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27.04.2014, 11:06
AW: Trennung von einem Narzissten
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27.04.2014, 11:12
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27.04.2014, 12:07Inaktiver User
AW: Trennung von einem Narzissten
Guten Morgen, Ihr Lieben,
nun sagt doch mal.... Was haltet Ihr von dem Anruf?
"ER" hat vor 3 Tagen (nach knapp 3 Monaten) angerufen, um meine Adresse zu erfahren, da ich ja noch meinen Rucksack bei ihm hatte. Was ich schon sehr suspekt finde, da er ja eigentlich auch meine Nummer löschen wollte, wenngleich er auch auf Festnetz anrief.
"Erähl' mal. Wie isses so?" Wusste gar nicht wie mir geschah. Dann erkundigte er sich als Erstes nach Beziehung. Gefolgt von:"Und die Kinder?" Jobmässig? Und er war ja in Marokko über Ostern. Auf meine Frage ob er mit seiner Tochter dort war (was schon mal blöd war), meinte er:"ja. auch."
Naja. Das Gespräch ging etwa 4 Minuten und zum Schluss wünschte er mich noch eine "gute Zeit."
Also er musste mich nicht wirklich anrufen bloß um meine Adresse sich wieder ins Gedächtnis rufen zu können.
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27.04.2014, 12:27
AW: Trennung von einem Narzissten
Ich hab mal hier bei bri einen Satz gelesen, er war etwa so: er will wissen, ob dass Ei das er gelegt hat auch noch schön stinkt. Vielleicht hilft dir die Erklärung weiter?nun sagt doch mal.... Was haltet Ihr von dem Anruf?
Wie hast du reagiert?
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27.04.2014, 13:00Inaktiver User
AW: Trennung von einem Narzissten
...Ne..nicht wirklich. Aber danke für den Vergleich
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27.04.2014, 13:41
AW: Trennung von einem Narzissten
Du würdest die Frage nicht stellen, wenn du überzeugt bist, dass ein Mensch sich nach deinem Leben aus ehrlicher Anteilnahme erkundigt, oder. Was sagt dir also den dein Bauchgefühl?
Allgemein bin ich mir sicher, ein reiner NPS ist vor allem grenzenlos egozentrisch, dreht sich ausschliesslich um sich selbst und alles was er tut, sagt etc. hat einen selbstbezogenen Charakter und dient nur seiner eigenen Agenda. Was ein NPS gar nicht mag, ist wenn seine Fassade als toller, ehrlicher, hilfsbereiter Mensch angegriffen ist. Könnte seinem Ruf schaden. Und sie leben ja von der Außenwirkung. Eine Ex die nicht gut auf einen NPS zu sprechen ist, ist daher nicht gut, dient ja auch nicht als Egopush. Also wird gerne alles unter den Teppich gekehrt und nach Beziehungsende eine Charmeattacke gefahren. Er kann halt doch ein soooo ein netter Kerl sein und es geht lediglich nur nicht in ner Beziehung mit dem.. er nimmt einen dann sicherlich gerne in den Kreis seiner ihn weiterhin mit Egopushs umsorgenden Exen auf.. und wenn man sich dann in der Rolle als ach-so-gute-Freundin weiter zur Verfügung stellt, wird man sicherlich auch kleine "miese Ausrutscher" seinerseit erneut verzeihen. Dafür bekommt man ja auch wieder ab und an kleine Goodys als Teil seiner Gefolgschaft. Das Leben im Leben mit einem NPS ist ja nämlich immer toll......
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27.04.2014, 14:56Inaktiver User
AW: Trennung von einem Narzissten
Genau. sofern ich weiss, dass ein Mensch aus ehrlicher Anteilnahme sich erkundigt nach meinem Befinden oder was auch immer....dann würde ich die Frage nicht stellen. Das würde sich erübrigen.
Mein Bauchgefühl sagt --> anrufen brauchte er nicht, um meine Adresse zu erfahren. Das konnte er ganz easy auch anders heraus bekommen. Wobei ich schon denke, dass er sicher noch meine gesamte Visitenkarte im Handy gespeichert hat.
Ich denke er interessiert sich (wieder) ein wenig für mich. Hab so lang nix von mir hören lassen. Bin seit Wochen in keiner Singlebörse mehr. Spähe ihn also nicht aus. Da kann man ja mal nachhaken.
Jedoch geifere ich nicht nach einer erneuten Kontaktaufnahme. Alles geht seinen gewohnten Gang. Auch WENN er sich gemeldet hat. Habe ohnehin keinerlei Lust auf Gefühlsduseleien oder sonstigem. Bin froh, dass ich für mich bin und tun und lassen kann was ich will. Und WANN ich was will.
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27.04.2014, 15:00Inaktiver User
AW: Trennung von einem Narzissten
Ich wollte wissen, ob ich allein dastehe mit meiner Ansicht.
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27.04.2014, 19:28
AW: Trennung von einem Narzissten
So, ihr Lieben, nun also mal meine lange, manchmal komische, im Großen und Ganzen allerdings ziemlich traurige Geschichte mit meinem Pipimann
Es begann im Dezember 2008 nach einem Geschäftsessen. Meine Kollegin und ich brachten ein ziemlich langes und ziemlich CubaLibre-lastiges Essen mit Kunden hinter uns. Danach hatte noch keiner von uns große Lust, nach Hause zu gehen. Wir wollten tanzen, fröhlich sein, Spaß haben.....
Also enterten wir eine kleine Disco mitten in der Innenstadt, welche dafür bekannt ist, dass von dort selten jemand allein nach Hause geht.... Aber wir hatten ja nicht vor, jemanden mit nach Hause zu nehmen, wir wollten einfach ein bisschen Spaß. Gesagt, getan
Wir hatten einen super-lustigen Abend. Tanzten, lachten und machten Blödsinn. Dann kam "er". Beobachtete mich schon eine ganze Weile, ich nahm kaum Notiz davon, hatte einfach kein Interesse. Kurz verließ ich den Tanzsaal, um meine Hände und das Gesicht zu waschen und kam dann wieder. Suchte meine Kollegin und fand sie an der Bar, inmitten einer Gruppe junger Männer, zu welchen auch der Herr Beobachter gehörte.
Na ja, es kam, wie es kommen musste, er sprach mich an. Ich wandte mich ab und schon stand er wieder vor mir.... Quatschte mich voll, wie blöd es doch in Deutschland sei, Winterwetter sei gar nichts für ihn und er würde in Südamerika überwintern. Montag ginge es los.
Und ich nur: viel Spaß. Sein Gesabbel hatte mich nicht im Geringsten beeindruckt, ich wollte wieder tanzen und ging dann auch. Irgendwann war ich dann einfach nur noch müde, verabschiedete mich und fuhr mit dem Taxi nach Hause. Auto fahren ging nicht mehr, zu viel Cuba Libre.
Am nächsten Morgen klingelte mein Diensthandy. Ich dran, dachte es sei was Dringendes. War ja schließlich das Diensthandy. Nein, er war dran, ob wir nicht nen Kaffee trinken wollten.... Nein, wollte ich nicht. Ich fragte, woher er die Nummer hätte. Er hatte ne Visitenkarte von meiner Kollegin bekommen.
Das Handy klingelte den ganzen Samstag und den ganzen Sonntag. Mittlerweile wusste ich seine Nummer und konnte die Klingelei ignorieren. Man, ging der mir auf den Keks.
Der Montag kam und "Schnuckilein" reiste ab. Ein Glück, ich dachte, jetzt sei Ruhe. Nein, war es nicht, denn auf der Visitenkarte stand auch meine E-Mail-Adresse.
