Liebe Striziwuzi,
ich glaube, dein Kind wird dich hassen wenn du wirklich verkaufen solltest.
Das habe ich schon so oft erlebt.
Selber als Kind - als Oma alles verkaufte.
und dann als ich selbst gegangen bin.
Egal wie - du zahlst immer einen hohen Preis für solche Veränderungen.
Für meinen Geschmack liest du dich nicht so als ob du überhaupt da bleiben willst.
Dich ziehts in die Stadt.
Kinder können sehr hartnäckig sein - was das Festhalten an ihren Rechten betrifft.
Umgekehrt passiert es Eltern nicht selten, dass sie ihren Besitz nicht weiter geben können. Weil keines der Kinder Interesse daran hat.
Wie oben schon geschrieben würde ich dir auch raten offen mit der Tochter zu reden.
Ich schätze, sie wird es als Vertreibung aus dem Paradies empfinden.
Solche Entscheidungen sind nicht leicht.
Wenn du dich nämlich auf die Tochter einstellst wirst du später auch Verständnis oder Dankbarkeit dafür erwarten.
Manchmal weiß man über Nacht was richtig ist -
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Thema: wendepunkt - abnabeln......
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09.01.2014, 10:39Inaktiver User
AW: wendepunkt - abnabeln......
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09.01.2014, 10:57Inaktiver User
AW: wendepunkt - abnabeln......
Striziwuzi, wäre es möglich, das Haus aufzuteilen? Also z.B. eine kleine Wohnung für dich abzuteilen?
Könnte deine Tochter den Hof komplett ohne dich führen?
Wohnt der neue Mann in der Stadt und du könntest evt. in 1 Jahr zu ihm ziehen und behältst eine kleine Wohnung auf dem Hof als Rückzugspunkt?
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09.01.2014, 12:16
AW: wendepunkt - abnabeln......
okay, ich seh schon, in einigen dingen habe ich mich wohl etwas unklar ausgedrücke!
1. ich möchte NICHT in die stadt ziehen - ich bin ein stadtkind, wollte immer aufs land und das hat sich nicht geändert
2. das ganze, also mein veränderungswunsch, hat schon lange vor dem neuen mann in mir zu brodeln begonnen und auch jetzt ist er auf meiner +/- liste doch (noch) seeeeehr weit unten gereiht
3. würde ich NIE gegen den willen meiner tochter verkaufen. verkaufen selbst widerstrebt mir ohnehin sehr. eher behalten und vermieten.
4. ich habe einen job den ich sehr mag, der gut bezahlt ist und den ich, so gott will, doch gerne bis zur pension (rund 15 jahre) noch beibehalten möchte - ergo ist mein km-spielraum ohnehin begrenzt. was mich allerdings nicht stört, denn ich lebe wirklich gerne HIER! es sind eigentlich nur meine mir selbst, vor jahren, auferlegten verpflichtungen und verantwortungen, die ich verändern möchte.
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09.01.2014, 13:00Inaktiver User
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09.01.2014, 13:47
AW: wendepunkt - abnabeln......
@werderbremen: ja, das werde ich natürlich - mit meiner tochter sprechen, sie fragen, wie sie sich das weiter vorstellt, wie sie weiterhin leben möchte usw. nur, vorab möchte ich für mich klarheit bekommen, wo die triggerpunkte bei mir genau liegen - womit ich in zukunft gut kann und was ich wirklich komplett ändern möchte. es drängt ja auch nichts..... ich bin weder unter zugzwang noch depressiv.
wie gesagt, es war für mich wichtig, einfach mal so einiges klar aufzuschreiben/aus zu formulieren und ein paar meinungen und erfahrungen "von euch hier" zu bekommen!
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06.02.2014, 15:31
AW: wendepunkt - abnabeln......
so, ich rücksichtsvoller mensch und mutter, dachte mir, dass ich unser zukunftsorientierungsgespräch erst nach ihrer lehrabschlussprüfung abhalten werde - die ist anfang nächster woche.
da krieg ich heute zum frühstück ne meldung, die mir schon den ganzen tag schwerst zu schaffen macht. das gute kind hat vor ab herbst neben ihrem job pädagogik zu studieren!!!!
prinzipiell find ichs ja echt klasse, dass sie sich um weiterbildung und entwicklung bemüht....... nur..... wie stellt sie sich das vor? arbeiten, studieren und zw. studienort und wohn/arbeitsort pendeln (1 std fahrzeit - eine strecke). ich war so dermaßen baff und schockiert und frustriert, dass ich erstmal garnix dazu gesagt habe. DAS muss ich erstmal verdauen.
nun grübel ich schon den ganzen tag und frag mich langsam aber sicher, ob sie sich bewußt ist, dass MEINE unterstützung mit lehr-ende fertig ist? und ob sie sich überlegt hat, wie sie das neben dem ganzen zeitlichen problem wohl finanziell lösen wird?
ich weiß schon - ihr könnt mir keine antworten geben - aber los musste ichs werden. gespräch mit ihr folgt demnächst, weil so kann ich nimma schlafen, so drückt mich das.
