Antworten
Seite 3 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 32
  1. User Info Menu

    AW: Die innere Mitte finden, Achtsamer werden in 2014

    Zitat Zitat von sandfloh Beitrag anzeigen

    Ich glaube, ich bin in der Zeit, als ich mich so sehr bemüht habe, in meiner Mitte zu sein, sehr mit angezogener Handbremse gefahren und habe mir vieles schwer gemacht. Ich glaube, so ist das nicht gemeint, das mit der Achtsamkeit und inneren Mitte...
    kenne ich. Ich glaube, der "Irrtum" liegt darin, wenn wir uns unter "In unserer Mitte sein" so ein Harmoniedingens vorstellen, das vor sich hinplätschert.

    Ich kann da die 5 Rhythmen von Gabrielle Roth empfehlen (bitte googeln bei Interesse) Denn ich finde, das lässt sich prima aufs ganze Leben übertragen. Das besteht eben nicht nur aus plätschern. Die 5 Rythmen sind flowing, Staccato, Chaos, Lyrical und Stillness. Im Prinzip auch Phasen, die eine Geburt durchläuft. Die Kunst ist wohl, in der eigenen Mitte zu bleiben, ohne die eigene Lebendigkeit zu verlieren. Und die drückt sich nunmal in verschiedenen Rythmen (oder auch Stimmungen oder Tempi) aus.

    Wenn ich durch die Fußgängerzone laufe, dann hab ich da eine andere Energie als wenn ich im Park sitze. Das heisst aber nicht, dass ich deswegen nicht in meiner Mitte sein könnte. Lebendig und gesund sein, das macht sich meiner Meinung nach an unserer geistigen Flexibilität fest
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  2. Inaktiver User

    AW: Die innere Mitte finden, Achtsamer werden in 2014

    Meine Mitte ist zu dick, darum leicht zu finden, ich würde also gern etwas schlanker werden, also nicht in der Mitte mit den Pfunden bleiben. Das heißt, ich muß achtsamer essen, weniger Schokolade, weniger Eis, weniger Pommes, weniger alles was mir schmeckt
    Geändert von Inaktiver User (05.01.2014 um 22:57 Uhr)

  3. User Info Menu

    AW: Die innere Mitte finden, Achtsamer werden in 2014

    Zitat Zitat von Susisa Beitrag anzeigen
    Liebe FrauJuli!

    Ich mach auch mit, wenn ich darf!

    ...

    Euch alles Gute bei euren Vorhaben.
    das freut mich :-)

  4. User Info Menu

    AW: Die innere Mitte finden, Achtsamer werden in 2014

    Hallo Sandfloh,

    Zitat Zitat von sandfloh Beitrag anzeigen

    ...


    Eine Weile habe ich es allerdings auch mit allem übertrieben. Habe peinlich drauf geachtet, möglichst "mittig" zu sein, alles zu hinterfragen, eher die Entscheidung gegen Unternehmungen oder mal ein Über-die-Stränge-schlagen zu treffen, Ausschläge nach unten und oben zu vermeiden. Dadurch hat vieles einen zwanghaften Charakter bekommen, es hat mich müde gemacht und irgendwie leblos, noch verkopfter als ich bin. Also, eigentlich kontraproduktiv zu dem, was ich eigentlich wollte, nämlich mich zu spüren, wahrzunehmen, mit mir gut zu sein.

    Durch Veränderungen im Privatleben musste ich mich letztes Jahr wieder neu aufstellen und sortieren. Und ich habe festgestellt, dass wieder viel mehr Lebendigkeit und Leichtigkeit eingekehrt sind. Mal eine Nacht durchmachen? Klar bin ich dann müde, aber der Spaß, die Unbeschwertheit, möchte ich nicht missen. Ich glaube, ich bin in der Zeit, als ich mich so sehr bemüht habe, in meiner Mitte zu sein, sehr mit angezogener Handbremse gefahren und habe mir vieles schwer gemacht. Ich glaube, so ist das nicht gemeint, das mit der Achtsamkeit und inneren Mitte...

    Oder?

