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  1. Inaktiver User

    AW: Freiberuflich - und ich - gesellschaftlich kaum anerkannt?

    Zitat Zitat von Motte75 Beitrag anzeigen
    Und ja, ich war schon immer ein Mensch mit schlechtem Selbstvertrauen. (....) Ich komm aber nicht von diesem Vergleichen weg. Ich sehe überall nur Menschen die besser sind als ich oder normaler.
    Ich komme teils zwar selbstbewusst rüber, bzw. spiele ich die Selbstbewusste aber tief in mir drin, schauts anders aus.
    Ob ich so Erfolg habe, langfristig, glaube ich ehrlich gesagt nicht mal selber
    Daran kann man arbeiten. Und wenn es einen hindert, dann muss man daran arbeiten.

    Jammern ist zwischenzeitlich erlaubt und sich selber leid tun auch, aber nicht dauerhaft.

    OK?
    Du kannst was (sonst würdest Du keine Aufträge bekommen) - also krieg den Dingens hoch und tue was, um diese lebens- und berufshinderliche Einstellung zu verändern. (oder rhetorische Frage: ist es vielleicht doch eher sowas wie ein Entschuldigungspflaster oder dient es dazu, Streicheleinheiten einzutreiben ???)

  2. Inaktiver User

    AW: Freiberuflich - und ich - gesellschaftlich kaum anerkannt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Darf ich Deinem Satz ein Wort hinzufügen?
    ".....neiden vielen Menschen den erfolgreichen Freiberuflern ihre Form der Tätigkeit"

    Der Erfolg stellt sich jedoch mit finanziell-tödlicher Sicher nicht ein, wenn man selber Bedenken hat ...und sich dann auch noch mit Bedenken der anderen auseinandersetzen muss. ....und auch noch förmlich nach solchen sucht

    Das "Dumme" an der Selbständigkeit ist, dass der Erfolg sich nur einstellt, wenn man Spaß daran hat.
    Aber leider hat man jedoch nur dann Spaß daran, wenn man auch Erfolg damit hat.
    ... ich füge hinzu: Und sich seines eigenen Wertes BEWUSST ist.

    In diese Falle tappen zu viele Frauen.

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    AW: Freiberuflich - und ich - gesellschaftlich kaum anerkannt?

    Du hast vorhin mal gesagt, dass Du selbstbewusst schon spielen kannst, aber dass es in Dir ganz anders aussieht. Das ist aber schon der erste Schritt zum Selbstbewusstsein.

    Ein (leider Enlischer) Spruch der mir dazu einfaellt: "fake it until you make it". Irgentwann ist das selbstbewusste Auftreten dann nicht mehr Schauspielerei, sonder so, wie Du eben bist. Das habe ich auch schon gemacht. Ich war so wahnsinnig schuechtern und hatte so ein schlechtes Selbstwertgefuehl als ich mit der Schule fertig war (eine ganz abgeschottete Privatschule in der man wie in einem Gewaechshaus gedeien kann aber es hat nichts mit der realen Welt zu tun). Ich konnte damals fast nicht aus dem Haus, weil ich ausserhalb meiner Schule nicht wusste, was jemand in meinem Alter denn so anzieht.

    Aber, dann habe ich mir auch Muehe gegeben, eben so zu tun, als waere ich ganz selbstsicher drauf. Und habe an der Uni viele getroffen, die mich nett und selbstsicher fanden und mir sagten, wie unsicher sie sind :)

    Da konnte ich dann gut mitreden. Also, Du bist schon auf dem richtigen Pfad.

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    AW: Freiberuflich - und ich - gesellschaftlich kaum anerkannt?

    Zitat Zitat von Motte75 Beitrag anzeigen
    Aber ich habe das Gefühl, ich werde dieses "die ist zu dumm für alles "-Image nicht los...
    Weder bei anderen, noch vor mir selbst.
    Motte, geht es Dir hauptsächlich darum, dass andere ("DIE Gesellschaft") Deine Tätigkeit nicht anerkennen oder dass Du speziell mit Deiner ehemaligen Firma und allgemein mit Deinem Selbstbewusstsein Probleme hast? Vielleicht hilft es Dir mal diese 3 Felder auseinander zu dröseln. Wenn es wirklich nur die Gesellschaft ist, Du ab und an komische Bemerkungen von Dir nicht nahe stehenden Personen bekommst, was kümmert es Dich.
    Mit dem was Du hier beschreibst, hast Du aber mehr Probleme mit Dir und nicht mit der Gesellschaft. Ich finden den Tipp von annakathrin gut.

