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    AW: Jemandem professionelle Hilfe nahelegen

    Zitat Zitat von Karla48 Beitrag anzeigen

    Ich glaube, wenn ich dein Anliegen hätte, würde ich mich von einem Fachmann beraten lassen, wie ich vorgehen könnte.
    gute Idee. Du könntest den psychosozialen Dienst deiner Stadt anrufen und nachfragen, was es in dem Fall für Möglichkeiten gibt.

    Hat sie evtl. ein Alkoholproblem?
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Jemandem professionelle Hilfe nahelegen

    Zitat Zitat von posterestante Beitrag anzeigen
    Mein Mann hält ihre Gegenwart überhaupt nicht mehr aus und hat mir dringend davon abgeraten, sie zu meinem Geburtstag einzuladen ... weil ihr Verhalten dazu führen könnte, dass die anderen Gäste vorzeitig gingen


    vielleicht sollte dein mann mit ihr reden, wenn er ihre gegenwart nicht erträgt,
    Warum sollte Mann das tun? Er fühlt sich für die Freundin seiner Frau nicht verantwortlich.
    Und ich frage mich, was hätte ihre Freundin von einer Geburtstagsfeier, an der sie sie nicht so ausgelassen sein kann wie die anderen?
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Jemandem professionelle Hilfe nahelegen

    frage eins: waren "die katastrophen" des letzten jahres tatsächlich katastrophen? und wenn ja, dann in wessen augen? deinen, ihren, denen "der freunde"?

    frage zwei: wie hast du als freundin dich in dieser katastrophengeschwängerten situation ihr gegenüber bisher verhalten? hast du ihr beigestanden?

    frage drei: wieso wird ihr "eines tages ein licht aufgehen"? so zwingend? und dann stürzt sie sich womöglich nicht sonstwohin: vielleicht sitzt sie auch einfach nur entspannt da und beendet ihr leben und somit euer problem NICHT.

    möglicherweise hat sie ja gar kein problem? mich macht das immer misstrauisch, wenn sich "gute freunde" ewig nicht verhalten und dann mit drastischen massnahmen anrücken.

    und
    natürlich fühlt er sich verantwortlich. woher will er denn wissen, wann die freundin ausgelassen sein kann?
    Geändert von posterestante (26.12.2013 um 20:47 Uhr) Grund: grober zitierunfall

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    AW: Jemandem professionelle Hilfe nahelegen

    Ich habe noch nie jemandem den Rat gegeben, sich professionelle Hilfe zu suchen. Nicht mal solchen, die wirklich welche gebraucht haetten (z.B. weil sie drogenabhaengig waren). Dazu fuehle ich mich weder berechtigt noch habe ich ueberhaupt die notwendigen Kenntnisse, um das abschaetzen zu koennen.

    Selbst wenn jemand sagt "Ich spring aus dem Fenster." wuerde ich nicht unbedingt gleich taetig werden, denn wer gibt sowas nicht mal von sich, wenn gerade alles schief laeuft (z.B. Job weg, Partner weg, pleite). Leute, die sich ernsthaft umbringen wollen, kuendigen das nur selten direkt vorher an, weil sie wissen, dass man sie daran hindern wuerde. (Erfahrungswert.)

    Ich finde es immer eher niedlich, wenn sich Leute Sorgen um mich machen... weil das so laecherlich ist. Auch mir wurde schon nahe gelegt, dass ich mal zum Kopfdoktor sollte. Ich wuesste nur nicht, was ich dem erzaehlen sollte. Mir gehts gut, danke der Nachfrage. Und mir fehlt auch nichts, ausser eine Million Euro. (Ok, ich bin chronisch faul aber dagegen kann auch ein Therapeut wenig ausrichten.)

    Mein Rat waere also, lieber nichts zu sagen. Meist erreicht man damit wenig. Hoechstens wird derjenige stinksauer und kuendigt einem die Freundschaft. Zu Recht uebrigens, wie ich finde. Kritik darf jederzeit geaeussert werden aber von jedweder Diagnose ist Abstand zu nehmen.

  5. Inaktiver User

    AW: Jemandem professionelle Hilfe nahelegen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für Eure Antworten!

