Hallo BriCom,
ich war hier schon vor längerer Zeit unter einem anderen Nick für mehrere Jahre aktiv.
Damals habe ich mich in der BriCom sehr gut aufgehoben gefühlt, ich hoffe, dass ich auch nun wieder ein paar wertvolle Anreize bekomme, um meine Gedanken sortieren zu können.
Da ich mit meinen Sorgen sowohl in die Kategorien "Gebrauchter Mann", "Job und Geld", "Beziehung im Alltag" und noch ein paar mehr passen könnte, habe ich dieses Thema gewählt. Denn ich habe das Gefühl, dass einzig die Arbeit an mir und meiner Haltung eine Lösung herbeiführen kann.
Falls ich hier doch falsch bin, verschiebt mich bitte, liebe Mods.
Ich bin grundsätzlich jemand eher ängstliches und versuche immer ein Netz oder einen doppelten Boden zu haben. Dies geht natürlich in vielen Bereichen des Lebens nicht. Speziell in beruflicher und finanzieller Hinsicht plagen mich, in leichterer Form schon immer, mittlerweile sehr verstärkt, Zukunftsängste.
Daher meine Frage, wie ihr mit Zukunftsängsten umgeht.
Vielen Dank vorab für eure Antworten.
coco
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Ergebnis 1 bis 10 von 27
Thema: Zukunftsängste
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03.01.2014, 12:04
Zukunftsängste
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06.01.2014, 13:47
AW: Zukunftsängste
Lieber Coco,
Auch ich geniesse Hochseilakte besser, wenn ich darunter ein Netz sehe. Soeben habe ich dazu etwas gepostet, guckst Du auch hier: Sicherheit gegen Traum verfolgen
Öffne Dich für kluge Möglichkeiten, sei bereit, gelassen, nicht gierig und frage notfalls um Hilfe. Und lass Dich nicht kaputt machen!
Mehr kannst Du kaum tun. Die Zukunft kommt auch ohne dass Du Dir Sorgen machst und wird zudem ganz anders sein. Dann bist Du gerüstet, wenn „es kommt, wie es kommt“, wie die Rheinländer sagen.
Im Bezug auf Deine Problemstellung bin ich ein Bisschen ein Freak: Ich stelle mir immer alles Mögliche vor und spüre es sofort körperlich, wenn etwas nur schon unbehaglich wird. Ich habe aber gelernt, Ängstchen und psychosomatische Erscheinungen zu betrachten, wie man etwa leichte Kopfschmerzen oder eine wunde Stelle an sieht: Als störende aber doch eher nebensächliche Symptome.
Praktisch habe ich diese Geisteshaltung:
- Auf Basis von dem, was ich jetzt weiss, das tun, was ich jetzt kann. Massvolles Recherchieren ist erlaubt, wenn man die Zeit hat, durchaus auch etwas umfassender. Werweissen geht gar nicht.
- Charles Dickens hat im Vorwort zu einem schaurigen Buch über soziale Missstände geschrieben: “Wenn Du das auch schlecht findest, dann tue da, wo Du bist, das, was Du kannst!“ Man muss also nicht die Welt retten, aber seine eigene kleine Ecke etwas besser oder menschlicher gestalten.
- Ich nehme Nachrichten nur in homöopathischen Dosen zu mir. Sie werden ja bekanntlich gefiltert und „zensiert“ bis hin zu regelrechter Desinformation im Stile des KGB. Ich kriege das vorgesetzt, womit man mich manipulieren kann, dazu schlecht Recherchiertes bis Unwahres und möglichst viel Bedrohliches, Schlechtes und Katastrophales. Zu dem, was ich wirklich wissen muss, konsultiere ich mehrere Quellen oder behandle es mit Vorbehalt. Eine Studie (die ich nicht selbst gefälscht habe, Wendung frei nach Winston Churchill), hat erstaunlicher weise ergeben, dass man ohne Zeitung und ohne Fernsehen eher besser informiert ist, als mit. Hä ?! Echt? Quelle unsicher, eventuell der Schweizerische Beobachter.
- Nicht „hätte ich doch nur!“ sondern: „Beim nächsten, ähnlichen Fall mache ich es so: ...“
- Ein kleines, persönliches Ängstchen aus Furchtsamkeit oder Peinlichkeit von berechtigter Angst als Folge unbewusster Erfahrung unterscheiden lernen! Mir helfen dabei die statistische Risikobewertung und der Vergleich, mit Risiken, für die ich ein Gefühl habe. Das Gefährlichste an Flugreisen ist die Fahrt mit dem Auto zum Flugplatz.
