Liebe BriCom
Ich bin neu hier, lese aber schon länger immer wieder mal rein.Ich fang dann gleich mal an:
Ich bin 24 und seit ich 18 bin mit meinem ersten Freund glücklich zusammen. Als wir zusammenkamen dachte ich nicht, dass es so lange halten würde, ehrlichgesagt. Es hat sich daraus aber eine riesengrosse, wunderschöne Liebe entwickelt, wir sind uns sehr nah und vertraut!Ach ja, und wir wohnen nun seit 3 Jahren zusammen.
Ich bin aber auch seit 2 Jahren in Therapie wegen sozialer Unsicherheit, mangelndem Selbstvertrauen und leichten Depressionen. Ich habe nur eine Freundin und zwei Bekannte, die ich sehr selten mal sehe, ansonsten hat mein Freund alle Rollen übernommen (bester Freund, Vertrauter, meine Liebe...). Wegen meiner grossen Unsicherheit fühle ich mit den meisten Menschen, vor allem Gruppen, meist unwohl. Ich bin nervös, gehemmt und fühle mich den anderen grundsätzlich unterlegen.
Letzten Sommer hat mein Freund fertig studiert und daraufhin eine tolle Stelle gefunden, er fühlt sich dort wohl und hat nette Arbeitskollegen, mit denen er sich gut versteht. Es hat also neu nun auch ein "eigenes" soziales Umfeld, was mich natürlich für ihn freut! Aber ich bin dadurch auch verunsichert. Ich denke es sind zweierlei Dinge:
Zum einen ist wohl eine Angst da, ihn "an die anderen" zu verlieren, und sei es nur ein Teil von ihm. Einen Teil seines Lebens, den er nicht mir mir teilt.
Zum anderen habe ich selbst eben kein eigenes soziales Umfeld.
Heute in der Therapie wurde mir bewusst, dass ich wirklich etwas zu abhängig von ihm bin und ich mir was "eigenes" aufbauen muss / will. Ich will mich selbst finden, auf einenen Füssen stehen, mich nicht nur immer in ihm reflektieren... herausfinden, wer ICH bin. Wegen meiner Unsicherheiten fällt mir das leider ziemlich schwer, ich traue mir selbst sehr wenig zu und naja... habe lauter negative Überzeugungen was mich angeht
Ich weiss, es ist essentiell, dass ich mein Selbstvertrauen stärke und soziale Kontakte ausbaue... Im Moment fühle ich mich sehr klein und ängstlich, aber ich muss aktiv werden. Habt ihr Erfahrungen mit so einer Situation? Über Anregungen und Erfahrungen würde ich mich sehr freuen...
Viele liebe Grüsse
Filigrane
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13.01.2014, 12:01Inaktiver User
Sich selbst finden in Langzeitbeziehung
Geändert von Inaktiver User (13.01.2014 um 12:22 Uhr)
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13.01.2014, 16:47
AW: Sich selbst finden in Langzeitbeziehung
Liebe Filigrane,
erst mal herzlich willkommen in der BriCom!
Und Gratulation zu deinem Entschluss, dir ein eigenes soziales Umfeld zu schaffen!
Deine Verunsicherung und Befürchtungen kann ich nachvollziehen. Soziale Ängste können ein Hemmschuh sein, müssen aber nicht. Und du arbeitest daran in deiner Therapie. Vielleicht hilft dir auch der Gedanke, dass du von deinem neuen sozialen Umfeld auch ganz viele positive Rückmeldungen bekommst und somit - wenn auch von außen - deine Unsicherheit peu à peu weniger wird. Und es wird auch eine andere Dynamik in deine Beziehung bringen: Dein Freund hat etwas Neues zu erzählen, und du auch. So etwas belebt auch. Es gibt ja kein Entweder-oder, sondern ein "und". Eigene Freunde und Vertraute finde ich als Ausgleich ganz wichtig.
Was mir spontan einfällt: Gibt es an deinem Ort ein Selbsthilfenetzwerk? Es gibt in größeren Städten Selbsthilfegruppen zu ganz unterschiedlichen Themen, zum Beispiel auch für Sozialphobiker. Da kannst du ergänzend zu deiner Therapie noch etwas tun und lernst gleichzeitig neue Menschen kennen.
