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  1. Inaktiver User

    AW: Extreme Körperkunst

    Zitat Zitat von Feinsinn Beitrag anzeigen
    Ich war doch recht froh, dass meine Tochter sich damals nicht davon anstecken ließ.
    Und ich war froh, dass meine Tochter zur Hochzeit des Arschgeweihs noch zu jung war um sich eines tätowieren zu lassen. Heute ist sie froh darüber, dass ich damals strikt "Nein!" sagte.

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    AW: Extreme Körperkunst

    Zitat Zitat von Letho Beitrag anzeigen
    Ich behaupte mal, dass es sicher den einen oder anderen Menschen in deiner Umgebung gibt, der taetowiert ist und du wirst es nie erfahren, sofern du ihn nicht zufaellig in der Sauna triffst. Nicht jeder traegt sowas vor sich her.

    Sehe ich nicht so. Es ist ein bisschen mehr geworden in den letzten Jahren aber ich sehe sehr selten gepiercte Leute oder welche mit sichtbaren Tattoos.
    So ist es ;)

    Zitat Zitat von Letho Beitrag anzeigen
    Nur mal so aus Neugier... bleibt die denn so, oder waechst das wieder zusammen? Manchmal hat der Koerper ja die Neigung, den alten Zustand wieder herzustellen.
    Es kommt ganz darauf an wie tief die Zunge gespalten wird. Wird nur ein kleiner Schnitt gemacht, wächst sie innerhalb 2 Jahre wieder zusammen. Wird sie fast bis zur Hälfte gespalten, wächst sie nicht wieder ganz zusammen. Man muss es in der Regel aber mind. 2x machen lassen, dass sie dann auch gespalten bleibt. Noch was zu den Schmerzen; Die Zunge wird logischerweise betäubt und dann auf beiden Seiten zugenäht, dass sie nicht sofort wieder zusammen wächst. Es ist nicht so schmerzvoll wie es sich anhört. Mein Zungenpiercing war übrigens eines der am wenigsten schmerzhaftesten Piercings.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und kann man dann noch normal sprechen?
    Nein, man bleibt für immer stumm ^^

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da wird mir jetzt aber zu viel in einen Topf geschmissen: Empathie und Akzeptanz und was nicht alles.

    Hier wurde gefragt, was man für eine Meinung dazu hat - dann muss man auch vertragen können, dass etwas bewertet wird. Find ich - was sollte es für einen Sinn haben, wenn nun alle schreiben: och, darf doch jeder machen was er will. Ist ja gottlob auch so, das find ich auch wichtig. Aber ich muss deshalb noch lang nicht alles toll finden, das hat für mich mit Akzeptanz jetzt nix zu tun.

    Das sorgt ja nun auch nicht für mehr Verständnis, oder? Wenn hier jeder so tut, als hätt er keine Meinung dazu, nicht im Guten und nicht im Schlechten. Das ist für mich Harmoniesoße.

    Ich dachte, es bringt alle weiter wenn jeder ehrlich seine Gedanken dazu schreibt. Und wer nicht werten will, der kann ja mal damit anfangen das Kritische nicht zu werten...
    Da hast du natürlich absolut recht. Ich wollte mir auch unterschiedliche Meinungen dazu einholen, einfach der Interesse halber und mir war auch bewusst, dass viele wenig Verständnis für solche Bodymods haben, aber etwas nicht toll finden und etwas verurteilen und als krank bezeichnen, dazwischen gibt es einen wesentlichen Unterschied.
    Geändert von Leandra_82 (20.12.2013 um 23:21 Uhr)
    Glück ist das Ergebnis von selbstverantwortlichem, entschiedenem Handeln.

  3. Inaktiver User

    AW: Extreme Körperkunst

    Zitat Zitat von Letho Beitrag anzeigen
    Ich behaupte mal, dass es sicher den einen oder anderen Menschen in deiner Umgebung gibt, der taetowiert ist und du wirst es nie erfahren, sofern du ihn nicht zufaellig in der Sauna triffst. Nicht jeder traegt sowas vor sich her.
    Och, ich bin jemand dem so was schon erzählt oder gezeigt wird. Und wenn es auf dem Damenklo ist.

