Wie die anderen schon schrieben, du kannst niemanden zwingen. Aber du kannst dir jetzt selbst helfen. Als Kind warst du ausgeliefert. Heute, als erwachsene Frau, kannst du deinen eigenen Entscheidungen treffen. Und du hast schon angefangen. Du trittst aus der Scheinwelt raus. Du suchst dir Hilfe. Und du übernimmst für dich selbst Verantwortung. Das ist sehr viel. Gefühle ändern sich nicht von heute auf morgen, aber sie verändern sich. Lass dir Zeit und sei geduldig.
Es geht nicht um Schuld oder Nichtschuld. Es geht darum, dass DU ein Leben lebst, das dich freut, das du gerne lebst. Warum sollst du dir dabei nicht helfen lassen?
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 40
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24.12.2013, 10:36
AW: Erwarte ich zuviel von meiner Mutter?
Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Christian MorgensternIn einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
- Ich habe meinen Sport gefunden.
Sommer 2021 - mehr als nur nasse Füße... reinklicken und mithelfen!
Moderatorin für:
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24.12.2013, 13:45
AW: Erwarte ich zuviel von meiner Mutter?
Ich habe gerade ein Telefonat beendet. Ein Telefonat mit meiner Mutter...
Ich sitze hier - wieder - heulend. Vorhin war ich kurz beim Sport.
Meine Mutter hat mir angeboten, mit mir gemeinsam zu einem Therapeuten zu gehen, mit mir eine Therapie zu machen, sie hat mir angeboten, bis zur Beendigung der Therapie sämtliche Familienfeiern ausfallen zu lassen (ihr Geburtstag, Ostern, Muttertag,...)
Weihnachten sollte ich entscheiden, was ich will. Sie würde sich sehr freuen, ,wenn ich käme... wenn nicht - dann fände sie es schade, würde aber meine Meinung respektieren.
Und was mache ich? Ich sage "Nein, kein Interesse!"
Warum? Weil ich Angst habe, dass mir auch das nicht weiter helfen würde.
Weil ich Angst habe, dass sie es nicht ernst meint...
Blödes Gefühl gerade - aber sie scheint ja, über unseren gestrigen Streit nachgedacht zu haben... oder?
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24.12.2013, 13:47
AW: Erwarte ich zuviel von meiner Mutter?
das angebot ist sehr grosszügig.
trau dich, nimm es an!lg
legrain
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24.12.2013, 13:57Inaktiver User
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24.12.2013, 14:06
AW: Erwarte ich zuviel von meiner Mutter?
Ich habe ein ähnliche Geschichte wie du, und ich habe verstanden, dass ich von diesen beiden Menschen nichts mehr in Richtung Aussöhnung erwarten kann. Wir gehen unverbindlich-freundlich miteinander um, und ich weiß, dass sie nicht mehr geben können.
Hilfe habe ich mir in einer Therapie geholt - bzw. bin noch dabei, sie mir zu holen, denn so recht will es nicht funktionieren. Denn ich ging dorthin, um meine Beziehungsprobleme und Verlustängste zu bekämpfen - und natürlich kam das Thema Kindheit irgendwann auf den Tisch.
Und was passiert mir? Ich, die jahrelang den Knoten nicht allein aufbekam, von einem Drama ins nächste stürzte, die sich immer Hilfe erhoffte, endlich jemanden, der zuhört und versteht - ich kriege den Mund nicht auf. Ich kann 1 Stunde am Stück durchquatschen, aber jedes Mal, wenn es in eine bestimmte Ebene gehen soll, fühle ich mich - schuldig. Stelle ich mich loyal vor meine Eltern. Das Muster, das ich gelernt und so gehasst habe - die Fassade wahren bis zum bitteren Ende, habe ich so verinnerlicht, dass ich jetzt, wo ich im geschützten Raum endlich auspacken könnte, keine Worte und keine Themen finde.
Ich persönlich finde die Idee, diese Therapie gemeinsam mit deiner Mutter zu machen, nicht so glücklich. Es geht um Abnabelung und nicht darum, einen Konsens mit deiner Mutter zu finden. Ich hätte die Befürchtung, dass du auch in so einer Schuld-Spirale steckenbleibst und im entscheidenden Moment, durch die Anwesenheit deiner Mutter, es nicht schaffst, dich so zu öffnen, dass es dir helfen würde.
Aber natürlich ist dieser Vorschlag erstmal positiv in dem Sinne, dass deine Mutter sich Gedanken macht. Denk in Ruhe darüber nach, wie du dich dabei fühlst. Aber erzwing jetzt nichts, indem du dich jetzt unter Druck setzen lässt mit den Familienfeiern. Eine Therapie ist nichts, wo man auf Knopfdruck "abliefern" kann, das weißt du ja selber. Was soll es bringen, alle Feiern ausfallen zu lassen, eventuell über Jahre... außer, dass du dich wieder schuldig fühlst, weil du ja den anderen Familienmitgliedern die Freude des Feierns nimmst.
Alles Gute dir heute abend - tu dir was Gutes.