Und so begann das Drama. Er schrieb zauberhafte E-Mails von See.... Ist nämlich bei einer großen Reederei angestellt, Tour meistens Hamburg-Südamerika. Und ich Dummchen begann mein Bauchgefühl zu ignorieren und den schönen Worten, die er von sich gab zu glauben....
Im März dann das erste Wiedersehen nach dem Discobesuch. Ich besuchte ihn in Hamburg, wo er 2 Tage im Hafen lag. Und mir stand ein sehr netter, freundlicher und höflicher junger Mann gegenüber, gar nicht mehr die große Klappe, einfach nur bemüht, mir 2 schöne Tage in Hamburg zu bereiten. Er hatte wohl aus meinen Reaktionen herausgelesen, dass seine Großspurigkeit mir auf die Nerven ging und machte einen sehr entspannten und eloquenten Eindruck.
Und so nahm das Drama seinen Lauf, ich Dummerchen verliebte mich. Im Mai kam er dann wieder und blieb bis August. Während seines Heimaturlaubes machten wir eine Woche Urlaub in Rom. Mein Sohnemannn war mit. Hui, Konkurrenz für einen VKA. Gar nicht gut. Die Zwei konnten überhaupt nicht miteinander, das fing an bei Aufstehzeiten und endete bei Frühstücksgewohnheiten. Der Eine ist ein Frühaufsteher, mein Sohn ne Schlafmütze. Wurde aber zeitig geweckt, weil man ja was sehen wollte.... So erkundeten wir dann Rom im Dauerlauf.
Nun ja, die Heimreise kam und ich war froh, wieder in meinen eigenen 4 Wänden zu sein. Sohnemann stand kurz vor seinen Abschlussprüfungen und hatte dementsprechend frei - zur Prüfungsvorbereitung.
Eines Tages kam ich von der Arbeit nach Hause und fragte meinen Sohn, was er denn so den ganzen Tag gemacht hätte. Seine Antwort: Mami, das willst du gar nicht wissen. Etwa 15 Minuten später, die gleiche Frage vom Schnuckilein, der dann auch eingetroffen war. Sohnemann ganz trocken: Das geht dich gar nichts an. Hui, das führte zu einer Explosion des Schnuckileins, welche ich bis dahin noch nie erlebt hatte. Er beschimpfte meinen Sohn auf übelste Weise. Drehte völlig frei.... Ich hab ihn dann vor die Tür gesetzt. Hab ihm gesagt, er solle sich beruhigen und sich wieder melden, wenn er sich eingekriegt hatte. Das tat er dann auch, kaum in seiner Wohnung angekommen. Aber nicht, um sich zu entschuldigen, sondern, um mir mitzuteilen, was ich doch für ein verzogenes Kind hätte und er würde so nicht mit sich umgehen lassen,, er sei doch jetzt schließlich so etwas wie eine Vaterfigur für ihn. Ich so: Häääh??? Vaterfigur???? Respekt???? Ihr kennt euch doch erst seit ein paar Wochen. Im übrigen hatte ich ja sinngemäß die gleiche Antwort bekommen auf meine Frage, das hieß für mich, er will einfach nicht drüber reden. Nun ja, er kriegte sich dann doch wieder ein, auf eine Entschuldigung warten wir (mein Sohn und ich) heute noch
Nun ja, trennen war auch nicht mehr so einfach möglich, ich bekam ein Baby. Eigentlich ein Unfall, aber doch für uns alle ein Grund zur Freude. Allerdings ging die Babygeschichte nicht gut aus. Bei dem Kleinen wurde Trisomie 21 (Downsyndrom) festgestellt - bei der Feindiagnostik und bei der darauf folgenden Fruchtwasseruntersuchung. Schnuckilein war wieder auf See, als die Diagnose kam. Nun hatte ich also fast allein die Entscheidung zu treffen - baby ja oder nein. Nun, der KLeine nahm mir die Entscheidung ab, 1 Tag, bevor ich nen Termin beim Doc hatte, machte er sich auf den Weg und kam zur Welt. Allerdings lebte er nicht mehr.... Eine ziemlich schwere Zeit für mich und meinen Sohnemann, Schnuckilein auf See und ganz allein mit der Trauer und dem Schmerz. Rückblickend bin ich sehr froh, dass Herr Pipimann nicht da war, so selbstbezogen, wie der war, wäre er mir so gar keine Hilfe gewesen.