    Liebe Grüße von
    sandfloh
    Hallo Sandfloh,

    übertreiben ist auch nichts. Und wenn man sich durch die Achtsamkeit und alles hinterfragen selbst einschränkt, macht dies einen ja auch nicht unbedingt zufriedener.

    Ich finde die Spontanität, der Spass, das Genießen und die Lebensfreude sollte durch ein achtsameres Leben nicht zu Kurz kommen.

    LG FrauJuli

  5. Inaktiver User

    AW: Die innere Mitte finden, Achtsamer werden in 2014

    Hallo, Frau Juli!
    das mit der "Mitte finden", das finde ich sehr interessant.
    Von Zeit zu Zeit gelingt mir das sehr, sehr gut - getreu dem Song von Udo Lindenberg: "Ich mach' mein Ding - egal, was die anderen labern..." :-))). Die Mitte finden und immer wieder aufs neue finden, das ist für mich ein Prozess, der nie aufhört.

    Rückfälle inbegriffen.
    Logo.

    Es gibt Momente, da gerate ich, sozusagen, aus der Bahn. Da packt er mich, der blues ;-))) ! Shit happens!
    Und dann brauchts wieder eine Weile, bis ich auf die Füsse komme.
    Und dann mach' ich wieder mein Ding...

    Ich mache gerne Yoga. Ich beschäftige mich mit Meditation und mit Achtsamkeit. Ich lese dazu und darüber sehr viel. Die Störfeuer, die gehören, irgendwie dazu, glaube ich.

  6. User Info Menu

    AW: Die innere Mitte finden, Achtsamer werden in 2014

    Hallo zusammen,

    ich denke auch, dass die Innere Mitte, was immer man auch im Einzelfall konkret darunter versteht, etwas, das grundsätzlich immer vorhanden ist. Der Kontakt zu dieser Mitte, das direkte Erspüren ihres Vorhandenseins hingegen ist im Alltag oft verschüttet.

    Wenn man sich regelmäßig Zeit nimmt, zu üben, diesen Kontakt herzustellen, dann wird es einem auch im Alltag leichter gelingen, diese Mitte wieder zu spüren, wenn man sie braucht.

    Das heißt nicht, dass das ganze Leben dann einen Harmoniebrei aufgeht. Ich finde, emotionale Höhen und Tiefen gehören zum Leben dazu und sind für mich auch ein Zeichen meiner Lebendigkeit. Aber ich bin auch kein Buddhist, da mag man das noch mal anders sehen. Nur wenn starke Emotionen auf Dauer zu belastend werden, ist es hilfreich, sich wieder auf die innere Mitte zu fokussieren, um sich davon ein Stück weit frei zu machen.

    Das zu können ist aber eine Fähigkeit, die viel viel Übung erfordert und zwar permanent. Und um da dranzubleiben, braucht es schon eine starke Motivation.

    Ich finde es auch wichtig, für sich selbst erst man herauszufinden, worin die eigene innere Mitte eigentlich besteht, wie man sie sich vorstellt. Für mich klingt das oft ein wenig schwammig und unklar. Aber wie soll ich zu etwas finden, von dem ich kaum eine Idee habe, was es eigentlich sein könnte. Auch hier merkt man ja, dass die Vorstellungen, was die innere Mitte sein könnte, sehr unterschiedlich sind.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  7. User Info Menu

    AW: Die innere Mitte finden, Achtsamer werden in 2014

    Wunderbar liebe Malina70, genau so sehe ich das auch!

  8. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Die innere Mitte finden, Achtsamer werden in 2014

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Ich finde, emotionale Höhen und Tiefen gehören zum Leben dazu und sind für mich auch ein Zeichen meiner Lebendigkeit. Aber ich bin auch kein Buddhist, da mag man das noch mal anders sehen. Nur wenn starke Emotionen auf Dauer zu belastend werden, ist es hilfreich, sich wieder auf die innere Mitte zu fokussieren, um sich davon ein Stück weit frei zu machen.
    Auch Buddhisten sind keineswegs emotionslos.

