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13.09.2014, 12:34
AW: Trennung von einem Narzissten
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13.09.2014, 12:36
AW: Trennung von einem Narzissten
Vorhin hast du vom Überlegenheitsgefühl geschrieben. Damit assoziiere ich schon Kampf.
Von Störung hab ich auch nichts geschrieben. das ist eben genau diese Vermischung, die ich in diesem Strang kritisiert habe. Es kommt noch viel vorher, bevor etwas eine Störung, also krankhaft ist. Und narzisstische Persönlichkeitsanteile haben wir so ziemlich alle irgendwo. Das ist nichts schlimmes.Ich bin zwar relativ selbstbezogen, aber eine narzisstische Persönlichkeitsstörung kann ich definitiv ausschließen.
Dann häng dich nicht an seinem (angeblichen) Narzissmus auf, sondern lebe das mit dem, was dir an ihm und mit ihm wichtig ist. Und nimm dir dazu den Abstand, den du dafür brauchst, ohne ins Leiden gehen zu müssen. Sonst könnte nämlich irgendwann das Leid, das dir dieser Mensch beschert, wichtiger werden als dieser Mensch selbst. Die Ursache, wenn du dich in so was verfangen würdest, wäre dann aber irgendwo in dir selbst. Er wäre nur der Auslöser.Mir liegt einfach nur sehr viel an diesem Menschen.Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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13.09.2014, 12:40
AW: Trennung von einem Narzissten
schon klar, aber Dialog war jetzt ja nicht das Thema. Es ging um Rechtfertigung. Und zwar rechtfertigt man allermeist etwas in erster Linie vor sich Selbst. Hier nur nochmal der Hinweis zur Selbstehrlichkeit. Muss nicht so sein bei dir, ich kann falsch liegen. War nur bei ein paar Reaktionen von dir ein kurzer Eindruck meinerseits.
Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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13.09.2014, 12:42
AW: Trennung von einem Narzissten
Das ist in einer Partnerschaft mit einem Narzissten sicher der richtige Weg.
In meinem Fall ist klare Kommunikation leider schwer möglich, weil der andere nicht mit mir spricht, sondern nur beleidigt ist, weil ich ihm zu wenig Aufmerksamkeit schenke, weil ich ihm nicht mehr absichtlich über den Weg laufe (momentan sind Semesterferien und ich habe nicht das Geld und die Zeit, "zum Spaß" an die Uni zu fahren und ihn anzuhimmeln). Er spricht mich ja doch nicht an, um ein Treffen mit mir zu vereinbaren. Er kriegt sich erst wieder ein, wenn man ihm Aufmerksamkeit zuteilwerden lässt (z. B. indem man ihm schreibt).Geändert von liebestoll (14.09.2014 um 11:23 Uhr)
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13.09.2014, 12:45
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13.09.2014, 12:58
AW: Trennung von einem Narzissten
Ich nehme mich als gefestigten Menschen wahr und den Prof als unsicher und mit einer defizitären Identität. Was hat das mit Kampf zu tun?
Ich will ihm ja eher bei der Entwicklung seiner Identität helfen. Das ist natürlich Sache eines Fachmannes. Mein Ex, der Psychiater, hat einmal gemeint, dass man seinen Partner nicht therapiert. Ich bin außerdem auch kein Fachmann.
Andererseits ist es in der Therapie mit Narzissten auch wichtig, dass sie Vertrauen zu dem Therapeuten haben, diesen schätzen und sich von diesem als Mensch geschätzt fühlen.Geändert von liebestoll (13.09.2014 um 13:13 Uhr)
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13.09.2014, 13:19
AW: Trennung von einem Narzissten
Liebestoll, wie wäre es, wenn du das Wort Narzisst einfach mal für eine bestimmte Zeit komplett aus eurem Kontakt ausblendest?!
Denn eigentlich ist es völlig egal, ob der Andere ein Narzisst, ein Arschloch oder sonst was ist. Der Focus sollte immer bei der Selbstwahrnehmung sein: was tut mir noch gut, was möchte ich eigentlich nicht, welches Entgegenkommen, welcher Kompromiss fühlt sich noch stimmig an, wo fühle ich mich manipuliert? Stimmt die Balance zwischen Geben und Nehmen noch?
