nun, dann bring dich soweit, dass du dich daran gewöhnst, Entscheidungen zu treffen und wenn sie mal getroffen sind, sie getroffen zu lassen. Das ist in erster Frage eine Sache der mentalen Disziplin und somit der Übung.
Oder natürlich du magst Selbstgeisselung durch ständiges Wiederkauen von dem, was schon geschehen ist. Wenn du Spass daran hast, dich zu ärgern, dann ärgere dich - aber triff eine bewusste Entscheidung und geniesse es!
Frag dich, was du tatsächlich willst, und dann tu das, was du tatsächlich willst, und das hat halt immer gewisse Kosten - an Zeit, an Mühe, an Geld, auch an Risiko je nachdem.
Wenn du findest, du siehst nicht mehr gut genug, und baust einen Unfall mit dem Auto, wo womöglich ein Mensch ums Leben kommt, kannst du dann damit leben? Ist in Anbetracht dieser Gefahr die Kosten für eine Brille nicht sehr bescheiden dagegen?
Übernimm Verantwortung.
gruss, barbara
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 77
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23.02.2014, 18:58
AW: Was kann man gegen geiz machen?
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23.02.2014, 19:09Inaktiver User
AW: Was kann man gegen geiz machen?
Was willst Du denn mit dem gesparten Geld machen? Hast Du ein größeres Ziel oder geht es Dir nur darum es zu sparen?
Geld ist doch nur Mittel zum Zweck, um sich Nahrung, Kleidung, Dienstleistungen zu kaufen.
Vielleicht hilft Dir eine Aussage von Seneca weiter: "Man muss des Geldes Herr, nicht Diener sein"
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23.02.2014, 19:13Inaktiver User
AW: Was kann man gegen geiz machen?
Bist Du anderen Menschen gegenüber denn auch geizig? Oder nur Dir selbst gegenüber?
Das hat viel mit Selbstwertgefühl zu tun, wenn man sich nichts gönnen kann.
Oder mit der hier schon erwähnten Unfähigkeit, sich für etwas zu entscheiden.
Was meinst Du denn selbst, was es eher ist? Oder ist es beides?
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23.02.2014, 19:14
AW: Was kann man gegen geiz machen?
Liebe CH2
kann es sein, das du es dir nicht wert bist in einer schönen Hose rum zulaufen?
Das Du es dir nicht wert bist gut zu sehen?
Das Du es dir nicht wert bist, wertvolle Beziehungen (mit Geschenken/Päckchen) zu pflegen?
Grüße
Luftpost
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24.02.2014, 06:34Inaktiver User
AW: Was kann man gegen geiz machen?
Ich schließe mich den Vorschreibern an- die das Wort ja nett auseinander nehmen

Das Wort "Geiz" wird zwar von allen verstanden- aber jeder Mensch hat eine eigene Definition davon und diese sollte zuerst einmal für Dich geklärt sein.
Was bedeutet das alles für Dich?
Hier wurde das ja jetzt schon gut auseinander genommen.
Vor allem- versuche es doch mal auch von der guten Seite zu sehen...
Geiz ist- auch das Zusammenhalten von Wert (auch da kann man wieder sehr viel hinein legen), Sicherheit haben, Vorsicht, Kontrolle......usw- überlege Dir doch selber einmal, was es alles ist.
Geiz ist das Gegenteil von Freigiebig- was genauso gut wie schlecht sein kann.
Ich vermute auch mal, daß bei Dir eine Menge von Gründen hinein spielen und das Wort "Geiz" zuwenig ist um auf jedes einzelne sinnvoll eingehen zu können.
Wenn Dir klar ist, was hinter den einzelnen Aktionen steht-- welches Gefühl (das kannst nur Du sagen), dann kannst Du auch gezielter gegen Deine Aktionen arbeiten........
Aber man muss ja erst einmal wissen, was bei welcher Sache als Hintergrund arbeitet!
kenzia
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24.02.2014, 06:46Inaktiver User
AW: Was kann man gegen geiz machen?
Hast du Zunkunftsängste?
Dass das Geld z.B. später, wenn du alt bist, nicht reicht, um ein würdiges Leben zu führen?
