Hallo zusammen,
gestern war ich abends kurz vor Betriebsschluss noch eine Runde Schwimmen. Danach war ich innerlich sehr ruhig und energiegeladen (geht mir grundsätzlich so nach dem Schwimmen).
Heute kam mir da plötzlich so eine Idee: Soll ich mich an ein Experiment wagen? Wie würde sich mein Leben verändern, wenn ich im Jahr 2014 täglich schwimmen gehe.
Leider habe ich seit geraumer Zeit das Gefühl, festzustecken. Lebe mein Singleleben (was ich eigentlich anders geplant hatte), verzettele mich, habe das Gefühl nicht voranzukommen. Fühle mich oft emotional blockiert. Von Sorgen beschwert.
Es geht mir nicht um den sportlichen Anreiz, ich will keinen bestimmten Trainingsplan einhalten, sondern viel mehr darum, endlich mal an einer Sache dran zu bleiben, etwas von A bis Z "durchzuziehen".
Aus körperlicher Sicht traue ich mir es zu, es ist nicht so, dass ich "von der Couch aus" starten würdebin auch jetzt schon relativ viel Bewegung gewöhnt.
Möchte mir jemand ein Feedback geben? Würdet Ihr das tun? Oder frustriert es mich dann nur, wenn ich es nicht schaffe.
Noch etwas: es fühlt mich nicht an wie einer der üblichen Vorsätze fürs neue Jahr. Deshalb hab ich es auch Experiment genannt.
Viele Grüße
Lila
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Thema: Ein Experiment
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30.12.2013, 13:58
Ein Experiment
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30.12.2013, 14:15
AW: Ein Experiment
"Täglich" ist in der Tat ein sehr hohes Ziel.
Du möchtest eine Veränderung (natürlich zum Besseren) in deinem Leben.
Völlig richtig möchtest du dazu etwas anderes als sonst tun.
Da würde ich erstmal schauen: Welchen Bereich meines Lebens möchte ich denn aufwerten.
Fitness? Dann also: Sport/Schwimmen.
Bekanntschaften machen? Eher Theatergruppe oder so.
Beruflich weiterkommen: Fortbildung anpeilen. Eventuell Fremdsprachenkurs...oder so.
Dranzubleiben - in welchem Bereich hapert es denn da bei dir? Wo verzettelst du dich, magst du das mal genauer sagen? Hast du für irgendwas eine "Leidenschaft"? Meinst du, es mangele dir an Disziplin?
Ich finde, dass Interessen sich verändern, ist normal.
Mal habe ich eine Phase, in der ich viel male, mal mache ich lieber etwas mit der Nähmaschine.
Im Sommer mache ich gern dies-und-jenes, im Winter lieber jenes-und-welches.
Zum Beispiel.
Immer nur z.B. malen würde ich mir gar nicht vornehmen wollen. Dieses "dranbleiben" ergibt für mich keinen Nutzen. Es sei denn ich wollte hoch hinaus. Für mich sind Vielschichtigkeit und Vielseitigkeit wichtig. Das mag auf andere sprunghaft wirken. Für mich ist es Lebenselexier. Menschen sind verschieden, jedem tut etwas anderes gut. Und nur weil andere Leute seit 40 Jahren wöchentlich dasselbe machen, muss das für mich noch lange kein Ziel sein.
Leben ist das, was passiert, während wir fleißig andere Pläne machen! (John Lennon, glaube ich) Dies zu deiner Bemerkung, du hättest Single-sein nicht geplant.
Hast du denn noch Liebeskummer? 
LG KarlaThe original Karla
est. 2006











