@Radisi,
Danke für Deine netten und auch sehr aufmunternden Worte.
Auch ich frage mich manchmal, was genau ich denn durch Abnehmen verbessern will.
Es geht mir schließlich gut, ich werde geliebt und gemocht von den Menschen, die mir wichtig sind. Machen ein paar Kilo mehr oder weniger einen Unterschied?
Für mich und mein Körpergefühl tut es das leider. Und genau das möchte ich gerne abstellen.
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19.02.2014, 11:45Inaktiver User
AW: Meine Essstörung beeinträchtigt mein Leben... ich will das nicht mehr!
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19.02.2014, 11:50Inaktiver User
AW: Meine Essstörung beeinträchtigt mein Leben... ich will das nicht mehr!
nur als anregung:
meine therapeutin hat mich gefragt warum ich mich an einem thema so festbeisse. was für mich anders wäre wenn ich mich mit meinem damals dauerthema nicht mehr zu beschäftigen wüsste.
was ich dann suchen würde- warum (von kindheit bis ...............) ich mit mir nicht zufrieden sein kann. durch meine spontanen antwort-versuche sind wir dahinter gekommen, dass ich mich am dauer-thema verbissen habe- um anderes nicht angehen zu müssen.
denke mal darüber nach.
war nicht mein körpergewicht- war was anderes.
und was mein körper und gewicht betrifft: seit ich mir selbst erlaube zu essen was ich will, wann ich will, wieviel ich will- sind die heisshunger-attacken weg.
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19.02.2014, 11:51Inaktiver User
AW: Meine Essstörung beeinträchtigt mein Leben... ich will das nicht mehr!
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19.02.2014, 11:55
AW: Meine Essstörung beeinträchtigt mein Leben... ich will das nicht mehr!
Ich glaube, der Gedanke wurde im Faden schon mal erwähnt:
Geht es wirklich "Nur" um Deine Figur und Dein Gewicht?
Ist da nicht was anderes dahinter?
(Bei mir was es die Nase. In einer ausgesprochen zufriedenstellenden
Lebensphase bildete ich mir plötzlich ein, ich hätte einen riesen Zinken,
was die Zufriedenheit dann einschränkte...konnte nicht mehr in den Spiegel sehen;
dachte, jedem fällt der Zinken in der Öffentlichkeit bestimmt auf, wollte nicht mehr in Schaufenster sehen,
es könnte mich mit der riesen Nase spiegeln...total blöd...ist aber wieder vergangen gott sei dank).
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19.02.2014, 11:55Inaktiver User
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21.02.2014, 19:35
AW: Meine Essstörung beeinträchtigt mein Leben... ich will das nicht mehr!
hallo alice,
auch von mir eine anregung - denn auch ich hatte lange zeiten, in denen sich meine gedanken ausschließlich ums essen gedreht haben und ich jede "sünde" meinte, durch "fasten" ausgleichen zu müssen (allerdings war ich ein bisschen von haus aus geschädigt, wir haben eine neigung zu leichtem übergewicht, und meine großmutter ist an den langzeitfolgen eines typ-2-diabetes elendig, verzeihung, verreckt - da war die sensibilität dann doch groß).
mir half ein buch, vielleicht kennst du es auch, von michel montignac: essen gehen und dabei schlank bleiben. das ist keine zauberdiät, sondern richtet sich im wesentlichen nach glyx- und trennkost-aspekten, aber das war für mich gar nicht entscheidend. sondern der satz, der sinngemäß aussagte, dass nur regelmäßiges essen heißhungerattacken unterbindet. oder so in der art. ich hatte bis dato versucht, mit zwei mahlzeiten am tag auszukommen: spätes, aber großes frühstück, frühes, und auch recht ausuferndes abendessen. nach der lektüre dachte ich mir ok, probier das doch mal aus, hast ja nix zu verlieren... und binnen zwei wochen verlor ich (dauerhaft!) zwei kilo, hatte weder ein gefühl von überfressen noch von heißhunger, und seitdem hat jede diät für mich an charme verloren, die mir dinge verbieten will. wobei ich genau genommen seither nie wieder "diätet" habe, sondern mich einfach an das klassische rezept einer ausgewogenen ernährung in kombination mit einem aktiven lebensstil halte.
sicher ist das typfrage, und sicher löst das auch nicht die frage nach der ablehnung des eigenen körpers... aber es mag eine anregung sein.
liebe grüße von
der ratte
ps: radisi
deine bio-geschichte hat mich gerade sehr angesprochen! toll!
ich bin schrecklich inkonsequent - aber nicht immer
tippfehler gibts von mobile devices gratis. wer sie findet, darf sie behalten.
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21.02.2014, 20:43
AW: Meine Essstörung beeinträchtigt mein Leben... ich will das nicht mehr!
Was ich dir empfehlen würde:
Finde einen Grund, aufzuhören. Zum Beispiel: Was lebst du deinen Kindern vor? Was für ein Körperbild, was für ein Frauenbild, was für ein Verhältnis zum Essen, was für ein Wertesystem?
Erlaube dir, zu essen. Was du jetzt tust, führt zu nichts brauchbarem: Tu was anderes. Iß unbeschwert, vielseitig und geordnet.