Wir wollen viel zu oft schon den zweiten Schritt vor dem ersten machen. Einfach deshalb, weil der erste Schritt, nämlich die Selbstwahrnehmung, ersteinmal ein schmerzhafter ist. (aber nur am Anfang).
Es kann viele Gründe geben, warum er so reagiert, wie er reagiert. Deshalb muss er keine NPS haben (oder wurde er dahingehend diagnostiziert?) Vielleicht will er ja auch einfach nicht das selbe wie du? Vielleicht ist er einfach so, weil es immer schon so funktioniert hat. Das sagt erstmal noch nichts aus über seine psyschische Beweglichkeit (die ein Indiz dafür ist, ob jemand noch im großen grauen Bereich der Gesundheit ist oder schon krank). Das sind auch nicht die Dinge, mit denen DU dich beschäftigen musst.
Bei dir gehts doch darum, dass du deine eigenen Grenzen respektierst und deutlich machst. Ich kenne ja eure Situation nicht und was ihr miteinander habt, aber das könnte z.B.heissen, du sagst ihm deutlich, was dir an ihm wichtig ist, was du gern mit ihm (er-)leben willst, aber dass du bei seinen Bestrafungs- und beleidigte-Leberwurstaktionen in Zukunft aussteigen wirst und er sich dann schon selbst wieder einkriegen muss. Und dann konsequent auch entsprechend handeln, wenn es wieder so weit ist!
Wenn ihm das zu blöd ist und er dann seinerseits aus der Beziehung aussteigt, weil es ja genug andere Doofe gibt, die sich auf so was einlassen, dann weisst du, dass es mit DIESEM Menschen eben nicht gibt, trotz bestimmter Verhaltensmuster mit ihm glücklich zu werden. Es ist leider nicht jede Liebe lebbar. Auch eine Sache, die man akzeptieren muss.
Es ist eben immer wieder die Frage: was will ich und was ist mir das wert?
In dem Fall: ist dir der Mann dieser Zirkus wert? Ist dein Leiden geringer als die Freude, die du mit ihm hast?
Es kann aber auch folgendes passieren: du bedienst dieses Muster mit obiger Ansage eben nicht mehr, und erlebst, dass er sehr wohl auch anders kann, sobald du deine Glaubwürdigkeit durch konsequentes Handeln wieder gewonnen hast.Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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13.09.2014, 13:19Inaktiver User
AW: Trennung von einem Narzissten
Nein, ich meinte nicht Dich. Du hast mich aber auch schon vorher falsch verstanden, eigentlich immer. ;)
Ich wollte auch MiaK nicht belehren, sondern deutlich machen, dass ich Abstand halte - und zwar zu Leuten wie ihr.
Und zu Deinem Prof: Spricht dort aus dir der Größenwahn? Er ist Prof, Du hast doch noch nichtmal das Studium abgeschlossen.
@Amelie: Zu Deinen posts:
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13.09.2014, 13:22
AW: Trennung von einem Narzissten
ich kenne das zwar, sehe es aber inzwischen anders. Ich muss mich auch nicht vor mir selbst rechtfertigen. Mir (persönlich) ist mehr damit gedient, wenn ich mich selbst trotz und wegen dieser Fehler- und Lasterhaftigkeit selbst annehme. Erst dann, das merke ich immer wieder, kann sich in mir tatsächlich etwas bewegen und drehen. Rechtfertigungen haben leider auch eine zementierende Wirkung. Sie sind nicht gerade der Inbegriff für liebevolle Selbstannahme.
Bitte Rechtfertigung nicht mit Selbstreflektion verwechseln!Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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13.09.2014, 13:24
AW: Trennung von einem Narzissten
Das ist ja auch der Grund dafür, dass er immer wieder gezögert hat, mich näher kennenzulernen. Ich entspreche eben nicht dem Bild von seiner Traumfrau. Wenn ich mir den Münchhausenstrang so anschaue, habe ich aber mehr und mehr den Verdacht, dass es mit einem Narzissten kaum einer auf Dauer aushält. Insofern sehe ich schwarz, was die Suche nach seiner Traumfrau angeht.



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