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06.02.2014, 16:20
AW: wendepunkt - abnabeln......
Zum einen will sie ja offenbar berufsbegleitend studieren, so dass sie auch eigenes Geld verdient.
Ansonsten bist du bis zum Ende des Studium im zweifel unterhaltsverpflichtet.
http://www.verbraucherzentrale-breme...zahlen-muessen
Ja ihr müsst über eure jeweilige Lebensplanung sprechen und ich täte dass so oder so nach ihrer Abschlussprüfung. Ich finde es allerdings gut, dass du das mit dem Studium jetzt erfährst und in deine Überlegungen einbeziehen kannst.
Und ich finde es toll, dass deine Tochter so zielstrebig ist und noch ein Studium anschließen will, dass ihre lebenslangen Chancen auf dem Arbeitsmarkt sicher deutlich verbessert.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
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06.02.2014, 17:27
AW: wendepunkt - abnabeln......
Es gilt herauszufinden, inwiefern das eure persönliche Situation ändert. Wird sie weiterhin hier wohnen und zum Studium pendeln? Kann sie dir weiterhin unterstützend bei den Pferden zur Hand gehen trotz Fahrzeit und Studium? Was ändert sich dadurch für dich?
Ihr müsst in Ruhe reden und ausloten, was geht. Natürlich ist es prima, wenn deine Tochter noch ein Studium drauflegt, aber das sollte nicht bedeuten, dass du deswegen mit deinen Plänen zurückstecken musst.
Ich denke, du musst deiner Tochter klar vermitteln, dass du Änderungen wünscht und nicht auf heilen Ponyhof machen willst, um ihren Kindheitstraum zu konservieren, sondern dass auch du ein Recht auf Verwirklichung deiner Vorstellungen hast.
Der Zeitpunkt für Klartext ist gekommen. Und, wer weiß, vielleicht ergeben die gemeinsamen Gespräche auch überraschende Wendungen. Den Plänen für ein Pädagogikstudium nach zu urteilen, kann es gut sein, dass der Hof für deine Tochter nicht mehr dieselbe Priorität wie früher hat."Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
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06.02.2014, 22:11
AW: wendepunkt - abnabeln......
danke!!! das trifft am ehesten meine gedanken und gefühle. und, so leid es mir auch tut, aber ich musste heute abend noch mit ihr darüber reden. ich bin, was den ponyhof angeht, vermutlich in sowas ähnlichem, wie einem burnout! aber auch, was das zusammenleben mit ihr angeht (keine sorge, ich liebe meine tochter wirklich und schätze sehr vieles an ihr). und das hab ich ihr auch erstmal dargelegt und sie darum gebeten, sich nun ihrerseits gedanken über die zukunft ihres/meines/unseres lebens zu machen.
keine sorge - es herrscht weder dicke luft, noch wurde es laut! es war recht konstruktiv - auch wenn ich einiges "gesammeltes" loslassen musste - mein gott - im prinzip eh nur alltagskleinigkeiten, die aber in summe dann irgendwann grantig machen.
wir werden ja sehn, wohin die reise geht.
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07.02.2014, 09:24
AW: wendepunkt - abnabeln......
Ich finde es gut, dass du das Thema frühzeitig angeschnitten hast. Deine Tochter ist alt genug um die Erfahrung zu machen, dass jede Entscheidung im Leben Konsequenzen nach sich zieht. Und man muss den Jungerwachsenen, für die man stets viel auf sich genommen hat, ins Bewusstsein rufen, dass der Zeitpunkt kommen wird, an dem man seine Entscheidungen nicht mehr aufs Kindeswohl optimiert.
Ich habe das Gefühl, dass du eine sehr vernünftige Tochter hast. Sie wird Zeit brauchen um euer Gespräch zu verarbeiten und das mit ihren Plänen, Träumen in Abstimmung zu bringen. Weil deine Pläne und Träume aber mindestens ebenbürtig sind, kann ich dir nur raten in künftigen Gesprächen authentisch zu bleiben und klar zu formulieren. Eine Lösung kann man dann im Idealfall zusammen finden."Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)


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