- Beim Streit mit höher rangigen Leuten über Festigkkeitsprobleme habe ich gelernt, das offensichtlich Notwendige zu tun, auch wenn es für mich gefährlich ist. Dann habe ich halt Angst, so what?
- Finanzen aufgrund objektiver Kriterien möglichst sachlich beurteilen und das wars dann für dieses Mal. In meiner Familie interessierte mich nur, ob die Geldreserve für 1 Jahr reicht. Wenn nein sind Massnahmen erforderlich. (Ich weiss, dass das ein Privileg ist.) Heute und allein kann ich meine eher geringen Ersparnisse bei bescheidenster Lebensführung auf 4 Jahre strecken. Also studiere ich dem gar nicht mehr nach.
- Ich habe das Armsein geübt, als ich noch Geld hatte. Heute kann ich es.
- Eine gelegentliche, mass- und sinnvolle Anschaffung geht, aber laufende Kosten und alles, was solche verursachen könnte, muss man eisern im Griff haben. Ich habe kein Auto. Carsharing kostet mich - als Genossenschafter - nur, wenn ich tatsächlich fahre. Auch beim Telefon fahre ich mit prepaid besser. etc. ...
- Nicht der grenzenlosen Optimierung nach jagen! Wenn es gut ist, reicht mir das. Soll sich doch auch mal jemand anderes freuen, meinetwegen am Besseren.
- Beruflich ist heute gar nichts mehr sicher. Also lebe den Tag! Ich wurde auch schon zum Direktor gerufen und wusste nicht, ob es sich um eine Beförderung oder um eine Kündigung handeln würde. Man kann nur seine Reserven im Auge behalten und möglichst dafür sorgen, dass ein Rauswurf teurer ist, als die Weiterbeschäftigung. Ein Amerikanischer Ingenieur hat vor 30 Jahren dazu geschrieben: „Du darfst (beruflich) nichts machen, was sich nicht wirklich und unmittelbar lohnt!“ Dienstleistungsjobs nebenher und die Unterstützung von Kollegen und Kolleginnen dürfen also nur einen geringen Anteil an der Arbeit ausmachen.
- Überlade Dich nicht und stresse Dich nicht noch zusätzlich. Ich brauche viel unverplante Zeit um mein Leben auf die Reihe zu kriegen. Beruf, Familie und 5 Vereine können nicht funktionieren. Darum schreibe ich hier auch nur sporadisch, denn das braucht sehr viel Zeit.
- Sinn- und massvolles Gefahrentraining kann einen stärken. Es ist sicher kein Zufall, dass Heiner Geissler Bergsteiger ist. Das hat ihn wohl einiges gelehrt. Auch mir hat es schon geholfen, mich den Ängsten zu stellen. Nach einem Zwischenfall hatte ich Hunde gefürchtet, heute spreche ich leidlich Hündisch und kann mir ernsthafte Probleme mit diesen wunderbaren Tieren kaum mehr vorstellen.
Gute Besserung wünscht Dir Isambard, der wohl weiss, dass Vieles leichter gesagt als getan ist.
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06.01.2014, 14:17Inaktiver User
AW: Zukunftsängste
Umgang mit Zukunftsängsten ?
= Ängste auf die Zukunft vertagen !
= In der Gegenwart leben. Jetzt!
In der Gegenwart (das sind ca. 3 Sekunden), da geht es Dir gut. Immer.
IN DIESER Zeit und nur in dieser lebst Du und kannst agieren.
Die Vergangenheit läßt sich nicht ändern. Aber Deine Einstellung und Sichtweise dazu.
Die Zukunft läßt sich nicht beeinflussen. Weil sie von vielen Einflüssen abhängt: vom Umfeld,
von anderen Menschen, von der Regierung, vom Wetter, möglicherweise sogar von Außerirdischen
!! Mit einer Ausnahme, der einzigen, um Einfluss zu nehmen:
Das, was DU jetzt in dieser Gegenwart, in diesen 3 sec. tust ... oder auch nicht tust.
So und nicht anders läuft's, das Leben.
Ich weiß, das ist schnell geschrieben und noch schneller gelesen.
