ich glaube, gerade das kind, das bald auf die welt kommt, wird diesen zukünftigen vater - wenn er sich weiterhin so zielführend in seinen interessen verhält - auf die ziellinie führen.
habe das ganz oft erlebt, dass gerade ein kind die sicht auf fast alles sehr verändert. so ne art reifeprozess einsetzt.
wir hatten einen freund ( leider schon verstorben), der sich eine existenz aufbaute, mit eigenem geschäft etc.
toller handwerklicher beruf, wo die ehefrau und beide kinder mit arbeiteten.
sein werdegang, angefangen von der schule, ausbildung, existenzgründung verlief vorbildlich.
dann starb er und hinterlies einen scherbenhaufen.
insolvenz wurde angemeldet.
das war ein " gerader" lebenslauf. ausser viel, viel arbeit blieb aber nichts hängen.
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13.01.2014, 09:41Inaktiver User
AW: Zählt nur ein "gerader" Lebenslauf ?!
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13.01.2014, 10:14
AW: Zählt nur ein "gerader" Lebenslauf ?!
So etwas ist sehr traurig und nicht wirklich zu begreifen.
Eigentlich sollten Selbständige so vorsorgen das im Fall der Fälle die
Hinterbliebenen nicht noch vor solchen Trümmerhaufen stehen müssen...Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
wir waren
Aharon Appelfeld
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13.01.2014, 10:17
AW: Zählt nur ein "gerader" Lebenslauf ?!
Soweit ich weiß, will die Freundin nicht allzu lange zuhause bleiben.Er muss dann mit ran
und bereitet sich auch vor,mit Kurs für werdende Väter usw, finde ich klasse!Mein Großer musste
das alles nicht lernen -kannte vieles noch vom kleinen Bruder, leider ist er aufgrund des Berufs viel
außer Haus.Irgend was ist immer "suboptimal".Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
wir waren
Aharon Appelfeld
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13.01.2014, 10:18Inaktiver User
AW: Zählt nur ein "gerader" Lebenslauf ?!
ja, das ist wirklich nicht zu begreifen.
wir schütteln heute noch den kopf.
damit wollte ich aber nur verdeutlichen, dass das LEBEN nicht immer so planbar ist.
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13.01.2014, 10:28
AW: Zählt nur ein "gerader" Lebenslauf ?!
Mein Lebenslauf in jungen Jahren war geprägt von Eltern die sich eben gar nicht kümmerten,denen
es im Prinzip egal war was wir machen.Mein Vater zB. hat sich 8 Wochen Zeit gelassen, das Beiblatt
von meinem Bafög-Antrag zu unterschreiben, sodass ich erst mit Anwalt drohen musste.Er meinte
Lehre genügt für mich und fand das alles unsinnig.Am Ende kam es so das ich mein FH -Studium ab-
brach,weil ich schwanger wurde und es so nicht finanzierbar war,trotz diverser Jobs.
Meinen heutigen Beruf- der für mich auch "richtig" ist- lernte ich erst als mein Sohn schon geboren
war,mein Mann im Referendariat, dann "Junglehrer" mit wenig Geld anfangs.
Diese Phase des "mal sehen ob mir das liegt"- wie derzeit bei meiner Tochter (sie nimmt ihre Aus-
bildung aber sehr ernst)- finde ich beneidenswert .
Ein Mitschüler meines großen Sohnes, 27 wie er,hat nach 2 Semestern sein Studium abgebrochen
und sehr erfolgreich eine kleine, jetzt schon nicht mehr ganz kleine, Firma gegründet.
Er hat eine Nische für sich entdeckt und das dann konsequent durchgezogen.
Rein faktisch ist er jedoch "berufslos"....Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
wir waren
Aharon Appelfeld


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