    Die Sache mit der inneren Mitte ist: Emotionen kommen und gehen. Das ist OK. Aber kein Mensch muss sich von den Emotionen beherrschen lassen, oder aus dem Gleichgewicht bringen lassen.

    um ein Beispiel aus meiner Heimat zu bringen:

    Fahnenschwingen DVD.wmv - YouTube

    Der Mensch, der in der inneren Mitte ist, weiss: "ich bin der Fahnenschwinger"-

    Der Mensch, der aus der inneren Mitte gefallen ist und im Drama steckt, meint: "ich bin die Fahne". Aber das ist ein Irrtum.

    In der inneren Mitte zu sein, nimmt nicht die Farbigkeit oder Lebendigkeit aus dem Leben; sie macht es im Gegenteil erst möglich, das ganze Spektrum der Menschlichkeit voll auszuschöpfen. Nur wer in seiner inneren Mitte ist und guten Boden hat, kann die ganze Emotionalität in all ihren Facetten überhaupt erst ausleben und erfahren.

    Leute hingegen, die Sklaven ihrer Emotion sind, haben eine Neigung zu einigen wenigen eingeschränkten Mustern. Es gibt welche, die werden immer wütend, sobald sie überfordert sind; es gibt welche, die fangen immer an zu kichern, wenn sie überfordert sind; es gibt welche, die ziehen sich immer ins Schneckenhaus und machen sich klein, wenn sie überfordert sind... aber immer dasselbe.

    gruss, barbara

  9. Moderation

    User Info Menu

    AW: Die innere Mitte finden, Achtsamer werden in 2014

    Feiner Strang und Respekt, was ihr alle dazu schreibt!

    Die Mitte ist mein inneres Zuhause, wo ich mich geborgen und echt fühle, wo Denken und Handeln in einem Fluss sind. Was daraus entsteht, wird meistens gut. Aber nicht perfekt. Zu meiner Mitte gehört Perfektion eben nicht.^^

    Im Kleinen wie im Großen fühle ich mich in der Mitte, wenn ich das Richtige tue: Und das ist das, wobei ich in jeder Beziehung ein gutes Gefühl habe. Andere sagen dazu, "bei sich selber sein". Ich kenne das Gegenteil so gut: Magengrummeln über eine Entscheidung, bei der ich mir mehr Zeit hätte lassen sollen; wenn ich bei etwas mitmache, hinter dem ich gar nicht stehe oder auch eine schroffe Reaktion auf etwas, das im Nachhinein gar nicht so gemeint war - und was ich auch hätte erkennen können, wenn ich genauer hingeguckt hätte. Das sind nur ein paar Beispiele.

    Inzwischen hasse ich es, wenn ich fahrig werde und Fehler mache, nur weil ich mir den Stress von außen aufdrücken lasse. Kommt ab und zu vor und kann mich total aus dem Gleichgewicht werfen. Ganz unnötig, das. Ich übe in den letzten Jahren, geistig einen Schritt zurückzutreten. Konnte ich früher gar nicht.

    Fragt sich noch, was neben der Mitte ist, links und rechts...
    *
    Der Adler fängt keine Mücken.


    'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit


    Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
    Arnulf Rating

  10. User Info Menu

    AW: Die innere Mitte finden, Achtsamer werden in 2014

    Hallo, Ihr Gleichgesinnten,

    nun wurde hier schon länger nichts mehr geschrieben. Vielleicht liest es ja doch noch jemand.

    Bin auch auf der Suche. Immer in Gedanken an andere Dinge. Das Fokussieren auf das, was ich gerade tue, fällt mir schwer.

    Eine Freundin meinte, ich solle mich immer an die innere Mitte erinnern, wenn es mir nicht so gut geht. Woher kommt der Kopfschmerz, der Magendruck? Wie fühle ich mich bei dem, was ich gerade tue? Was muss ich tun, damit es mir gut geht? Damit ich alles vergesse um mich herum, mich auf das Wesentliche konzentriere - und so in meiner Mitte bin?

    Ich übe weiter.

    Grüße von Kim
    Geh Deinen Weg, und lass die Leute reden.

Antworten
Seite 3 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •