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  1. Inaktiver User

    AW: Sich selbst finden in Langzeitbeziehung

    Den Überlegungen zum Freund möchte ich doch einmal eine andere mögliche Sicht und Fragen dazu gegenüber stellen.
    ansonsten hat mein Freund alle Rollen übernommen (bester Freund, Vertrauter, meine Liebe...)
    Übernommen... oder ihm zugeschoben ? Hatte er eine Wahl ?
    Wer "benutzt" hier wen? Wer stellte sich wem zur Verfügung?
    Die Reihenfolge "Freund - Vertrauter - Liebe" lässt aufhorchen. ("Vater/großer Bruder" hast Du vergessen?)

    Wer benutzt wen? Diese Frage stellt sich nochmal bei dieser Schilderung:
    Letzten Sommer hat mein Freund (...)eine tolle Stelle gefunden, (...) Es hat also neu nun auch ein "eigenes" soziales Umfeld (...) Zum einen ist wohl eine Angst da, ihn "an die anderen" zu verlieren, und sei es nur ein Teil von ihm. Einen Teil seines Lebens, den er nicht mir teilt. Zum anderen habe ich selbst eben kein eigenes soziales Umfeld
    Ist es nicht vielmehr so, dass er Dir entgleitet, wieder mehr sein eigenes Leben findet?
    Dann ginge es also nicht nur darum (wie in der Threadüberschrift), dass Du Dich selbst findest - sondern auch, dass er sich wieder selbst findet, nachdem er lange Zeit "zur Verfügung stand in seinen diversen Rollen für Dich ?
    Sicher, dass Du die Schwache bist, als die Du Dich siehst?

    Ich weiss, es ist essentiell, dass ich mein Selbstvertrauen stärke und soziale Kontakte ausbaue..., aber ich muss aktiv werden.
    Ja, das musst Du. Aber willst Du es auch? Was vermisst Du, so sehr, dass Du es Dir jetzt, wo Dein Freund nicht mehr 100%ig zur Verfügung steht, woanders holst und sogar bereit bist, auch "zu geben"?
    Es ist immerhin unbequem. Angenehmer ist es doch, die Komfortzone nicht zu verlassen.

    Wie isst man einen rosa Elefanten? .... Richtig! In gaaanz kleinen Stücken.
    Meint für Dich: in kleinsten Schrittchen. Aber jeden Tag!
    Ein erstes könnte sein, das weiter auszubauen, was Du jetzt schon gerne tust und es nach außen zu erweitern.
    Womit verbringst Du Deine Freizeit, was interessiert Dich?
    Was hast Du anderen zu geben? (DAS ist die Kernfrage! Nicht: was bekomme ich wo?)

    Zum anderen habe ich selbst eben kein eigenes soziales Umfeld
    Du hast vielleicht keine tiefen Freundschaften, keinen großen Bekanntenkreis, aber mit Sicherheit ein soziales Umfeld.
    Du hast es nur noch nicht als Potenzial wahrgenommen, daran anzuknüpfen, es dann schrittchenweise auszubauen oder es von dort aus in andere Richtungen umzubauen und sei es auch nur übungsweise unverbindlich.


    Ich bin 24 und seit ich 18 bin mit meinem ersten Freund glücklich zusammen. Als wir zusammenkamen dachte ich nicht, dass es so lange halten würde, ehrlichgesagt. Es hat sich daraus aber eine riesengrosse, wunderschöne Liebe entwickelt, wir sind uns sehr nah und vertraut! Ach ja, und wir wohnen nun seit 3 Jahren zusammen
    Ihr wohnt seit drei Jahren zusammen und nun gilt es, auch zusammen zu leben.

    Zusammen leben geht nur mit eigener Lebendigkeit, mit Wachsen, mit inputs von beiden. Inputs, die nicht in abgeschotteten Räumen sich finden, sondern von außerhalb hineingetragen werden. Von beiden!

    Zu lieben und zu leben heißt nicht, sich gegenüber zu stehen und sich gegenseitig anzusehen
    (fixiert anzusehen), sondern nebeneinander in die gleiche Richtung zu schauen.
    Ersteres habt ihr jahrelang getan, jetzt ist ein Richtungswechsel Not-wendig.

    Du bist auf dem richtigen Weg.
    Was ist Dein erstes Schrittchen heute ?
    Geändert von Inaktiver User (12.02.2014 um 15:45 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Sich selbst finden in Langzeitbeziehung

    Bonsoir!

    Danke für eure tollen Anregungen!!!
    Tatsächlich... war ich gerade für 4 Tage in Paris! Und zwar mit meiner Freundin.
    Ich konnte es auch wirklich geniessen, obschon ich auch gemerkt hab, dass die freundin und ich uns nicht sooo nah sind. Und ich hab oft gedacht: das wär jetzt aber besonders schön wenn mein Freund da wäre. Aber es war schön und ich kam eigentlich ganz gut zurecht ohne ihn!

    @tandaradei: kraftsport - du hast mich ganz neugierig drauf gemacht. Ich denk ernsthaft drüber nach! :-)

    Ihr habt sicher Recht: durch eine Veränderung meinerseits wird sich sicher auch in meiner Beziehung einiges verschieben. Auch mein Freund findet jetzt "zu sich", auch für ihn habe ich viele Rollen auf einmal übernommen. Doch ich bin überzeugt dass er mich hundertprozentig unterstützt. Das einzige was er vielleicht beiträgt zur Förderung meiner Situation ist, dass er mir sehr viel Verständnis entgegenbringt anstatt mir mal einen Tritt in den Arsch zu geben.

    Jagenau, die Rollenübernahme geschah so, weil wir von Anfang an eine sehr innige Beziehung hatten, uns auch sehr ähnlich sind und wir dann halt ständig zusammen waren. Es ist gegenseitig, mit dem Unterschied dass ich mehr Zuspruch brauche als er. Beide haben wir kaum was mit anderen unternommen. Durch seine neuen Arbeitskollegen hat er jetzt sowas wie Freunde, und darum ist gerade JETZT für mich dieses Bedürfnis auch da, denk ich.

    Gute Frage, was genau mir fehlt? Hm, Sicherheit? Wissen, dass auch andere mich toll finden können. Weil ich ja mal alleine dastehen könnte. Diese Sicherheit muss ich mir von anderen holen... (klingt doof und nach Nicht-Vertrauen, aber könnte doch logisch sein oder was meint ihr?)
    Oder aber... ich vertraue einfach meinem Freund zu wenig!?

    Ja, ein soziales Umfeld hab ich, stimmt... studiere ja. Ich glaube inzwischen dass ich keine tiefen Freundschaften herbeizaubern kann. Aber ich kann trotzdem Freunde haben, Bekannte. Eigentlich tut es mir schon sehr gut einfach auch mal mit anderen Menschen Zeit zu verbringen und sich auszutauschen.

    Ich hoffe ich bin auf alles eingegangen! Les morgen nochmals eure Beiträge durch. Bin jetzt etwas müde :-)

    Gute Nacht,

    Filigrane

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