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24.02.2014, 07:38
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24.02.2014, 07:45
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24.02.2014, 08:07Inaktiver User
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24.02.2014, 08:08
AW: Was kann man gegen geiz machen?
Liebe ch2,
Vielleicht habe ich etwas für Dich. Es braucht allerdings Zeit und Training.
Präludium
Bei mir war es schon lange objektiv notwendig, zu sparen. Haus, Kinder, Auto, gutes Essen, anständige (naja) Kleider, keine Entberungen und das bei einem Einkommen, das gerade so reichte. Wir hatten genügend Geld, aber nur für die uns wirklich wichtigen Dinge. Auch unsere Kinder haben verstanden und akzeptiert, dass der Preis für die Freiheit, auch mal die Sau raus lassen zu dürfen, die uns das Haus verschaffte, ihren Preis hat. Verpflegung aus dem Rucksack statt im Restaurant, genügend, aber nicht zu viele Spielsachen, etc.
Wir haben aber das, was nötig und uns wichtig war, ohne grosses Theater gekauft. Wenn klar war, dass wir für eine Arbeit am Haus eine Maschine brauchten, hat man sie eben gekauft. Einfach so zum Spass hingegen nie.
Fuge
Viel später hatte ich einen Vorgesetzten, der es fertig brachte, uns wichtige Aufträge verlieren zu lassen, weil er sich nur schon weigerte, uns mit den dringend benötigten, zeitgemässen PCs aus zu rüsten. Damals habe ich für mich eine Lebensphilosophie formuliert:
Sparsam, aber nicht knickerig.
Am Überflüssigen eisern sparen, damit man sich das Notwendige, das Wichtige, das echt Schöne locker leisten kann.
Man hat viele Gelegenheiten, das Geld für eine sehr kurze Befriedigung durch die Hände rinnen zu lassen. Damit dies nicht geschieht, stelle ich mir häufig bis fast immer die Frage:
Ist mir das wirklich wichtig? Ist es das wert?
- wenn ja: Los geht's!
- wenn nein: Das war's dann.
Ich habe damit ein Programm gestartet, welches ich „für die Armut üben, solange noch Geld da ist“, genannt habe.
Die Folgerungen waren:
- Auto? Langweilt sich meistens, also weg damit und Car-Sharing.
- E-Bike, eigentlich Pedelec: Lebensfreude pur, also ist das Beste gerade gut genug. Dafür spare ich mir den Porsche, den andere ältere Herren besitzen. Mögen sie damit ebenso viel Spass haben, wie ich auf meinem E-Bike.
- Kleider: Gerne schön, aber nicht fancy, und neu müssen sie ja eigentlich nicht sein, also Trödler sehr sorgfältig ausgelesen.
- PC: Wichtig, muss aber nicht high-end sein: Mit guten, aber günstigen Komponenten selbst zusammenstellen oder gebraucht kaufen (schwierig, aber möglich).
- Unterhaltungselektronik: Wichtig, aber kein Statussymbol: Super Geräte, wirklich das Beste vom Besten, aber vom Trödler, die Glotze neu, aber massiv verbilligt.
- Wohnung: Ein von mir rund erneuertes, ehemaliges Dreckloch in einer traumhaften Lage. Überzahlt, aber immer noch billiger, als etwas Zeitgemässes.
- Essen: Gute Qualität, persönlich sorgfältig zubereitet, aber nicht eigentlich „fein“. Mit gutem Fleisch aus wenig begehrten Stücken und saisonal gut verfügbaren Gemüsen geht das hier.
- Teure Unterhaltung (Konzerte, Theater, Musical): Bringt mir nicht so viel, wie es kostet: Gestrichen!
- etc.
Meine Instinkte haben sich so ein gespielt, dass ich gar nicht mehr gross überlegen muss. Für viele Dinge kommen die Begehrlichkeiten gar nicht mehr auf. Dafür greife ich gerne zu, wenn etwas meine Augen wirklich und mutmasslich dauerhaft zum leuchten bringt. Ich darf das!
Grüsse, Isambard



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