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Thema: Zukunftsängste
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11.01.2014, 12:56Inaktiver User
AW: Zukunftsängste
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11.01.2014, 13:28
AW: Zukunftsängste
Nein, leider nicht. Das stimmt.
Nur, welche andere Möglichkeit gäbe es, auch zukünftig möglichst gute Chancen am Markt zu haben?
Das ist der einzige Bereich, den ich selbst beeinflussen kann.
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11.01.2014, 13:36Inaktiver User
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11.01.2014, 13:39
AW: Zukunftsängste
Mir ist klar, dass es Garantien nur bei Toastern & Co gibt.
Verstehe ich richtig, dass du implizieren möchtest, dass ich mir diese Mühe sparen kann/ soll?
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11.01.2014, 13:53Inaktiver User
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11.01.2014, 13:54Inaktiver User
AW: Zukunftsängste
Ich bin zwar nicht scales, dennoch antworte ich mal auf deine Frage.
Ja, spar dir im Augenblick, für das nächste Jahr, die nächsten zwei Jahre diese "Mühe".
Alles was Mühe macht setzt dich unter zusätzlichen Druck.
Lernen, neue bzw. andere Ziele setzen soll Freude machen.
Vielleicht suchst du dir eine professionelle Stelle, die dich dabei unterstützt, deine Stärken zu benennen, deine "Schwächen" (die durchaus für einen Außenstehenden eine Stärke bedeuten können) in dein Leben zu integrieren.
Die Hauptverantwortung der Finanzen in einer Beziehung zu tragen bedeutet ebenso Druck. Findet einen Weg um ein zumindest emotionales Gleichgewicht herzustellen.
Woher rührt dein Gefühl, dass so vieles im Leben mühsam, sorgenvoll ist?
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11.01.2014, 16:45
AW: Zukunftsängste
Ich denke, es lohnt sich, mal gründlich zu durchdenken, was genau das Problem und die Angst für dich darin ist. Wie schon gesagt: das Lebensnotwendige wirst du IMMER haben. Die Existenz wird IMMER gesichert sein. Auch im Schlimmsten aller Fälle.
Falls das Schlimmste zum Schlimmsten käme - was wir nicht hoffen:
- werden dich die Nachbarn nicht mehr grüssen?
- Werden deine Eltern dich nicht mehr zu Weihnachten einladen?
- Werden deine Kinder (falls du welche hast) kriminell und drogensüchtig werden?
- Wirst du selbst kriminell und drogensüchtig werden?
- Werden die Leute auf der Strasse mit dem Finger auf dich zeigen?
- Wirst du dich nie mehr aufrappeln können?
- ... oder was wird geschehen....?
in unseren Angstfantasien ist es tatsächlich so, dass wir uns Bilder machen, die keineswegs der Realität entsprechen und die, wenn sie ausgesprochen werden, oft ausgesprochen lächerlich klingen. Nein, auf der Strasse werden die Leute nicht mit dem Finger auf dich zeigen und schreien "seht hier die Versagerin!". Und nein, einmal ganz unten zu landen heisst nicht, dort bleiben zu müssen.
Diese Bilder mal mit klarem Verstand zu benennen, und sie mit klarem Verstand einzuordnen, hilft, aus der Angst - die alles übertrieben gross erscheinen lässt - eine echte, realitätsnahe Perspektive zu finden, die auch deine Stärken, deine Fähigkeiten, das Gute und das Schöne berücksichtigt.
immer gerne.Es tut gut, so was zu lesen.
Es gibt auch ein Leben ohne Studium. ich hab kein Studium und ich lebe gut. und ich kenn noch mehrere Leute, die haben kein Studium und die leben gut. Ich sehe keinen Grund, warum das bei dir nicht klappen sollte.Jetzt habe ich mir erst mal ein Jahr Pause, also eben nur meine 40-50 Stunden Arbeitswoche, verordnet. Der Gedanke meine nebenberuflichen Aktivitäten weiter zu verfolgen, ist aber nach wie vor da. Ich habe das Gefühl, ich MUSS das machen, denn ohne Studium geht ja heute fast nichts mehr.
Aktiv zu bleiben ist sicher richtig - aber ich würde auch mal fragen: was interessiert mich, was WILL ich machen?
Wer alles nur dem Nützlichkeitsdenken unterordnet, macht sich selbst kleiner als sein muss. und züchtet sich dabei noch ein paar Gesundheitsprobleme; doch wenn ein Kapital wichtig zu erhalten ist, dann ist es als Erstes und Wichtigstes die Gesundheit. Egal was du tust, wenn du ständig krank bist und immer an der Grenze deiner Kraft läufst, so wird es auf Dauer NICHT gelingen, schlicht weil dafür die Energie fehlt.
und dann gibts noch sowas wie Gottvertrauen - kannst du etwas damit anfangen?
gruss, barbara
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11.01.2014, 21:25Inaktiver User
AW: Zukunftsängste
Auch bedenkenswert finde ich: was verbindest du z.b. damit wenn du auf Hartz4 angewiesen wärest? Geht es darum, dir weniger leisten zu können, oder um die vermeintliche gesellschaftliche ächtung oder oder.
