Antworten
Seite 2 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 32
  1. User Info Menu

    AW: Die innere Mitte finden, Achtsamer werden in 2014

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    hallo FrauJuli,

    diese innere Mitte finden, das ist für mich ein ständiger Prozess, da ich diese innere Mitte nicht als "statischen Punkt" sehe, sondern als das Immerwiederfinden einer inneren Balance in den ständigen Bewegungen des Lebens. Ich komme aus dem Tanz und da gibt es den (inzwischen recht ausgelutschten) Begriff: Leben ist Bewegung. Lässt sich aber praktisch auf so ziemlich alles übertragen.
    ja, so ist es..

    dieses Jahr möchte ich aber bewusster und achtsammer mit mir sein. Im Prinzip habe ich auch schon angefangen, aber für mich ist es schwer, drann zu bleiben weil ich mich leicht wieder verliere

  2. Inaktiver User

    AW: Die innere Mitte finden, Achtsamer werden in 2014

    Zitat Zitat von FrauJuli Beitrag anzeigen

    "Bei einem selbt zusein" gehört auch noch dazu. Nur Dinge zu machen, hinter denen man steht, vieles zu hinterfragen, aufrichtig zu sich und zu anderen sein. Weniger aussenbezogen zu sein, unabhängig von der Meinung von anderen zu sein, sich nicht mehr so viel mit anderen zu vergleichen.
    Hallo Frau Juli,

    irgendwann bin ich mal auf folgenden Spruch gestoßen:


    Gestatte den Ereignissen des Alltags nicht,
    dich zu unterdrücken, aber entziehe dich
    ihnen auch nicht. Nur so wirst du die
    Befreiung erreichen.

    Huang Po


    Erst dachte ich, na ja, wieder mal so ein chinesischer Spruch, konnte ihn aber nicht vergessen, und habe ihn dann für mich Jahre später als mein Wunschkandidat für "innere dynamische Mitte" interpretiert.

    Befreiung steht für mich synonym für: Nicht Sklave meiner Wünsche, Leidenschaften, Ängste und Bedürfnisse zu sein. Sich ihrer bewusst zu werden, ohne wegzuschauen, sie immer besser kennen lernen.

    Aber Befreiung steht auch für: Meine Wünsche, Leidenschaften, Ängste und Bedürfnisse nicht zu ignorieren, denn sonst wäre man ja auch wieder Sklave. Offen und neugierig wahrzunehmen, was man macht, wie man es macht und welche Wirkungen daraus entstehen.

    Gut, bislang klappt's 55%-ig. Dieses Jahr stehen die nächsten Prozente an.

    In dem Sinne ein erfolgreiches 2014.

  3. User Info Menu

    AW: Die innere Mitte finden, Achtsamer werden in 2014

    Zitat Zitat von FrauJuli Beitrag anzeigen
    "Bei einem selbt zusein" gehört auch noch dazu. Nur Dinge zu machen, hinter denen man steht, vieles zu hinterfragen, aufrichtig zu sich und zu anderen sein. Weniger aussenbezogen zu sein, unabhängig von der Meinung von anderen zu sein, sich nicht mehr so viel mit anderen zu vergleichen.
    Hallo Juli,

    mehr "bei mir sein" ist etwas, was ich mir auch für 2014 vorgenommen habe. Ich bin eigentlich total zufrieden mit meinem Leben, es geht mir und meiner Familie gut, ich kann mich echt nicht beschweren.

    Aber ich merke immer wieder, dass ich zu sehr aussenbezogen bin und mich auch viel mit anderen vergleiche. Dabei ist das so überflüssig und doof. Und vergleichen macht manchmal richtig unglücklich. Wir haben zB seit einiger Zeit neue Nachbarn, ein total nettes, interessantes Paar. Ich verbringe gerne Zeit mit ihnen, aber danach bin ich auch oft schlecht gelaunt - weil sie so kreativ und aktiv sind, Musik und Kunst machen, interessante Jobs haben etc etc. Da komme ich mir dann richtig langweilig vor mit meinem Normalo-Leben. Das möchte ich auf jeden Fall ändern - mich mehr auf mich und meine "Besonderheiten" konzentrieren, vielleicht auch meine Talente wieder mehr hervorlocken. Und mich freuen, dass interessante Leute Zeit mit mir verbringen wollen, anstatt neidisch zu sein.