Aber ich war dann doch guter Hoffnung, in seinen Mails schrieb er wieder von großer Liebe und Seelenverwandtschaft und wir stehen das zusammen durch.... Das übliche Gesülze, was ich damals noch für bare Münze genommen habe.
Er kam wieder im Dezember und die große Wohnungssuche begann. Man wollte ja "Familie" sein und da musste nun eine standesgemäße Wohnung her. Bald wurden wir fündig, 2 Etagen, nahe der Innenstadt in einem schönen Viertel mit viel Grün drumherum und nem Garten hinterm Haus.
Wir erzählten seinen Eltern von der Wohnung. Sein papa bemerkte nur, dass es eventuell bei 2 Etagen ein Heizkostenproblem geben könnte und der Herr rastete völlig aus....
Mir wars peinlich, seine Eltern waren ziemlich entsetzt wegen des Umgangstons und ich schämte mich für den Pipimann.
Hmm, habe gerade fstgestellt nach dem Versuch des Sendens, dass ich hier rausgeflogen bin. Egal, das ist der erste Teil, die Geschichte nach dem Bezug der Wohnung schreibe ich dann später noch mal auf.
Danke fürs lesen
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27.04.2014, 19:31
AW: Trennung von einem Narzissten
So, der Geschichte 2. Teil....
Hoffentlich muss ich nicht wieder alles neu schreiben
Die Wohnung
Es wurde umgezogen, 2 Haushalte zu einem gemacht, was nicht allzu problematisch war, denn jeder hatte so sein Zeugs, man entschied sich, was man behalten und mitnehmen wollte, wovon man sich trennte und was neu anzuschaffen war. So begann dann eine Zeit des Packens, Sortierens und die Besuche in den örtlichen Möbelhäusern häuften sich.
Pipimann zog eine Woche vor mir ein. Er hatte Zeit zum Packen, bei mir musste das alles bis nach der Arbeit warten. Hatte ja schließlich noch immer nen Vollzeitjob....
Aber auch das war irgendwann erledigt, ich trennte mich schweren Herzens von meiner super schönen sonnengelben Küche, von meiner fast neuen Couch und hatte dann so langsam allen Krimskrams in Kisten verstaut. Der Tag des Umzugs kam und alles ging reibungslos vonstattten.
Nun begann also das Kapitel "Zusammenleben". Und die Katastrophe nahm ihren Lauf. Tägliche Streitereien um Kleinig keiten, wie liegengelassene Krümel meines Sohnes, vergessene Wischtücher in der obeen Etage, Klecks auf der Herdplatte, Milch, nach der ich zu fragen wagte und so weiter wurden Anlass zu stundenlangen Monologen des Schnuckileins.... Einwände gab es nicht, nur seine Meinung zählte, es war nicht möglich, 2 Ansichten nebeneinander stehen zu lassen. Für mich ist es keine Katastrophe, wenn die Lieblingsfarbe des anderen blau ist, meine aber pink.... Für ihn Anlass zu stundenlangen Diskussionen. Nichts konnte einfach ma lso stehen gelassen werden, alles musste diskutiert werden. Zermürbend das Ganze, zumal der Ton der Kommunikatione eher einer Kalschnikow glich....
