Aha, so empfindest Du das.
Nein, Trauer und Wut sind keine negativen Gefühle. Es sind Gefühle. Die Wertung nimmst Du vor, ich widerspreche mir nicht.
Ich verstehe überhaupt nicht, was Du meinst. Hast Du ein konkretes Beispiel?
Zu den Schuldgefühlen: Das sind Deine Gefühle, die kann Dir niemand "machen".
Deshalb empfehle ich sie Dir.
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02.03.2014, 12:38Inaktiver User
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
Geändert von Inaktiver User (02.03.2014 um 12:51 Uhr)
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02.03.2014, 12:57
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02.03.2014, 13:16
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
Danke für das lange Post, ich seh das ähnlich wie Magenta, deine Reaktion auf Weinen kann getrennt werden von dem Weinen.
Macht das Leben einfacher.
Ja, wenn mir jemand dermaßen misstraut, dass er meint meine Absichten seien schlecht, würde das definitiv zum Abbruch der Partnerschaft führen. Man kann sein Leben auch sehr gut genießen ohne sich Absichten unterschieben zu lassen. Das ist zumindest meine Meinung, denn das Misstrauen des anderen hat man nicht unter Kontrolle und kann es nicht beeinflussen und es ist…das gefühl des anderen. Man kann nur verstehen, aber selbst dann kann das nicht heißen, dass man die unterstellten Absichten hatte oder in Zukunft auf ein sehr wertvolles Ventil verzichtet und sich verbiegt.
z.B.: seinem Partner Verhalten vorschreiben zu wollen (aufhören zu weinen, weil man selbst seine eigene Reaktionen darauf nicht aushält) geht für mich weit über das Ziel einer Partnerschaft hinaus. Vielleicht liegt das allerdings auch an der Erfahrung, ob und wie mit Emotionen umgegangen wurde, solange man bei sich bleibt klappt es meistens. Dazu würde auch gehören zu merken, dass das z.b. das Mitleidsgefühl auch nichts anderes ist als eine Reaktion, die man selbst nicht unter Kontrolle hat und die man sich selbst anschauen muss, ohne dem anderen dafür die Haftung zu übergeben.
Meiner Meinung nach lebt es sich so wesentlich entspannter.
Aber ich gehöre auch zu den Weinenden, die partout bitte gar nicht getröstet werden wollen und Mitleid per se finde ich ganz schlimm (aber ich arbeite dran)
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02.03.2014, 15:15
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
aber eben da liegt ja die frage des stranges, wie geht man damit um damit man zum einen bei sich selbst bleibt, zum anderen aber auch den anderen nicht außen vor lässt und ja ich möchte dem anderen auch "gerecht werden" (auch wenn das hier vielleicht mißverständlich klingt), aber in einer beziehung kann ich mich nicht völlig getrennt vom anderen betrachten, wo bleibt dann der bezug?
da hast du ganz sicher recht
und rein auf der sacheebene ist das auch genau so einfach, ich find es aber auf der emotionalen ebene dann nicht mehr so einfach, verstehst du was ich meine?
das ist jetzt die sicht des gegenpartes bzw. passt es wenn weinen wirklich eine rein emotionale reaktion ohne "hintergedanken" ist. dann ist das schlüssig und richtig.
betrachte es aber mal von der anderen seite: wenn jemand, mit dem du etwas klären willst od. musst, ständig mit weinen reagiert u. sich dem damit entzieht. würdest du da nicht irgendwo zwischen wut u. hilflosigkeit herumschwirren? die emotionale ebene "killt" dabei die sacheebene u. löst, weil die sachebene auf der strecke bleibt, eben noch mehr emotionale probleme aus. ein teufelskreis irgendwo.
und sei mir bitte nicht böse, aber ich weiß selbst dass es z.B. hier viel einfacher ist dinge rational zu beleuchten als dann im echten leben diese umzusetzen
das was du hier schreibst sehe ich rein rational als richtig, allein es lässt die emotionale ebene außen vor u. die kommt numal dazu wenn man mit nahestehenden menschen interagiert, da ist eben mehr als rein rationaler bezug gegeben u. genau damit ist man dann konfrontiert.
vielleicht etwaser einfach gesprochen, ich würde mich vor mir selbst fürchten wenn das weinen eines mir nahestehenden menschen mir nicht nahe gehen würde bzw. ich sagen würde "das ist jetzt erstmal bei ihm allein u. hat mit mir noch nichts zu tun".
warum arbeitest du dran bzw. woran, was möchtest du daran ändern? ich würde es außreichend finden wenn du das authentisch sagen kannst. dein gegenüber kann dann immer noch mitleid empfinden, aber bei sich bleiben (u. dich nicht trösten)
Männer haben für jede Lösung ein Problem!