Was hast du für Interessen? Ich habe gerade selbst im letzten Jahr die Erfahrung gemacht, dass ich über den Sport - obwohl ich vorher ein absoluter Sportmuffel war... - in einem kleinen Frauenfitnessstudio sehr nette Kontakte gefunden habe, mit denen ich auch privat etwas unternehme. Und das, obwohl ich ein paar Tage älter als du (marschiere stramm auf die Mitte 40 zu), und es in diesem Alter noch etwas schwieriger wird mit neuen Freundschaften, da die meisten Familie und Kinder haben. Und gerade beim Sport geht es locker zu, man duzt sich, alle schwitzen...
Oder du schaust mal, ob es bei euch eine Volkshochschule gibt, an der du etwas Interessantes für dich findest.
Wie ist denn deine Lebenssituation? Du hast geschrieben, dass dein Freund sein Studium beendet und die erste Stelle gefunden hat. Studierst du auch, arbeitest du?
Lieben Gruß
sandflohIst das Leben nicht schön!?
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13.01.2014, 22:56Inaktiver User
AW: Sich selbst finden in Langzeitbeziehung
Hallo sandfloh!
Also ich stecke noch mitten im Studium. Leider versteh ich mich da auch nicht so gut mit den Mitstudenten, bzw. schaff ichs einfach nicht so, mich da einzufügen. Dafür habe ich da eine sehr gute Freundin, was wirklich toll ist.
Ich habe keine soziale Phobie (obwohl ich das mal dachte), sondern ich schaffs, ganz "normal" zu wirken, mache mich aber innerlich oft ziemlich heftig fertig
(Aber ich arbeite dran, das zu ändern!)
Was ich immerhin seit kurzer Zeit mache, ist alleine ins Yoga gehen! Ich bin sonst eigentlich auch total faul, aber das tut mir einfach echt gut. Obwohl ich da nicht grossartig Leute kennenlerne, mach ich da was für mich allein. Und danach fühl ich mich gut und zufrieden mit mir.
Meine Hobbys sind eher so im kreativen Bereich, zum Beispiel Schmuck machen. Und ich geh wahnsinnig gern in die Natur spazieren. Die Idee mit dem Volkshochschul-Kurs gefällt mir, da muss ich mich mal schlau machen (und schauen wieviels kostet...).
Ich dachte mir, ich fang mal ganz langsam an und treff mich erst mal mit einer alten Freundin. Eine Gruppe würde mich vielleicht noch etwas überfordern. Ich habe schon seit Ewigkeiten nichts mehr mit einer Freundin unternommen, ausser mit der, die ich eh fast jeden Tag sehe und viel telefoniere. Vielleicht kann ich so ein Bisschen was von der "alten Filigrane" wiederbeleben, die noch Freunde hatte und der Überzeugung war, dass für sie alles möglich sei...
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14.01.2014, 07:48Inaktiver User
AW: Sich selbst finden in Langzeitbeziehung
Ein VHS-Kurs, es werden meistens sehr viele im kreativen Bereich angeboten, hat mehrere Vorteile: Die Kosten sind sehr überschaubar. Aber der größte Vorteil für Dich vielleicht: Alle Teilnehmer/innen fangen neu an, für jeden ist es der erste Tag in diesem Kurs. Gut, vielleicht kennen sich zwei oder drei, aber viele haben ja so eine Art Hemmung, wenn man das erste Mal irgendwo hin geht.
Und wenn Du inhaltlich etwas machst, was Dir sowieso Freude bereitet, dann fällt es viel leichter.
In so einem kreativen VHS-Kurs kommt man sehr schnell ins Gespräch und es ist locker und ungezwungen.
Mach mal... Und noch ein Punkt, es ist nichts Therapeutisches, was ja vielleicht auch ganz gut ist.
Das wird schon, setz Dich nicht unter Druck.
Neue Menschen, neue Chance und Du weißt ja, was Du willst.
