Hallo,
also, kurz was zu mir. Ich habe früh angefangen (ca mit 4-5), aus Spaß vor mich hin zu singen. Ich lernte dann Geige spielen und bin generell ziemlich musikalisch veranlagt.
Mit ca 11 lernte ich ein Mädchen kennen das total auf Musicals stand und auch eine gute Stimme hatte und oft am Singen war. Sie hatte nicht wirklich Ambitionen damit weiter zu kommen aber dadurch wurde das Interesse für das Singen in mir quasi mit entfacht. Ich wollte immer besser klingen als sie. Als ich keinen Kontakt mehr zu ihr hatte, übte ich alleine weiter. Ich war aber auch immer sehr schüchtern und gehemmt. Ich wollte auf keinen Fall dass mich jemand beim Singen hört. Deshalb erfuhr nie jemand, dass ich das gerne mache, und ich konnte kaum vernünftig üben, weil ich total leise und gehemmt sang.
Naja, über die Jahre wurde ich aber besser. Irgendwann hatte ich dann ein halbes Jahr Gesangsunterricht. Die Reaktion auf meine Stimme war eigentlich aus allen Richtungen immer gleich: schöner warmer Klang, großes Potential, aber zu zögerlich und gehemmt...
mittlerweile bin ich 20 und bin dabei, in Riesenschritten immer selbstbewusster zu werden. Grundsätzlich bin ich immer noch eher zurückhaltend und verschlossen. Aber ich habe (fast) keine Angst mehr, für das einzustehen, was ich will.
Nun ist es so dass ich 3 Jahre lang Informatik studiert habe. Ich fand nämlich Computerspiele immer toll und da ich nach dem Abi nicht wirklich wusste wohin ich sollte, bin ich irgendwie so in diese Richtung "gerutscht". Die Ausbildung war ziemlich teuer (private Fachhochschule), da nur wenige Unis die Ausbildung speziell zum Spieleentwickler anbieten. Auch ein Jahr im Ausland war dabei. Nun habe ich seit wenigen Monaten meinen Job in einer Spielefirma und merke: Ganz nett.. aber nichts, was mich wirklich fasziniert oder mich ein Leben lang zufrieden stellen könnte.
Gleichzeitig ist das Singen eine immer größere Leidenschaft geworden. Ich bin mittlerweile echt vielversprechend, denke ich. Klar, es fehlt noch einiges an Technik und Feinschliff, ich hatte schließlich auch so gut wie keine professionelle Ausbildung. Aber für quasi "Rohmaterial" bin ich von meiner Stimme überzeugt und denke, dass da noch mächtig was kommen wird bei einer guten Ausbildung.
Und da ist das Problem.. ich denke ernsthaft darüber nach Gesang studieren zu wollen. Nicht unbedingt klassischer/Operngesang, sondern eher Populärmusik, also Richtung Pop und Musical. Leider bin ich ein vorsichtiger Mensch und ein komplett neues Studium anzufangen - sofern ich denn eine Stelle dafür bekomme! - ohne Garantie auf auch nur ansatzweisen Erfolg ist nunmal eine deutlich riskantere Sache als weiter vorm Bildschirm zu sitzen und zu tun, was ich bereits kann. Als Informatiker wird man immer irgendwo Arbeit finden. Wie sieht es als Sängerin aus? Ich denke, ich würde gerne in Shows und Konzerten singen und irgendwann mit ca 40-45 dann Gesangslehrerin werden. Kein Popstar oder andere, völlig unrealistische Träume. Es wäre mit sehr viel Einsatz und Durchhaltevermögen wohl eine Chance da. Aber ich gebe leider immer noch recht schnell auf bzw werde schnell mutlos und niedergeschlagen und denke mir, dass es tausend Sängerinnen gibt, die schon mit 15 besser klangen als ich jetzt und dass ich gegen die ganzen klassisch trainierten Leute keine Chance habe, die schon mit 5 im Chor sangen. Gleichzeitig weiß ich genau dass ich es ewig bereuen und mich "was wäre wenn" fragen werde, wenn ich das Singen nicht weiter (professionell) verfolge. Einfach als Hobby reicht mir das nicht mehr.