    Yoga mache ich auch, schon lange. Aber nur max. 1 x pro Woche. Das ist immer entspannend und toll für den Moment, aber die Wirkung hält meist nur bis zum nächsten Morgen an. Ich denke, um durch Yoga generell entspannter zu sein, müsste ich es öfter betreiben, jeden Morgen oder so. Macht das hier jemand?

    LG!

  4. User Info Menu

    AW: Die innere Mitte finden, Achtsamer werden in 2014

    Liebe Juli,

    ein schönes Thema, das Du hier aufmachst. Es spricht mich sehr an, da ich meine innere Mitte vor Kurzem (wieder-)gefunden habe. Ich hatte sie gar nicht bewußt gesucht, doch es geht mir nun so gut wie schon lange nicht mehr. Es interessiert mich, wie andere Menschen dies geschafft haben.

    Ich bin wegen einer schweren depressiven Episode in 2013 für 8 Wochen in einer psychosomatischen Klinik gewesen, wollte einfach nur, daß es mir wieder besser geht, ich wieder "ich-selbst" werde. Zusätzlich zu den Einzel- und Gruppentherapiegesprächen habe ich regelmäßig Qi Gong und Muskelentspannung nach Jakobsen gemacht. Hatte viel Zeit für mich, für lange Spaziergänge und gute Gespräche mit Mitpatienten. Und nach ca. 4 Wochen merkte ich, wie meine Kraft wieder kam und es mir langsam besser ging. Ganz schnell kam dann für mich das Gefühl, wieder ich selbst zu sein und tatsächlich in mir selbst zu Ruhen/meine Mitte gefunden zu haben. Das war sehr sehr schön für mich!

    Nun bin ich wieder zu Hause und werde versuchen, dieses "in meiner Mitte" zu sein beizubehalten. Für mich ist dazu Qi Gong, oft täglich, ein ganz wichtiger Aspekt dabei. Man bekommt den Kopf so wunderbar frei von allen Gedanken, ohne dass die Übungen wahnsinnig schwierig sind. Wahrscheinlich muß jeder Mensch für sich diese geeigneten Dinge finden. Ich denke nur, es sollte nicht unter Zwang passieren, so unter dem Motto "Ich müßte doch nun mal dies oder das tun."

    Ein anderer wichtiger Aspekt ist für mich, sehr gut auf mich aufzupassen. D. h. mich nicht mehr für alle anderen zu verbiegen, bei mir zu bleiben. Das ist schwierig zu erklären, stelle ich gerade fest.

    In das neue Jahr 2014 starte ich mit neuem Lebensmut und wünsche Dir herzlich viele gute Erfahrungen auf Deinem Weg zur "inneren Mitte"!

    GoldenGate

  5. User Info Menu

    AW: Die innere Mitte finden, Achtsamer werden in 2014

    Hallo!

    Die vorangegangenen Beiträge zeigen: Es gibt zahlreiche Wege und Methoden. Dir persönlich etwas zu raten, halte ich hier für unmöglich. Deinen Weg und deine Methode musst du selbst finden. Und immmer wieder wirst du das Gefühl haben, deinen Weg, deine Methode ändern oder zumindest variieren zu sollen. Was auch heißt: Achtsamkeit ist vor allem ein dauerhafter Lernprozess, und die Übungszeiten sollten täglich oder regelmäßig mindestens diejenigen für einen guten Pianisten ausmachen.

    Hört sich mühsam an - aber ich kann dir versichern, es lohnt sich.

    Vielleicht doch noch einen Tipp: Achtsamkeit lässt sich in der heutigen Begriffsverwendung auf buddhistische Wurzeln zurückführen. Man kann damit zurechtkommen, vielleicht aber auch nicht. Daher lohnt es sich, auch andere methodische Zugänge zu prüfen

    meint
    syrahnoir

  6. User Info Menu

    AW: Die innere Mitte finden, Achtsamer werden in 2014

    Zitat Zitat von syrahnoir Beitrag anzeigen
    Vielleicht doch noch einen Tipp: Achtsamkeit lässt sich in der heutigen Begriffsverwendung auf buddhistische Wurzeln zurückführen. Man kann damit zurechtkommen, vielleicht aber auch nicht. Daher lohnt es sich, auch andere methodische Zugänge zu prüfen
    Ein anderer Zugang zur Achtsamkeit sind z.B. Körperarbeit und Körperpsychotherapien. Die haben das Achtsamkeitstraining schon seit jeher als Kernpunkt ihrer Ansätze. Auch Kreativtherapien wie Kunsttherapie eignen sich hierfür gut. Ich habe sehr viel in Bezug auf Achtsamkeit in der Tanztherapie gelernt und verinnerlicht.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  7. User Info Menu