Und so schwer zu verinnerlichen und zu leben.
"Was ist, kommt von dem, was war.
Und was sein wird, kommt von dem was ist."
Vielleicht hilft Dir diese Frage auf die Sprünge -in der Gegenwart anzukommen, zu bleiben und die Zukunft
vorzubereiten:
Statt "ich mache mir Sorgen" diesen Satz und damit die Gedanken und Gefühle umformulieren in: "Wofür kann ich sorgen?"
Und daraus den Schlusssatz bilden, um das "Mind-fucking" zu beenden: "Ich sorge dafür, dass ....."
Probier's. Du hast die Wahl, in welcher Zeit Du leben möchtest.
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09.01.2014, 18:27
AW: Zukunftsängste
Das hast du soooo wunderbar ausgedrückt, jagenau! Danke!



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09.01.2014, 20:51Inaktiver User
AW: Zukunftsängste
@jagenau

@coco_lores: du sagst du hattest immer schon Zukunftsängste. Wie lange (in Jahren) ist das denn? Und kennst du auch den Ursprung dieser Angst?
Ich selbst habe keine Zukunftsangst, denn ich denke nicht an die Zukunft, nur im Sinne von, was mache ich als nächstes, d.h. einen Kurs machen, eine Reise, eine Veränderung, solche Sachen halt. Ich weiss, dass ich viel weniger Rente haben werde, als andere, die die gleiche Anzahl von Jahren gearbeitet haben, denn ich habe den Grossteil meines Arbeitslebens im Ausland verbracht. Ich denke deshalb nach, wie ich vermehrt Geld verdienen kann oder Einsparungen vornehme, aber dies ist jetzt.
Eine Zukunftsangst ist für mich wie Prüfungsangst - habe ich für die Prüfung gelernt, bin ich vielleicht nervös, weil ich nicht gerne Prüfungen schreibe, aber Angst habe ich keine. Würde ich jedoch unvorbereitet in die Prüfung gehen, hätte ich berechtigte Angst.
Gibt es etwas, was dich glauben lässt, du wärst für die Zukunft nicht adequat vorbereitet? Sorgst du dich vielleicht lieber, damit du meistens dann aufatmen kannst, weil es nicht so schlimm kam, wie du vorausgesehen hast?
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09.01.2014, 21:10
AW: Zukunftsängste
- Was immer kommt, es kommt wie es kommt. Wenn ich mich verrückt mache vor Angst, kommt es vermutlich schlimmer, als es gekommen wäre, hätte ich einfach eins am andern gemacht.
- jetzt - gerade jetzt - geht es. Es ist eine Sache der mentalen Disziplin, und damit der Übung, immer ins Hier und Jetzt zu kommen, wenn die Fantasie wieder mal mit Katastrophenszenarien davongaloppiert.
- atmen
- die Fixkosten gering halten. langfristige finanzielle Verpflichtungen nur mit grösster Vorsicht und sorgfältigem Abwägen eingehen
- kein Risiko einzugehen schützt nicht vor Gefahren. Dem Universum eine klare Botschaft zu geben, ist hilfreich - dann zeigen sich jene Türen, die vorher noch verborgen waren.
- es gibt IMMER eine Tür. Es geht IMMER irgendwie weiter.
- Angst ist immer wieder mal vorhanden, das ist normal und in Ordnung - lass aber nicht zu, dass sie dein Leben definiert. *Ich habe Angst vor X, es ist wichtig, dass ich X tue - ich tue X mit meiner Angst. Das ist OK.*
gruss, barbara
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10.01.2014, 05:02
AW: Zukunftsängste
Guten Morgen,

vielen, vielen Dank für eure Antworten.
Jede einzelne ist hat für mich wichtige Denkansätze, die aber so gehaltvoll sind, dass ich sie erst ein bisschen auf mich wirken lassen möchte. Wie Jagenau schon schrieb, das alles ist schnell gelesen…aber es geht ums Verinnerlichen, zu leben, was kognitiv verstanden ist.
Deshalb erst mal nur diese kleine Wortmeldung von mir.
Viele Grüße
coco
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11.01.2014, 06:23
AW: Zukunftsängste
Guten Morgen,
wie versprochen, melde ich mich nun etwas ausführlicher zu euren Beiträgen.
Aber erst mal euch allen einen tollen Start ins Wochenende.