Puh, jetzt ist aus der geplanten kurzen Einführung ein Roman über mich und meinen Zwiespalt geworden. Eigentlich wollte ich fragen, wie ihr mit dieser Gratwanderung zwischen Sicherheit und "etwas wagen" bzw "Träume verfolgen" umgeht. Habt ihr vllt mal einen wichtigen Traum für die Sicherheit aufgegeben und bereut es jetzt? Oder seid ihr euren Träumen gefolgt, gegen eventuelle Widrigkeiten, und seid damit zufrieden.. oder auch gescheitert?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 11
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02.01.2014, 23:54
Sicherheit gegen Traum verfolgen
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03.01.2014, 10:00
AW: Sicherheit gegen Traum verfolgen
wenn du fürchtest, es mal zu bereuen, dass du es nicht probiert hast, dann probiers. Man kann später viel nachholen, aber in künstlerischen Ausbildungen gibts meist eine Altersgrenze, so z.B. auch bei der Ausbildung zur Musicaldarstellerin. Hast du dich da schon erkundigt? Kostet Geld, geht meines Wissens 4 Jahre in Vollzeit, beinhaltet aber auch Tanz und Schauspiel und die Chancen hinterher sind - naja. Da braucht es schon viel Frusttoleranz. Und der ständige Wettbewerb mit Anderen gehört zum Job, also gutes Selbstbewusstsein ist schon wichtig. Aber das kommt vll teilweise auch mit der Ausbildung, keine Ahnung.Aber ich gebe leider immer noch recht schnell auf bzw werde schnell mutlos und niedergeschlagen und denke mir, dass es tausend Sängerinnen gibt, die schon mit 15 besser klangen als ich jetzt und dass ich gegen die ganzen klassisch trainierten Leute keine Chance habe, die schon mit 5 im Chor sangen. Gleichzeitig weiß ich genau dass ich es ewig bereuen und mich "was wäre wenn" fragen werde, wenn ich das Singen nicht weiter (professionell) verfolge. Einfach als Hobby reicht mir das nicht mehr.
Frag doch die Leute in der Branche, z.B. deine Gesangslehrer. Hast du auf der Hobbyebene schon Bühnenauftritte gehabt? Wäre ja vll auch noch mal eine Steigerung.
Ich hatte Gesangsunterricht bei einer ausgebildeten Musicaldarstellerin. Ich finds generell sehr hilfreich mit den Menschen zu reden, die das Leben, von dem ich träume, schon leben.
ein halbes Jahr Gesangsunterricht ist noch nicht viel. Da würd ich noch länger dran bleiben. Aber aufgrund der Altersgrenze musst du dich natürlich schon jetzt schlau machen, was es auf dem Aubildungsmarkt so gibt. Aber wie gesagt - interessante Infos für diesen nicht ganz leicht durchschaubaren Markt kriegst du am besten von denen, die den Weg schon gegangen sind.
sowohl als auch. Ich habe in den 30ern eine Tanztherapieausbildung gemacht. Gescheitert bin ich insofern, dass ich mich ohne Basisberuf in dem Bereich (komme aus dem kaufmännischen) und ohne Neigungen zum Netzwerkarbeiten, nicht etablieren konnte. Andererseits habe dadurch so viel an sog. Schlüsselqualifikationen gewonnen und über mich erfahren, dass mir das generell im Leben sehr weitergeholfen hat.Oder seid ihr euren Träumen gefolgt, gegen eventuelle Widrigkeiten, und seid damit zufrieden.. oder auch gescheitert
Grundsätzlich kann ich nur dazu raten, den Dingen, die einen nicht mehr loslassen, nachzugehen. Das entbindet aber natürlich nicht davon, sich ein realistisches Bild von dem Traumberuf zu machen. Ich habe z.B. nach einem längern Klinikpraktikum gemerkt, dass ich nicht therapeutisch arbeiten will, schon gar nicht in einer solchen Maschinerie. Sondern dass mir die Bereiche Prävention und Coaching eher liegen. Aber solche Erkenntnisse kriegt man wohl nur durchs Ausprobieren.