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02.03.2014, 15:38Inaktiver User
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
Vielleicht reagiert diese ominöse andere deshalb mit Rückzug, weil es für sie schlichtweg nichts mehr zu klären gibt? Weil sie schon hundert mal versucht hat sich zu erklären, aber das Gefühl hat gegen eine Wand zu sprechen? Dann würde ich vermutlich auch vor Verzweiflung irgendwann in Tränen ausbrechen.
Deshalb erkläre ich Dir jetzt auch nicht zum zigsten Male, dass ich Wut und Trauer nicht als negative Gefühle werte, weil es keine guten und schlechten Gefühle gibt. Du wirst mich eh noch 50 x fragen
Hörst Du wirklich zu?
Farmelli hat sich doch auch gerade sehr deutlich erklärt. Du akzeptierst aber auch ihre Erklärung nicht.
Was willst Du denn hören?
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02.03.2014, 16:17
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
edit: nicht zielführend, daher gelöscht...
Geändert von punto30 (02.03.2014 um 16:22 Uhr)
Männer haben für jede Lösung ein Problem!
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02.03.2014, 16:38
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
Bezug ist ja was anderes als Aktion/Reaktion…
Vielleicht liegt das Missverständnis darin, dass du Bezug als "Mitleid" siehst und ich das wiederum ganz schlimm finde
Mitleid ist deine Wahl der Reaktion in Bezug auf die Tränen. Ich denk mir da "oh Grenze". Was genau diese Grenze ist, weiß man ja erstmal nicht, ob Wut, Trauer, Aggression oder anderes…das kommt erst später. Wenn es z.B. Tränen aus Wut sind, warum sollte man da Mitleid haben? Was bringt Mitleid in Bezug auf Trauer?
edit: ich unterscheide zwischen Mitleid, Trösten und Emphatie
einfach ist das sicherlich nicht…da hast du ganz sicher recht
und rein auf der sacheebene ist das auch genau so einfach, ich find es aber auf der emotionalen ebene dann nicht mehr so einfach, verstehst du was ich meine?
Die Leute reagieren anders, wie oben beschrieben Mitleid ist deine Wahl. Meine Wahl wäre "Stopp". Das liegt allerdings daran, dass ich, wenn ich weine kein Mitleid will…und vielleicht auch automatisch den Bezug "Weinen = Reaktion Mitleid" nicht herstelle. Das ist deine Reaktion und nicht unbedingt die von anderen.
Wäre für mich ein Anzeichen für manipulaiton und ich würde garantiert auf Abstand gehen. Ich vertrau da meinem Menschenverstand.betrachte es aber mal von der anderen seite: wenn jemand, mit dem du etwas klären willst od. musst, ständig mit weinen reagiert u. sich dem damit entzieht. würdest du da nicht irgendwo zwischen wut u. hilflosigkeit herumschwirren? die emotionale ebene "killt" dabei die sacheebene u. löst, weil die sachebene auf der strecke bleibt, eben noch mehr emotionale probleme aus. ein teufelskreis irgendwo.
Die Reaktion steht einem ja frei. Man muss ja mit niemandem klar kommen oder zusammen sein.
Ich denke mal wir beide bewerten mitleid anders.vielleicht etwaser einfach gesprochen, ich würde mich vor mir selbst fürchten wenn das weinen eines mir nahestehenden menschen mir nicht nahe gehen würde bzw. ich sagen würde "das ist jetzt erstmal bei ihm allein u. hat mit mir noch nichts zu tun".
Mitleid empfinde ich als extrem abwertend und manipulativ….weil es - für mich - sehr projizierend ist. Noch dazu kenne ich Mitleid in sehr zynischen Tönen. Jeder assoziiert da was anderes. Davon muss man eben ausgehen, dass das was du auf Weinen pojizierst nicht das ist, was derjenige auch meint. Ebenso wie ich mich manchmal am Zopf packen muss um nicht aggro zu werden wenn mir jemand so "beileidig" kommt.