Lieber Isambard,
vielen Dank für deinen Post. Dieser hat mich ganz besonders angesprochen und mir ein paar wirklich gute Denkansätze geliefert.
Die oben zitierten Themen haben mich beim Lesen ganz besonders angesprochen.
Mich triggern also primär die Bereiche, die meine finanzielle Leistungskraft betreffen.
Ich verdiene mittlerweile eigentlich nicht sooo schlecht, dennoch hatte ich bisher nur die Möglichkeit, sehr bescheidene Ersparnisse zu erwirtschaften. Einen Jobverlust könnte ich, wenn auch mit großen Einschnitten, wohl bei entsprechenden Maßnahmen knapp ein Jahr ohne ganz drastische Folgen (wie z.B. Wohnungswechsel oder Autoverkauf) kompensieren.
Allerdings bin ich mit Anfang 30 in einem Alter, in dem so langsam mal verschiedene richtungsweisende Schritte unternommen werden sollten. Z.B. konkrete Pläne in Richtung Wohneigentum, um eben auch eine Vorsorge fürs Alter zu treffen. Hier sehe ich aber, realistisch betrachtet, keine Möglichkeit innerhalb der nächsten 10 Jahre an entsprechendes Eigenkapital zu kommen. Und dies auch nur, wenn mein Gehalt bleibt, wie es ist.
Fakt ist auch, dass ich in meiner Beziehung die Hauptverdienerin bleiben werde. Es ist sogar so, dass ich immer wieder zuschiessen "muss", um alles am Laufen zu halten bzw. auch ihm einen minimalen Spielraum zu ermöglichen. Der Gefühl, alleine "verantwortlich" für unsere finanzielle Situation heute, morgen und übermorgen zu sein, macht mir Angst.
Ja, und da kommt der Beruf ins Spiel.
Die heutzutage übliche Unsicherheit macht mich fertig. Es ist quasi nicht mehr möglich, bis ins nächste Jahr zu planen. Privat habe ich in den letzten Jahren großen Einsatz gezeigt, um mich attraktiv für den Markt zu gestalten, damit ich im Fall der Fälle den Status Quo erhalten könnte. Aktuell gibt es in Sachen nebenberuflicher Weiterqualifizierung eine Zwangspause. Ich weiß allerdings schon jetzt, dass meine Zukunftsangst bald wieder mit der Peitsche knallt, so dass ich wohl mindestens noch weitere zwei Jahre mit 70-80 Stundenwochen leben werde. Das ist schliesslich die einzige Möglichkeit, dem proaktiv entgegen zu treten.
Liebe Jagenau,
und genau dieses Wissen vermittelt mir ständig das Gefühl, heute zu wenig oder das Falsche zu tun und vielleicht sogar Möglichkeiten ganz zu übersehen.
Liebe Moncherie,
wie wohl jede Form der Angst hat auch meine ihren Ursprung in der Kindheit.
Ich hatte immer wieder vor Augen, wie ich NICHT leben will.
Dein letzter Satz spricht mich sehr an. Ich habe ihn zitiert, damit er mir nicht verloren geht. Ich muss aber erst noch ein bisschen über ihm brüten…
Liebe Barbara,
DAS nenne ich mal einen pragmatischen Denkansatz.
Danke, für diese wirklich hilfreiche Erkenntnis. :Blume:
Ich werde weiter über das Geschriebene nachdenken.
Viele Grüße
coco
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11.01.2014, 10:26
AW: Zukunftsängste
Eine Übung in der Tradition der Stoiker wäre, sich zu fragen: wär das so schlimm, dass ich nicht damit leben könnte?
Wenn du in Deutschland lebst, wär das Schlimmste, das fianziell passieren kann, Hartz 4. Keine schöne Vorstellung, ich bin einverstanden.
ABER:
- Egal was passiert, du wirst immer ein warmes Zimmer mit Bett haben.
- Egal was passiert, du wirst nicht hungern müssen
- Egal was passiert, du wirst immer lebensrettende medizinische Behandlung erhalten.
Das Schlimmste, was passieren kann, ist, unter dem Strich - machbar und lebbar.
