stolz fühle ich mich ganz bestimmt nicht (evtl. fühle ich mich als Ausgleich für Entgangenens eine wenig selbst mit dem Gesparten "belohnt") insbesondere in Gesellschaft träte ich mein Verhältnis zum Geld lieber 'in die Tonne'
auch das maße ich mir nicht an - im Gegenteil, einer 'normaler Umgang' mit Geld zeigt mir, dass ich ein wenig 'neben der Spur' agiere.
die Kleinschreibung bzw. der gewählte Einsatz von Großbuchstaben soll eigentlich nur ein Stilmittel sein - ich kann auch anders (und das ganz ohne großArtige überWindung ;-)
w.
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03.03.2014, 22:36
AW: Was kann man gegen geiz machen?
Das Glück besteht nicht darin, das Du tun kannst, was Du willst, sondern darin, dass Du auch immer willst, was Du tust.
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04.03.2014, 15:43
AW: Was kann man gegen geiz machen?
nachdem ich neulich schon eine Antwort zu schreiben begonnen habe und mir dann der Computer abgestrzt ist und der ganze Text weg war, versuche ich es jetzt nocheinmal :-)
Mit der Brille geht das sowieso nicht so schnell, ich warte noch exakt 3 Wochen, bis mein Augenarzttermin ist, bei dem ich mir eine entsprechende neue Verordnung mitnehmen kann, und bis eine neue fertig ist, vergehen ja auch nochmal 2-3 Wochen. davon abgesehen gefällt mir momentan(?) kein gestell, ich hatte sogar schon welche vom optiker mal zuhause, die ich dann aber doch zurückgebracht habe, weil sie mir nicht gefallen. ich weiß jetzt nicht, was mit kassegestell gemeint ist.
Bei den Hosen: Dazu muss ich sagen, dass ich Figurprobleme habe (Mein bmi liegt bei knapp unter 30, ich habe schon einige kg verloren, aber natürlich sitzen bei der derzeitigen Figur klamotten generell nicht gut). Wir haben hier übrigens einen tollen second hand laden, der auch nicht soo teuer ist und wirklich ein paar schöne Sachen hat, aber dann bin ich doch wieder zu geizig, um die zu kaufen. Mein schrank ist hauptsächlich voll von Sachen, die momentan nicht passen.
mit dem Geld habe ich ehrlich gesagt keine Ahnung / Pläne. Man könnte natürlich für den Fall sparen, dass ich mal kinder hab, die sind ja bekanntlich teuer, aber sonst habe ich keine konkreten Ziele. ich mag einfach nichts ausgeben. Zukunftsängste hab ich eigentlich nicht, ich habe noch nicht ans alt werden gedacht bisher.
Jetzt hatte ich die Idee, dass ich mal meine Mama dieses WE zum Essen gehen einlade, da eröffnet sie mir, dass sie ab dieser woche yokebe (diese Shake-diät) macht und nix essen will.
selbstwertgefühl ist auch nicht das beste, da konnte ich bisher aber noch nicht wirklich erfolge verzeichnen. oder habt ihr da noch irgendwelche tipps?
Neidisch bin ich auch oft, aber nicht auf materielle Dinge, also ich nehme schon wahr, dass ich mittlerweile eine der wenigen in meinem Alter bin, die noch ein Uralthandy und kein Smartphone besitzt, aber das stört mich jetzt auch gar nicht so. Sondern neid eher weil ich andere um ihr Leben beneide.
Das mit den Budgets, dass ich mir sage im monat müssen x € für klamotten und y € für bücher ausgegeben werden, restliches geld davon wird einer organisation gespendet, das klingt nach einer prima idee, allerdings frage ich mich dann schon wieder, wie viel geld man so ansetzen sollte? die letzten monate habe ich 0,00€ für klamotten ausgegeben, wie viel würdet ihr denn da einplanen?
Ich frage mich jetzt, wie jemand darauf kommt, dass ich feindselig und misstrauisch anderen menschen gegenüber bin, das habe ich ehrlich gesagt so noch nie bei mir festgestellt.
nein, das hinbringen würde mich nur zeit kosten
(ich habe es übrigens dann doch mit der post weggeschickt, aber mit einem entsprechendem gefühl dann, habe mich dann den ganzen abend darüber geärgert)
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04.03.2014, 21:54
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04.03.2014, 21:56
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04.03.2014, 22:00
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05.03.2014, 11:11
AW: Was kann man gegen geiz machen?
m.W. gibt's seit längerem keine Kassengestelle mehr.
Mit dem "gefallen": Manchmal mag die Mode einen nicht. Kannst du nicht die neuen Gläser ins alte Gestell setzen lassen?
Sachen, die nicht passen, sind emotional und körperlich demoralisierend und bestärken einen in dem Glauben, man habe nichts ordentliches verdient.
