Menschen sind nicht Konservendosen, nie standardisiert, nie Durchschnitt.
Allerdings frag ich mich schon die längste Zeit, an wen mich dieses Lächeln erinnert...
ja. Er wird seine Gründe dafür haben. sein Leben, seine Wahl - und nicht an mir ist es, ihn dafür zu beurteilen und verurteilen. Ich könnte durchaus irgend eine Schublade aufmachen à la "narzisstischer Spinner" und ihn dort reinstecken, aber wie es so ist mit Schubladen, in die man unbekannte Leute steckt, sie ist wahrscheinlich falsch.Wer sich allerdings ein offenes Gehirn und einen Schädel ins Gesicht tätowieren lässt, hat zumindest einen gewissen Bedarf an Effekthascherei.
gruss, barbara
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Thema: Extreme Körperkunst
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19.01.2014, 09:34
AW: Extreme Körperkunst
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19.01.2014, 10:58
AW: Extreme Körperkunst
Schubladisiert wird in jedem Fall.
Entweder wird die Schublade für "narzisstische Spinner" oder die für "sein Leben, seine Wahl" benutzt. Beides sagt viel über den Schubladenbenutzer aus.
In ersterem Fall ist es sicher die Ablehnung dieser Art von "Verschönerung" des Körpers - und sei es deshalb, weil es Ekel erzeugt. Allerdings hat dieser Ablehnende zumindest bei sich selbst hingeschaut.
Bei zweiterem ist es vielleicht die "Weigerung", näher hinzuschauen - bei sich selbst wie auch bei dem "Verschönerten".- Nie rechtfertigen -
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19.01.2014, 13:33
AW: Extreme Körperkunst
Es ist ja auch nicht verboten, die riesige Schublade für "Dinge, die ich nicht verstehe und einfach so stehen lasse" zu benutzen.
Und da ich aktuell niemanden in meinem Umfeld habe, der/die so extreme Sachen mit sich macht, habe ich im Moment auch keine Gelegenheit, das von Nahem zu betrachten und ein fundiertes Urteil zu fällen.
sich einfach in die eigenen Trigger fallen zu lassen, finde ich nun auch kein besonders reflektiertes oder differenziertes Vorgehen.
gruss, barbara
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20.01.2014, 01:27
AW: Extreme Körperkunst
Er selbst hat sich sowohl sein Berufsbild als auch seinen Arbeitgeber und die Branche ausgesucht.
Habe ich auch nicht behauptet. Schönes Beispiel dafür, nichtmal einen kurzen Satz richtig zu lesen sondern völlig zu verdrehen. Ich habe von dem Lächelngesprochen, nicht von diesem oder diversen anderen Menschen. Und sehr wohl sind diverse Lächeln standardisierte Konservendosen-Freundlichkeit.. Vom Job über einen Friseurbesuch, eine kurze Unterhaltung mit nicht nahestehenden Nachbarn, einem Einkauf in einer Boutique, einem Gespräch mit einem Bewerber oder einem Kunden.. überall zu sehen.
Also ich steck den nirgendwo rein - und ich sehe an diesem Lächeln weder negatives noch positives. Normal halt. Aber wie du schon sagst.. Dich erinnert das an irgendwen, da finden im Kopf andere Vernetzungen statt.Ich könnte durchaus irgend eine Schublade aufmachen à la "narzisstischer Spinner" und ihn dort reinstecken, aber wie es so ist mit Schubladen, in die man unbekannte Leute steckt, sie ist wahrscheinlich falsch.
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20.01.2014, 01:37
AW: Extreme Körperkunst
P.S.: An dieser Stelle stand ich auch mal. M. E. macht es keinen Sinn, unter diesen Voraussetzungen bei dem Arbeitgeber und in der Branche zu bleiben. Die Energie wird u. U. nicht nur gebunden sondern auf Dauer umgepolt und wirkt sich wie ein Bumerang negativer aus, als eine gute Bezahlung es wettmachen könnte. Sowas muss jeder für sich entscheiden. Life is short.
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20.01.2014, 09:12
AW: Extreme Körperkunst
Er ist das so ein bisschen zufällig reingestolpert, als ihm mal wichtig war, die erste verfügbare Stelle anzunehmen und bloss weg aus der vorherigen Situation. Und das war eben diese. Und in dem Moment war, soviel ich weiss, sein Gewissenskonflikt auch noch nicht vorhanden.
ein Lächeln ohne dazu gehörigen Menschen kenn ich nur von der Katze aus Alice im Wunderland, und das ist reine Fantasie. Ansonsten ist jedes Lächeln so einzigartig wie der Mensch, der es lächelt. Auch dann, wenn dieser Mensch grad Dienstleister in Ausübung professioneller Freundlichkeit sein sollte.Habe ich auch nicht behauptet. Schönes Beispiel dafür, nichtmal einen kurzen Satz richtig zu lesen sondern völlig zu verdrehen. Ich habe von dem Lächelngesprochen, nicht von diesem oder diversen anderen Menschen.