In der Tat. Und dann stellt sich natürlich auch noch die Frage, wird der Euro überleben? Auch wenn du es, angenommen, schaffst, zehn Millionen Euro zur Seite zu schaffen in den nächsten zwanzig Jahren - was nützt es dir, wenn du für dieses mühsam gesparte Geld dir bloss noch ein Brötchen (ohne Butter drauf) leisten kannst?Hier sehe ich aber, realistisch betrachtet, keine Möglichkeit innerhalb der nächsten 10 Jahre an entsprechendes Eigenkapital zu kommen. Und dies auch nur, wenn mein Gehalt bleibt, wie es ist.
Es gibt allerdings Investitionen, die unabhängig von Währungen und Wirtschaftslage immer hilfreich sind: Freundschaften, Werkzeuge, Vorräte, Fähigkeiten. Und, ganz wichtig: Investitionen in die Gesundheit. Die Gesundheit zu erhalten, erleichtert alles und jedes.
Wenn du Freunde hast, wirst du immer irgendwo Unterschlupf finden - und auch wenn du kein Geld hast, so kannst du eine Gegenleistung für die Freundlichkeit geben, indem du mit deinen Fähigkeiten etwas Nützliches tust.
Wir wissen alle nicht, was das Leben bringt. Aber jetzt - hier und heute - schaffst du es offenbar gut, euch zu finanzieren. Sei stolz auf dich! Du kannst es! - und egal welche Probleme morgen auftauchen werden, du bist eine fähige, intelligente Person, du wirst Lösungen finden. Ganz sicher.Der Gefühl, alleine "verantwortlich" für unsere finanzielle Situation heute, morgen und übermorgen zu sein, macht mir Angst.

Stimmt. Also ist es sinnvoll, es gar nicht zu tun. Es geht nicht, es lohnt sich nicht, es bringt nichts.Die heutzutage übliche Unsicherheit macht mich fertig. Es ist quasi nicht mehr möglich, bis ins nächste Jahr zu planen.
Was ist der Hintergrund - so viel Arbeitsstunden, um mehr Geld auf die Seite legen zu können?Ich weiß allerdings schon jetzt, dass meine Zukunftsangst bald wieder mit der Peitsche knallt, so dass ich wohl mindestens noch weitere zwei Jahre mit 70-80 Stundenwochen leben werde. Das ist schliesslich die einzige Möglichkeit, dem proaktiv entgegen zu treten.
nun, mir fallen da durchaus noch andere Möglichkeiten ein.
Deine Kindheit ist vorbei - du bist jetzt erwachsen und nicht mehr ein Kind. Du hast jetzt Fähigkeiten und Kompetenzen und Beziehungen, die du als Kind nicht hattest. Du brauchst dir dein Leben nicht davon definieren zu lassen, wie deine Umgebung als Kind war.wie wohl jede Form der Angst hat auch meine ihren Ursprung in der Kindheit.
Ich hatte immer wieder vor Augen, wie ich NICHT leben will.
gruss, barbara
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11.01.2014, 10:59
AW: Zukunftsängste
Für mich unvorstellbar.Hartz 4
Denn genau darum dreht es sich ja. Die Angst vor sozialem Abstieg.
Das ist mit das Netteste, das man in diesem Zusammenhang je zu mir gesagt hat.Wir wissen alle nicht, was das Leben bringt. Aber jetzt - hier und heute - schaffst du es offenbar gut, euch zu finanzieren. Sei stolz auf dich! Du kannst es! - und egal welche Probleme morgen auftauchen werden, du bist eine fähige, intelligente Person, du wirst Lösungen finden. Ganz sicher.
Es tut gut, so was zu lesen.
Danke dafür.
Der Hintergrund für dieses Wochenpensum war eine zweijährige, berufsbezogene Aufstiegsfortbildung und danach zwei weitere Jahre, um nebenberuflich das Abitur zu machen. Letzteres musste ich leider ab-/unterbrechen, da ich am Rande eines Burnouts stand. Jetzt habe ich mir erst mal ein Jahr Pause, also eben nur meine 40-50 Stunden Arbeitswoche, verordnet. Der Gedanke meine nebenberuflichen Aktivitäten weiter zu verfolgen, ist aber nach wie vor da. Ich habe das Gefühl, ich MUSS das machen, denn ohne Studium geht ja heute fast nichts mehr.Was ist der Hintergrund - so viel Arbeitsstunden, um mehr Geld auf die Seite legen zu können?
nun, mir fallen da durchaus noch andere Möglichkeiten ein.


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