ich kann nur für mich sagen, dass das Scheiten für mich weniger schlimm war als der Frust die Jahre davor, bestimme Dinge nicht leben zu können bzw zu dürfen. Fremdbestimmung ist immer ein mieses Gefühl. Und um die Selbstbestimmung zu lernen, dafür dürfen schn "Fehler" gemacht werden. Altes Sprichwort: man bereut meist die Fehler, die man nicht riskiert hat
Geändert von Amelie63 (03.01.2014 um 10:13 Uhr)
Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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03.01.2014, 10:12
AW: Sicherheit gegen Traum verfolgen
Ich würde versuchen, mir möglichst viel Feedback von Profis zu holen. Wie sehen sie deine Performance? Wozu raten sie? Und das würde ich dann umsetzen.
LG KarlaThe original Karla
est. 2006











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03.01.2014, 10:15
AW: Sicherheit gegen Traum verfolgen
Deine Arbeit garantiert Dir zur Zeit und sicherlich auch in Zukunft Dein Brot.
Bevor ich an Deiner Stelle ein immerhin mit hohem Risiko verbundenes Studium begänne, wurde ich das Hobby erst einmal halbprofessionell in einem Chor umsetzten, z.B. Kirchenchor, Theaterchor oder ähnliches. Übung macht den Meister und Du erhältst nebenbei eine sehr gute Stimmschulung und Bühnenerfahrung. Ohne diese Grunderfahrung wird es nix mit einer Gesangskarriere.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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05.01.2014, 17:45Inaktiver User
AW: Sicherheit gegen Traum verfolgen
Liebe TE, ich hoffe, ich verwechsle Dich nicht - Du bist doch die Userin, die eine oder mehrere Klassen übersprungen hat und jetzt schon sehr sehr jung mit dem Studium fertig ist, oder?
Ich halte es eigentlich für normal, dass man in Deinem Alter noch nicht so ganz weiß, wo man hinwill und sich auch nochmal umentscheidet. Den meisten Leuten passiert das dann aber während des Studiums oder während der Ausbildung, und es ist noch alles offen. Du hast die besondere Situation, dass Du noch früher als andere eine lebensbestimmende Entscheidung treffen solltest und erst jetzt dazu kommst, darüber nachzudenken, was Du eigentlich machen möchtest. Vielleicht wäre es für Dich besser gewesen, nach dem Abitur erstmal ein soziales Jahr zu machen oder um die Welt zu reisen, statt direkt mit dem Studium zu beginnen.
Aber die Situation ist, wie sie ist. Umso wichtiger ist jetzt, dass Du besonnen bleibst und Dich nicht unüberlegt in eine neue Ausbildung stürzt. Wohlgemerkt, ich will damit nicht sagen, dass Du den Traum vom Singen begraben sollst. An Deiner Stelle würde ich aber erstmal im Job bleiben (anscheinend ist er ja soweit o.k., oder hast Du da Leidensdruck?) und das mit dem Singen nebenher betreiben. Vielleicht nochmal Unterricht nehmen oder im Chor singen bzw. in einer Band einsteigen. Und dann in Ruhe herausfinden, was es überhaupt für Möglichkeiten gibt und was für Dich das Richtige ist. Eventuell kommt noch eine ganz andere Alternative dabei raus.
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06.01.2014, 03:19
AW: Sicherheit gegen Traum verfolgen
Hello Freak,
hört sich spannend an.
Ok du bist Spieleentwickler(in) hast einen Abschluss an einer privaten Uni. Schonmal gut.
Hast einen Job. Supergut.
Willst singen.
Mal in die Tüte gesprochen: Programmierer oder Spieleentwickler werden überall gebraucht (und zwar wirklich überall und in allen Fächern (!!!)). Und zwar nicht für entertainmentspiele, sondern bevorzugt stark im Pädagogischen Feld und der Softwarentwicklung für z.B. musikalische Software. Dazu gibts auch Unis.
