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02.03.2014, 09:09Inaktiver User
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
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02.03.2014, 10:28
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
ich denke nicht dass ich hier etwas "vergeneralisiert" habe. ich hab nur gesagt dass es dieses verhalten gibt und wie quirin es ebenfalls gesagt hat, kann das sehr oft unbewußt ablaufen.
die meisten verbinden mit weinen den ausdruck von gefühlen und in einer diskussion od. einem streit sind es oft negative gefühlen, die sich auf diese weise ein ventil verschaffen. soweit ziemlich normal u. nachvollziehbar. nun können aber wohl die wenigesten darüber hinweggehen, tränen wecken mitleid, verständnis od. sogar schuldgefühle beim gegenüber, außer man wäre aus stein bzw. das verhältnis bereits kaputt. also reagiert man darauf indem man deeskaliert, den anderen nicht weiter in die ecke drängt. beim streit heißt das eben sehr oft dass er damit (temporär) beendet ist, der grund od. das thema dass dem streit zu grunde lage aber noch offen ist.
wird das gespräch, wie in den beispielen mancher frauen hier, nur auf einen anderen zeitpunkt verlegt, dann ist das kein problem. der zeitpunkt war dann eben grade unpassend od. einer der partner grade emotional nicht dazu in der lage, menschlich u. völlig ok.
heißt weinen aber "ich will/werde über das thema nicht (mehr) reden" dann bekommt es eine andere bedeutung, vermeidung u. damit durchaus einen bewussten charakter der mit reiner emotionalität nichts mehr zu tun hat. vereinfacht ausgedrückt weint sie nicht weil sie das thema grade so bewegt, sondern weil sie erkannt hat dass sie dem thema damit ausweichen kann.
erpresserisch (weil es im strangtitel steht) würde ich es eher dann sehen wenn das weinen an eigene forderungen des weinenden geknüpft ist, er also weint wenn er etwas möchte aber nicht bekommt. kinder machen das ja z.B. auch, wobei die aus meiner sicht den wunsch ansich sehen u. nicht den prozess der dahinter steht (wohl aber erkennen dass es zum ziel führt). erwachsene können da aber weiter denken und auch reflektieren was sie tun bzw. was es auslöst.
vielleicht haben sie es aber auch einfach aus der kindheit mitgenommen, wissen heute um die manipulative wirkung, wissen aber auch dass sie damit ans ziel kommen.
man kann es erkennen, da hast du schon recht, aber was tut man mit dieser erkenntnis? was tut man damit in der partnerschaft? distanziert man sich wirklich (als erstes) od. versucht man den partner damit zu konfrontieren um herauszufinden ob er es unbewußt man od. doch sehr bewußt?
ich denke das mit dem distanzieren ist für die meisten keine option in einer partnerschaft. bei weniger nahestehenden menschen ist das sicher besser lebbbar
siehe oben, dieses schwarz od. weiß ist in realität nicht lebbar.
ich glaub dir nicht dass du in jeder situation das "richtige" tust od. tun kannst bzw. dass es nur schwarz od. weiß gibt, ohne graustufen od. farben
Männer haben für jede Lösung ein Problem!
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02.03.2014, 10:46Inaktiver User
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
Es gibt für mich keine positiven und negativen Gefühle, sondern nur Gefühle und jedes hat seine Berechtigung.
Meinst Du unerwünschte Gefühle? Dann stellt sich die Frage, für wen diese Gefühle unerwünscht sind.
Wenn jemand weint, ist er in der Regel traurig oder wütend (wobei sich Trauer in der Regel hinter Wut versteckt). Warum hast Du ein Problem damit, wenn jemand Dir dieses Gefühle zeigt? Warum muss über die Motivation diskutiert werden? Was ist daran so schwer erträglich?
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02.03.2014, 11:03Inaktiver User
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
Auch hier: Warum ist es erpresserisch, wenn jemand weint, weil ihm ein Bedürfnis nicht erfüllt wird? Das ist doch Deine Wertung, Du beziehst die Gefühle eines anderen in dem Moment auf Dich und weil Du nicht damit umgehen kannst, darf er sie nicht haben? Hier wird deins und meins vermischt, jeder sollte die Verantwortung für seine Gefühle übernehmen.
Kinder empfinden die Verweigerung der Erwachsenen als narzisstische Kränkung. Die damit verbundenen Gefühle sind Ohnmacht und Trauer. Wer Kindern emotionale Erpressung unterstellt (alles schon gehört) hat ja wohl ein dickes Problem.