    @Lisalou: Solche extremen Stimmungsschwankungen wie Deine gute Bekannte hat sie auch. Mal am Boden zerstört und kurze Zeit später regelrecht high. Sie redet oft unzusammenhängend - und scheint es nicht zu merken. Viele Dinge des Alltags funktionieren immer schlechter (z. B. Körperpflege und in der Öffentlichkeit saubere Kleidung zu tragen. Irgend jemand hat ihr heimlich schon mal Shampoo auf den Schreibtisch gestellt.).
    Mein Mann hält ihre Gegenwart überhaupt nicht mehr aus und hat mir dringend davon abgeraten, sie zu meinem Geburtstag einzuladen ... weil ihr Verhalten dazu führen könnte, dass die anderen Gäste vorzeitig gingen.

    Eigentlich glaube ich nicht, dass sie eine Gefahr für andere ist - eher für sich selbst. Allerdings hat sie vor kurzem einen Unfall gebaut (zum Glück nur Blechschaden). Ich kann natürlich nicht beurteilen, ob es einen Zusammenhang mit ihrem Zustand gibt oder ob es eine "normale" Unaufmerksamkeit war. Der andere Fahrer hatte Vorfahrt. Sie ist davon überzeugt, dass er sich "auf die Lauer gelegt" und den Unfall absichtlich provoziert hat. Sein Auto sei sicherlich vorher schon beschädigt gewesen. Solche Theorien reimt sie sich zusammen, weil sie keine Fehler macht. Grundsätzlich. Also muss sie eine andere Erklärung finden.

    Eben weil sie nie einen Fehler oder eine Schwäche einräumen würde, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie sich in Behandlung begeben wird. Vermutlich wird sie in dem Gespräch wütend auf mich werden und vielleicht sogar den Kontakt abbrechen. Aber dann muss ich mir nicht vorwerfen, es nicht wenigstens versucht zu haben.

    Maris
    Liebe Maris,

    bei meiner Bekannten lautete die Diagnose übrigens genauso wie von Karla48 vermutet: bipolare Störung.
    Ihr Mann hat sie deswegen einweisen lassen, weil sie eine Gefahr für sich selbst darstellte.

    Ob du bei deiner Freundin einschreitest, das musst du wohl selbst abwägen. Du siehst ja, wie viele allein schon hier im Strang echt grantig auf Einmischung reagieren würden.
    Hat deine Freundin einen sehr nahestehenden Menschen, den du einweihen könntest? Z.B. einen Mann, Kinder?
    Dann würde ich vielleicht erstmal diesen Weg gehen.

    In Summe bleibe ich jedoch dabei: wenn sich Jemand so auffällig verhält und ich den Eindruck habe, dass er sich oder Andere gefährdet, dann würde ich jederzeit wieder einschreiten. Denn wenn dann tatsächlich doch mal was passiert, würde ich mir wohl mein Leben lang Vorwürfe machen.

  6. Inaktiver User

    AW: Jemandem professionelle Hilfe nahelegen

    was ist denn jetzt die frage?

    ich hatte maris so verstanden, dass sie der frau eine therapie nahelegen möchte.

    eine therapie setzt aber doch den eigenen willen der betroffenen voraus, oder?

    bei realitätsverlust und gefährlichem verhalten ist doch eher die psychiatrie gefragt, würde ich sagen.

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    AW: Jemandem professionelle Hilfe nahelegen

    Sicher muss man aufpassen, nicht übergriffig zu werden. Und wer Therapie braucht und wer nicht, ist ja doch Auslegungssache - und der Ton macht die Musik. Niemals würde ich sagen "du bist nicht ganz dicht, du brauchst eine Therapie!" - auch nicht in abgeschwächter Form. Und ich habe den Eindruck, dass genau das in diesem Fall die Message wäre und die ist grenzwertig.