In fast allen musischen Bereichen wird extrem starkes Auftreten und Selbstbewusstsein und Tonsicherheit verlangt und es besteht hoher Konkurrenzdruck um die Aufnahmeprüfung zu bestehen. Mit einer Hemmung im Auftreten & Schüchternheit würde ich an deiner Stelle die merkwürdige Kombi deiner zwei Fertigkeiten dazu nutzen dir ein Alleinstellungsmerkmal zu schaffen, um "seitwärts" an die Uni zu kommen, indem du dich eben nicht direkt auf "Singen" mit denen messen musst, die an die Oper wollen.
Es gibt auch genügend Unis mit denen du für eine Bewerbung eines technischeren Berufs an die selben Kurse wie Gesang und Unterricht rankommen würdest. Dann hättest du einen guten Job und die Verbindung mit deinem Steckenpferd.
z.B. Medieninformatik an einer Musikhochschule
Gesangslehrer gibts viele. Leute die Singen und Programmieren können wenige. Nutz das.
PS:
Stimmt nicht. Du hast nur wahrscheinlich nach zu spezifischen Schlagwörtern, die sonst eher in Ausbildungsberufen zu finden sind, gesucht. Was du gesucht hast ist Medieninformatik oder digitale Medien klingt weniger "sparkling" ist aber das selbe und noch mehr drin, je nach Lehrstuhl.Die Ausbildung war ziemlich teuer (private Fachhochschule), da nur wenige Unis die Ausbildung speziell zum Spieleentwickler anbieten.Geändert von _Farmelli (06.01.2014 um 03:32 Uhr)
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06.01.2014, 11:44
AW: Sicherheit gegen Traum verfolgen
Liebe absoluterfreak,
Probieren und scheitern scheint mir besser, als es gar nicht erst zu versuchen. Allerdings geniesse ich Hochseilakte besser, wenn ich darunter ein Netz sehe.
Das Alte ein Bisschen weniger und das Neue etwas mehr finde ich besser, als „Alles oder Nichts“
Ich selbst bin aus Unwissen, wegen Irrtümern, wegen Vorurteilen oder auch aus simplem Pech beruflich mehrmals gescheitert (nicht als Sänger). Fazit: Ich hatte eine Menge Spass in meinem Leben, bin aber finanziell ein völliger Misserfolg. Ich möchte das nicht missen, werde aber bei der nächsten Unternehmung vorsichtiger sein, als bisher.
Gibt es keine Möglichkeit, es irgendwie hin zu biegen, dass Du Deinen heutigen Brotberuf weiterhin pflegen und trotzdem an Deinen gesanglichen Fähigkeiten arbeiten kannst? Es wäre ganz gut, wenn Du nicht plötzlich weg vom Fenster wärst.
- Ich kenne eine ausgezeichnete klassische Sopranistin, die einen Plattenladen betreibt.
Auch unter den Berühmtheiten hat es einige, die gelegentlich froh waren, dass sie noch anderes konnten:
- Beatrice Egli hat eine Fleischerei im Rücken, in der sie jederzeit wieder arbeiten könnte.
Übrigens: Ihre Bühnenpräsenz hat sie sich an einer Schauspielschule erarbeitet.
- Harrison Ford arbeitete beim Warten auf eine der ersten Rollen wieder als Zimmermann.
- Walo Lüond hat für die ganze Familie geschneidert, auch als er bereits berühmt war.
- Zeitweise TellerwäscherInnen und KellnerInnen sind Legion. Das kannst Du doch besser!
Die Unterhaltungsindustrie ist bekloppt und grausam. Musik, Theater, Literatur und Film sollen ganz schnell ganz viel Kohle bringen. Deshalb werden gute Leute oft erst gar nicht rein gelassen oder aber rasch verheizt. Wenn man/frau es auf eigene Faust betreibt, tut es ganz wohl, noch eine zweite Verteidigungslinie zu haben.
Noch ein Rat zum Singen: Es gibt nichts Besseres als auftreten. Ich singe sehr ernsthaft im Kirchenchor und trete damit genau deshalb auch an Beerdigungen von wildfremden Leuten auf. Unter dem Adrenalinkick des Auftritts (ja,ja, das gibt es auch da!) habe ich schon Dinge fertig gebracht, die zunächst unmöglich schienen.