Schluß mit wabblig: Such dir eine Sportart, die ordentlich Muskeln an Hintern und Beinen gibt. Radfahren, Bergwandern, Krafttraining, vielleicht wäre auch Pilates oder eine Yoga-Form was für dich -- das verbessert die Haltung und das Körpergefühl, damit sieht man schon aus wie ein neuer Mensch. An deinem Körperbau kannst du nichts ändern, aber an dem "wabbeln". Und du spürst, was deine Beine und dein Hintern für sich tun, daß sie dich vorwärtsbringen und daß da unheimlich Kraft drin ist.
Besorg dir ein paar Sätze, die du der kleinen bösen Stimme antwortest, wenn sie dich wieder wegen deines Hinterns anpiekt. Vielleicht, "Du bist sooo unoriginell, jede Frau ist unzufrieden mit ihrer Figur. Reg dich ab." oder "Echte Frauen haben Kurven!" oder "Du hast Probleme, sag doch mal was zum Weltfrieden." Irgendwas, was funktioniert. Du brauchst nicht nett zu dieser Stimme zu sein und nicht politisch korrekt. Ist sie ja auch nicht zu dir.
Hinterfrag mal, wem die Stimme gehört. Kritisierst du dich so hart, um vorwegzunehmen, daß andere es tun könnten? Bist du es gewohnt, wegen deiner Körperform beschimpft und verächtlich gemacht zu werden? Willst du nicht hochmütig erscheinen und richtest deine ganze Wahrnehmung auf das, was nicht gut läuft?
Und, was tut die Stimme für dich? Lenkt sie dich vielleicht von anderen Problemen ab, indem sie deine Aufmerksamkeit auf ein Pseudoproblem lenkt? Schützt sie dich davor, Risiken einzugehen, indem sie sagt, daß du sowieo nie was wirst, solange du "so" aussiehst und deswegen im alten Trott bleiben kannst?
Wenn gar nichts hilft, denke auch mal über eine Therapie/Beratung nach. Deine Körperwahrnehmung, Unzufriedenheit, Diätrituale, das sind alles Gewohnheiten, die sich in dein Leben gefräst haben. Schlechte Gewohnheiten loszuwerden und gute zu bilden ist leichter, wenn jemand einen unterstützt und "einnordet", der kein Teil der Gewohnheit ist.
Ich sag eigentlich immer, versuchen, eine andere Gestalt anzunehmen -- das kann man machen, wenn man keine anderen Probleme im Leben hat. Aber selbst wenn du keine anderen hast: Du hast es versucht und es funzt so nicht, wie du es versuchst. Laß es gut sein.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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21.02.2014, 21:16Inaktiver User
AW: Meine Essstörung beeinträchtigt mein Leben... ich will das nicht mehr!
Ich bin ähnlich gestrickt wie du, Intensität schwank je nach sonstiger Ablenkung im Leben. Allerdings habe ich tatsächlich auch Gewichtsschwankungen und Übergewicht.
Ich habe mit 19 mal eine eigentlich echt bescheuerte Typberatung in einer Gruppe von Bedienpersonal mitgemacht. Mir ist da aber ein Teil echt hängen geblieben, Tenor war, dass JEDE Frau Diamanten hat. Also kam jede Frau dran und die Gruppe musste ihre sichtbaren Diamanten benennen. Zu mir sagten sie neben hübschen Augen blabla für mich völlig überraschend, dass ich wunderschöne Zähne hätte.
Botschaft war: Jede Frau hat ihre Diamanten und diese sollte man pflegen!
Nun, wenn ich also mit der bösen Stimme in meinem Inneren kommuniziere, dann schaffe ich es manchmal auf die Aufzählung meiner Unzulänglichkeiten mit einer Aufzählung meiner "Diamanten" zu antworten.
"Ich habe wunderschöne, gepflegte Zähne, ich habe schöne, ausdruckstarke Augen, ich habe tolle, gepflegte, lange Haare, ich habe eine unglaublich sympathische Ausstrahlung, ich habe zwar von allem zu viel, aber das relativ gleichmäßig verteilt,..." Und da diskutieren auch zu meinen Stärken gehört, gewinne ich manchmal sogar.
Meistens nicht. Aber es ist schon ein Gewinn wenn ich es schaffe den Fokus ein wenig zu verschieben.
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21.02.2014, 21:24
AW: Meine Essstörung beeinträchtigt mein Leben... ich will das nicht mehr!
Körpertherapie könnte helfen: Massagen, Trager, Reiki... etwas in die Richtung. Mit Körpertherapie kommt man durch die Hintertür an Geschichten heran, wo ein Vorgehen, da sübe den Kopf läuft, blockiert wird. Eine gute Therapeutin wird da auch Rücksicht nehmen und sich langsam herantasten. Über eine neue Körperwahrnehmung kann mit der Zeit eine neue Wertschätzung für sich selbst und für den Körper aufgebaut werden.
Asiatische Bewegungskünste sind auch gut - wenn sie fein und differenziert sind. Also eher nicht Poweryoga, wo man schwitzt und keucht wie ein Weltmeister, eher ruhiges klares präzises Tai Chi. Diese Gesten und Bewegungen bringen auch Emotionen und Gedanken in Bewegung, und machen nebenbei eine tolle Haltung und bessere Ausstrahlung. es könnte dir dann tatsächlich mal passieren, von Fremden angeflirtet zu werden. einfach so.
gruss, barbara
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21.02.2014, 21:27


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