Hallo gezeitenfrau,
solche Mütter könnte ich ja immer schütteln, obwohl mir diese Ängste durchaus bekannt vorkommen.
Meine Eltern haben auf meinen Bruder so lange eingeredet, bis er ein Studium Wirtschaftswissenschaften absolviert hatte. Währned der ganzen Zeit hat er nebenbei halbprofessionell in einer Band gespielt. Nach Abschluss des Studiums hat er keinen Tag in seinem Beruf gearbeitet, sondern ein Tonstudio gegründet, das jetzt bald 25 Jahre läuft.
Mein mittlerer Sohn hat 2 Lehren abgebrochen und ist ebenfalls Musiker, hat auch ein Tonstudio gegründet.
Ich bezweifle, dass man nur mit geraden Lebensläufen im Leben klarkommt. Und wer auf lange Sicht glücklicher ist, scheint mir logisch.
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 35
-
11.01.2014, 18:02Inaktiver User
AW: Zählt nur ein "gerader" Lebenslauf ?!
-
11.01.2014, 18:06Inaktiver User
AW: Zählt nur ein "gerader" Lebenslauf ?!
-
11.01.2014, 18:07Inaktiver User
-
11.01.2014, 18:28
AW: Zählt nur ein "gerader" Lebenslauf ?!
Ich verstehe etwas anderes mit geraden Lebenslauf...er ist doch nicht auf schiefer Bahn?
Jeder bekommt ein Leben, das soll er/ sie leben wie gewollt, so lange damit anderen kein Schaden zu kommt ist alles klar.
Eltern die ihre Kinder nur mögen wenn sie funktionieren nach ihrem Plan, tun mir ehrlich leid.
-
12.01.2014, 16:58Inaktiver User
-
12.01.2014, 19:22Inaktiver User
AW: Zählt nur ein "gerader" Lebenslauf ?!
Ich find dich da sehr optimistisch... es gibt mehr als genug freischaffende Menschen in jeder Branche, wo der Hype auf einmal vorbei war. Und dann sind sie halt, anders als jemand mit Ausbildung und fester Stelle, kaum abgesichert, nicht für das Heute, nicht für den Krankheitsfall und nicht für das Alter. Und bei den mir bekannten Fällen ist es leider nie gut ausgegangen.
Wir kennen diesen Mann nicht, keiner von uns. Und für mindestens genauso realitätsnah halte ich das Szenario, dass die Mutter es eines Tages satt hat, arbeiten zu gehen und für Kind und Haushalt zu sorgen, während er sein Teeniedasein unendlich fortführt mit Gigs am Abend und am Wochenende, wo sie dann allein daheimhockt. Schließlich schränkt einen nicht nur eine Ausbildung ein, und hält einen vom Musikmachen ab - ein Kind ja noch viel mehr.
Und dann kann sie als alleinerziehende erst recht schauen wo sie bleibt, mitsamt ihrem Kind.
Ob das so reiflich durchdacht ist, in diesem Szenario jetzt schon ein Kind zu kriegen? Ich weiß es nicht.
-
13.01.2014, 09:10
AW: Zählt nur ein "gerader" Lebenslauf ?!
Ein "sicherer" Arbeitsplatz ist eben genauso wenig sicher - bzw die Sicherheit ist illusorisch.
andererseits gibt es mehr als genug Künstler, die über ein ganzes Leben hinweg erfolgreich sind, weil sie eben nicht ein Eintagsfliegen-Hype sind, sondern Leute, die fleissig arbeiten und sich weiter entwickeln. und so zum Longseller werden.
Und die Beschreibung der TE sagt nichts von "Teeniedasein", sondern von einem Menschen, der klug ist und fleissig und sparsam.
Nach deinem Argument wär ja auch Koch ein "Teenieberuf", da Köche in Restaurants schliesslich auch immer am Abend spät arbeiten müssen...?
gruss, barbara
-
13.01.2014, 09:19Inaktiver User
AW: Zählt nur ein "gerader" Lebenslauf ?!
Ich spreche nicht von Arbeitsplatz, da geb ich dir recht, sondern von qualifizierter Ausbildung. Die hat noch keinem geschadet.
Und "Teeniedasein" bezog sich eben darauf: man kann keine Ausbildung machen und sich auch nicht fest anstellen lassen, weil einen das zu sehr einschränken würde.
Da bin ich eben gespannt, wie einengend so jemand dann die Verpflichtung für ein Kind erlebt.
-
13.01.2014, 09:26
AW: Zählt nur ein "gerader" Lebenslauf ?!
Eine Ausbildung kann man immer später noch machen.
Wenn man was Sinnvolles zu tun hat, kriegt man eine Lebensschule, die zwar keine Diplome ausstellt, die aber meist deutlich mehr an Weisheit und Wissen und Erfahrungen und Kenntnissen bringt, als hätte man in derselben Zeit die Schulbank gedrückt.
Das ist nicht Teenie, das ist Selbsterkenntnis und eine realistische Einschätzung der Situation. Es hat wirklich keinen Sinn, sich selbst unglücklich zu machen, bloss um irgendwelche Konventionalitäten zu erfüllen.Und "Teeniedasein" bezog sich eben darauf: man kann keine Ausbildung machen und sich auch nicht fest anstellen lassen, weil einen das zu sehr einschränken würde.
Gar nicht - die Termine der Musik werden ja auch nicht als einengend erlebt. Und die Arbeit des Bauern, die ja sehr strukturiert ist und viel Engagement braucht, wurde auch nicht als einengend erlebt.Da bin ich eben gespannt, wie einengend so jemand dann die Verpflichtung für ein Kind erlebt.
Womöglich ist das Einengende an der Festanstellung nicht die langfristige Verpflichtung zur Sache, sondern die Tatsache, einem Chef unterstellt zu sein - beziehungsweise nicht sein eigener Chef zu sein. Die Dinge nach vorgegebenem Schema X machen zu müssen und nicht selbst die Entscheidungen treffen zu können.
gruss, barbara
-
13.01.2014, 09:31Inaktiver User
AW: Zählt nur ein "gerader" Lebenslauf ?!
Ich bleib dabei, mir ist das zu rosarot.
Ich kenn zu viele solcher Konstellationen aus meiner Alleinerziehendenarbeit und aus dem Bekanntenkreis, und jetzt mit 50 schaut es eben bei den allermeisten mit so einem Lebenslauf nicht so klasse aus.


Zitieren