Manchmal fühlte ich mich wie im Krieg. Dann gab es wieder ruhige Zeiten, meist, wenn er weg war. Da kamen dann wieder die liebvollsten Mails mit Liebesschwüren und Gerede von Seelenverwandtschaft und so weiter. Was mich dann irgendwann mal zu der Frage veranlasste, wenn es doch so schön mit uns sei, warum er sich dann ncht so benehmen würde.... Huui, mal wieder großes Drama, ich stellte seine Worte infrage, wie könnte ich nur. Er würde mir doch schließlich jede Woche Blumen hinstellen und mir morgens meinen Kaffee machen.... Double-Bind-Kommunikation. Nicht witzig, sehr verwirrend.
In meinem jetzigen Leben liebe ich meinen selbstgemachten Kaffee in Ruhe am Morgen
Und dann kam mein sehr langsames Erwachen, dass hier etwas nicht stimmte. Ich saß zu Hause an meinem PC, klickte mich durchs Netz, weil ich ein Präsentation für die Arbeit fertig stellen wollte. Und ich entdeckte so einiges, allerdings nix für die Präsentation:
Ein Profil meines Schnuckels in ner Singlebörse: jung, ledig, mit Kinderwunsch sucht.....
Besuche auf diversen Seiten der örtlichen Damen aus dem Rotlichtmilieu
Besuche von P...-Seiten ohne Ende....
Seine Erklärung: Er wollte nur mal gucken...
Ah ja....
Und jetzt die Krönung:
Ich machte immer, wenn er auf See war, seine Post auf, unter anderem auch Kreditkartenabrechnungen seiner Bank. Nun, eines schönen Tages, ausgerechnet sein Heimkehrtag, schrieb mal wieder die Bank. Eine Abrechnung. An sich nichts neues... Nun, ich schaute kurz drüber und wurde stutzig:300,00 € Barabholung in Le Havre, weitere 350,00€ bezahlt mit Kreditkarte in nem örtlichen Etablissement....
Na, ich holte ihn aus Hamburg, die Begrüßung meinerseits fiel ziemlich kühl aus.
Zu Hause mit der Abrechnung konfrontiert, erzählte er mir, da war nix...
Und fragte mich dann 2 Tage später, ob ich ihn heiraten wolle... Ich dachte: spinnt der??? Habe ihm nur mitgeteilt, ich heirate keine Arschlöcher
Ein paar Monate später zog ich dann aus.
Allerdings gab es noch eine Ehrenrunde, bei der ich dann endlich feststellte, mit wem oder was ich es zu tun hatte
So, und nun auch noch die Ehrenrunde, welche mich endlich aufwachen ließ
Ich war also ausgezogen, hatte mir und Sohnemann eine kleine Wohnung gesucht, welche zumindest für den Moment unseren kleinen Ansprüchen genügte. 2 Zimmer 40 qm, mehr war vorerst finanziell nicht drin. Und auf die Schnelle sowieso nicht, Schnuckilein war diesmal nur 6 Wochen weg. Nicht viel Zeit zum Wohnung suchen, renovieren Sachen packen und einziehen. Zwischendurch noch ein Kurztrip nach Österreich - allerdings eine Dienstreise, ganz sicher kein Urlaub....
Der Tag seiner Ankunft in der Heimat kam unwiderruflich. Ich hatte noch seinen Schlüssel und so suchte er mich im Büro auf, um seinen Schlüssel abzuholen.Bei seinem ersten Besuch war er noch sehr friedlich, hatte noch nicht geschnallt, dass ich wirklich weg bin.
Dann kam er noch mal wieder. Der Grund: das Auto war kaputt. Dieses Auto, welches ich durch den Verkauf meines alten Autos zur Hälfte mit finanziert hatte, hatte er mir geschenkt (Ja, auch Geschenke gab es, welche von mir zum teil bezahlt worden sind)
Das Auto wurde beschädigt am Tag meines Umzuges. Stand vor der Tür und die Nachbarin fuhr rückwärts rein. Ergebnis: ne kaputte Lampe und ein paar Beulen. Allerdings habe ich es nicht mehr geschafft, dieses Auto noch reparieren zu lassen.... Ich frage mich heute sowieso, wieso ich dieses von mir mitfinanzierte "Geschenk" zurück gegeben habe....
