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30.05.2015, 13:57
AW: Trennung von einem Narzissten
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30.05.2015, 14:28
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30.05.2015, 14:40
AW: Trennung von einem Narzissten
Ich bin da schon sehr traurig, aber das "Schöne" daran ist, dass man dadurch spürt, wie wichtig einem der andere ist. Ich halte es da mit Gottfried von Straßburg, der in seinem Roman "Tristan" schreibt:
"Wenn echte Liebe/ in Sehnsuchtsschmerzen/ mehr und mehr entbrennt, / dann liebt sie dadurch nur noch glühender./ Dieser Schmerz enthält so viel Freude, / dieser Kummer tut so innig wohl, / daß kein edles Herz darauf verzichten mag, /
weil es dadurch erst seine Gesinnung erhält (V. 111 ff)."
Zitiert nach Bd. 1 der dreibändigen mhd./ nhd. Reclamausgabe, herausgegeben und übersetzt von Rüdiger Krohn.Geändert von liebestoll (30.05.2015 um 15:13 Uhr)
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30.05.2015, 15:12
AW: Trennung von einem Narzissten
Genau dass hat der Gottfried schon gut erkannt, deswegen gibt es auch immer wieder diese Leidensgeschichten im reallife. Ich selbst versuche mich vor solchen Empfindungen zu schützen so bleibt mein Herz ohne Schmerz zumindest was diese Art von Liebe betrifft.
Ich höre mir in solchen Fällen dieses hier an..https://www.youtube.com/watch?v=1f6tL7WJ5EM
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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30.05.2015, 15:23
AW: Trennung von einem Narzissten
Ich weiß nicht, ob man es verhindern kann, dass man sich verliebt. Ohne Liebe ist das Leben aber auch langweilig. Man muss sich ja nicht unbedingt einen Narzissten dafür aussuchen, der einen an den Rand des Wahnsinns bringt
. Ich kann mir schon vorstellen, dass dir solche Machtkämpfe nicht mehr guttun würden. Möchtest du starke Emotionen generell vermeiden, weil dich das aus dem Gleichgewicht bringt?
Geändert von liebestoll (30.05.2015 um 15:28 Uhr)
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30.05.2015, 15:40
AW: Trennung von einem Narzissten
Genau, Nein das kann man und ich auch nicht verhindern, aber das ist doch das Schöne welches ein Leben bereichert. Egal wie es ausgeht und wie lange es anhält. Zumindest sollte jeder in seinem Leben Liebe erfahren haben. Ich bin auch immer wieder mal verliebt. Sehe aber was ich auch für sehr wertvoll halte die Liebe als solches als eine gute Eigenschaft. Es lebt sich auch leichter mit den Mitmenschen.
Weißt du unsere Machtkämpfe waren so dramatisch nicht. Bevor wirklich Dramatisches sich einfand und unser tägliches Leben wirklich prägen sollte trennten wir uns.
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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30.05.2015, 15:49
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30.05.2015, 16:32
AW: Trennung von einem Narzissten
Ichhabe täglich im reallife mit Emotionen verschiedenster Art Kontakt. Ja manchen möchte ich das ein oder andere Mal ausweichen können. In der Regel komme ich ganz gut zurecht.
Was verstehst du unter Träumer . Meinst du Tagträumer oder von etwas träumen um sich was zu erfüllen oder wünschen. Jeder Mensch träumt von irgendwas. Auch ein Narzisst hat Träume. Und einige Träume konnte er sich verwirklichen.
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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30.05.2015, 17:46
AW: Trennung von einem Narzissten
Ich verstehe darunter zum einen, dass man von bestimmten Zielen träumt, die man verwirklichen möchte. Zum anderen meine ich damit, dass man z. B. gewisse (vielleicht auch unrealistische) romantische Ideen hat. Ich wollte eher auf Letzteres hinaus. Das schließt Tagträume aber nicht aus.
Geändert von liebestoll (30.05.2015 um 17:52 Uhr)
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30.05.2015, 18:18
AW: Trennung von einem Narzissten
Hallo liebestoll,
Gottfried von Straßburg ist aber auch ein Kind seiner Zeit. Es ist ja die Zeit der Hohen Minne, zumindest was die Oberschicht der Zeit betrifft. M.E. wurde die Liebe zu einem Ideal und eben unerreichbar auf diesem Niveau.
Sie sollte es im Prinzip auch gar nicht sein. Wenn die Angebeteten sich tatsächlich "gekriegt" hätten, was dann?
Durch die Sehnsucht nach dem Unerreichbaren bleibt man in einem Status der Verliebtheit. Man wird "irre" vor Liebe, leidet vor Sehnsucht, ist sich unsicher ob die Liebe beantwortet wird. Dieser Spannungszustand findet sein Ende, wenn man "erhört" wird.
Ich denke manchmal, wenn dein Prof dich "erhören'" würde, wäre ein großer Teil der "Leiden-schaft", der "Sehn-sucht" weg.
Außer er ist ein Narzisst oder Bindungsängstler.
Im Übrigen gab es ja im 19. Jahrhundert eine ähnliche Strömung in der Literatur der Romantik.
Beiden Epochen ist aber auch gemein, dass das reale Leben eben ganz anders war.
Da saß im Mittelalter die Grand Dame eben neben einem oft älteren, nicht immer ansehnlichen Ehemann, mit dem sie aus wirtschaftlichen oder auch politischen Gründen verheiratet worden war.
Im 19. Jahrhundert war das sehr ähnlich.Wobei sich da das Motiv der verzehrenden, unerreichbaren Liebe auch in die Bürgerschicht ausweitete.
Ich glaube, Liebe ist eher ruhig, warm, zwar auch mit Leidenschaft verbunden, aber sie schmerzt nicht und man muss nicht leiden und sie kribbelt nicht so auf.
Und ich denke, dass sie wächst.



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