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    AW: Freiberuflich - und ich - gesellschaftlich kaum anerkannt?

    Hallo, sorry für die lange Pause, viel Arbeit - zum Glück. Ich glaube, grundsätzlich habe ich mich selbst noch nicht zu 100% mit meiner Arbeitsform angefreundet. Ich fühle mich nutzlos, wenn mal einen Vormittag nichts los ist. Oder wenn einmal einen Tag unter der Woche nichts los ist. Sofort kreisen die Gedanken, du bist ein Versager, andere arbeiten jetzt,...obwohl gleichzeitig ich dann beispielsweise ein ganzes Wochenende durcharbeite...(da arbeiten ja die anderen nicht).
    Aber ich werd das Versager-Gefühl nicht los. Aber auch in allen Bereichen meines Lebens. Andere haben zumindest, wenns im Job nicht sooo toll klappt, eine Familie, worin sie sich entfalten, worin sie gut sind, gute Mutter, guter Ehemann, was auch immer...das fällt bei mir weg. Ich habe das Gefühl, ich werde nirgends gebraucht, bin total nutzlos, mein Leben ist so sinnleer. Ich tu halt mal so. Aber es führt nirgends hin. Andere haben kleine Kinder, darin den Sinn, oder eben einen guten Job, wo sie gut verdienen, darin der Sinn, oder bauen ein Haus, darin der Sinn...aber wir wohnen bereits gut, Kinder sind kein Thema mehr, an meinem Job arbeite ich sowieso..ich habe ehrlich gesagt, keine Interessen..fühl mich so nutzlos, nirgends zugehörig. Nicht nur Kinderfront, wie meine Freundinnen...die ihre Zukunft mit ihren Männern aufbauen, nicht bei den älteren, die schon an Enkelkinder denken, irgendwie so richtig nirgends...
    Und so lang ich mich persönlich nicht irgendwie einordnen kann, ich weiß nicht, fehlt mir das Selbstvertrauen und auch der Biss. Ich hatte und hab immer das Gefühl ich mach alles falsch, sei es als Hausfrau, Mutter, Beruflich...ich kann von allem ein bisschen was, nix wirklich. Motte

  6. User Info Menu

    AW: Freiberuflich - und ich - gesellschaftlich kaum anerkannt?

    offenbar füllt dich deine Arbeit, obwohl freiberuflich, nicht mit Sin aus. Da sehe ich zwei Ansätze:
    1. Könntest Du Deine berufliche Tätigkeit, für die Du ja in erster Linie selbst verantwortlich bist, (was ich persönlich wunderbar fände und gerne hätte, aber vielleicht sehe ich das als Unerfahrene auch zu positiv)
    irgendwie etwas anders ausrichten, so dass Du mehr Sinn darin findest? Andere Dienstleistung, Kundenkreis, ich weiß ja nicht was Du machst.

    oder 2. Du suchst Dir neben der Arbeit eine ehrenamtliche Aufgabe, die Dir wichtig ist, möglichst zeitlich so flexibel, dass Du Dich nach Deinen Aufträgen richten kannst. Dann hättest Du in Leerlaufzeiten etwas Sinnvolles, und die Zeit muss Dir nicht so verschwendet vorkommen.Ich weiß ja nicht, was Dir liegt, im Sozialen, Umweltschutz, Tiere, Künstlerisches..

    ach so, da fällt mir noch was ein: Ich selber habe aus ähnlichen Gründen wie Du, wenn ich auch nicht freiberuflich bin, ein Fernstudium an der Uni Hagen begonnen und es gibt mir sehr viel. Ich denke das ist auch eine Frage der Identität: Wer bin ich? Der Mensch definiert sich sehr über das was er tut und kann, und wenn da der Beruf wenig hergibt, muss man diese Lücke mit etwas anderem zu füllen versuchen. Wäre das eine Möglichkeit?
    Ich hoffe, ungefähr auf Dein Problem eingegangen zu sein.