    AW: Die innere Mitte finden, Achtsamer werden in 2014

    hallo zusammen,

    vielen Dank für Eure Antworten :-)

    Ich bin über Yoga und den Buddhismus auf das Thema Achtsamkeit gekommen. Ich habe mir auch als Begleiter durchs Jahr das Buch "Yoga-Weisheiten" mit 52 Übungen gekauft.

    @ Quiros: der Spruch ist sehr schön.

    @ Goldengate: Ich war vor ein paar Jahren in einer psychosomatischen Klinik mit anschliessender Therapie. Im nachhinein war dieser Aufenthalt sehr prägend für mich.

    Aber ich habe gemerkt, dass ich an gewisse Grenzen stosse, oft sehr müde, erschöpft und kraftlos bin.
    Deshalb habe ich mir vorgenommen, mich mehr auf mich konzentrieren und auch Energie- und Zeitfresser (wie Fernsehen, Internet) zu reduzieren und mit meiner Energie und Kraft besser hauszuhalten.

    Viele Grüße
    FrauJuli

  8. User Info Menu

    AW: Die innere Mitte finden, Achtsamer werden in 2014

    Liebe FrauJuli!

    Ich mach auch mit, wenn ich darf!

    Ein schönes Thema! Bei mir ist es ähnlich wie bei

    @filterkaffee

    eigentlich könnte ich schon zufrieden sein, aber ich merke auch, dass mich der Blick auf das Leben von anderen mal stärker mal sanfter von mir wegführt und ich mich dann "weniger interessant/wert" fühle.
    Insofern lautet auch mein Motto, meine Stärken zu focussieren und Neid?gedanken zu minimieren bzw. aktiv damit zu arbeiten.

    Zum anderen nehme ich mir immer ein wenig zu viel vor und tu dann im Endeffekt gar nichts. Das möchte ich auch in den Griff bekommen, indem ich mir endlich mal(!) so kleine Häppchen stricke, dass ich sie auch umgesetzt bekomme.
    Es sind viele kleine, bekannte Baustellen, die ich habe: gesünder leben, mehr Sport machen, YOGA machen (das schrieben auch viele hier) ... BEWUSST LEBEN... das subsumiert, glaube ich, die meisten meiner Wünsche.

    Nicht zuletzt das, was es zu tun gilt, mit mehr Motivation - wenn auch nur "vorgetäuscht" (aka, ich will das, ich kann das, ich schaff das und es ist gut weil yyyxxx...) - angehen, damit die bewusste Kontrolle bei MIR ist und ich mich nicht von den Umständen überwältigen lasse.

    Ein bisschen mehr Käptn auf meinem Schiff sein und weniger Kombüsenjunge.


    Werde diesen Thread gespannt verfolgen!

    Euch alles Gute bei euren Vorhaben.
    Ich kann nicht alles erleben, aber ich kann [in einem gewissen Rahmen] leben, wie ich will.

  9. User Info Menu

    AW: Die innere Mitte finden, Achtsamer werden in 2014

    Liebe FrauJuli,

    kein ausdrücklicher Vorsatz für 2014, aber seit einigen Jahren in meinem Fokus. Deshalb schließe ich mich mal an, denn es schadet nichts, sich auszutauschen. In meinem Umfeld gibt es leider nicht so viele Menschen, die damit etwas anfangen können, aber mit denjenigen, die ähnlich ticken, ist es ein fruchtbarer Austausch und angenehmes Zusammensein.

    Seit einigen Jahren begleitet mich ein regelmäßiges Morgenritual, nämlich das Lesen von Meditationstexten zum jeweiligen Tag.