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14.01.2014, 17:35Inaktiver User
AW: Sich selbst finden in Langzeitbeziehung
Liebe Filigrane,
find ich schön, dass du etwas netter zu dir selbst sein möchtest :)
Du kannst dich mal umschauen an der Uni, da gibt es auch oft Kursangebote. Vielleicht findest du da ja etwas, die Kurse sind oft sehr günstig? Ich war an der Uni beispielsweise im Kajakkurs, das war super. Kleine Gruppe, alle fangen neu an, per se lustig, weil keiner mit dem Ding fahren kann usw.
Ansonsten finde ich die Idee mit den alten Freunden gut zum Üben. Lern dort erst einmal, wie schön es ist, sich mit anderen zu unterhalten. Dann kannst du immer noch neue Kontakte finden. Ich drücke dir die Daumen!
Ich weiß nicht, ob du in den sozialen Netzwerken aktiv bist. Ich bin viel umgezogen und musste daher immer viel auf Leute zugehen, um Bekanntschaften zu knüpfen. Da war ich von Anfang an aktiv trotz Beziehung (wollte von Anfang an nicht, dass wir uns zu Hause einigeln und nicht wirklich ankommen in der neuen Stadt). Für jede Stadt gibt es eine Gruppe sowas wie "Neu in..." oder "Mädels in ..." oder eben auch Special Interest je nach deinen Interessen. Du musst dich ja nicht gleich einer Gruppe mit 20 Leuten anschließen, aber vielleicht mal mit ein, zwei Leuten ins Kino gehen (da muss man nicht so viel reden und kann seine Unsicherheit über 90 Minuten abklingen lassen), wenn es passt, geht ihr danach noch was trinken. Ich bevorzuge übrigens Kleingruppen. Wenn ich eine Person nicht so mag, hab ich noch andere, mit denen ich reden kann.
Ich wünsche dir viel Erfolg!
Beste Grüße
litenprinsessen
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14.01.2014, 21:43
AW: Sich selbst finden in Langzeitbeziehung
Hallo, Filigrane!
Mir geht es ähnlichwie dir. Ich bin auch 24, bin mit meinem Freund zusammen, seit ich 17 bin. Es ist auch alles schön zwischen uns. Nur ich bin genauso unsicher und ängstlich wie du.
Ich habe 2 erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildungen und bin in meinem derzeitigen Job einfach nicht glücklich. Ich hab mir überlegt, vielleicht zu studieren. Aber ich habe auch Angst davor. Vor den Veränderungen, und davor es nicht zu schaffen, nicht gut genug zu sein. Auch davor, dass ich hinterher wieder nicht glücklich und zufrieden bin....
Ich hab mich so gut in deinem Text erkennen zu können, mein Freundeskreis ist auch sehr klein. Eigentlich nur mein Freund und ein paar Bekannte, die ich nicht oft sehe. Den meisten Kontakt habe ich mit meinen Arbeitskolleginnen, die ja auch echt super sind, aber es sind halt Kolleginnen und keine Freundinnen. Auch mein Freund hat eine super Arbeitsstelle gefunden, die ihn ausfüllt und glücklich macht. Nur ich halt nicht.... Ich weiß nicht, ob das normal ist, dass man sich in dem Alter selber finden muss. Ich komme mir sehr unnormal vor. Jeder in meinem Umfeld hat Familie und einen Job, der ihn ausfüllt. Nur ich bin unglücklich.
Ich bin so gehemmt, was mein Leben angeht. Und dabei so unglücklich und irgendwie fühle ich mich so zerissen. Ich weiß nicht, was ich machen soll...
Vielleicht hat ja noch jemand Erfahrung in so einer Situation, oder einen Rat.
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15.01.2014, 18:52Inaktiver User
AW: Sich selbst finden in Langzeitbeziehung
Danke für euren Zuspruch, das motiviert mich sehr
Ich werd jetzt mal meine alten Freundinnen kontaktieren, ich glaube das wird mir gut tun.
