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  1. Inaktiver User

    Jemandem professionelle Hilfe nahelegen

    Mir steht eine heikle, leider dringend notwendige Aufgabe bevor: ich muss einer befreundeten Frau versuchen nahezulegen, dass sie sich in Therapie begeben sollte. Das wird ein schwieriges Unterfangen. Ihr Verhalten wird immer befremdlicher (ich bekomme auch entsprechendes Feedback von Dritten), und ihre Wahrnehmungen entfernen sich mehr und mehr von der Realität. Trotzdem muss ich versuchen, irgendwie zu ihr durchzudringen. Ich halte sie für gefährdet – spätestens wenn ihr Kartenhaus zusammenbricht.

    Die ehemals engen Freunde haben sich von ihr distanziert, auch die Herkunftsfamilie hat sich von ihr abgewandt. Daher gehe ich davon aus, dass es außer mir niemanden gibt, der dieses Gespräch mit ihr führen würde.

    War jemand von Euch schon mal in einer vergleichbaren Situation? Habt ihr das Thema behutsam angesprochen oder direkt „Tacheles“ geredet? War euer Anstoß zur Therapie erfolgreich?

    Maris

  2. User Info Menu

    AW: Jemandem professionelle Hilfe nahelegen

    ja.
    sowohl als auch.
    nein.

    deshalb halte ich auch nichts davon. der wunsch muss aus der person selbst kommen. manche müssen dafür erst ganz unten landen, stichwort "leidensdruck". d.h.: versuch es ruhig, aber versprich dir nichts davon.

  3. Inaktiver User

    AW: Jemandem professionelle Hilfe nahelegen

    maris
    entschuldige - aber warum musst du ihr prof. hilfe nahelegen? ich meine, man darf sich ja durchaus verändern , so dass man nicht mehr in das bild passt, dass die umgebung gern von einem hätte, doch muss man damit noch lange nicht in einer therapie gehen.

    wenn du mit ihr einigemaßen nahe befreundet bist, kannst du natürlich direkt mir ihr reden. und ich würde dann nicht um den heißen brei herumreden. allelrdings - denke ich - kannst du ihr keine therapie vorscjlagen, lediglic, dass es sinnvoll wäre, sich ärztlich behandeln zu lassen und ggfs ärzte ampfehlen, wenn sie dich fragt.

  4. User Info Menu

    AW: Jemandem professionelle Hilfe nahelegen

    Nachdem sich alle von der Frau abgewandt haben, siehst du Dich als Einzige als rettender Engel?

    Also DAS finde ich anmaßend.

    JEDE(R) weiß heute, dass es Therapeuten gibt. Wer diese Hilfe in Anspruch nehmen möchte, geht erst einmal zu seinem Hausarzt.

    FG von Helga

    „Nehmen sie die Menschen wie sie sind, denn andere gibt es nicht“
    Konrad Adenauer

  5. Inaktiver User

    AW: Jemandem professionelle Hilfe nahelegen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    maris
    entschuldige - aber warum musst du ihr prof. hilfe nahelegen? ich meine, man darf sich ja durchaus verändern , so dass man nicht mehr in das bild passt, dass die umgebung gern von einem hätte, doch muss man damit noch lange nicht in einer therapie gehen.
    Ich habe Angst um sie. Eines Tages wird ihr ein Licht aufgehen - und dann wird ihr bewusst werden, dass an den Katastrophen des letzten Jahres nicht immer die anderen schuld waren. Wer weiß, wie sie dann reagiert. Vielleicht stürzt sie sich in eine Sucht oder von der Brücke oder oder ...

  6. Inaktiver User

    AW: Jemandem professionelle Hilfe nahelegen

    dann sag ihr genau das. zeig ihr deine fürsorge, deine angst . vielleicht hast du dadurch zgang zu ihr.
    viel glück.