Nochmal: Wer mit was bei Dir ans Ziel kommt, liegt doch in Deiner Verantwortung. Du kannst Dich jederzeit verweigern. Deine Schuldgefühle sind Deine Gefühle. Es ist nicht die Aufgabe von anderen Leuten, sich einen Kopf darüber zu machen, was sie durch Gefühlsäußerungen bei Dir auslösen könnten.
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02.03.2014, 12:09
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02.03.2014, 12:15Inaktiver User
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02.03.2014, 12:15
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
Magenta, ich finde Deine Meinung massiv egozentrisch, denn Du ignorierst, dass das eigene Verhalten Auswirkungen auf den anderen Menschen hat. Klar kann man sich hinstellen und sagen: »Das ist mir jetzt doch schei$egal, wieso die dumme Huppe jetzt heult!« Aber genau von solchen Egomanen würde ich dann Abstand nehmen.
Und natürlich kann das bei einem Kind emotionale Erpressung sein. Kinder testen aus, wie weit sie kommen, und mit Tränen kommen sie weit, richtig weit, das haben sie ganz schnell raus. Das muss man ihnen aberziehen, denn so funktioniert die Welt später eben einfach nicht. Dass man das entsprechend fürsorglich macht, ist dabei selbstverständlich
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02.03.2014, 12:18
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
Das war öfters aus Beiträgen hier herauszulesen: »Wenn der andere meine Emotionen nicht bedingungslos akzeptiert, dann ist er ein schlechter Mensch.«
Schwarz weiß, alles richtig oder alles falsch. Kein Mensch ist perfekt, jeder macht Fehler, wobei ich diesen Begriff dabei so nicht mag, denn das muss man nicht unbedingt werten.
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02.03.2014, 12:20
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
und trauer bzw. wut ist kein negatives gefühl? du widersprichst dir.
ich habe nur beschrieben, nicht gewertet.
nein, ich hab nur ein problem damit wenn diese "gefühle" als grund fungieren themen nicht besprechen zu können/dürfen, denn damit wird das gefühl nicht mehr als gefühl stehen gelassen sondern als mittel verwendet.
"das macht mich traurig, deswegen darf es nicht mehr thematisiert werden"
das den anderen dann dieser umstand im gegenzug traurig macht ist dabei egal od. wie? rein dass der erste traurig ist, verbietet dem anderen dieses thema für sich weiter als klärungsbedürftig zu betrachten? hört sich für mich auch nach machtgefälle an, nur dass diese macht nicht durch aggression sondern durch schuldgefühle hergestellt wird.
wenn mein gegenüber von mir verlangt etwas zu tun weil es ihm/ihr sonst nicht gut geht dann sind diese gefühle doch sehrwohl auf mich bezogen. was du sagts wäre, dass er sich diesen wunsch anderswo erfüllen muß u. die gefühle damit erstmal nur für ihn stehen. in der partnerschaft werden die wünsche aber gern auf den partner projeziert u. die erfüllung dann ebefalls auf ihn.
ganz ehrlich? kinder können mit dem wort narzisstisch garnix anfangen. sie haben einfache ehrliche gefühle u. drücken diese aus. sie sind aber sehrwohl in der lage zu erkennen dass ein gewisses verhalten zu einem ergebnis führt. würdest du einem kind das weint jedes mal den wunsch der dahinter steht erfüllen, würdest du ihm damit lernen "weinen = seinen willen durchsetzen können", ganz einfach. der wunsch ansich ist ja erstmal legitim, aber dass nichg jeder wunsch zu jeder zeit erfüllt werden kann eine erkenntnis die einen lernprozess erfordert.
und projeziere nicht "alles was du schon gehört hast" hier auf mich, damit hab ich nichts zu tun
diese art der "erpressung" ist nicht böswillig sondern ein erlerntes schema, eben wenn man es kinder erlernen lässt.
zustimmung.
was andere leute zu ihrer aufgabe machen solltest du ihnen überlassen. was du zu deiner aufgabe machst überlasse ich ja auch dir
selbstreflexion ist aber aus meiner sicht eine höchst empfehlenswerte sache, denn mancher erkennt dabei dass nicht alle anderen "geisterfahrer" sind sondern man vielleicht grade selbst in die falsche richtung rudert.
Männer haben für jede Lösung ein Problem!
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02.03.2014, 12:26Inaktiver User
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
So gehe ich mit niemandem um, den ich gern habe. Und ich erwarte auch nicht, dass er nicht weint, weil ich zu schwach bin, das auszuhalten.
Dann tu es doch! Genau das ist mein Reden: Du kannst gehen. Niemand ist verpflichtet, seine Gefühle zu unterdrücken, damit es Dir besser geht.
Fragt sich, wer hier der Egomane ist.



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