    Das weiß ich schon, dass das oft täuschen kann. Ich fall nicht so leicht auf Fassaden rein, das kannst du mir glauben.

    Aber im Sommer hab ich kaum ein junges Mädchen mehr gesehen das gar kein Tattoo hatte, viele haben was an den Beinen, das sieht man ja sofort.

  4. Inaktiver User

    AW: Extreme Körperkunst

    Zitat Zitat von Leandra_82 Beitrag anzeigen
    Nein, man bleibt für immer stumm ^^
    Nein, ich meine, kann es nicht passieren, dass man dann bestimmte Laute nicht mehr "normal" bilden kann?

  5. Inaktiver User

    AW: Extreme Körperkunst

    Zitat Zitat von vox123 Beitrag anzeigen
    Das macht es viel erträglicher, sich das anzusehen.
    Na ja, ich hab eine lebhafte Phantasie. Und stell mir unwillkürlich sofort vor, wie weh das getan haben muss...

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    AW: Extreme Körperkunst

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es muss ja keiner, wenn er nicht will, und wenn es einen ästhetisch beeinträchtigt kann man weggucken, aber warum diese Ablehnung?
    ich finde tätowierungen od. piercings nicht grundsätzlich schlecht od. falsch, ich habe jedoch festgestellt dass leute die mal damit anfangen tatsächlich oft ein gewisses sucht-verhalten entwickeln.
    zu beginn kommt mal eines, meist ein kleineres.... dann da mal eines dazu, irgendwann ein größeres usw... es steigert sich sehr oft u. dabei hatte ich manchmal das gefühl dass die angebliche spezielle bedeutung des tattoos ansich irgendwann nicht mehr wichtig war, es war die sucht die umtreibt bzw. der vergleich/konkurrenz mit anderen.... der hat ein größeres, bunteres, auffälligeres.... da möcht ich nicht nachstehen.

    öfters hab ich von tätowierten leuten dinge gehört wie "ich möchte auch nur tätowierte partner" od. es werden sprüche ins web gestellt wie "tatooed people do it better". es wird sich quasi in einer art "parallelgesellschaft" gesehen u. nur andere tätowierte können einander angeblich verstehen od. sind "würdig" (wofür auch immer).

    ob der hintergrund jetzt wirklich in den den dingen liegen mag die bereits gefallen sind.... ich kanns nich beurteilen, dazu kenne ich die leute die tattoos haben oft nicht gut genug. mir ist aber sehr oft eine gewisse "überheblichkeit" aufgefallen, aber eine versteckte. sie taten vordergründig so als wären grade sie die offenene, tolernanten, etc... oft waren sie aber sehr davon überzeugt den "besseren" weg gefunden zu haben u. leute die sich nicht tätowieren lassen einfach noch nichts verstanden haben.

    @emdi, eines möchte ich doch auch zu bedenken geben: die aussage "das ist mein leben/körper, damit kann ich machen was ich will" mag erstmal recht logisch klingen. allerdings sehe ich da, je nach art der "körperkunst" parallelen zu anderen suchterkrankungen wie alkoholismus od. rauchen. auch hier hat jeder die freiheit es zu tun, allerdings zahlen alle anderen irgendwann die zeche dafür u. sollte man schon auch mal die frage stellen dürfen ob die das auch möchten?
    was wenn sich z.B. solche implantate die unter die haut kommen, später mal böse entzünden u. langwierige teure operationen/spitalsaufenthalte notwendig sind? wer zahlt die? am ende die allgemeinheit. die entscheidung u. damit das risiko will aber einer haben.
    für mich ist das auch irgendwo ein puzzleteil des neuen egoismus. freiheit um jeden preis, vielleicht grade bewußt deshalb weil alle dagegen sind (jetzt erst recht rebellion?).