    Etwas anderes ist es, Hilfe und Unterstützung anzubieten. Jemandem eine Therapie nahezulegen ist natürlich am leichtesten für jemanden, der selbst mal eine gemacht hat. So habe ich z.B. meiner Kollegin (beinahe freundschaftliches Verhältnis) durchaus mal "angeraten", sich Hilfe zu suchen. Aber eben nicht mit obiger Message, sondern in Richtung: "Ich war mal in einer ähnlichen Situation und mir persönlich hat die Therapie total geholfen, einiges aufzulösen und es mir leichter zu machen. Man muss nicht jeden Schmerz alleine tragen und man muss sich nicht schämen, Hilfe anzunehmen."

    Für mich macht es eben einen feinen Unterschied einfach Angebote aufzuzeigen, die derjenige dann annimmt oder nicht - oder mit der Tür ins Haus zu sagen: Du kommst nicht alleine klar. Meine Kollegin fand übrigens auch nicht, dass sie Hilfe braucht. Nun reite ich auch nicht weiter darauf herum - nur (er)trage ich nun nicht mehr ihre Probleme, weil das Päckchen für mich viel zu groß ist. Ich grenze mich ab und weigere mich, an der Stelle ihr Ansprechpartner zu sein. Sie weiß, ich begleite sie gerne überall hin, wenn sie Angst hat den ersten Schritt zu tun. Aber ich kann eben nur begrenzt tägliche Hilfe sein - daran gehe ich selbst kaputt. Aber deswegen steht es mir nicht zu, sie zu einer Therapie zu drängen. Aber ich finde durchaus, ich hatte das Recht sie auf die Möglichkeit hinzuweisen und darauf, dass es mir selbst gut getan hat. Aber mehr auch nicht.
    Das größte Glück der Liebe besteht darin, Ruhe in einem anderen Herzen zu finden.

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    AW: Jemandem professionelle Hilfe nahelegen

    Wenn die Freundin tatsächlich so wirklichkeitsfremd und unter Umständen fremd bzw. eigengefährdend agiert, bringt das Warten auf einen Therapieplatz nichts.

    Sollte die Freundin manisch- depressiv oder paranoid sein (der Unfallgegner habe extra auf sie gelauert, könnte aber muss nicht auch auf eine beginnende Psychose hindeuten) ist ein Psychiater gefragt.

    Grundsätzlich passieren Unfälle mit Nichtbeachtung der Vorfahrt sehr häufig. Und keiner der Beteiligten braucht eine Therapie. Die Frage ist, ob da zuviel hineininterpretiert wird in die "Katastrophen" der Bekannten.
    Weil von außen eine Verhaltensänderung dieses Menschen gewünscht wird.

    Da kommt es dann zu einer selektiven Wahrnehmung im Sinne der Etikettierungstheorie, d.h. das ganze Verhalten der Person wird nur noch auf bestimmte Merkmalszuschreibungen hin betrachtet.

    Damit man sich bestätigt fühlen kann, dass diejenige "verrückt" ist. Sie wird dann von ihrer Umwelt entsprechend behandelt und passt ihr Verhalten dann den Negativzuschreibungen an.

    Oder es ist tatsächlich so, dass sie Hilfe bräuchte, ihr krankheitsbedingt (z.B. bei Psychose) die Einsicht fehlt.

    Ich würde da eher einen Arztbesuch empfehlen, Warteliste bei einem Psychotherapeuten bringt im Akutfall nichts.

    Es gibt übrigens auch eine Reihe organischer Erkrankungen wie z.B. Hirntumore (Abklärung durch MRT) die auch Symptome ähnlich einer bipolaren Störung, Psychose hervorrufen können.

    In der Psychiatrie, in der ich während meines Medizinstudiums gejobbt habe, wurde bei fast allen Patienten erstmal organisch abgecheckt, ob da nicht etwas im Argen liegt. In etwa der Hälfte der Fälle fanden wir organische Ursachen.

    Ich würde eher versuchen sie zu einem Arztbesuch bei einem Mediziner, der noch am Patienten interessiert ist, zu bewegen.