Kannst du was davon verkaufen (Second-Hand-Laden?) und dafür was kaufen, was dir paßt? Klamotten zu tragen, die einen nicht die ganze Zeit daran erinnern, daß alles doof ist, tun nicht nur dem Selbst gut, sondern machen auch gleich einen besseren Eindruck.
Das wäre vielleicht mal der erste Schritt, mit einem Leben anzufangen, das nicht so elend ist, daß man andere Leute beneiden muß. (Vorausgetzt, du hast keine größeren Baustellen: schwere Krankheiten, Existenznot, Trauerfälle, unerträgliche Familiensituationen -- wobei auch diese Dinge nicht besser werden, wenn man ihnen in zu kleinen Klamotten begegnen muß.)
Ich würde wirklich empfehlen, ein Budget zu machen. So gewinnt man Kontrolle über sein Leben, das ist gut für's Gemüt.
Zu Moppelzeiten, als ich Klamottenkaufen gehaßt habe und meist in Jeans, Pulli und Sneakers rumgelaufen bin, habe ich übers Jahr etwa 600 Eu für Klamotten durchgesetzt, davon 200 im "laufenden Betrieb", 200 vom Weihnachtsgeld, und der Rest, (vor allem Jacken und Schuhe), waren Geschenke von meiner Mutter, die fand, ich sollte was anständiges anzuziehen haben.
Für Medien (Bücher, Comics, CDs, Videos, DVDs, Zeitschriften) hatte ich einen Etat von 100 Euro im Monat, und zu Weihnachten/Geburtstag nochmal ein Geschenkpäckchen von 100 bis 200 Euro.
In Sachen Selbstwertgefühl:
#1 Es gibt meist die Art von Sachen, die man gar nicht kann, und unheimlich wichtig findet, und die Art von Sachen, die man gut kann, aber komplett unwichtig und/oder total einfach findet, oder nur wahrnimmt, wieviel man noch nicht kann. Sortiere mal durch, ob etwas davon an deinem Selbstwertgefühl nagt und gruppiere es um.
#2 Such dir Leute, die dir Komplimente machen. (Fang damit an, wenn es in deinem Freundes- und Bekanntenkreis nicht üblich ist. Denke vorher nach, damit du keine Komplimente "zur linken Hand" machst: "In deinem Alter noch diese Haarfarbe, finde ich toll!"
) Bleib von Leuten weg, die ewig unzufrieden sind, immer übertrumpfen müssen, oder alles runterziehen, oder denk dir, das sind eben arme Würstchen.
#3 Reite auf deinen Erfolgen rum. Lerne zu erkennen, wenn was gut gelaufen ist, und setz dich am Abend noch mal hin und koste es aus.
#4 Tu Sachen, mit denen du dich gut fühlst und die zu Erfolgen führen. Geh auch mal Risiken ein, wenn du nicht viel verlieren kannst.
#5 Besorg dir passende Sachen!!!
#6 Wenn diese Maßnahmen nichts fruchten oder du nicht weißt, wie du sie umsetzen sollst, oder sie dir ein so schlechtes Gewissen machen, daß es kontraproduktiv ist, was Luftpost sagt: Hol dir professionelle Unterstützung. Erste Adresse: Hausarzt oder Krankenkasse.
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Neugierige Frage wegen dem Paket: Warum hast du es nicht hingebracht, wenn es nur Zeit gekostet hätte? Wenn "hinbringen" eine echte Alternative ist, ist es ja fußläufig und du hast mit der Zeit nichts nötigeres, gewinnbringenderes oder kostensparenderes vor. Wetter zu schlecht, Schuhe kaputt, zu schwer?** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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05.03.2014, 12:19
AW: Was kann man gegen geiz machen?
Nachtrag Gefunden: Geburtstagskuchen
GuteLaune
Ich sehe es recht ähnlich, wie bei Deinem ersten Absatz beschrieben.
Es gibt auch noch andere Gründe, dass manche geizig erscheinen. Sie sind zerstreut oder kommen selten/er in bestimmte Situationen, in denen sie uns geizig vorkommen u.m.
Eine Bekannte musste jahrelang bei Abteilungsfeiern (ca. 40 Mitarbeiter) für die Firma die Rechnung begleichen. Sie hat jedesmal vergessen, dem Service-Personal Trinkgeld zu geben (im Namen der Firma). Sie nahm es recht locker. "Och, habe ich vergessen!"Gerade bei Weihnachtsfeiern etc. wird es oft hektisch für das Service-Personal.
Eine Freundin ist sowohl sehr geizig, andererseits sehr großzüg.
Sie reiste mit mir in ein fernes Land und da fiel es mir besonders auf. Sie ging für eine Eiskugel, die woanders 30 bis 50 Cent günstiger war einige hundert Meter weiter, anstatt sich die teurere Kugel sofort in einer hübschen Umgebung / Ort zu genehmigen bzw. zu genießen.
Wir wurden von der Familie eines Freundes mehrere Tage eingeladen, ein Highlight der Reise. Eigentlich wurde nur ich eingeladen, durfte sie selbstverständlich spontan mitbringen und sogar noch eine andere Zufalls-Reisebekanntschaft.
