Antworten
Ergebnis 241 bis 250 von 250
-
13.03.2014, 23:06Inaktiver User
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
-
13.03.2014, 23:09Inaktiver User
-
14.03.2014, 07:55Inaktiver User
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
"Richtiges" Streiten in einer Beziehung finde ich sehr wichtig. Ich kenne Paare, die brüllen sich an, knallen die Türen, ziehen sich zurück und beschimpfen sich. Und am Ende des Streits oder der Diskussion steht keine Lösung des Problems.
Beschimpfungen und Beleidigungen im Streit gehen gar nicht. Da würde ich mich am Ende dann darüber streiten, dass er mich "dumme Kuh" genannt hat und das Streitthema völlig aus den Augen verlieren.
-
14.03.2014, 12:42
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
Beleidigungen sind ein No-Go, ebenso heftigeres.
-
14.03.2014, 13:00Inaktiver User
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
Es streitet doch jeder anders.
Da lasse ich mir auch ganz bestimmt nicht vorschreiben, was richtig oder falsch ist. Wenn mir jemand sagte, das war kein richtiger Streit, weil Du nicht laut geworden bist - dann ist das für denjenigen halt so. Streit wird doch stärker durch den Inhalt als die Form bestimmt.
Man kann sich auch anschreien und es war kein Streit, sondern einfach nur Feindschaft.
Ansonsten bin ich da nah bei K82.
-
14.03.2014, 13:11
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
Solange man noch weinen kann, ist man eben nicht "verhärtet". Gefühle zeigen, was ist daran schlimm, kindisch, erpresserisch? Es sollte nicht unterdrückt werden. Wenn man Schmerz, ob körperlich oder seelisch, fühlt warum sollte man sich schämen deshalb zu weinen? Denke mal an Babys, sie fragen nicht ob sie schreien dürfen wenn die Windel voll ist, Hunger hat, etwas unangenehm drückt, zu kalt ist oder sich einfach mal erschreckt hat. Warum soll man als Erwachsener sich unbedingt verstellen, verbiegen, verdrehen?
-
14.03.2014, 21:25
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
der vergleich ist genauso richtig wie er nur halb stimmt. babys können sich nunmal nicht anders "verbal" mitteilen, weil sie noch nicht über sprache verfügen. erwachsene haben diese mittel jedoch u. können es daher auch einsetzen.
weinen ist natürlich ein völlig natürliches mittel mit gefühlen umzugehen, keine frage. hier geht es aber nicht darum sondern um die frage ob weinen auch mittel zum zweck sein kann u. das kann es in der tat. ob unbewußt od. doch sehr bewußt (aus der erfahrung heraus dass man damit dinge bekommen od. vermeiden kann), es löst beim gegenüber ebenfalls gefühle aus u. damit unter umständen eine (gewollte) wirkung.Männer haben für jede Lösung ein Problem!
-
15.03.2014, 07:51
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
Ich erinnere noch mal an den Ausgangsbeitrag, worum es in dem Strang geht (von mir gekürzt):
Wenn ich den Strang bislang sehe, dann wird wohl vor allem deutlich, daß sehr unterschiedliche Erfahrungen mit Weinen vorliegen, die auch beeinflussen, wie die jeweilige Person Weinen und die Fragestellung hier einschätzt.
Mehrere User, darunter auch ich, haben geschildert, daß sie in Streits/Uneinigkeiten in der Partnerschaft gelegentlich/häufiger aus verschiedenen Gefühlen héraus zu weinen beginnen.
So hat das Weinen in einem Beziehungsstreit offenbar nicht "die" Funktion und steht nicht als Signal für ein bestimmtes Gefühl oder Bedürfnis, sondern für ein Spektrum an Gefühlen und Bedürfnissen (z.B. wünschen sich manche Abbruch/Vertagen des Konfliktes und Trost, andere streiten weiter und wollen nicht getröstet werden).
Abhängig von dieser individuellen Wein-Situation und den eigenen Vorerfahrungen empfinden dann die "Gegenübers" im Konflikt das Weinen unterschiedlich.
