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  1. Inaktiver User

    AW: Wie viel Vergangenheit tut gut !?

    Zitat Zitat von Luftpost Beitrag anzeigen
    Noch viel ungesünder kann es bei Traumatisierungen sein, den Täterkontakt zu halten.

    Grüße
    Luftpost
    Ich kann aus dem, was gezeitenfrau geschrieben hat, nicht entnehmen, dass sie durch ihre Eltern Traumatisierungen erfahren hat. Darum meine Frage, ob es notwendig war den Kontakt völlig abzubrechen. Es könnte ja sein, dass eine Auseinandersetzng sie in diesem Konflikt weiter bringt, möglicherweise zusammen mit einem Therapeuten.

  2. gesperrt

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    AW: Wie viel Vergangenheit tut gut !?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich kann aus dem, was gezeitenfrau geschrieben hat, nicht entnehmen, dass sie durch ihre Eltern Traumatisierungen erfahren hat. Darum meine Frage, ob es notwendig war den Kontakt völlig abzubrechen. Es könnte ja sein, dass eine Auseinandersetzng sie in diesem Konflikt weiter bringt, möglicherweise zusammen mit einem Therapeuten.
    Meine Vermutung beruht auf diesem Text der TE:

    Auch das Thema "Eltern", mit denen ich seit Mai 2013 keinerlei Kontakt mehr habe( ich brach
    ihn aus guten Gründen endlich ab) und Kindheit kommt immer wieder hoch,auch wenn ich
    mit niemandem aus meinem Umfeld mehr darüber sprechen mag und abblocke.
    Nur mein Bruder weiß was damals war, alle anderen würden das alles nicht nachvollziehen
    können.
    Neulich grübelte ich über eine bestimmte, extrem belastende Situation aus meiner frühen
    Kindheit nach ( war etwa 4 J.)
    Zudem schreibt sie, das sie die Erinnerungen/Flashbacks belasten und sie diese gerne los werden würde.
    Da liegt es sehr nahe an Traumatsierungen (Prügel, verlassen worden, verbaler und/oder körperlicher Mißbrauch u.a.) zu denken.

    Denn Kinder lieben ihre Eltern. Wenn sie den Kontakt zu ihren Eltern abbrechen, hat das
    schwerwiegende Gründe.

    Grüße
    Luftpost
    Geändert von Luftpost (02.03.2014 um 16:23 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Wie viel Vergangenheit tut gut !?

    Mich macht in dem Zusammenhang allerdings stutzig, dass gezeitenfrau sagt, dass nur ihr Bruder von dem weiß, was damals war, alle anderen würden es nicht nachvollziehen können. Bei traumatischen Erlebnissen, Geschichten ist es meiner Erfahrung nach aber doch so, dass der Zuhörende den Schrecken, die Grausamkeiten, das Furchtbare gut nachvollziehen können. Aber am besten ist, wenn sich gezeitenfrau jetzt dazu äußern würde, wenn sie mag.

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    AW: Wie viel Vergangenheit tut gut !?

    Herzlichen Dank an euch alle !

    Die Gedankenanstöße sind sehr wertvoll, man sieht mal aus seiner eigenen ,zementierten
    Perspektive "das Leben der anderen"- und merkt, wie "normal" Vieles ist !

    Nur der Umgang damit ist sehr unterschiedlich.Ich habe meinen, mit fast Ende 40,
    noch immer nicht gefunden.Es ist nicht die Vergangenheit ansich,es ist das "wie kann ich
    damit zurecht kommen!?" -was mich immer wieder belastet.
    Mein "Schicksal" ist nichts besonderes,aber warum schaffe ich nicht a) das, was gut war
    und b)das ,was eben nicht gut war zu trennen?!Eben das a) abhaken und b) als schöne,
    bereichernde, herzerwärmende Bestärkung des jetzigen Lebens zu begreifen ?!
    Andere schaffen das doch auch....
    Ein Versuch das Arbeitszimmer meines Mannes(alles noch so wie es vor 10 Jahren war)endgültig
    weg zu räumen- um Platz für anderes zu schaffen ist, mal wieder- kläglich gescheitert.
    Und das hat mich extrem runter gezogen.