Ich wünsche Dir Mut und Durchhaltevermögen, aber keine Tollkühnheit. Alles Gute Isambard , der Dir virtuell über die Schulter spuckt.
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06.01.2014, 15:06
AW: Sicherheit gegen Traum verfolgen
Hallo nochmal,
ihr habt schon recht, natürlich sollte ich nicht von heute auf morgen den Job hinschmeißen und mich auf ein Gesangsstudium versteifen. Ich bin in der Ideenphase, also wenn ich quasi eine neue Richtung verfolgen möchte, meistens erst übereuphorisch, und würde am Liebsten alles sofort in Angriff nehmen, dann später wieder total mutlos und dann wieder euphorisch und so weiter.. leider gelingt es mir nur selten, einen halbwegs realistischen Ausblick zu bekommen.
Ich werde jetzt auf jeden Fall erst hier weiterarbeiten. Es ist sicher kein schlechter Job. Leider nicht gut bezahlt. Aber immerhin stimmt die Atmosphäre, die Leute sind in Ordnung. Nur: Wenn ich mir eben vorstelle, dass ich das "bis ans Lebensende" machen soll, oder auch nur generell einen Job der mit Computer/Informatik zu tun hat, kräuseln sich mir die Zehennägel. Ich bin da ein bisschen romantisch/verträumt und will sowas wie "Erfüllung" erreichen. Ich wünschte mir jetzt auch, ich hätte nach dem Abi lieber etwas länger darüber nachgedacht, was ich eigentlich will. Irgendwie hat mir meine Mutter ständig was vorgeschlagen und bla bla, ich mach doch so gerne was mit Computern und ob ich nicht das und das machen will, und irgendwann habe ich quasi einfach "ok" gesagt.
Ich werde demnächst eine kostenlose Probestunde Gesangsunterricht nehmen. Weiß zwar nicht, ob ich mir den so wirklich leisten kann im Moment. Aber wenigstens würde dann nebenbei die Ausbildung weitergehen. Eine Angst, die mir total im Nacken sitzt, ist das mit dem Alter. Ich bin jetzt 20 und ganz ehrlich, die Ausbildung zum Musicaldarsteller braucht man mit spätestens Mitte 20 nicht mehr anzufangen. Gut, Musical ist eh nicht meins - die Musik ja, aber Tanz und Schauspiel brauche ich nicht dabei. Oper oder generell klassische Musik ist auch nicht meins. Ist mir auch zu arg anspruchsvoll und technisch. Dann wiederrum bin ich aber auch nicht jemand, der sich zB auf eine Band festlegen und mit dieser für den Erfolg arbeiten wollen würde. Denn ich singe viele verschiedene Genres und möchte mich nicht festlegen. Ich will auch nicht "berühmt" werden oder zu einer Castingshow usw. Ich will lediglich ein "Wiedergabemedium" für schöne Musik sein und meinen Klang perfektionieren. Soviel nochmal zur "Ursachenforschung", was ich eigentlich will. Gesangslehrerin zu werden ist für mich schon länger ein Traum. Das ist etwas, worauf ich nur sehr ungern verzichten würde. Ansonsten wäre vllt noch sowas wie Studiosänger eine Alternative, quasi "Singen auf Auftrag". Denn ich schreibe auch keine eigenen Lieder, bzw es macht mir keinen Spaß, ich gebe lieber die Ideen von anderen wieder bzw gebe ihren Kompositionen eine Stimme.
Puh.
Wie man Programmieren und Singen sinnvoll vereinen soll, ist mir noch nicht wirklich klar - es soll ja nicht einfach "irgendwas mit Musik" werden, sondern schon deutlich Gesang.
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07.01.2014, 16:12Inaktiver User
AW: Sicherheit gegen Traum verfolgen
[QUOTE=absoluterfreak;24851126]Ich werde demnächst eine kostenlose Probestunde Gesangsunterricht nehmen.
Bei jemandem, der über solche Probestunden Kunden akquiriert ?