    Vorletztes Jahr habe ich einen MBSR-Kurs über acht Wochen belegt (gut zum Einstieg "Gesund durch Meditation" von Jon Kabat-Zinn). Ich muss aber sagen, dass ich nicht regelmäßig übe. Was ich theoretisch gelernt habe, ist die absichtslose und nicht wertende Wahrnehmung dessen, was ist. Ich gehöre zu den Menschen, die auch eher nach außen gucken, ich vergleiche und bewerte das, was bei mir los ist. Dabei bin ich oft genug nicht gerade liebevoll mit mir, weit entfernt von der nicht wertenden Wahrnehmung. Aber es gelingt mir immer öfter, in so einem Moment innezuhalten und wahrzunehmen, dass ich eben gerade wieder nicht achtsam mit mir war. Ich gebe zu, es ist nicht einfach...

    Was für mich auch zur Achtsamkeit gehört, ist die Ernährung. Mich mit gesunden und möglichst regionalen und saisonalen Lebensmitteln zu ernähren, ist mir wichtig. Und auch die Zubereitung, das Schnibbeln, hat für mich mittlerweile was meditatives.

    Als ich im letzten Jahr sehr lange krank war, ist für mich der achtsame Umgang mit meinem Körper deutlich in den Vordergrund gerückt. Regelmäßiger Sport, der mir Spaß macht, ist für mich unverzichtbar geworden - allmählich lerne ich auch, mich weder zu unter- noch zu überfordern. Und ich habe früher Sport gehasst...

    Eine Weile habe ich es allerdings auch mit allem übertrieben. Habe peinlich drauf geachtet, möglichst "mittig" zu sein, alles zu hinterfragen, eher die Entscheidung gegen Unternehmungen oder mal ein Über-die-Stränge-schlagen zu treffen, Ausschläge nach unten und oben zu vermeiden. Dadurch hat vieles einen zwanghaften Charakter bekommen, es hat mich müde gemacht und irgendwie leblos, noch verkopfter als ich bin. Also, eigentlich kontraproduktiv zu dem, was ich eigentlich wollte, nämlich mich zu spüren, wahrzunehmen, mit mir gut zu sein.

    Durch Veränderungen im Privatleben musste ich mich letztes Jahr wieder neu aufstellen und sortieren. Und ich habe festgestellt, dass wieder viel mehr Lebendigkeit und Leichtigkeit eingekehrt sind. Mal eine Nacht durchmachen? Klar bin ich dann müde, aber der Spaß, die Unbeschwertheit, möchte ich nicht missen. Ich glaube, ich bin in der Zeit, als ich mich so sehr bemüht habe, in meiner Mitte zu sein, sehr mit angezogener Handbremse gefahren und habe mir vieles schwer gemacht. Ich glaube, so ist das nicht gemeint, das mit der Achtsamkeit und inneren Mitte...

    Oder?

    Liebe Grüße von
    sandfloh
    Ist das Leben nicht schön!?

  10. User Info Menu

    AW: Die innere Mitte finden, Achtsamer werden in 2014

    Zitat Zitat von FrauJuli Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    ich habe mir für 2014 etwas richtig schönes vorgenommen. Ich möchte meine innere Mitte finden, ruhiger werden, weniger hektisch sein und mit mir achtsamer umgehen, bei mir sein, wie man so schön sagt. Und mich dadurch vielleicht auch etwas besser kennen lernen.

    Ich weiß, dass dies ein ständiger Prozess mit einem selbst ist, und man damit nie wirklich am Ziel sein kann. Aber ich möchte dies im neuen Jahr bewusst angehen.

    Vielleicht hat ja jemand ein Tipp für mich, wie ich dies bewusst angehen kann.

    Liebe Grüße
    FrauJuli
    -Verständnisvoller mit sich selbst sein.
    -Versuchen, eine gesunde Mischung aus Selbstdisziplin und Selbst-Sanftmut zu erreichen.
    -Den Gedanken verabschieden, dass man perfekt sein müsse oder irgendwem irgendwas beweisen(!) müsste (für mich das wichtigste).
    -Nicht so viel an morgen denken - sich lieber freuen, dass man heute gesund ist und einem (hoffentlich) nichts weh tut.
    -Mehr Loslassen, weniger Kontrolle.
    -mehr körperliche Dinge - Yoga, Sport, ein Handwerk, Kunst - das befreit den Geist
    -Mehr an das Große Ganze denken, öfter mal die Welt und sich von oben sehen und sich selbst nur als Mini-Rädchen im Getriebe.

    Hm das fiel mir so spontan ein. Klingt irgendwie alles sehr fernöstlich.

Antworten
Seite 2 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •