 22:58
AW: Nein sagen lernen
P.S. Stichwort Gynäkologe: Es macht einen himmelweiten Unterschied, ob frau fragt
"kann es sein, dass mein Haarausfall durch die Minipille kommt?"
oder ob sie fragt
"besteht die Möglichkeit, dass das Überwiegen der Androgene, wie es ja bei der Einnahme von Levonorgestrel zwangsläufig der Fall ist, unmittelbar in der Form auf die Haarfollikel wirkt, wie es vergleichsweise ein naturgemäß absinkender Östrogenspiegel in der Menopause verursacht?"
Probiere es aus. Du wirst staunen, welche Reaktionen du zu hören bekommst. Im zweiten Fall antwortet dir kein Arzt "nein, das kommt eher nicht von der Minipille". Er antwortet völlig anders.. Und umso mehr Gegenfragen du stellst, desto dichter kommst du an Fachinformationen, die wirklich nützlich sind.
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22.06.2014, 01:12
AW: Nein sagen lernen
50x an mir vorbeigeredet hat niemand, dennEs ist mir noch nie untergekommen, dass ein Arzt 50x an mir vorbeiredet.
1. so oft suche ich Ärzte nicht auf und
2. waren der Infofluss durchaus freundlich und korrekt.
Den Gyn. suche ich erfahrungsgemäß 1 mal im Jahr, den Hausarzt höchsten 1 mal je Quartal auf.
Gewechselt habe ich, nach dem der jeweilige Arzt mich ca. 6 mal hintereinander in die falsche Schublade einordnete, mich falsch einschätzte.
Grüße
Luftpost
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23.06.2014, 01:56
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23.06.2014, 23:43
AW: Nein sagen lernen
Weil ich glaube, das ich diese beiden ÄrzteSpezis wirklich 50 mal oder auch x mal darauf hin weise könnte, das sie mich in die falsche Schublade eingeordnet haben, sie hätten es sich nicht gemerkt oder notiert, weil sie es nicht reflekieren.
Und zu Reflexion kann man niemanden zwingen, und auch auffordern bringt nichts.
Die Wille zur Reflexion muss aus der Person selber kommen.
Grüße
Luftpost
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29.06.2014, 17:43
AW: Nein sagen lernen
Übung macht den Meister.. Ich hatte lange zeit das gleiche problem aber mit der zeit kann man lernen, wie man nein sagt


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