Am letzten Tag luden wir unseren Gastgeber zumFrühstück in ein Lokal ein. Die Preise dort sind ohne Steuer, die später dann noch auf die Rechnung dazugerechnet werden. Als unser Gastgeber schon weg war, warteten wir eine Stunde an einer wunderschönen Stelle, um dort von jemanden abgeholt zu werden (weiter aufs Schiff). Es wäre sehr entspannend und unvergesslich gewesen, hätten die beiden Begleiterinnen nicht eine halbe Stunde lang entnervend diskutiert, wieviel jede von uns Dreien anteilmäßig für das Frühstück des Gastgebers zu zahlen hätte.
Ich hatte von den vier Frühstücken die etwas höhere Rechnung, aber weniger als unser Gastgeber. Es war eine ganz normale Dreisatzrechnung zusätzlich der Steuern (ohne Taschenrechner). Ich sollte also ein Drittel seines Frühstücks bezahlen, plus ca. 50 Cent. Mir war das alles wurscht. Ich hätte auch 1,50 mehr bezahlt, Hauptsache niemand killt die zauberhafte Stimmung mit der Rechnerei: Wer bezahlt wieviel. Minimalbeträge.
Nach einiger Zeit unterbrach ich die beiden Damen (die ich mit eingeladen hatte), und bat darum, dass sie aufhören sollten. Ich bezahle alles, Hauptsache sie hören mit dem Geschnatter auf. Ich schlug vor, sie sollten - wenn sie Lust hätten - später auf der Fähre weiterrechnen. Dort könnte ich mich entfernen. Sowas nervt. Hat auch mit Geiz zu tun, wenn es um Cents
geht und sie (Dank meines Kontakts) umsonst Kost und Logis zuvor erhielten von dem Freund.
Beim zweiten Absatz / Beispiel "Geburtstag" gibt es natürlich auch Kollegen, die großzügig waren und dann plötzlich aus bestimmten Gründen nichts mehr spendieren. Das kann ich nachvollziehen. Sie haben einfach keine Lust mehr. Bei anderen merkt man deutlich, dass sie sobald es etwas umsonst gibt, die Ersten sind, die dann für Drei zulangen.
Ich mache mir nichts aus Geburtstags-Kuchen etc. bei der Arbeit oder sonst. Da es die meisten der engsten Kollegen zelebrieren, spendiere ich auch etwas, weil sie es erwarten und manche erinnern mich schon Tage zuvor: Bald hast Du Geburtstag! (echt?) Es wird eh nicht ernst genommen, dass mir mein Geburtstag nicht wichtig ist.
Kürzlich hatte ich ein Gespräch. Ein Bekannter fragte, wo Herr X wäre. Antwort: Herr X ist geschäftlich in Übersee. Der Bekannte erzählte, dass er früher viel privat gereist wäre, auch Fernreisen. Jetzt hätte er keinen Pass mehr und reist nur noch mit Personalausweis. Grund: Er fände es unverschämt, dass man soviel für den deutschen Reisepass zahlen müsste.
Sein Argument. Darüber wunderte ich mich. Ein Pass hat zehn Jahre Gültigkeit. Er flog kurz darauf nach Mallorca.
Ein anderer Bekannter machte eine Reise durch mehrere asiatische Länder, die nicht billig war. Für ihn kein Problem. Er regte sich davor tierisch auf, wieviel das Visum für Land X kosten würde. Ich googelte danach und fand es nicht teuer. Wenn er sich eh die Reise in diverse Länder zusammen mit seiner Frau leisten kann, warum regt er sich auf.
Noch ein Schwank von meiner Reisebegleiterin. Wir waren einmal eine Woche in einem Motel. Es passte uns, dass nicht täglich die Betten gemacht wurden, war auch nicht nötig. Wir waren eh dauernd unterwegs und kamen weit nach Mitternacht zurück und konnten so ungestört ausschlafen. Die Betten wurden doch öfters gemacht und ich bemerkte, dass meine neuen weißen Lieblingssocken (besonders kuschelig), die unter den Kissen lagen, wohl versehentlich
mit der Bettwäsche zur Schmutzwäsche gebracht wurden. Wir kamen spätnachts zurück und hatten einen Wasserschaden im Bad. Als der Wasserschaden behoben war mit Hilfer der
Dame vom Empfang, war es schon weit nach Mitternacht und meine Reisebegleiterin
meinte doch ernsthaft, dass wir mit der Dame vom Empfang in die große Wäschekammer gehen sollten, um unter den vielen Handtüchern und schmutziger Bettwäsche nach meinen neuen Schlafsocken suchen sollten. Begründung: Die sind doch neu!
Schon der Gedanke daran, widerte mich an (igitt), in der Wäsche anderer zu wühlen. Es gibt Läden, die haben kuschelige Socken.Geändert von Feinsinn (05.03.2014 um 13:20 Uhr)



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