Frag mal den Fuchs, ob Du eine Gans bei ihm unterstellen kannst
Warum machst Du Dir dann Gedanken über Dein Alter?Ich bin jetzt 20 und ganz ehrlich, die Ausbildung zum Musicaldarsteller braucht man mit spätestens Mitte 20 nicht mehr anzufangen. Gut, Musical ist eh nicht meins
Und dabei wäre genau das -das Agieren auf einer Bühne, die Bühnenpräsenz, die Selbstsicherheit beim Vortrag- das was Du nach Deiner Selbstschilderung am dringendsten brauchst.Musical - die Musik ja, aber Tanz und Schauspiel brauche ich nicht dabei
Oper oder generell klassische Musik ist auch nicht meins.
auch nicht (....) auf eine Band festlegen.
(....)möchte mich nicht festlegen.
will auch nicht "berühmt" werdenIch will lediglich ein "Wiedergabemedium" für schöne Musik sein und meinen Klang perfektionierenDas ist erst mal ein Widerspruch:Gesangslehrerin zu werden ist für mich schon länger ein Traum
Wiedergabemedium = wo und wie und ohne Bühnenpräsenz, ohne sich "vermarkten" zu können.
"Gesangslehrerin" = bringt anderen bei, ein Wiedergabemedium zu sein und den Klang zu perfektionieren. Eigendarstellung während des Unterrichts ist da weniger erwünscht.
Die "Technik" des Singens und Tonsicherheit sind natürlich das Fundament, weil dies zum Ausbilden anderer unerlässlich ist.
Aber, wie Du schriebst, willst Du nichts mit Gesangstechnik (Oper und anspruchsvolle Musik) zu tun haben.
Da hast Du wohl noch einigen inneren Klärungsbedarf.
Wenn Gesangslehrerin Dein eigentlicher und tiefer Traum ist, dann mach da Nägel mit Köppen. Das Alter ist dabei dann kaum von Belang.
Da Dein Sicherheitsbedürfnis (oder soll ich sagen: Deine Bequemlichkeit?) ausgeprägt zu sein scheint (nach Deinen Schilderungen zum bisherigen Werdegang und Zukunftsgedanken), solltest Du das auch berücksichtigen = staatliche Ausbildung mit gutem Abschluss und anschließender Festanstellung (Beamtin/ Lehrbeauftragte oder später sogar Professorin an einer Uni).
Dich auf dem freien Markt als selbständige Gesangslehrerin anzubieten, wäre aus heutiger Sicht vermutlich nicht so ganz Deins.
Es sei denn, Du arbeitest an Dir, Deinem Selbstbewußtsein etc.
Und da hast Du mit Anfang 20 noch eine Menge Zeit dafür.
PS: Ich war mit Anfang 20 ähnlich wie Du, und nicht einmal so selbst reflektierend wie Du.
10 Jahre später war ich zunächst freiberufliche Dozentin, dann Trainerin und Vortragsrednerin. Alles auch so eine Art "Bühnen- und Show-Tätigkeit".
Ich kann mir nichts schöneres vorstellen als in meinem Beruf "aufzutreten", ein Seminar oder einen Vortrag zu gestalten und anschließend in leuchtende Augen meiner Teilnehmer zu sehen und "Applaus" zu ernten und das Gefühl zu haben, meinen Teilnehmern und Zuhörern etwas gegeben zu haben.
Schau, wohin Dich der Wind des Leben treibt - aber setz die Segel ..... und genieße die Fahrt.Geändert von Inaktiver User (07.01.2014 um 16:16 Uhr)
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07.01.2014, 18:48
AW: Sicherheit gegen Traum verfolgen
absoluterfreak,
Du schließt reichlich viel an Möglichkeiten als Sängerin aus. Musical ist nix, Oper ist nix, Schauspiel ist nix, Klassik ist nix, mit einer Band tingeln ist nix. Wenn Du das alles ausschließt, brauchst Du mit Sicherheit kein Studium an der Musikhochschule. Wenn Du aber eigentlich Gesangslehrerin werden möchtest, dann schon.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel


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