Und abhängig von den eigenen Vorerfahrungen wurde dann hier ein weit gefächertes Meinungsbild übers Weinen im Konflikt aufgebaut. Es läßt sich nun entweder trefflich oder kaum darüber streiten, da es um so viele unterschiedliche Szenarien geht. Daß Weinen auch manipulativ eingesetzt werden kann, ist genau so deutlich geworden wie daß Weinen eine ganz natürliche und entlastende Reaktion sein kann.
Da auch deutlich wird, dass "Streit" oder "Konflikt" als Szenario, je nach Vorerfahrung, sehr unterschiedlich gesehen und bewertet wird, müßte es jeweils viel besser eingegrenzt werden, worauf man sich ggfs. hier bezieht.
Ich hatte z.B., ausgehend von meinen eigenen Vorerfahrungen, unter Streit einen intensiven Konflikt zwischen zwei sich liebenden aber gerade uneinigen und miteinander um Verständnis ringenden Erwachsenen verstanden. Andere User wohl ebenso (zum Beispiel vermutlich Marte Agata). Nur in diesem Rahmen kommt es bei mir zum von mir weiter oben beschriebenen Weinen, in meinem Fall aus Wut (wenn ich dem noch genauer nachgehe, aus einer Hilflosigkeit kurz vor der Wut heraus, die dann mit dem Weinen vorübergeht, so daß ich viel Kraft spüre). Wut bedeutet in diesem Kontext aber nicht, daß ich meinen Partner angreife, auch nicht verbal, sondern daß ich mich abgrenze, während ich weiter um eine gemeinsame Perspektive ringe.
Andere hier haben unter Streit einen eher destruktiven Konflkit verstanden, einige würden sich dem bereits vorher entziehen, verstehen sogar den Begriff "Streit" fast einsbedeutend mit Verletzung oder Übergriff.
Es ist klar, daß Weinen in einem solchen Kontext eine ganz andere Bedeutung und kommunikative Wirkung hat.
Insofern taugt dieser Strang meiner Meinung nach wenig zum "so ist es (immer)!"-Sagen, sondern mehr zum "so ist es bei mir, wie ist es bei dir?"-Interesse und Dazulernen...that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum
-
15.03.2014, 08:33
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
"so ist es immer" gibts in wirklichkeit sowieso nicht, insofern hast du recht.
ich finde es aber erstaunlich dass einige sich weinen als mittel zum zweck nicht vorstellen können od. wollen bzw. auch versuchen es so darzustellen als würde man anderen das recht auf weinen damit lediglich absprechen wollen.
bei mir zumindest ist das nicht der fall, ich spreche mir selbst aber das recht zu mich von solchem "manipulativen weinen" zu distanzieren. der andere kann das dann immer noch tun (solang er will), aber grade im kontext einer beziehung wird er damit nur eines erreichen, das selbige auf dauer zerbricht (weil themen blockiert werden die die bez. betreffen u. damit beide partner).
auch hier scheinen manche der meinung zu sein "das ist unfair". ist es das? nicht weniger unfair als mit weinen themen (bewußt) zu blockieren. immer eine frage der sichtweise u. der seite auf der man steht. würden diejenigen, die das so empfinden, mal auf der anderen seite stehen, dann würden sie wohl schnell erkennen dass es so einfach nicht ist.
das weinen ansich soll aber deswegen keine negative behaftung bekommen, denn es hat ja (wie öfter erwähnt wurde) eine wichtige funktion für uns selbst. solang es dieser dient, u. nicht der außenwirkung, ist es ja nicht negativ.... außer dass mir z.B. trotzdem nicht daran gelegen ist jemand zum weinen zu bringen, auch nicht im streit
Männer haben für jede Lösung ein Problem!
-
16.03.2014, 15:00Inaktiver User
AW: Weinen im Streit... kindisch? erpresserisch? Unterdrückbar?
also, ich hab mir jetzt sehr ausführlich dein Posting durchgelesen.
dann bin ich auf deine Signatur gestossen....
die ist jetzt der Knüller bei diesem Thema....



Zitieren