    das selbe @leandra: solang du jetzt keine probleme im job hast finde ich das schön für dich. was aber wenn du den mal wechseln muß (weil z.B. dein unternehmen pleite geht od. dich wegstrukturiert)? ein neuer möglicher arbeitgeber hat dann vielleicht plötzlich doch ein problem damit, was ist dann? ist es dann nur sein problem od. doch auch deines? mir gehts da eig. wieder um diese "ich kann alles machen was ich will u. es ist meine sache" sicht, die ich im gesellschaftlichen gesamtzusammenhang heute zunehmend kritisch betrachte...
    Männer haben für jede Lösung ein Problem!

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    AW: Extreme Körperkunst

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber das erklärt mir meine mangelnde Sympathie dafür schon auch ein Stück: ich mag kein Fluchtverhalten, und so seh ich das. Was natürlich auch seinen Grund hat, ich habe ein Elternteil mit Suchtproblematik und tu mir schwer damit, wenn jemand seine Mechanismen zwar kennt - aber dennoch weiter darin verharrt oder irgendwie kompensiert anstatt an die Ursache zu gehen.

    Ich meine, sich zu tätowieren löst ja dieses fatale Muster nicht auf.
    Das ist so, aber ich habe mich beispielsweise seit ich mich tätowiere und pierce "nur" 2x in den letzten 2 Jahren geschnitten und das ist für meine Verhältnisse ein grosser Fortschritt. Klar ist es eine Kompensation und in dem Sinne eine andere Form von SVV, jedoch ist MIR diese lieber als die Narben die ich mir sonst zufüge. Ich bin auch sonst ambulant in Therapie und das schon lange, um meinen Problemen auf den Grund zu gehen, jedoch habe ich mich trotzdem weiterhin selbst verletzt, deshalb ist das Tätowieren für mich eine Lösung davon los zu kommen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und ich war froh, dass meine Tochter zur Hochzeit des Arschgeweihs noch zu jung war um sich eines tätowieren zu lassen. Heute ist sie froh darüber, dass ich damals strikt "Nein!" sagte.
    Ich bin auch froh, dass mir meine Mutter das tätowieren vor 18 verboten hat, weil ich dann heute wahrscheinlich auch ein Arschgeweih hätte Meine Motive sind heute viel tiefgründiger und mit Bedacht gewählt. Vor 20 hätte ich mir wohl nicht die selben Tattoos wie heute stechen lassen.. Da gehört schon eine gewisse Reife dazu, eben genau weil man ein Leben lang mit diesen Motiven leben muss (will) ;)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Och, ich bin jemand dem so was schon erzählt oder gezeigt wird. Und wenn es auf dem Damenklo ist.

    Das weiß ich schon, dass das oft täuschen kann. Ich fall nicht so leicht auf Fassaden rein, das kannst du mir glauben.

    Aber im Sommer hab ich kaum ein junges Mädchen mehr gesehen das gar kein Tattoo hatte, viele haben was an den Beinen, das sieht man ja sofort.
    Ja es lassen sich heute auch die "Normalos" tätowieren, dann bleibt es aber im normalen Rahmen und bleibt bei 1-2 kleineren Tattoos, davon spreche ich aber nicht, bzw das zähle ich nicht zu tätowiert, wenn ihr wisst was ich meine..

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Na ja, ich hab eine lebhafte Phantasie. Und stell mir unwillkürlich sofort vor, wie weh das getan haben muss...
    Es tut nicht überall weh :) Am Hals, Oberarm oder der Wade spürt man nur ein leichtes Ziehen, mehr nicht

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein, ich meine, kann es nicht passieren, dass man dann bestimmte Laute nicht mehr "normal" bilden kann?
    Wenn man es nicht richtig macht, können durchaus Folgeschäden entstehen, da habe ich schon einiges gesehen... Deshalb sollte man da schon zu jemandem gehen der das nicht das erste Mal macht^^
    Geändert von Leandra_82 (20.12.2013 um 23:32 Uhr)
    Glück ist das Ergebnis von selbstverantwortlichem, entschiedenem Handeln.

