Die traditionelle Fastenzeit nähert sich mit Riesenschritten und dieses Jahr möchte ich 7 Wochen ohne Bequemlichkeit verbringen, also "Bequemlichkeit" fasten.
Dabei geht es mir zunächst darum, meinen Hintern wirklich hochzubringen und mich täglich möglichst draußen zu bewegen, aber auch meine täglichen Gymnastikübungen durchzuführen.
Für meine Psyche möchte ich mich gerne darin üben, mich nicht davor zu drücken, Grenzen zu setzen, Nein zu sagen, wenn es mir danach ist, also die bequeme Komfortzone zu verlassen und für mich und meine Interessen einzutreten, vor allem dann, wenn ich das Gefühl habe, dass jemand übergriffig wird.
Letzteres könnte eine echte Herausforderung werden, der ich mich zunächst mal nur die 7 Wochen bis Ostern stellen will. Mal sehen, wie es mir danach geht. Vielleicht will ich gar nicht mehr damit aufhören.
Ich freue mich auf Mitstreiter, ansonsten wird dieser Faden hier mein persönliches Fastentagebuch.
Olga27
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 17
-
26.02.2014, 08:57
7 Wochen ohne BEQUEMLICHKEIT - wer macht mit?
Man muss in das Gelingen verliebt sein und nicht in das Scheitern.
-
01.03.2014, 21:30
AW: 7 Wochen ohne BEQUEMLICHKEIT - wer macht mit?
Hallo olga27,
das hört sich nach einen spannenden Vorhaben an.
So richtig paßt es aber nicht ins Fastenforum, meine ich. Nach dem, was Du schilderst, sehe ich den Strang eher im Unterforum "Persönlichkeit", "Was bringt Ihre Energie zurück?" oder in "Alle Jahre wieder".
Sag doch mal Bescheid, wie Du das siehst.
Grüßle, Lilith
-
02.03.2014, 09:52
AW: 7 Wochen ohne BEQUEMLICHKEIT - wer macht mit?
Liebe Lilith,
vielleicht hast du recht. Seit einigen Jahren mache ich immer an der Fastenaktion der Ev. Kirche in Deutschland mit.
Das diesjährige Thema "Selber denken" finde ich ganz interessant, für mich hat Fasten aber schon mit Selbstverpflichtung und Verzicht auf unangenehme Gewohnheiten für eine bestimmte Zeit zu tun. Da ich nicht nicht denke und eigentlich einen Hang zur Kritik habe, finde ich dieses Thema nicht so dringend für mich.
Nach einer OP MUSS ich mich täglich häufig bewegen - trotz Bequemlichkeit - und nun kam mir der Gedanke, die beiden Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und das Programm "7 Wochen ohne Bequemlichkeit" zu starten.
Es ist bereits gestartet und läuft besser als ich dachte - mal mehrt mal weniger - aber ich habe mich also auf den Weg gemacht und bin gut dabei.
Deshalb finde ich eigentlich, dass du diesen Faden gerne löschen kannst.
Meine Aktivitäten und Erfolge notiere ich bereits in meinem kleinen Bewegunstagebuch.
Vielen Dank.
Herzlich
OlgaMan muss in das Gelingen verliebt sein und nicht in das Scheitern.
-
02.03.2014, 17:26
AW: 7 Wochen ohne BEQUEMLICHKEIT - wer macht mit?
Nein, nicht löschen! :-)
Olga, das ist ein ganz wunderbares Fastenmotto, wie ich finde!
Ich würde gerne mitmachen, bzw. habe mich von dieser tollen Idee anstecken lassen und möchte das unbedingt probieren.
Mein Ziel ist es, pro Tag wenigstens 1x Bequemlichkeit zu fasten, wobei ich nicht nur körperliche Bequemlichkeit anvisiere, sondern auch geistige Bequemlichkeit. Darunter verstehe ich solche "Halb zog man sie, halb sank sie hin"- Situationen, wenn ich z.B. ganz genau spüre, dass ich genug im Internet - und in der Bri - :-) unterwegs war, aber dann den Aus-Knopf nicht finde, also zu bequem zum Abschalten bin. Oder wenn ich zu bequem bin, über eine Sache mal wirklich nachzudenken, - nach dieser Definition könnte sogar das diesjährige Fastenmotto "Selber denken" mit einbezogen werden.
wobei ich mich andererseits auch nicht überfordern und zuviel auf einmal machen möchte/sollte.