Na egal, das war der Grund seines erneuten Besuches und eines ziemlich lauten Wortwechsels, zu dessen Ende ich immer nur gebetsmühlenartig wiederholte: bitte verlasse jetzt mein Büro. Ich ganz ruhig, er völlig am Durchdrehen. na ja, er ging dann....
Abends ging mein Sohn dann weg - und, wen traf er???? Herrn Pipimann.... In ner Disco, schon reichlich angetüddert Er quatschte dann meinen Sohn voll. Ich sei die Liebe seines Lebens gewesen und nur mein Kleiner hätte alles kaputt gemacht. Dieses berichtete mir Sohnemann dann am nächsten Morgen beim Frühstück.
Das führte natürlich dazu, dass ich Gesprächsbedarf hatte mit dem Herren, um klarzustellen, dass nicht Sohnemann der Grund meines Auszuges war, sondern einfach nur sein Verhalten. Wir verabredeten uns dann auf nen Kaffee, redeten und redeten und irgendwann dann schwor er Besserung und bla bla, ich würde ihm fehlen und das Übliche eben.
Na ja, ich ließ mich bequatschen, der Druck wäre ja jetzt raus aus der Beziehung, weil Sohnemann ja nicht mehr mit ihm unter einem Dach wohnt und alles könnte besser werden....
Denkste, Puppe In den ersten Wochen ging es ja noch. Wir trafen uns, als würden wir uns neu kennen lernen. Meine Wohnung war tabu, unsere ehemals gemeinsame auch. Mal gingen wir essen, mal ins Kino oder einfach nur spazieren.... Irgendwann schlief ich dann auch ab und an mal wieder in der ehemals gemeinsamen Wohnung....
Da war er dann wieder sicher. Und es fing von vorne an. Wir hatten uns verabredet zum gemeinsamen Kochen. Ich war den ganzen Tag arbeiten und freute mich auf einen entspannten Abend. Kam dann an, er hatte schon alles vorbereitet, Nudelwasser kochte, die Pfanne für die Bolognesesauce stand auf dem Herd. Allerdings eine sehr flache Pfanne ohne Deckel. Nun ja, ich nahm es hin, wollte keinen Stress machen und benutzte eben diese Pfanne zum Anbraten des Hackfleisches und fügte dann irgendwann die passierten Tomaten hinzu. Uuups, das Zeugs blubberte und ein paar Tomatenkleckse landeten auf dem Herd. er drehte frei... Wie ich denn so blöde sein könne.... Häää? Er hatte diese blöde flache Pfanne auf den Herd gestellt... Ich meinte dann, ich bräuchte ne Pfanne mit Deckel (meinte eine der hohen). Er gab mir nen Deckel. Ich wieder - hmm, ich kann den Deckel jetzt nicht brauchen, da müssen jetzt Gewürze und Kräuter rein. Er - am ausraten, was ich den für eine blöde.... sei
Die Situation war nicht zu retten, ich war schuld.... Bin dann auch nach Hause gefahren.
Und habe mich am nächsten Tag bei ihm entschuldigt. Blöde oder, er macht nen Fehler, projeziert ihn auf mich, bekämpft ihn dann bei mir und ich entschuldige mich bei ihm. So lief das vorher, während der gemeinsamen Zeit und dann währnd der Ehrenrunde auch wieder.