  9. Inaktiver User

    AW: Jemandem professionelle Hilfe nahelegen

    Zitat Zitat von posterestante Beitrag anzeigen
    frage eins: waren "die katastrophen" des letzten jahres tatsächlich katastrophen? und wenn ja, dann in wessen augen? deinen frage eins: waren "die katastrophen" des letzten jahres tatsächlich katastrophen? und wenn ja, dann in wessen augen? deinen, ihren, denen "der freunde"?
    Die Begrifflichkeit "Katastrophen" stammt von mir. Meine Freundin spricht von einem "harten Jahr" und davon, dass alles schiefgegangen ist, was nur schiefgehen kann. Ihre ehemaligen guten Freundinnen kenne ich nur oberflächlich, daher weiß ich nicht, wie diese das Ganze beurteilen.

    Zitat Zitat von posterestante Beitrag anzeigen
    frage zwei: wie hast du als freundin dich in dieser katastrophengeschwängerten situation ihr gegenüber bisher verhalten? hast du ihr beigestanden?"
    Ja, ich habe mir Zeit für sie genommen, wenn sie Redebedarf hatte. Nachdem ihr damaliger Partner sie aus seiner Wohnung geworfen hatte, hat sie für kurze Zeit bei uns gewohnt. Zu dritt haben wir den kompletten Umzug abgewickelt und die neue Wohnung renoviert. Und auch sonst unterstütze ich gerne in den Bereichen, wo ich mich auskenne.

    Zitat Zitat von posterestante Beitrag anzeigen
    frage drei: wieso wird ihr "eines tages ein licht aufgehen"? so zwingend? und dann stürzt sie sich womöglich nicht sonstwohin: vielleicht sitzt sie auch einfach nur entspannt da und beendet ihr leben und somit euer problem NICHT.
    Du hast recht. Das muss nicht zwingend passieren. Ich befürchte es trotzdem, da ihr Verhalten extremer wird. Ihr droht der Jobverlust (2. Abmahnung erhalten). Ich möchte gar nicht darüber nachdenken, in welche noch größere Not sie dann geraten würde.

    Zitat Zitat von posterestante Beitrag anzeigen
    möglicherweise hat sie ja gar kein problem? mich macht das immer misstrauisch, wenn sich "gute freunde" ewig nicht verhalten und dann mit drastischen massnahmen anrücken.
    Ich fühle mich hilflos, wenn sie von den ständigen zwischenmenschlichen Problemen berichtet. Ich weiß meist nicht, was ich dazu sagen soll. In diesem Bereich bin ich keine gute Ratgeberin. Daher beschränke ich mich auf das Zuhören und das Stellen von Zwischenfragen. Früher hatte ich den Eindruck, dass es ihr trotzdem gut tat, wenn sie sich aussprechen konnte. Inzwischen glaube ich jedoch nicht mehr, dass es reicht. Daher kam mir die Idee mit der Therapie.

    Maris

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    AW: Jemandem professionelle Hilfe nahelegen

    Es gibt ja auch andere Stellen, wo man Lebensberatungs-Gespräche führen kann. Diakonie zum Beispiel. Da könntest du ihr eine Telefonnummer raussuchen. Für akuten Gesprächsbedarf wäre die Telefonseelsorge eine gute Adresse.

    Ich verstehe nicht ganz, aus welchem Grund du zu ihren zwischenmenschlichen Problemen nichts sagen kannst. Sind diese so abstrus? Beziehen sie sich immer auf Situationen, in die du dich so gar nicht hineinversetzen kannst?

    Elixia - super Beitrag einer Fachfrau, so könnte es gehen! Zu einem guten Arzt mit ihr gehen!
    Liebe TE, kennst du so einen? Vielleicht deinen eigenen?

    Maris, auch wenn du die früheren Freundinnen nur oberflächlich kennst - im Sinne der Betroffenen könntest du doch Kontakt aufnehmen, deine Sorge schildern. Gemeinsam kann man mehr bewegen. Sie werden ihr ja nun nicht gleich das Schlechteste auf Erden wünschen! Vielleicht ist ihnen der Gedanke an Krankheit auch ganz neu? Wer weiß. Such dir Verbündete!! Womöglich kostet dich das Überwindung, ja, aber denk daran - du tust es für sie. Da kann man ruhig mal über seinen Schatten springen.

    LG Karla
    The original Karla
    est. 2006


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