  7. Inaktiver User

    AW: Jemandem professionelle Hilfe nahelegen

    Eine heikle Situation! Jedoch denke ich, du kannst ihr das ruhig nahelegen, da ist nichts dabei. Hier wird auch oft gefragt: hast du schon einmal über eine Therapie nachgedacht?
    Vielleicht kennst du jemand, bei dem eine Therapie geholfen hat und dann kannst du sagen: X war bei einer Therapie und hat mir erzählt, dass es ihr sehr gut getan hat.
    Meinst du, das wäre was für dich? Ich kann ja nur zuhören, aber ein Therapeut könnte dir bestimmt viel mehr weiterhelfen...
    Damit kannst du es aber auch nur bewenden lassen.
    Du hast es vorgeschlagen und gut ist. Ob die Person sich das durch den Kopf gehen lässt, darauf hast du keinen Einfluss. Vielleicht bewegt sie gerade und der Fingerzeig von dir käme zur rechten Zeit. Aber ohne eigenen Antrieb wird das nichts. Hintragen wirst du sie nicht können.
    Mach dir aber keinen Kopf, dass es unschicklich klingt. Heutzutage ist es völlig normal, mal an Therapie zu denken. Jeder schleppt doch ein Päckchen mit sich herum.

  8. Inaktiver User

    AW: Jemandem professionelle Hilfe nahelegen

    das thema therapie macht meiner meinung nach ab dem moment sinn, ab dem sie selbst mit SICH unglücklich ist.

    bis dahin würde ich ihr die meinung sagen - dass die probleme nicht an den anderen liegen, sondern an ihr - aber mich nicht drüber streiten mit ihr und sie auch nicht zu überzeugen versuchen.

    du riskierst sonst bloß, dass sie sich von dir auch abwendet.

  9. Inaktiver User

    AW: Jemandem professionelle Hilfe nahelegen

    Würde ich nicht sagen.
    Für manche Ohren klingt: hast du mal an Therapie gedacht wie: du bist doch total durchgeknallt... Such dir bitte jemand der das beruflich macht, ich höre mir das nicht mehr an....
    Und andere empfänden das als durchaus nett gemeinten, konstruktiven Ratschlag.
    Das ist vor allem eine Typfrage.
    Was denkst du denn, wie sie auf den Vorschlag reagieren würde?

  10. Inaktiver User

    AW: Jemandem professionelle Hilfe nahelegen

    Das ist eine ganz heikle Situation!!

    Und ja, ich kenne sowas auch.
    Da hat man eine gute Bekannte (in meinem Fall), die plötzlich total verändert ist. Immer so aufgekratzt. Es war total eigenartig. Sie war in einem Moment wie auf Koks, im nächsten Moment hochgradig traurig.
    Und es wurde schlimmer. Sie lief plötzlich barfuß durch die Gegend, mitten im Herbst. Und fing an, sich vor aller Leute (im Job) auszuziehen. Da habe ich dann zum ersten Mal mit ihr gesprochen.
    Worauf sie sehr böse reagiert hat.

    Der absolute Tiefpunkt kam allerdings dann, als sie ihren Enkel (ein 5 Monate altes Baby) erst irgendwo im Gebäude liegen gelassen hat, und ihn dann im Kofferraum nach Hause transportieren wollte.
    An diesem Punkt sind wir eingeschritten und haben ihren Mann informiert.

    Keine 2 Tage später war die Kollegin stationär in der Psychiatrie untergebracht. (Allerdings nicht freiwillig. ) Da ging's richtig ab, mit Richter und Staatsanwalt... Und wir sollten als Zeuge geladen werden (wozu es glücklicherweise nie kam, weil sie sich wohl doch einsichtig gezeigt hatte).

    Nun ja, lange Rede, kurzer Sinn: ich denke, man muss einschreiten, wenn andere Menschen gefährdet sind (so wie in meinem Fall der Enkel). Da gibt's gar kein wenn und aber.
    Wenn jedoch niemand gefährdet ist, ist das sehr heikel und kann vom Anderen sehr übel genommen werden.

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