Nächste Geschichte: wir waren verabredet, ein schöner Spätsommertag im September, vermutlich der letzte in dem Jahr... Ich kam von der Arbeit und holte ihn ab.... Er wartete schon. Wir fuhren Richtung Ostsee und er fragte mich, wo ich denn an diesem Abend einkehren wolle??? Ich so, ach lass uns das spontan entscheiden, lass uns gucken, wo die Sonne scheint und wo es noch 2 freie Plätzchen für uns gibt. Ooooh, Herr VKA drehte frei.... Ich würde ihn nicht lieben, sonst hätte ich mir Gedanken um das Lokal gemacht und so weiter und so fort.Ich versuchte, ihn zu beruhigen, keine Chance.... War dann auch sauer und sagte ihm, wenn er mich dafür bezahlen würde, würde ich mir den ganzen Tag Gedanken um ihn machen. Allerdings hätte ich auch noch nen Job, der tagsüber sehr wohl auch meine Konzentration erfordern würde. Sprach es und liess ihn stehen.
Ging dann zur S-Bahn, fuhr zu ihm und holte mein Auto. Zumindest war das mein Plan, aber an der S-Bahn stand er schon und holte mich ab. Wir liefen dann laut streitend durchs Wohnviertel, innerlich musste ich sehr lachen, aufgrund der Absurdität der Situation....
Ich fuhr dann an diesem Abend nach Hause. Dies nahm er dann zum Anlass, mir die bösesten und dann wieder die schmierigsten SMS zu schreiben. Ich wusste damit nicht umzugehen und reagierte erst mal gar nicht Welches dann wieder zu den absurdesten SMS seinerseits führte... Im nachhinein ziemlich lustig, als ich drinsteckte allerdings höchst dramatisch.
Und dann das Finale. Ich hatte eine Nacht bei ihm verbracht, Morgens um fünf klingelte mein Wecker. Er sprang wie von der Tarantel gestochen aus dem Bett. Ich so: Wo willstn du hin? Er darauf: Na Kaffee trinken... Und ich wieder: Wieso? Haste n Date??? Es war ein Scherz von mir.... ER rastete völlig aus, wie ich darauf käme, ihm solcherlei Abtrünnigkeiten zu unterstellen... 2 Stunden Kalaschnikow, bis ich dann zur Arbeit fuhr.
Eigentlich waren wir dann abends fürs Kino verabredet, was ich absagte, weil ich keine Lust hatte und auch mal wieder zu mir kommen wollte. Nun ja, ich nutzte die Zeit und googelte: Abwertungen, Kritikunfähigkeit, Fremdgehen, Lügen und Betrügen und wisst ihr was? Ich landete irgendwann hier und begann zu lesen. Fand mich in jeder eurer Geschichten wieder, dachte manchmal: Wie kann das sein? Sind die alle gleich? Wo haben die das gelernt? Gibts da ne Schule für?
Und weiß jetzt: nein, es gibt keine Schule. Sie ticken einfach anders, können gar nicht anders, dürfen nie nie nie Schuld sein, übernehmen deshalb keine Verantwortung....
Nun ja, das Ende vom Lied war, ich landete auch bei re-empowerment und auf noch einigen anderen Seiten und fuhr am nächsten Abend zu ihm, verabschiedete mich auf Nimmerwiedersehen und nahm meine paar Klamotten mit, die noch dort waren.
Allerdings hatte die ganze Geschichte noch ein böses Nachspiel: Schnuckilein hinterließ mir ein paar bösartige humane papillonviren, welche Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Ich bekam die Diagnose im letzten Sommer. Nun ja, OP, Krankschreibung, jetzt ist alles wieder ok. Auch die Viren sind weg. Ein Glück.
Aber ich hatte mal wieder viel Zeit. Und las sein Buch, welches noch auf einem meiner Sticks gespeichert war. Ein paar kapitel darüber, was Schnuckilein in seiner Vergangenheit so mit der Frauenwelt zu tun hatte.... Ein paar blöde Anmachsprüche und ganz am Ende, kurz erwähnt sein Besuch beim Psychologen wegen einer Drogengeschichte:
Der Psychologe hatte eine eindeutige Diagnos: N P S
Ich lag also goldrichtig




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