Auch wenn es mich an niemanden erinnerte, sehe ich nirgends "Standard-Lächeln Nummer 12". Sondern das Lächeln, die Mimik, die Einzigartigkeit eben dieses Menschen.Also ich steck den nirgendwo rein - und ich sehe an diesem Lächeln weder negatives noch positives. Normal halt. Aber wie du schon sagst.. Dich erinnert das an irgendwen, da finden im Kopf andere Vernetzungen statt.
Das muss du nicht mir erzählen, das weiss ich auch. Aber Menschen sind, wie ich immer wieder feststelle, extrem leidensfähig und zum Leiden bereit. Gerade auch dann, wenn es sich darum handelt, der Konvention anzupassen, auch wenn es nie passt und nie passen wird.An dieser Stelle stand ich auch mal. M. E. macht es keinen Sinn, unter diesen Voraussetzungen bei dem Arbeitgeber und in der Branche zu bleiben.
Dagegen scheint der kurze Schmerz, den Körpermodifikationen verursachen, oft lächerlich klein und bedeutungslos.
gruss, barbara
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21.01.2014, 23:08
AW: Extreme Körperkunst
Aber jetzt ist jetzt.
Ich sehe schon, wir haben sowohl verschiedene Jobs in verschiedenen Branchen als auch andere Verkäufer/innen etc pp vor der Nase. Es gibt hunderte von geklonten Lächeln.. Da ist von der Einzigartigkeit des Einzelnen überhaupt nichts sichtbar. Hast du sowas nie gesehen?Ansonsten ist jedes Lächeln so einzigartig wie der Mensch, der es lächelt. Auch dann, wenn dieser Mensch grad Dienstleister in Ausübung professioneller Freundlichkeit sein sollte.
Das heisst? Ich bin kein Mensch, oder wie?Aber Menschen sind, wie ich immer wieder feststelle, extrem leidensfähig und zum Leiden bereit. Gerade auch dann, wenn es sich darum handelt, der Konvention anzupassen, auch wenn es nie passt und nie passen wird.
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21.01.2014, 23:12
AW: Extreme Körperkunst
ich wiederhole: das musst du nicht mir sagen.
auch hinter der Fratze und der Grimasse steckt immer ein Mensch. einzigartig und unverwechselbar.Ich sehe schon, wir haben sowohl verschiedene Jobs in verschiedenen Branchen als auch andere Verkäufer/innen etc pp vor der Nase. Es gibt hunderte von geklonten Lächeln.. Da ist von der Einzigartigkeit des Einzelnen überhaupt nichts sichtbar. Hast du sowas nie gesehen?
Dass aufgesetzte Standardfassaden (nach auswendig gelerntem Skript) oft vorhanden sind, stelle ich fest, aber interessieren tut es mich nicht.
ich kenn dich nicht gut genug um deine Leidensfähigkeit beurteilen zu können.Das heisst? Ich bin kein Mensch, oder wie?
gruss, barbara
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21.01.2014, 23:16
AW: Extreme Körperkunst
Dann richte es ihm doch aus.
Das bezweifle ich auch nicht. Es ändert allerdings nichts daran, dass:auch hinter der Fratze und der Grimasse steckt immer ein Mensch. einzigartig und unverwechselbar.
aufgesetzte Standardfassaden (nach auswendig gelerntem Skript) oft vorhanden sind,
Du sagst "Menschen sind extrem leidensfähig". Das gilt für wie viele und wen? Es klingt sehr grundsätzlich, ich weiss nicht, ob sich das so über einen Kamm scheren lässt.ich kenn dich nicht gut genug um deine Leidensfähigkeit beurteilen zu können.
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21.01.2014, 23:21
AW: Extreme Körperkunst
P.S.: Das Lächeln des Totenkopf-Schädel-Tätowierten wirkt auf mich standardisiert, weil es in meinen Augen weder echte Freude, noch anderweitige echte Gefühle spiegelt. Auf mich wirkt es wie das Anlächeln eines Moderators in einer Talkshow bspw, während dieser vorher eine Frage über die Außenwirkung seiner Tattoos stellte. Irgendwie sowas. Auf jeden Fall nicht wie das Spiegeln einer Emotion. Daher für mich: Standard.



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