Liebe Community,
ich bin manchmal sehr impulsiv. Dann blubbere ich einfach drauf los, ohne vorher nachzudenken. Meistens finde ich das auch völlig in Ordnung und es ist auch eine Eigenschaft, die an mir geschätzt wird.
In manchen Momenten ist es jedoch einfach unpassend, z.B. bei der Arbeit. Obwohl ich mich da schon viel mehr zurückhalte, als in der Freizeit, kommt es doch immer wieder vor. Ich meine damit nicht, dass ich irgendjemanden vor den Kopf stoße oder unverschämt werde, sondern dass ich einfach meine Meinung kundtue und mich (möglicherweise) dadurch angreifbar mache. Diplomatie ist leider nicht so meins!
Auch im privaten Umfeld kommt es manchmal vor, dass ich mir hinterher in den Allerwertesten beißen könnte, weil ich einfach nicht meine Klappe gehalten habe. Es ist dann teilweise so:
Der Kopf sagt: Sei ruhig. Und der Mund plappert trotzdem drauf los. Und hört dann nicht mehr auf. Und hinterher fühle ich mich blöd, weil ich es nicht geschafft habe.
Habt ihr hier vielleicht Tipps für mich? Die den Kopf noch lauter machen, so dass es der Mund auch hört? Mit denen ich vielleicht solche Situationen von vornherein verhindern kann?
Ich hoffe, es war einigermaßen verständlich, was ich meine. Habe das Gefühl, ich drücke mich heute etwas verschwurbelt aus.
Liebe Grüße
Rinoa![]()
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 34
Thema: Erst denken, dann reden!
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27.01.2014, 20:50Inaktiver User
Erst denken, dann reden!
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27.01.2014, 21:00
AW: Erst denken, dann reden!
Das kenne ich gut, Rinoa. Bei mir ist es so, dass ich teilweise noch während ich so drauf los plappere, quasi neben mir stehe, und denke: o Gott, was brabbelt die denn da wieder. Also ich bin mir zum selben Zeitpunkt bewusst, dass ich besser die Klappe halten sollte und tue es doch nicht.
Ich glaube, dass ist oft Unsicherheit. Bei mir jedenfalls. Ich versuche dann, mir diese nicht anmerken zu lassen und obwohl es besser wäre, ruhig zu bleiben, als Dinge zu erzählen, die mir später zum Nachteil gereichen könnten - ist ähnlich, wie du schilderst, nichts Dramatisches, nichts Beleidigendes oder so, aber einfach Sachen, die nicht jeden was angehen - kann ich in solchen Momenten schwer stopp! sagen.
Ich bewundere Leute, die sich so mystisch geheimnisvoll immer bedeckt halten können. Wirkt klüger und souveräner und ist es wahrscheinlich auch. Mein Trost ist einzig, dass ich ja nicht wirklich so bin sonst könnte ich das ja nicht von außen sehen und erkennen. Nur ist die Außenwirkung dann manchmal seltsam.
Tipps habe ich auch nicht wirklich. Außer den, sich einfach mal zusammenzunehmen. Vielleicht hilft Training!
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27.01.2014, 21:09
AW: Erst denken, dann reden!
wie darf man sich das vorstellen, wie das tourette-syndrom?
jeder sagt mal sachen wo er sich nachher denkt "klug war das jetzt nicht grade"
aber wenn ich das vorher schon denke dann sag ichs nicht, mein mund bewegt sich ja nur weil mein kopf wörter formt u. dem mund das aussprechen "befiehlt".
dass mein mund einfach weiterspricht, auch wenn ich das nicht will, kann ich mir grad schwer vorstellen.
vielleicht einfach auf die zunge beißen?
Männer haben für jede Lösung ein Problem!
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27.01.2014, 21:12Inaktiver User
AW: Erst denken, dann reden!
Ich habe keine Tipps, reihe mich aber in die Reihe derer ein, die auf Tipps warten. Ich kenn das auch, zu viel zu reden - zu viel über mich zu reden - zu viel über mich zu reden, was andere gar nix angehen sollte. Warum ich das mache? Keine Ahnung. Ich warte mal auf Antworten hier...
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27.01.2014, 21:17
AW: Erst denken, dann reden!
Mir geht das auch ständig so. Allerdings merke ich nicht währenddessen, sondern erst im Nachhinein, dass ich nicht so viel sagen hätte sollen. Habe das aber eher so im Umgang mit Fremden Leuten, beim Einkaufen, auf der Straße etc. Neulich z.B. saß ich in der S-Bahn und ein netter Mann hat eine rosane Haarklammer vom Boden aufgehoben und mich gefragt ob da meine ist. Ich verneinte und sagte dann noch "sieht eher nach kleinem Mädchen aus". Das kam mir direkt danach seltsam vor, wieso laber ich den wildfremden Typen voll, der nur höflich sein wollte? Ein "Nein, aber danke" hätte doch gereicht.
Ich glaube, ich hab das von meiner Mutter übernommen. Wenn ich mit ihr unterwegs bin, finde ich es immer total unangenehm wenn sie fremden Leuten lang und breit irgendwas erklärt, was diese Menschen gar nicht interessiert. Und ich selbst erwische mich nun immer wieder dabei, dasselbe zu machen
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27.01.2014, 21:23
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27.01.2014, 21:27Inaktiver User
AW: Erst denken, dann reden!
Ja, genau DAS ist es!