    Mein 5jähriger fragte meinen LG :"weint sie wegen ihrem ersten Mann!?"
    Mein LG: "Lass' es doch endlich, wem nutzt es wenn das Zimmer leer ist- kein Mensch
    braucht das !!!"
    So kann man doch kein zukunftsorientiertes, "positives" Leben aufbauen !
    Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
    kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
    wir waren

    Aharon Appelfeld

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    AW: Wie viel Vergangenheit tut gut !?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich kann aus dem, was gezeitenfrau geschrieben hat, nicht entnehmen, dass sie durch ihre Eltern Traumatisierungen erfahren hat. Darum meine Frage, ob es notwendig war den Kontakt völlig abzubrechen. Es könnte ja sein, dass eine Auseinandersetzng sie in diesem Konflikt weiter bringt, möglicherweise zusammen mit einem Therapeuten.
    Smirna, ich habe lange versucht den Kontakt auf das Nötigste zu beschränken,
    um das,was ich meinen Eltern als Tochter schuldig zu sein glaubte, zu erledigen.
    Aber es ging nicht mehr,definitiv.Sonst hätte ich meine Tätigkeit in der Pflege nicht mehr ausüben
    können,ich war im Mai l.J. drauf und dran meinen Vater zu ohrfeigen- nach dem mal wieder die Situation
    ausuferte.Meine Eltern sind übrigens für ihr Alter relativ fit und keineswegs dement.
    Dieses Gefühl "Jetzt zahle ich es dir heim...", geht nicht-ist nicht entschuldbar.Ich habe gerade
    noch die Reißleine gezogen......
    Mein Bruder und meine Schwägerin gehen souverän mit der Situation um, wohnen allerdings
    weiter weg.Mein Bruder hat sich schon lange eine ironisch-distanzierte Sichtweise im Umgang
    mit unseren Eltern angewöhnt,ich kann das leider nicht.ER hat zudem genau so leiden müssen
    und kommt heute damit klar.
    Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
    kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
    wir waren

    Aharon Appelfeld

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    AW: Wie viel Vergangenheit tut gut !?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo Gezeitenfrau,

    vor über 13 Jahren ist mein Kind gestorben. Bestimmt 9 Jahre lang ging es mir jeweils in dem Zeitraum zwischen Geburtstag und Todestag besonders traurig-schlecht-anstrengend.
    Erlaube Dir Deine Trauer, auch wenn schon Jahre vergangen sind und Du in einer neuen Partnerschaft lebst.

    Das Wegklopfen von Ängsten, Traumata hat bei mir funktioniert. Ich wusste garnicht das es sowas gibt und kam mir auch dabei ziemlich doof vor.
    Mein Leidensdruck war aber groß und da hab ich es mitgemacht, angeleitet durch eine Heilpraktikerin.

    Ich habe meinen Weg darin gefunden, dass ich erkannt habe, dass alles einen Sinn hat. Aber ich muss nicht erkennen welchen. Das bedeutet, dass ich nicht alle früheren Erlebnisse aufdröseln muss. Ich erkenne an, dass es so war, dass das eben das Leben ist.

    Seit dem ich das erkannt habe, ist mir irgendwie "leichter".
    Liebe Pumpernickel,danke für deine Erfahrungen die du hier mitteilst.
    Ein Kind zu verlieren,ich habe 2 erwachsene und einen knapp 6jährigen (im Mai), ist das Allerschrecklichste was einem widerfahren kann.Ich bete jeden Tag das mir (und anderen) das erspart bleibt.
    Ich habe auch schon überlegt, die Therapie von R.Franke zu versuchen-bin dabei ein skeptischer Mensch und habe bei solchen Methoden leider meine Bedenken und bestimmt auch Vorurteile.

    Eine Kollegin hat damit sehr gute Erfahrungen gemacht (sie hat extrem geraucht),ich werde dahingehend weitere Infos einholen.Danke.
    Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
    kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
    wir waren

    Aharon Appelfeld

  7. gesperrt

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    AW: Wie viel Vergangenheit tut gut !?

    Bei traumatischen Erlebnissen, Geschichten ist es meiner Erfahrung nach aber doch so, dass der Zuhörende den Schrecken, die Grausamkeiten, das Furchtbare gut nachvollziehen können.
    Aber nicht, wenn sie zur eigenen Familie oder engeren Umfeld gehören. Die wollen oft nicht sehen/glauben was geschieht/geschehen ist.

    Und die Täter selber halten ihre eigenen Verbrechen sowieso für normal.

    Grüße
    Luftpost

  8. gesperrt

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    AW: Wie viel Vergangenheit tut gut !?

    Ich habe auch schon überlegt, die Therapie von R.Franke zu versuchen-bin dabei ein skeptischer Mensch und habe bei solchen Methoden leider meine Bedenken und bestimmt auch Vorurteile.
    Ich vermute das diese Klopftechnik eine gute zusätzliche Unterstützung sein kann.
    Aber Traumatische Erlebnisse wirst Du damit nicht wegklopfen können und auch nicht die Erinnerung daran.

    Wenn du wirklich die Vergangenheit los lassen willst, kommst Du um eine Psychotherapeutische Bearbeitung nicht herum.

    Grüße
    Luftpost

  9. Inaktiver User

    AW: Wie viel Vergangenheit tut gut !?

    Zitat Zitat von gezeitenfrau Beitrag anzeigen
    Mein "Schicksal" ist nichts besonderes,aber warum schaffe ich nicht a) das, was gut war
    und b)das ,was eben nicht gut war zu trennen?!Eben das a) abhaken und b) als schöne,
    bereichernde, herzerwärmende Bestärkung des jetzigen Lebens zu begreifen ?!
    ich hoffe, ich schreibe jetzt nichts falsches, aber ich finde dein leben keineswegs normal und weiß nicht, was es "abzuhaken" gibt, wenn einem mit ende 30 und zwei kindern der mann wegstirbt??

    und ich frage mich beim lesen, wann du dir eigentlich zeit zum verarbeiten genommen hast? du hattest ja relativ schnell eine neue beziehung, oder hab ich da was falsch verstanden? kann es sein, dass du jetzt überhaupt erst richtig damit anfängst?

    was die eltern und die kindheit betrifft, da kenne ich viele leute, die das in der lebensmitte nochmal so richtig einholt. auch, weil die eltern dann älter sind und eigentlich jetzt mehr zuwendung bräuchten und man da nochmal stärker konfrontiert ist.
    ich weiß nicht, ob sich das therapieren lässt, oder eben einfach so ist und zum leben dazu gehört?

    p.s. hat dein sohn wirklich gefragt, ob du wegen deinem "ersten mann" weinst? kennt er nicht den namen, oder hast du das hier bloß anonymisiert?

  10. Moderation

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    AW: Wie viel Vergangenheit tut gut !?

    Zitat Zitat von Luftpost Beitrag anzeigen
    Ich vermute das diese Klopftechnik eine gute zusätzliche Unterstützung sein kann.
    Aber Traumatische Erlebnisse wirst Du damit nicht wegklopfen können und auch nicht die Erinnerung daran.

    Wenn du wirklich die Vergangenheit los lassen willst, kommst Du um eine Psychotherapeutische Bearbeitung nicht herum.

    Grüße
    Luftpost
    Ich denke auch, dass MET ein Unterstützung sein kann und würde auf jeden Fall damit anfangen. Es ist schon allein ein gutes Gefühl etwas zu tun, aktiv zu sein.

    Aber wie Luftpost schon schrieb, professionelle Unterstützung würde ich auch suchen an Deiner Stelle. Hast Du das noch nie in Anspruch genommen?

    Zu Deine Eröffnungspost:
    und dachte dann allen Ernstes daran einen Hypnose-
    therapeuten aufzusuchen, um die Situation noch mal zu "erleben und abzuarbeiten".
    Keine Ahnung ob sowas überhaupt funktionieren kann.
    Ich weiß auch nicht, ob das so funktioniert und glaube eher nicht, dass man noch mal erlebt und abarbeitet. Bin allerdings erst ganz am Anfang mich einzulesen.

    Ich empfehle Dir allerdings eine Sendung aus dem SWR-Fernsehen, aus der Reihe "betrifft". Dort kam Anfang Februar ein Bericht "Heilen mit Hypnose". Schau ihn Dir mal an, läuft noch in der Mediathek.

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