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    So viel Neid auf andere

    Hallo zusammen,
    Ich hoffe ich trete hier niemanden zu nahe. Dieses Thema nagt allerdings schon so lange an mir und ich traue mich mit neimanden darueber zu sprechen.

    Ich bin 31, mein Partner 34 und wir sind seit fast 6 Jahren gluecklich miteinander. Wir planen zur Zeit ein Baby und I'm naechsten Jahr steht hoffentlich ein Hausbau (kleines Haus auf kleinem Grund) in super Lage (mit u bahnanschluss in Sueddeutscher Grossstadt). Wir haben beide studiert und relativ gute Jobs. Haben die letzen 6 Jahre eisern auf unser Ziel Hauschen hingespart (kein Auto, kleine Wohnung, viel gearbeitet). Nun haben wir langsam das noetige Eigenkapital. Soweit klingt ja alles super.

    Nun aber das grosse aber. Ich bin tierisch neidisch. Eigentlich schon seit ich denken kann immer auf andere Menschen und Themen.
    Zur Zeit bin ich auf zwei konkrete Situationen wirklich neidisch und aergere mich deswegen taeglich.
    1) Mein partner hat einen bekannten. Beide haben aehnliche Ausgangsituation. Beide haben studiert und der erste Arbeitgeber war ein Flop. Nun aber das aber.der bekannte hatte Glueck. Nach nur einer Bewerbung kam er in einem Riesen Unternehmen unter. Dort hat er scheinbar einen Foerderer und nun wurde er nach Budapest versetzt. Er bekommt dort die Wohnung bezahlt und seine Partnerin muss deshalb nicht arbeiten. Mein Partner kam nach einiger Suche auch bei einem soliden Unernehmen ca 30.000 mitarbeiter weltweit. Gilt dort als High Potential und arbeitet wie verrueckt.
    Leider wurde der Chef der ihn foerderte krank. Nun hat er sich selbst auf die Beine gestellt und intern einen job mit mehr Potential angenommen. Eine Wohnung bekommt er aber nicht gestellt.
    Das macht mich neidisch da er genausoviel Einsatz zeigt, der andere aber wohl so viel sparen kann um ohne Schulden zu bauen.

    2) Das beschaeftigt mich noch mehr. In meinem Umfeld bekommen sehr viele Leute mit weniger Verdienst und Arbeitsbelastung als wir eine Wohnung von den Eltern oder zumindest grosse Zuschuesse. Ich werde oft mitleidig agesehen dass ich einen Kredirt benoetige und sie wuerden das doch nie tun sich von der bank abhaengig zu machen. Da bin ich echt neidisch. Ich kann hier nichts von meiner Familie erwarten.
    Dazu kommt, dass meine Grosseltern meiner Mutter und meinen Tanten viel gegeben haben(autos, monatliche Ueberweisungen bis in die 40er, Wohnungsrenovierungen...). Meine mutter sebst hatte daher nie den Anreiz selbst viel zu arbeiten da die Eltern ja geben. Nun sind die Etern tot und meine Mutter hat kaum Geld. Daher werde ich auch nie was bekommen und bin neidisch.

    So nun habe ich einen Roman geschrieben. Kan mich jemand verstehen oder bin ich voellig abnormal und undankbar. Wir arbeiten viel und hart wollen uns was aufbauen aber ich sehe eben das es einfacher geht. Daher bin ich oft traurig.

    Lia
    Geändert von lia_30 (29.01.2014 um 08:21 Uhr)

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    AW: So viel Neid auf andere

    Hallo Lia_30,

    willkommen im richtigen Leben. Es wird immer jemanden geben, der mehr hat als du, der gesünder, schöner, klüger oder beliebter ist als du/dein Partner. Mit deiner Mißgunst (ist für mich nicht das gleiche wie Neid) wirst du niemals ein zufriedenes Leben führen können. Du stehst dir selbst im Wege. Warum stellst du diese Vergleiche überhaupt an ?

    Du führst bereits ein privilegiertes Leben - aus der neidvollen Sicht derer, denen es wesentlich schlechter geht als dir. Sei doch stolz auf alles, was ihr aus eigener Kraft schafft. Ist deine Mutter ein glücklicher Mensch, weil sie es so viel leichter hatte/so viel bekommen hat von ihren Eltern ?

    LG

  3. Inaktiver User

    AW: So viel Neid auf andere

    Ihr seid privilegiert durch eure Ausbildung, seid gesund, habt ein Dach über dem Kopf und beide einen Job. Werde demütiger.

    Zu dem Kollegen mit der Wohnung in Budapest: Ohne diesen Anreiz würden die meisten Leute gar nicht erst hinwollen (würdest du?).

    Geld von den Eltern: Macht auch abhängig. Wir haben auch nie Geld von den Eltern erhalten und ich kann deinen Frust zum Teil nachvollziehen, aber ich habe zu häufig beobachtet, dass mit den Zuwendung auch Erwartungen (Rechenschaft, Dankbarkeit etc.) verbunden waren. Da bin ich lieber unabhängig.

    Und last not least kann man doch Dinge, die man selbst geschaffen hat, viel mehr genießen und schätzen. Also ich jedenfalls.

  4. Inaktiver User

    AW: So viel Neid auf andere

    1. Ich verstehe nicht, was dieser Bekannte von Deinem Freund mit DIR zu tun hat. Da müsste doch Dein Freund neidisch sein, wenn überhaupt.
    2. Wenn es Dein Traum ist, ein Haus zu haben, solltest Du dafür auch bereit sein, viel dafür zu arbeiten. Wenn Deine Freunde das nicht verstehen, würde ich diese Freundschaften überdenken.

