Ich habe -auch aufgrund einiger Stränge die ich hier gelesen habe- ein paar Fragen rund ums Thema Weinen.
In zahlreichen Strängen wird (oft nur als Nebenschauplatz) thematisiert, dass Weinen während eines Streits kindisch, hysterisch, unreif oder gar "erpresserisch", "Waffe der Frau" usw. dargestellt wird...
Empfindet ihr das tatsächlich so?
Ich kann während eine argen Streites schon auch in Tränen ausbrechen.. Niemals aber mit einem bestimmten Hintergedanken... Es kommt einfach... aus Wut, Traurigkeit über die Situation usw. Gewiss nicht um jemanden damit emotional zu erpressen... Aber ich kann es nicht verhindern.
Kann man das überhaupt verhindern? Unterdrücken? Gibt es Strategien / Tipps dafür?
Und wendet ihr, die das kindisch und unfair finden, solche Strategien bewusst an? Oder ist euch einfach in so einer Situation nicht zum Heulen?
Ist es für euch vl. einfach nur nicht nachvollziehbar, dass einem da zu Heulen zumute sein kann...OHNE Hintergedanken?
Würde gerne mal eure Gedanken dazu hören.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 250
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28.02.2014, 13:23
Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
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28.02.2014, 13:26
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
schwierig. Ich bin auch sehr emotional, aber im Streit noch nie in Tränen ausgebrochen.
Was ich hier aber schon öfter gelesen habe, dass dann die Frau erwartet, der Partner müsse einlenken und sie gar trösten. Und ja, dann gehört es für mich definitiv zur emotionalen Erpressung und ist ein No Go
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28.02.2014, 13:29
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
Hm da bin ich nun absolut bei dir, das zu erwarten ist echt ein No Go...
Ich will in so einem Moment am Besten gar keine Reaktion... Ich kann es nur einfach nicht verhindern, KÖNNTE es liebend gern...
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28.02.2014, 13:32Inaktiver User
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28.02.2014, 13:33
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
Eine Frau, die weint, macht mich als Mann hilflos. Zumindest denke ich dann darüber nach, welche meiner Äußerungen sie so getroffen hat.
Es ist bisher in meinem Leben nicht all zu häufig aufgetreten. Nur in einem bin ich mir inzwischen sicher, wenn Frau Weinen inszeniert.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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28.02.2014, 13:34Inaktiver User
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
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28.02.2014, 16:28Inaktiver User
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
Ja, es kommt manchmal vor, dass ich bei Auseinandersetzungen - ungewollt und leider nicht wirklich verhinderbar - anfange zu weinen.
Mir laufen dann halt einfach die Tränen runter, ob ich will oder nicht... Ich heule nicht (mit der Stimme), ich stöhne nicht, ich schniefe nicht, ich schnappe nicht nach Luft, ich muss mir halt nur ständig die Nase putzen und die Tränen kullern
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Bei unseren ersten Auseinandersetzungen war mein Mann sehr verwirrt, weil ich so gar nicht das jammervolle, hysterische, weinerliche Frauchen bin. Ich konnte ihm dann aber klar machen, dass ich nicht absichtlich heule, ich es im Gegenteil viel lieber nicht täte, und dass er es in der Diskussion einfach übersehen und sich nicht beeinflussen lassen möge.
Mittlerweile habe ich auch selber verstanden, dass ich zumeist dann anfange zu weinen, wenn ich das Gefühl habe, mich meinem Gegenüber nicht verständlich machen zu können und komplett mißverstanden zu werden. Allerdings ist das seeeehr oft Einbildung, oft auch Projektion, und nicht wirklich der Realität entsprechend... wie ich dann einige Sätze später kapiere...
Also, wir kommen damit klar
Übrigens passiert mir das nur in Auseinandersetzungen mit meinem lieben Mann. Sonst bei keinem anderen; da streite ich mich, wenn mir das Thema wichtig genug ist, ausgesprochen gerne und trockenen Auges.
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28.02.2014, 16:33Inaktiver User
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
es kann als waffe eingesetzt werden, es gibt männer die reagieren beschützend bis hochgradig allergisch dagegen.
was mir geholfen hat, eben weil ich es nicht als druckmittel einsetzen wollte und will und doch nah am wasser gebaut habe, vor wut, verzweiflung bis rührung heulen kann- ich breche die diskussion an dem punkt ab und wir einigen uns darauf später nochmal darüber in ruhe zu reden wenn es mir wieder besser geht.
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28.02.2014, 16:36
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
Das empfindet mein Vater auch so. Ich war (in der Pubertät) immer völlig schockiert, wenn er im Streit auf einen Tränenausbruch meinerseits erst recht losgebrüllt hat - ich konnte mir einfach diese "grausame" Reaktion nicht erklären.
Zu Beginn meiner ersten Beziehung hab ich dann einmal (wie immer ohne Hintergedanken) im Streit drauflos geheult und mein Freund gleich "Hör auf, mich zu erpressen mit deinem Geheule! Das ist Manipulation pur!"
Ich nur
"Wie bitte?"
Mir war dieser Gedanke noch nie gekommen. Seither streite ich bewusster sozusagen, soll heißen, ich unterdrücke meine Gefühle nicht mit Gewalt, aber ich habe auch im Hinterkopf, wie mein Gegenüber meine Tränen (eventuell) empfindet.
Und wie immer: Drüber Reden hilft!
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28.02.2014, 17:03
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
Das Weinen ist für mich eine ganz normale Gefühlsregung, warum sollte es unterdrückt werden müssen? Ich finde, man kann und muss und sollte sich nicht immer absolut in der Gewalt haben. Ist einem zum Weinen zumute dann ist es eben so. Wenn man fröhlich und glücklich ist kann man auch sehr schlecht ganz furchtbar ernst schauen, man strahlt und grinst dann eben in die Welt. Ist doch toll!
Für andere ist es oft nicht so leicht mit den Tränen des Gegenübers fertigzuwerden, ich weiß. Man kann ja kurz darüber sprechen, warum man nun einfach mal weinen muss. Gerade ein Partner sollte Verständnis dafür habe, meine ich.
Allerdings lehne ich auch ein gezielt eingesetztes, manipulierendes Weinen total ab. Aber das sollte das Gegenüber auch einschätzen können.


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