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30.12.2013, 14:18
AW: Ein Experiment
Probier es aus und berichte wie es klappt.
Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
Profilbild © edwardbgordon
Moderation: "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"
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30.12.2013, 14:36Inaktiver User
AW: Ein Experiment
den Gedanken hatte ich auch.
Ich bin ja auch manchmal so im Schwimm-Wahn. Ich liebe Schwimmbäder als solches, das Nackigsein und Duschen, das ganze Drum und Dran.
Aber, jeden Tag?
Ich glaube, meine Haut würde streiken.
Obwohl ich bei mir auch einen Gewöhnungseffekt festgestellt habe.
Eine Zeitlang war ich viermal die Woche schwimmen.
Sogar meine Augen sind nicht mehr so empfindlich und gerötet.
Aber, grundsätzlich ist das schon gut sich so hohe Ziele zu setzen.
Runter kommt man immer.
Mir geht's nach dem Schwimmen auch immer so gut.
Aber, auf die Idee täglich zu gehen bin selbst ich noch nie gekommen, noch nicht mal im Sommer.
Es ist ja auch nicht umsonst.
Viele Vergnügen von mir
Lucia-
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30.12.2013, 15:10Inaktiver User
AW: Ein Experiment
Na, da ist sich "freischwimmen" doch genau das Richtige.
Es muss ja nicht immer im Wasser sein und auf keinen Fall als Zwang und Pflicht (davon hast Du ja in Deinem alten Leben sicherlich schon genug).
Dir etwas beweisen zu wollen, führt Dich ins Gegenteil.
Wie wäre es mit der Frage in freien Zeiten: "Was kann ich mir gerade jetzt Gutes tun?" oder:
"Was kann (könnte) ich gerade jetzt genießen?"
Du wirst das tun oder auch nicht tun, was gut und das Beste für Dich in der jeweiligen Situation ist.Oder frustriert es mich dann nur, wenn ich es nicht schaffe.
Es gibt kein Versagen. Und es gibt auch nichts "zu schaffen".
Verbissenheit ist das letzte was Du brauchst. Genießen, Leichtigkeit, Ausprobieren, auf sich hören - DAS ist es !
Da ist der Begriff "Experiment" schon gut gewählt. Mach aber einfach den Rahmen größer (s.o.)
Freue mich auf Deine gelegentlichen Berichte !
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30.12.2013, 15:16
AW: Ein Experiment
Danke für Eure Antworten
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Ja, in der Tat, das wäre ein hohes Ziel.
Lucia,
von der Haut her müsste es gehen, das Gesicht creme ich danach ein, am Körper bin ich unempfindlich, da reicht hin und wieder etwas Bodylotion auf die Schienbeine.
Rote Augen bekomm ich keine. Bißchen blöd ist es für die Haare, aber da würd ich halt hin und wieder eine Kur machen. Ich denke, das ging.
Du hast recht, es kostet auch, aber das würde ich dann investieren.
Karla,
hm, verzetteln, war vielleicht nicht das richtige Wort. Ich hab einfach oft starke Probleme, mich zu entscheiden. Ob das nun die kleinen Alltagsdinge sind oder die großen Lebensentscheidungen. Ich wälze dann ständig "Für" und "Wider" von verschiedenen Dingen im Kopf rum und habe dann nicht das Gefühl voranzukommen. Zufällig hab ich dann entdeckt, dass ich nach dem Schwimmen ein Zeitfenster von 3/4 Stunden, in dem mein Kopf einfach mal ruhig ist. Da hab ich dann in der Tat das Gefühl, dass eine große Last von mir abfällt.
Bekanntschaften suche ich nicht, habe sehr gute Freunde, nur halt einen Partner, den natürlich schon. Beruflich will ich erstmal nichts ändern.
Liebeskummer, hm, kommt drauf an, wen du meinst
Bei mir gibts da öfters mal wechselnde Namen.
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30.12.2013, 15:22
AW: Ein Experiment
Das ist großartig. Im Sommer gehe ich jeden Morgen. In der Umstellung von Frei auf Halle zaudere ich dann etwas beleidigt und hake so ein oder zwei Wochen und dann pendele ich mich wieder auf ungefähr 5 x wöchentlich ein. Das geht prima. Haut und Haare halten das gut aus. Die Gewohnheit hat Dich dann auch ganz schnell, so dass es fehlt, wenn ein gewisses Level unterschritten wird. Und ein Fitnessstudio würde auch so viel kosten.
Versuch es. Ich kann es nur empfehlen. Und sei nicht so streng zu Dir, wenn Du einfach mal Lust auf schwänzen hast; das muß ab und zu auch mal sein.
Viel Spaß !
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30.12.2013, 15:25Inaktiver User
AW: Ein Experiment
Jeden Tag schwimmen gehen, das habe ich schon gemacht, so ca. 1 1/2 Jahre lang. Hat gut geklappt und mir sehr gefallen. Ich erinnere mich, an kalten Tag bin ich sogar im Neopren in den See gestiegen. Auch das, ein schönes Erlebnis.
Probiers doch einfach und wenns nicht klappt, dann klappts halt nicht. Dann machst Du was anderes.
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30.12.2013, 17:10
AW: Ein Experiment
Aha, zum Kopf-frei-kriegen. Das ist doch toll, ein "Rezept" dafür zu haben! Dann schwimm dich frei von Lasten.

Du hast vielleicht auch so viel verschiedenes zu entscheiden/zu bedenken, dass es manchmal zuviel wird? Und glaub mir zum Jahresende sind die meisten Leute ziemlich gestresst...
Tipp von mir: Entscheide schneller für eine Sache. Dann werden Energien frei! Weil rumgehirne Energie frißt.
Also Pizza Tonno oder Pizza Salami - zack, entscheiden. Es hängt ja nichts davon ab.
Für große Lebensentscheidungen helfen schriftliche pro/contra-Listen, aber das hast du sicherlich auch alles schon bedacht.The original Karla
est. 2006











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30.12.2013, 17:27Inaktiver User
AW: Ein Experiment
Hallo Lila,
Mit ähnlicher Motivation habe ich mich Anfang 2013 für meinen ersten Halbmarathon angemeldet -ich hatte das Gefühl, gerade in beruflichen Dingen oft zu früh aufzugeben, und wollte sehen, ob ich es "in mir habe", über 3-4 Monate konstant zu trainieren und auch an meine Grenzen zu gehen (= mit dem Ziel, die Frustrationstoleranz zu erhöhen).
Um's kurz zu machen - den Halbmarathon habe ich problemlos und für mich in einer relativ guten Zeit geschafft, und bin auch dabei geblieben (=Anmeldung für 2014 schon abgeschickt, spiele gerade mit dem agedanken, dieses Jahr auch einen ganzen Marathon zu laufen). Für das eigentliche Ziel (Frustrationstoleranz) habe ich jedoch nicht viel erreichen können. Ich glaube, es lag daran, dass man (sofern man sich keinen teuren Coach leistet) sportlich meist in der Komfort-Zone bleibt und sich bereits über Mikro-Erfolge ein Loch ins Knie freut, ohne dabei jemals wirklich die Zone zu nennenswerter Leistung zu überschreiten.
Mittlerweile bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass man mit Sport "nur" die Probleme löst, die mit dem Körper zu tun haben (Rücken, Nacken, etc...). Alles andere muss man anderswo angehen (nämlich da, wo das Problem tatsächlich ist) und vor allem: raus aus der Komfortzone. Nur so kann man Erfolge erzielen -sportlich und anderswo.Geändert von Inaktiver User (30.12.2013 um 22:49 Uhr)


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