Ich empfinde Mitleid das als patronisierend, elterlich, den anderen klein machend. Andere können das genießen, ich bekommen Fluchtgedanken, kann manchmal hinderlich sein. Ich stell mir ungern selbst ein Bein.warum arbeitest du dran bzw. woran, was möchtest du daran ändern? ich würde es außreichend finden wenn du das authentisch sagen kannst. dein gegenüber kann dann immer noch mitleid empfinden, aber bei sich bleiben (u. dich nicht trösten)
Geändert von _Farmelli (02.03.2014 um 16:45 Uhr)
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02.03.2014, 17:02
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
jetzt wo ich nochmal drüber nachgedacht habe, war die wortwahl falsch bzw. die reihenfolge. wenn jemand weint empfinde ich erstmal mitgefühl. in einem streit kann das mit wut od. trauer gemischt sein, aber bei menschen die mir wichtig sind stelle ich wut od. trauer in dem moment eher zurück um den anderen nicht noch mehr in die ecke zu drängen.
das mag in manchen situation aber durchaus falsch od. wenig zielführend sein.
mitleid wäre es dann eher wenn es um umstände geht, beim beispiel streit wenn der andere unter tränen dann einen schlimmen grund nennt warum in das thema grade so mitnimmt.
unser verständnis differiert das aber wohl schon, ich will keinen damit klein machen od. elterlich behandeln, zumindest hab ich das nicht im sinn. das heißt nicht dass ein anderer das so empfinden könnte.
wobei dies dann auch wiederrum seine empfindung ist u. er mir das damit unterstellt. vielleicht solltest du auch mal versuchen darin nicht unumstößlich den versuch zu sehen dich klein zu machen, vielleicht möchten manche menschen dir auch einfach helfen. "geteiltes leid ist halbes leid" heißt es immer so schön, so empfinde ich das auch, nicht mich über den anderen zu stellen sondern mich neben ihn zu setzen, auf gleiche höhe u. ihm die hand zu reichen
Männer haben für jede Lösung ein Problem!
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02.03.2014, 17:15
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
Genau das meinte ich

Obwohl man bei "hilfe" immer vosichtig sein muss. Ich gehe immer davon aus, dass Erwachsene sehr gut direkt nach Hilfe fragen können, wenn sie welche wünschen. Ansonsten bemuttert oder patronisiert man das Gegenüber nämlich tatsächlich und macht alles kompliziert.
Manchmal gibts auch solche unwirklichen "Rettungen ohne Untergang". Bei Tränen aus Wut z.B. was soll da geholfen werden? Kann es sein, dass du Tränen mit Hilflosigkeit gleichsetzt?
Jemandem ungefragt zu helfen und dann im gegenzug am besten noch Dankbarkeit erwarten kann bös enden…wenn man nicht weiß, ob Hilfe erwünscht ist. Zuerst Fragen ist da ganz hilfreich.
…mhmm…geteiltes Leid empfinde ich nicht als halbes Leid. Sorry
Wenn ich jemandem von meinen Problemen erzähle möchte ich nicht, dass derjenige da Last übernimmt. Sondern brauch einfach nur ein Ohr und/oder strukturgebende Impulse oder so….
Mitgefühl versteh ich besser, ist tatsächlich was anderes….
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02.03.2014, 17:19Inaktiver User
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
Das finde ich auch. Wenn ich mich mit meinem Expartner gestritten habe und dabei heulen musste (und nur bei ihm, aber niemals im Job. Wahrscheinlich geht mir das dann nicht so nahe.), war es, weil er mich nervlich total fertig gemacht hat mit seinem Gerede. Dabei war Heulen das letzte, was ich wirklich wollte.
Manche User unterstellen schnell gleich Manipulation (so weit hätte ich gar nicht gedacht). Wenn ich mir aber überlege, wenn ich theoretisch hätte manipulieren wollen - das bringt ja gar nichts. Außer dass man vielleicht noch angebrüllt wird oder irgendeine andere Reaktion kommt. Aber keine bessere.
Ich habs allerdings bei Kolleginnen gesehen (ich habe aber keine Ahnung, ob dies Manipulationszwecken diente) - die wurden/werden gleich wie ein rohes Ei behandelt, wenn sie mal heulen-von weilblichen Kollegen. In diesen Momenten denke ich mir: Hallo? Ich habe auch Stress, aber ich habe mich im Griff und trage es nicht so nach außen, aber die Streicheleinheiten hätte ich jetzt auch ganz gerne....
Beim Partner-Streit ist das aber eine ganz andere Geschichte, meine ich.



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