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24.12.2013, 14:46
AW: Erwarte ich zuviel von meiner Mutter?
Das ist sehr viel, was sie dir da anbietet. Aber keine Entscheidung, die über Nacht gefällt werden will. Nimm dir alle Ruhe und Zeit, die du brauchst. Und wenn das auch heisst: Mutter, danke für dein Angebot, aber ich brauch jetzt erstmal Ruhe, wir reden später darüber."
Mir geht es ähnlich wie Marga. Vielleicht ist es erstmal wichtiger für dich alleine was zu machen. Das wichtigste in einer Therapie ist die Beziehung, das Vertrauen zum Therapeuten. Das sollte nicht durch deine Angst getrübt werden, dass er vll nur der verlängerte Arm deiner Mutter bzw allem, was du mit ihr verbindest, sein könnte. Deine Mutter kann auch für sich alleine eine Therapie machen, wenn sie Bedarf hat. Sie braucht nicht dich dazu vorschieben.
Sowieso ist es bei einer Einzeltherapie so, dass das nächste Umfeld nur auf Bedarf miteinbezogen wird. Aber nur im Sinne des Patienten/Klienten, damit er in seiner Sache weiterkommt. In der klinischen Therapie wird das oft angeboten.
Das ist aber was völlig anderes als eine Familientherapie, in der es im Grunde um das ganze System geht.Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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24.12.2013, 19:58
AW: Erwarte ich zuviel von meiner Mutter?
Danke für eure Einschätzungen zum Angebot meiner Mutter.
Ich fühle mich gerade sehr komisch. Das erste Mal in meinem Leben verbringe ich Hl. Abend alleine.
Emotional bin ich ausgelaugt. Aber auch körperlich fühle ich mich einfach nur erschöpft. Ich war nicht in der Lage, mich unter ein Weihnachtsbaum zu setzen und einen auf "heile Familie" machen. Das hätte ich nicht ertragen.
Ich habe keine Entscheidung getroffen. Ich weiß es nicht - es ist tatsächlich erst mal wichtig, dass ich einen Therapieplatz erhalte - da warte ich ewig drauf.
Familientherapie - das wäre mir zuviel.
Es wurde hier schon mehrmals gesagt: es gibt einfach Dinge, die muss meine Mutter mit sich ausmachen. Ich weiß nicht, ob ich ihr all die Worte, das Einsehen, das Mitfühlen von heute glauben darf - nur wenn ein Bruchteil stimmt, dann sieht es eher danach aus, dass sie sich ihre Fehler verzeihen muss.
Marga erwähnte Schuldgefühle, die Schutzhaltung nach außen. Die Familie muss geschützt werden - auf meine Kosten, von daher ist tatsächlich das gemeine zu wenig.
Auch jetzt fühle ich Schuldgefühle. Ich habe ihr das angetan, ich bin jetzt nicht bei ihr. Wegn mir ist sie traurig. Aber: wie lange war ich schon wegen ihr traurig...
Was für ein emotionaler superGAU für mich heute. Ich hoffe, ich kann wenigstens einmal schlafen.
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25.12.2013, 07:59
AW: Erwarte ich zuviel von meiner Mutter?
Ich habe seit Jahren (zumindest gefühlt...) neun Stunden am Stück geschlafen. Nicht einmal zwischendurch wach geworden, fühle mich fast ausgeruht.
Mein schlechtes Gewissen nagt trotzdem an mir. Ist es nicht möglich, diese Feste, der Mutter zu liebe... NEIN! Zumindest nicht jetzt...
Mein aktueller Plan: Therapieplatz und dort besprechen, ob sie dazu kommen "darf" - aber ich bin wankelmütig... sehr wankelmütig...
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25.12.2013, 08:06
AW: Erwarte ich zuviel von meiner Mutter?
hallo Sehn-Sucht,
vielleicht hilfts dir, wenn du dir in diesen Momenten sagst: "das ist was Altes. Es gehört in eine andere Zeit". Damit nimmst du es zur Kenntniss, ohne darauf reagieren zu müssen.
guter Plan. Der/die Thera wird dich darin unterstützen das für dich richtige rauszufinden und dazu zu stehen.Mein aktueller Plan: Therapieplatz und dort besprechen, ob sie dazu kommen "darf" - aber ich bin wankelmütig... sehr wankelmütig..
Einen schönen Weihnachtstag dir (geh in die Therme oder mach sonst was schönes, das dir guttut und dich entspannt
)
Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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25.12.2013, 15:07
AW: Erwarte ich zuviel von meiner Mutter?
So ist es....es gibt viele " hungrige Kinder " die immer noch um Anerkennung und Liebe in ihren Familien kämpfen.Zitat: twix25
Das Sch....Mutter Thema haben soooviele, man könnte Clubs füllen
Ich wünsche uns allen, das wir lernen uns selber das zu geben, was wir dort nicht bekommen haben. Und nicht mehr versuchen, es dort zu finden, wo es nicht gegeben werden konnte, oder nicht so wie wir es gebraucht hätten....aus welchen Gründen auch immer.
LG von boomkid



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