  7. Inaktiver User

    AW: Freiberuflich - und ich - gesellschaftlich kaum anerkannt?

    @Motte

    Da Du näher an Dir und Deinem Leben dran bist als jemand hier, wirst Du wohl schon recht haben. Ich will Dir das auch gar nichts ausreden. Wäre wahrscheinlich sowieso zwecklos - oder ?

    Aber gratulieren möchte ich Dir. Denn solche "Probleme" muss man sich leisten können, sie bedürfen schon eines gewissen Luxuses.
    Ein anderer würde sich vielleicht die lange Problemliste vornehmen, nach Zusammenhängen suchen, sich Änderungsmöglichkeiten überlegen, gezielte Fragen dazu stellen .... Du jedoch lehnst Dich zurück, schaltest das Gedankenkarussell ein (Fachbegriff: Mind-fucking) und wenn Dir jemand mit einem Vorschlag kommt, sagst Du nur: "Danke, mach ich auch nicht".

    Gut so. Bleib wie Du bist. Du weißt wie*s anders gehen könnte. Alles hat seine Gründe -
    auch das verharren ist eine Zeit lang nötig.
    (Wenn ich jetzt genügend gerüttelt habe, dann lass Dich mal umarmen



    Anmerk. an die Moderatoren: ich hab's hier mal mit dem Ansatz der provokativen Therapie versucht... wenn sonst nichts hilft, vielleicht das. - s. die Smileys

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    AW: Freiberuflich - und ich - gesellschaftlich kaum anerkannt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Anmerk. an die Moderatoren: ich hab's hier mal mit dem Ansatz der provokativen Therapie versucht... wenn sonst nichts hilft, vielleicht das. - s. die Smileys
    Liebe Jagenau,
    thumbs up!

    Und außerdem bekomme ich bei so provokativen zugleich hilfreichen Antworten gleich Lust selbst ein Problem einzustellen. (ganz ernst gemeint )

  9. User Info Menu

    AW: Freiberuflich - und ich - gesellschaftlich kaum anerkannt?

    Zitat Zitat von Motte75 Beitrag anzeigen
    fühle mich nutzlos, wenn mal einen Vormittag nichts los ist...obwohl gleichzeitig ich dann beispielsweise ein ganzes Wochenende durcharbeite...(da arbeiten ja die anderen nicht).
    erstens, bin ich mal nicht von besagter Firma abhängig ... Sie waren auch immer zufrieden, denke ich.
    Sie haben mir ja auch nicht zugetraut, dass ich JEMALS ein Studium abschließen würde, da ich doch so dumm wäre.
    sorry für die lange Pause, viel Arbeit - zum Glück.
    Irgendwie verstehe ich grad dein Problem nicht. Du widerlegst doch selbst, dass du keinen Erfolg hast. Du hast ein Studium abgeschlossen, dich selbständig gemacht, verdienst dein Geld, wenn du auch nicht reich wirst davon (das schaffen die Wenigsten).

    Andere haben zumindest, wenns im Job nicht sooo toll klappt, eine Familie, worin sie sich entfalten, worin sie gut sind, gute Mutter, guter Ehemann, was auch immer...das fällt bei mir weg.
    Ich dachte du bist verheiratet? Oder ist dein Mann kein "guter"?

    Dir fehlt es schlicht an Selbstbewusstsein und du solltest tatsächlich deinen Fokus auf das legen was du hast, denn viele haben das nicht: eine selbstbestimmte Tätigkeit z.B., Freunde/Freundinnen und "wir wohnen bereits gut" (aber sogar das schaffst du allerdings in die Negativliste einzuordnen ).
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

  10. Inaktiver User

    AW: Freiberuflich - und ich - gesellschaftlich kaum anerkannt?

    Zitat Zitat von bazeba Beitrag anzeigen
    thumbs up!
    Na, nun haste mich aber ganz schön gefordert. Obwohl einigermaßen Englisch sprechend, war mir dieser Begriff unbekannt.



    Zum Glück gibt es ja die gute alte Tante Google

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