-
03.03.2014, 00:39
AW: 7 Wochen ohne BEQUEMLICHKEIT - wer macht mit?
Hallo Olga!
Da ist schon etwas dran.
Ich hatte mir halt Gedanken darum gemacht
, daß Dein Thema weit über das Fasten hinausgeht, welchem dieses Unterforum gewidmet ist. Obwohl auch das körperliche Fasten natürlich schon mit Verzicht und Selbstverpflichtung zu tun hat.
Gelöscht werden Stränge von uns nicht ohne triftigen Grund. Zumal sie neben deren Eröffnerin weiteren Schreiberinnen und Leserinnen von Nutzen sein können.
Eine Mitstreiterin und im Strang Aktive hat sich ja schon gefunden.
Nun kannst Du selber entscheiden, ob Du hier weiterschreibst oder bei Deinem privaten Bewegungstagebuch bleibst.
In jedem Fall wünsche ich Dir eine weiterhin gute Rekonvaleszenz und Euch beiden sowie allen noch Hinzukommenden ein gutes Gelingen der Aktion!
So, und nun krempele ich die Ärmel auf und schiebe Euch in die "Persönlichkeit".
Mit lieben Grüßen,
Lilith
-
04.03.2014, 13:23
AW: 7 Wochen ohne BEQUEMLICHKEIT - wer macht mit?
Liebe Bruenette,
dann fasten wir doch miteinander "die Bequemlichkeit".
Ich fange heute schon an, weil sichs grade so ergibt:
Ich war heute 90 min. lang in der Muckibude und habe sehr konzentriert trainiert und
bemerke eine ganz kleine Verschiebung meiner Sichtweise auf meine sehr, sehr schwierige, weil auch völlig einseitige Beziehung zu meiner Schwester. Das freut mich und ich werde dran bleiben.
OlgaMan muss in das Gelingen verliebt sein und nicht in das Scheitern.
-
06.03.2014, 19:13
AW: 7 Wochen ohne BEQUEMLICHKEIT - wer macht mit?
Hallo liebe Olga,
na, wie gehts Dir an Tag 2 (ab Aschermittwoch gerechnet, obwohl Du ja auch schon vorher angefangen hattest)?
Muckibude klingt gut! Auch das mit der Verschiebung der Sichtweise.
Ich habe ja auch schon am Montag mit dem B-Fasten angefangen, und am Montag und Dienstag ging es gut:
*Treppe genommen statt Fahrstuhl (mehrere Etagen :-)
*zu Fuß unterwegs statt Auto (ging in einem beschränkten Rahmen ganz gut)
*vorgestern zwei "unbequeme" Telefongespräche geführt (haben mich vorher so viel Kraft gekostet, also das "Nicht-Ausweichen" beizubehalten, dass ich abends ganz ko war. Hat sich aber gelohnt, weil ich spürte, wie gut es mental tut (hinterher) dem Problem nicht ausgewichen zu sein, zumal der Verlauf beider Gespräche wider Erwarten wirklich ok war!
So, nun habe ich allerdings gestern und heute nicht gefastet, bzw. die Tage waren so voll mit teilweise unvorhergesehen Dingen, dass mir das Fasten irgendwie entglitten ist.
Morgen soll das wieder anders sein! Also, was lerne ich daraus? Mir heute noch genau überlegen, was ich morgen fasten möchte.
Und ab nächster Woche habe ich hoffentlich ein Rad, so dass ich das Auto noch öfter werde stehen lassen können. Ich freue mich sehr drauf, auf die Bewegung, die Luft, den Wind, die Sonne und Wetter jeder Art.... auch weil ich weiß, dass es mir dann auch mental besser gehen wird, siehe Verschiebung der Sichtweisen :-)
Gruß & Dir frohes (Weiter-)Fasten!