  8. User Info Menu

    AW: Extreme Körperkunst

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich meine, sich zu tätowieren löst ja dieses fatale Muster nicht auf.

    Und daher geh ich da eher auf Abstand wenn ich das Gefühl habe, da steckt so eine nicht bewältigte massiv belastenden Problematik dahinter. Hatt ich schon, obwohl ich es mir nicht ausgesucht habe, muss ich freiwillig nicht mehr suchen.
    Das sehe ich auch so: Das Grund-Muster wird nicht aufgelöst (aber das kann ja noch kommen!!).
    Aber die seelischen Schmerzen/Vernarbungen werden durch diese Körperkunst bei manchen gelindert.

    Wenn wir ehrlich sind, machen wir das doch alle:
    Was auch immer wir in der Kindheit oder später mitgemacht haben:
    wir lindern erstmal, kommen zu uns selbst...dann erst werden Muster erkannt
    und berarbeitet.

  9. Inaktiver User

    AW: Extreme Körperkunst

    Zitat Zitat von Leandra_82 Beitrag anzeigen
    Da gehört schon eine gewisse Reife dazu, eben genau weil man ein Leben lang mit diesen Motiven leben muss (will) ;)
    ´

    Hm. Ich weiß nicht, ob das eine Frage der Reife ist oder nicht eher des aktuellen Geschmacks. Ich meine, vieles verändert sich doch, und wir werden heut alle steinalt. Ich würd einfach nicht davon ausgehen, dass mir irgendwas was ich jetzt mag noch in 30 Jahren so gefällt dass ich das ein und jeden Tag angucken wollte.

    Mich erinnert das eher immer an Leute, die stilistisch irgendwo in den 70ern oder 80ern stehengeblieben sind, und heut noch himmelblauen Lidschatten tragen oder so komische Fransensträhnchenhaarschnitte. Fand man damals toll, aber heut ist das doch eher ne Lachnummer. Wie das Arschgeweih eben.

    Mich würde am meisten stören dass ich damit so festgelegt bin, ich kann das ja kaum groß verändern. Wieso das dann besonders unkonventionell sein soll leuchtet mir nicht ein, ich finde das total festgefahren. Mir wär das einfach zu wenig wandelbar.


    Ja es lassen sich heute auch die "Normalos" tätowieren, dann bleibt es aber im normalen Rahmen und bleibt bei 1-2 kleineren Tattoos, davon spreche ich aber nicht, bzw das zähle ich nicht zu tätowiert, wenn ihr wisst was ich meine..
    Schon, aber da täuscht du dich vielleicht. Ich kenn Leute, bei denen Tattoo im Job gar nicht geht, die sind aber trotzdem großflächig tätowiert, den ganzen Rücken z.B., komplett - und auch Schultern und Oberarme. Alles was halt unter einem Kurzarmhemd nicht rausschaut.
    Geändert von Inaktiver User (20.12.2013 um 23:52 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Extreme Körperkunst

    Zitat Zitat von vox123 Beitrag anzeigen
    Wenn wir ehrlich sind, machen wir das doch alle:
    Was auch immer wir in der Kindheit oder später mitgemacht haben:
    wir lindern erstmal, kommen zu uns selbst...dann erst werden Muster erkannt
    und berarbeitet.
    Klar, der einzige der schon erleuchtet auf die Welt kam war glaub ich Buddha.

    Aber ich find das halt auch nen teuren Spaß, und bei manch einem denk ich mir dann, du hättest das Geld auch sinnvoller investieren können... aber das ist mir dann tatsächlich wurscht, nur jammern geht dann halt nicht hinterher. Das muss es einem dann halt wert sein.

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