Bei mir wars so, dass ich gerade eine Krise hatte als ich mit meinem Freund zusammen kam (Probleme in der Schule, Vater Alkoholiker), ich weiss nicht, was ich da ohne ihn gemacht hätte... Ich hatte dann halt ein starkes Rückzugs-Bedürfnis. Und, man kennt das ja, wenn man frisch verliebt ist, vernachlässigt man Freunde... hab ich leider auch getan. Jetzt fühle ich mich wie eingerostet, und ich bin viel ängstlicher und unsicherer als früher. (Wobei, seit ich in Behandlung bin wirds langsam aber sicher besser!) Ich hab das Gefühl, wie neu lernen zu müssen mich in Gesellschaft wohl zu fühlen, mich anderen zu öffnen. Und durch kleine Erfolge zu lernen, dass ich gar nicht so langweilig, unattraktiv etc. bin.
@ Mia:
Ich glaube schon dass Selbstfindung in dieser Zeit für viele ein Thema ist. Irgendwie ist man jetzt richtig im Erwachsenenleben angekommen, so empfinde ich es. Ist dein Freund auch dein erster, und du seine erste? Wir sind ja quasi mit unseren Freunden gemeinsam erwachsen geworden. Ich habe mich nie als Allein-Erwachsene erlebt! Ich mach mir auch viele Gedanken an die Zukunft zur Zeit, eben auch, dass ich mit meinem Freund weiterhin zusammen sein möchte. Aber dass ich selber herausfinden will, wer ICH sein will, jetzt, als erwachsene Frau. Was ICH für ein Leben leben möchte. Und das fühlt sich gut an, aber das heisst auch, dass ich aktiv werden muss... mich meinen Ängsten stellen.
Ich schäme mich ein bisschen, dass ich mich irgendwie mit meinem Freund vergleiche. Durch meine Verlustangst und Unsicherheit bin ich auch oft eifersüchtig, wenn ich irgendwo nicht dabei bin. Ich habe auch manchmal Angst, dass er sich in eine andere verliebt
Und es gibt Tage, da fühle ich mich so wertlos und ich sehe irgendwie jede andere Frau als Bedrohung
Ich will aber nicht so eifersüchtig sein! Vor allem gibt mein Freund mir eigentlich null Anlass dazu! Wie wird man dieses Gefühl bloss los!?
Wir sind doch noch jung, ein Studium anzufangen läge allemal noch drin! Aber ich versteh natürlich auch, deine Unsicherheiten (oh ja). Was würdest du denn gerne studieren? Du scheinst nicht genau zu wissen, was du willst? Kannst du deine Ängste konkreter benennen?
Zu den Freundschaften: Viele Freunde brauch ich gar nicht. Auch erwarte ich nicht, so schnell wieder eine allerallerbeste Freundin zu finden, mit der ich über alles reden kann (aber das wär so schön...). Ich möchte einfach merken, dass ich auch für andere Menschen "jemand" bin, dass es da noch ein paar Leute gibt, mit denen ich mich über mein Leben und ihres austauschen kann. Mein Universum fühlt sich so klein an.
Ist vielleicht ein bisschen Mischmasch geworden, tschuldigung...
Viele liebe Grüsse
Filigrane
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16.01.2014, 01:24Inaktiver User
AW: Sich selbst finden in Langzeitbeziehung
Liebe Filigrane,
ich erkenne mich in deinem Text fast 1:1 wieder - bin allerdings mit Anfang 30 etwas älter als du :-) Einsamkeit und negative Glaubenssätze über sich selbst kenne ich leider nur zu gut und auch das Außenvorsein in Gruppen, die Ängstlichkeit wenn man so viel auf sich allein gestellt ist... Bis Mitte 20 hatte ich echt eine harte Zeit.
Ich möchte aber nicht deinen Thread in Beschlag nehmen, sondern dir Mut machen :-) Du bist auf einem guten Weg, denn du bist reflektiert, kannst deine Probleme benennen und hast den Willen an dir zu arbeiten. Du vergeudest nicht deine Zeit mit Selbstmitleid und negativen Gedanken, sondern tust Dinge die dir guttun. Für das alles hat es bei mir Lichtjahre gebraucht.