Es ist nicht so die Tatsache, so oder so zu leben, sondern welche Gedanken du damit verbindest. Es lohnt sich auch manchmal, den Blick in andere Länder zu richten, wo grosse Teile der Bevölkerung in Verhältnissen leben, die wir Deutsche als Armut bezeichnen würden, die jedoch von dem Volk als nicht so angesehen wird.
Und wie Bae schon erwähnt hat, nichts ist wichtiger als Deine Gesundheit.
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12.01.2014, 08:36
AW: Zukunftsängste
Guten Morgen,
eure Posts regen sehr zum Nachdenken an.
Und sie beruhigen mich etwas.
Anfänglich war es auch so, dass mir die Fortbildung und die Schule großen Spaß gemacht und das wöchentliche Pensum nichts ausgemacht hat. Allerdings zehrt dieser erhöhte Energieaufwand über die Dauer. Dann, wenn man mittendrin steckt, möchte man natürlich auch nicht alles hinwerfen.
Mich coachen zu lassen, war auch schon ein Gedanke.
Kennst du gute, seriöse Coaches und hast eine Empfehlung für mich?
Emotionales Gleichgewicht? Hast du bitte ein paar Beispiele für mich?Die Hauptverantwortung der Finanzen in einer Beziehung zu tragen bedeutet ebenso Druck. Findet einen Weg um ein zumindest emotionales Gleichgewicht herzustellen.
Diese Frage kann ich dir leider nicht beantworten. Ich weiß es nicht.Woher rührt dein Gefühl, dass so vieles im Leben mühsam, sorgenvoll ist?
Ist die Grundhaltung zum Leben nicht irgendwie Erziehungssache?
Meine Angst ist Abhängigkeit, von wem oder was auch immer.
Autonomie und Autarkie sind mir enorm wichtig. Es wäre mir ein Gräuel, das Formular zum Formular ausfüllen zu müssen, um überleben zu können. Wie ein Bittsteller…
Natürlich ist es beruhigend zu wissen, dass man im Notfall diese Möglichkeit hat.
Ich habe schon davon gehört.und dann gibts noch sowas wie Gottvertrauen - kannst du etwas damit anfangen?
Ernsthaft, natürlich habe ich ein bisschen Gottvertrauen. Wohl nur nicht in dem Ausmaß, wie ich es gerne hätte. Ich weiß das auch. Deshalb schreibe ich in 'Persönlichkeit'. Ich denke, dass nur eine geänderte Haltung zum Leben und etwas mehr Zutrauen in mich die Unwägbarkeiten des Lebens weniger sorgenvoll betrachten lassen.
Das mache ich.
…und fühle mich danach unglaublich undankbar und mies, auf so hohem Niveau zu jammern.
Geändert von coco_lores (12.01.2014 um 08:44 Uhr)
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12.01.2014, 09:14
AW: Zukunftsängste
nein, ich glaube nicht. Das Temperament, wozu auch Risikofreude und Ängstlichkeit zählen, scheint mir angeboren zu sein und bei Geschwistern, die ja dieselbe Erziehung kriegen, unterschiedlich ausgeprägt.
Stimmt, das ist grässlich. Da hast du vollkommen recht.Meine Angst ist Abhängigkeit, von wem oder was auch immer.
Autonomie und Autarkie sind mir enorm wichtig. Es wäre mir ein Gräuel, das Formular zum Formular ausfüllen zu müssen, um überleben zu können. Wie ein Bittsteller…
Andererseits: du bezahlst heute, wo du arbeitest, in diese Kassen ein und es ist nicht mehr als recht, dass du sie bei Bedarf in Anspruch nimmst.
Ich hab den Verdacht, dass diese Bittsteller-Sache und das detaillierte Öffentlich-legen der persönlichen Verhältnisse unter anderem auch dazu dienen soll, Leute abzuschrecken, das in Anspruch zu nehmen, worauf sie ein Recht haben.
ja, eben Gottvertrauen. Es ist ja wahr, es hängt oft vieles nicht von dir selbst ab, vieles in unserem Leben hängt von der Entscheidung anderer Leute ab, seien das Ämter, Chefs, Kunden... das ist in jedem Fall so.Ich denke, dass nur eine geänderte Haltung zum Leben und etwas mehr Zutrauen in mich die Unwägbarkeiten des Lebens weniger sorgenvoll betrachten lassen.
Dich in eine Abhängigkeit von einer Arbeitsstelle zu begeben, ist nicht weniger Abhängigkeit als die von einem Amt.
gruss, barbara



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