Währenddessen denke ich: Komm hör auf, sei still, lächle und geh deines Weges (oder wechsel das Thema oder irgendwas). Aber ich rede trotzdem weiter!
Ich wäre dann manchmal auch gerne souveräner oder sphinxhafter (gibts das Wort überhaupt?) und nehme mir das vorher auch ganz fest vor, aber Pustekuchen. Ganz schnell bin ich wieder drin in diesem Geplapper...
In letzter Zeit habe ich es damit versucht, dass ich z.B. in der Mittagspause allgemein einfach etwas zurückhaltender und ruhiger war, versuchte, nicht mehr alles gerade so auszusprechen, wie es mir in den Sinn kam. Jetzt werde ich ständig gefragt, ob mit mir alles in Ordnung ist, ich wäre so ruhig...
Komischerweise scheint es mein Umfeld (sei es privat oder beruflich) gar nicht so sehr zu stören, mich allerdings in gewissen Situationen schon.
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27.01.2014, 21:34Inaktiver User
AW: Erst denken, dann reden!
Danke Punto, jetzt musste ich lachen!

Das Problem ist nicht so sehr, dass ich dann hinterher denke, ich hätte etwas unkluges gesagt. Sondern eher, dass ich zu viel von mir preisgegeben habe. Und da muss ich noch nicht einmal etwas Persönliches gesagt haben. Mmh, ist schwer zu erklären. Vor allem jemandem, der seinen Mund offenbar besser im Griff hat als ich!
Es ist manchmal einfach ein bisschen das Gefühl, "zu viel" gesagt zu haben. Und das ist mir dann hinterher unangenehm.
Oder vielleicht Mund zukleben!
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27.01.2014, 21:35Inaktiver User
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27.01.2014, 21:39
AW: Erst denken, dann reden!
Ich glaub auch nicht, dass das die Anderen stört... Im Gegenteil, die Leute mögen das schon, wenn man viel von sich preisgibt, im schlimmsten Fall befriedigt es deren Voyeurismus. Es besteht ja auch die Möglichkeit, dass es gar nicht so wild ist, was du von dir erzählst und du das nur meinst. Also, mir geht es ja wie dir und verstehe schon, dass das manchmal unangenehm ist, vielleicht sind wir aber auch zu streng mit uns. Die Menschen vergessen schnell oder nehmen Dinge einfach nicht so wichtig, die sie nicht selbst betreffen. In erster Linie will es ja jeder erst mal vermeiden, sich selbst zu blamieren.



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