  5. Inaktiver User

    AW: So viel Neid auf andere

    Mir persönlich ist es recht egal, ob Andere ein Haus haben oder Zwei. Ob die Firma denen eine Wohnung zahlt? Was kratzt mich das? Ich weiß nicht, inwieweit man da mit welchen Vertragskonditionen in Budapest tätig ist. Freu Dich über das was Du erreicht hast und über den Ist Zustand. Es wird immer Menschn geben, denen es besser geht. Ob sie dabei wirklich glücklich sind weißt Du nicht. Man kann ihnen nur vor den Kopf gucken. Und Du stehst Dir mit dem Gram eher selbst im Weg

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    AW: So viel Neid auf andere

    Scheint ein Massenphänomen zu sein - der Neid auf andere. Ich habe das Gefühl, es ist in Deutschland verpönt, zu zeigen, was man hat. Egal, ob man es geschenkt bekommen hat oder sich hart erarbeiten musste.
    Ich finde das schade. Ich selbst kenne keinen Neid. Wenn ich wollte, KÖNNTE ich ja Karriere machen, viel Geld verdienen, großes Haus, großes Auto - aber ich will ja den Preis dafür nicht bezahlen (viel Arbeit, kaum Freizeit, Anstrengung). Genau das sehen aber viele Menschen nicht - den Preis, denn die "Beneideten" häufig für ihr "tolles" Leben bezahlen...

    Und letztendlich - manch einer hat eben mehr Glück, manch einer weniger - wen will man dafür verantwortlich machen?
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  7. Inaktiver User

    AW: So viel Neid auf andere

    Zitat Zitat von lia_30 Beitrag anzeigen
    2) Das beschaeftigt mich noch mehr. In meinem Umfeld bekommen sehr viele Leute mit weniger Verdienst und Arbeitsbelastung als wir eine Wohnung von den Eltern oder zumindest grosse Zuschuesse. Ich werde oft mitleidig agesehen dass ich einen Kredirt benoetige und sie wuerden das doch nie tun sich von der bank abhaengig zu machen. Da bin ich echt neidisch. Ich kann hier nichts von meiner Familie erwarten.
    da würde ich schleunigst das umfeld wechseln.

    leute, die sich ihr geld nicht erarbeiten müssen, sollten meiner meinung nach eher beschämt als mitleidig sein.

    zum kotzen, sowas.

    schieß die ab.

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    AW: So viel Neid auf andere

    @lia-30
    Ich sehe Dein Problem darin, dass Du nicht das genießen kannst, was bereits vorhanden ist, bereits Erreichtes. Weniger als Neid, sondern als Unzufriedenheit. Wenn sich Dein jetziger Zustand änderte, wäre das Problem wohl das Gleiche.
    Da würde ich mal nachhaken. Woher kommt das, wie ist das entstanden?

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    AW: So viel Neid auf andere

    Zitat Zitat von lia_30 Beitrag anzeigen
    Das macht mich neidisch da er genausoviel Einsatz zeigt, der andere aber wohl so viel sparen kann um ohne Schulden zu bauen.
    Wie soll das gehen?
    Wenn wir mal als Minimum von 300 TEuro ausgehen, dann muss er sein Vermögen pro Jahr um 30 TEuro erhöht haben, falls er überhaupt schon 10 Jahre arbeitet. Das ganze von Anfang an.
    Das ist meiner Meinung nach absolut unrealistisch, dafür müsste er schon extrem gut verdienen und sehr sparsam leben.

    Vielleicht solltet ihr auch mal euer bisheriges Sparverhalten überdenken. Wenn du schreibst ihr verdient beide gut und lebt sparsam, dann sollte da nach 6 Jahren sagen wir mal um die 200 TEuro vorhanden sein. Bewegt sich das in dem Rahmen?

    Zitat Zitat von lia_30 Beitrag anzeigen
    2) Das beschaeftigt mich noch mehr. In meinem Umfeld bekommen sehr viele Leute mit weniger Verdienst und Arbeitsbelastung als wir eine Wohnung von den Eltern oder zumindest grosse Zuschuesse.
    Dann ist es eben so. Es ist nicht verboten seinen Kindern zu helfen und es ist auch nicht verboten, das anzunehmen. Man sollte es dann nur nicht so hinstellen, wie wenn man selbst das alles erarbeitet hätte.


    EDIT:
    Und wie schon erwähnt wurde, das ganze ist ein Luxusproblem. Die Median-Vollzeitstelle in Deutschland ist mit 32k brutto dotiert. Der Durchschnitt schafft es auch ganz gut zu leben, auch davon haben einige ein Eigenheim.

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    AW: So viel Neid auf andere

    da würde ich schleunigst das umfeld wechseln.

    leute, die sich ihr geld nicht erarbeiten müssen, sollten meiner meinung nach eher beschämt als mitleidig sein.

    zum kotzen, sowas.

    schieß die ab.
    Warum soll man sich schämen, wenn man was geschenkt bekommt? Ist es besser, darauf zu warten, bis man alles erbt? Man kann seinen Mitmenschen doch einfach mal was gönnen und sich mit freuen.

    Aus deinen Sätzen spricht -sorry - der blanke Neid!
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


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