-
07.03.2014, 11:30
AW: 7 Wochen ohne BEQUEMLICHKEIT - wer macht mit?
Hallo,
ich würde mich gerne einklinken, wenn ich darf...
Lustig, ich habe neulich erst über dieses Thema nachgedacht, von einer anderen Ecke her: warum und wann haben wir angefangen, alles Anstrengende aus unserem Alltag zu verbannen?
Mir gehts nicht um den Arbeitsalltag von vor zig Jahren oder dass ich meine Wäsche gerne wieder mit der Hand waschen möchte (*schauder*), sondern: Leute warten lieber 5 min, bis der Fahrstuhl kommt, anstatt in kürzerer Zeit die Treppe zu nehmen.
Hier im Büro wird von vielen für jeden kleinen Karton ein Wägelchen benutzt, obwohl man das meiste auch gut selber tragen kann.
Solche Sachen.
Wir sind vor einigen Monaten in ein neues Büro umgezogen, vom ersten Stock in den Vierten. Seitdem nehme ich immer die Treppe (auch nach der Pause), neulich sogar mal, als ich einen Rucksack voller Bücher auf dem Rücken hatte, die ich mittags in der Bücherhalle abgeben wollte. Die vier Stockwerke waren tierisch anstrengend, aber ich habs geschafft und war oben ebenso tierisch stolz auf mich!
Um so etwas bringt einen die Bequemlichkeit oft. Oder darum, dass man weiß, was man eigentlich schafft, und was nicht. Ich muß häufiger die angesprochenen Kartons durchs Büro transportieren und mache das bei Einzelstücken nur noch mit meiner eigenen Körperkraft.
Ich kann morgens auf dem Weg zur Bahn auf den Bus warten (bequem, aber gefährlich: er kommt oft zu spät) oder mich für eine kleine 10 min-Walking-Einheit entscheiden: hat den Vorteil, dass ich mich auf meine Füße besser verlassen kann als auf den Bus und weiß, dass ich die Bahn noch bekomme.
Und bei diesen meinen kleinen mehr oder weniger anstrengenden Aktionen denke ich manchmal darüber nach, warum "anstrengend" eigentlich als negativ gilt. Zumindest, wenn es um körperliche Anstrengung geht. Wir haben alles körperlich anstrengende soweit aus unserem Alltag radiert, dass wir immer bewegungsloser verharren und aufgehen wie die Hefeteige - und immer nach der nächsten Erleichterung Ausschau halten.
Es tut einfach gut, das zu unterbrechen. Ich habe die Beobachtung gemacht, dass man sich dadurch auch etwas befreit und unabhängiger von den ganzen Erleichterungsapparaten wird. Finde ich. :o)
-
07.03.2014, 12:14
AW: 7 Wochen ohne BEQUEMLICHKEIT - wer macht mit?
Hallo Petrolia,
hey super dass Du mitmachst, dann sind wir schon 3
Ich finde mich in Deinen Überlegungen sehr wieder (Ich sag' nur: "Rolltreppe").
Freu' mich auf den Austausch mit euch (Olga, wo steckst du? :-) auch wenn ich nicht jeden Tag hier werde schreiben können.
Einen schönen Tag 3 wünsche ich euch!
-
07.03.2014, 21:30Inaktiver User
AW: 7 Wochen ohne BEQUEMLICHKEIT - wer macht mit?
Ich bin bei meiner Arbeit immer in Bewegung und ich bevorzuge die körperliche Anstrengung, mache ja auch Sport, um fit zu bleiben.
Allerdings: so manche eurer Beispiele empfinde ich als sehr unvernünftig. Wenn ihr im Büro Sachen hin und her tragen müsst und ihr habt Wägelchen und ähnliches dafür: nutzt die ! Niemandem ist geholfen, wenn ihr ungesunde und einseitige Körperhaltungen einnehmt. Rucksack voller Bücher ein paar Treppen hoch ? Leute, das ist nicht gesund!


Zitieren