Dein Freund hat ein funktionierendes soziales Netz, was viel Druck rausnimmt, denn so hockt ihr nicht zu sehr aufeinander. Suche dir ein Ventil für deine Eifersucht und lasse sie ihn möglichst wenig spüren. Meine 1. Langzeitbeziehung mit Anfang 20 ist leider nach fast 6 Jahren an diesem Punkt gescheitert.
Hab mal einen schönen Spruch gelesen, der ging in etwa so: Wenn du jemanden liebst, versuche immer auch dich selbst zu lieben, denn dann muss der andere die Last deiner Bedürftigkeit nicht mehr allein tragen.
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16.01.2014, 01:37
AW: Sich selbst finden in Langzeitbeziehung
Toller Spruch!Hab mal einen schönen Spruch gelesen, der ging in etwa so: Wenn du jemanden liebst, versuche immer auch dich selbst zu lieben, denn dann muss der andere die Last deiner Bedürftigkeit nicht mehr allein tragen.
Liebe TE, ich sehe grosse Chancen für Dich denn bist Dir bewusst was Du tun musst.
Viel Glück, Du bist auf deinem Weg.
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16.01.2014, 14:05Inaktiver User
AW: Sich selbst finden in Langzeitbeziehung
Das mit der Eifersucht hat ja auch mit meinem mangelndem Selbstbewusstsein, das ist mir inzwischen glasklar. Dies ist der Kern, an dem ich arbeiten muss. Ich weiss, das Eifersucht (unbegründete) die Beziehung unnötig belastet, also möchte ich wirklich ein anderes Ventil dafür suchen als meinen Freund.
Ein Grund, warum ich mich vielleicht auch zurückgezogen habe und es mir so schwer fällt, wieder hinauszugehen ist der, dass meine frühere beste Freundin das totale Gegenteil von mir ist: Super offen, so hübsch, dass sie regelmässig von Leuten angesprochen wurde (während ich unbeachtet daneben stand...), sie lacht viel, lange schwarze Mähne, extrem kontaktfreudig. Sie hat eine Band und kennt viele Leute. Sie hat mit vielen Leuten von früher Kontakt, von der Schule, mit denen ich noch nie gesprochen habe.
Ich hab mich dann insbesondere von ihr zurückgezogen, da ich mich einfach nicht mehr wohl gefühlt habe mit ihr. Und jetzt - ich weiss dass es nicht so ist aber - kommts mir vor als sei sie da draussen einfach omnipräsent! Jede Bar, jeder Club wo sie hingeht, alle, die sie kennen... da will ich nicht hin. versteht ihr das irgendwie?? Ich denk mir auch, dass andere mich total schräg finden müssen, weil ich in diesen Trend-Bars der Stadt, diesen Treffpunkten für coole Leute meines Alters, noch nie einen Fuss hineingesetzt habe. (Ich weiss, total bescheuert...). Ich muss aber auch sagen, dass mein Freund und ich generell nicht so die Ausgeh-Typen sind. Ich unternehme durchaus gerne was, aber anstatt in Dicsos und Bars gehe ich eigentlich lieber ins Theater oder an ein Konzert, ins Kino oder lecker essen. Ich sehe (oder, ich gebs zu: google) Leute von früher und mir kommts vor als seien sie alle selbstbewusste Erwachsene geworden, cool, sie machen was besonderes, sind sexy, haben einen tollen Stil, jede Menge Freunde und Spass - alles was ich nicht habe
Ich weiss zwar auch: vieles davon WILL ich zwar gar nicht - aber ich denke es haben zu müssen... tja, das ist eben diese doofe Überzeugung, eben so sein und leben zu müssen wie die anderen.
Also es ist ein Bisschen so als gehörte die Stadt ihnen...
Ich bin schon reflektiert. Aber manchmal sind diese Gedanken so stark und die Gefühle dazu. Und die sind so lähmend. Das Grundgefühl, selbst nicht gut genug und wertvoll zu sein, ist grad wieder voll da.
Liebe Grüsse von der gerade etwas mutlosen
Filigrane


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