Ich denke, dies sind solche Beiträge:
Making a Killing: The Untold Story of Psychotropic Drugging - Full Movie (Documentary)
How Psychiatric Drugs Can Kill Your Child - Documentary Video
Ich kann allerdings kaum beurteilen, inwieweit sie tendenziös sind, dazu sind mir die USA zu fern.
Wenn man bei YouTube nach SSRI oder in USA gängigen Markennamen sucht findet man Massen an Videos, auch von Betroffenen.
Zum Thema passen vielleicht die ersten 13 Sekunden dieses Videos, wenn ich das tatsächlich richtig sehe???
(Edit: Wobei aus einem älteren Video deutlich wird, dass Kat schon Jahre vorher mindestens zwei Tattoos hatte - aber ich wundere mich halt über den Hinweis)
Vielleicht sollten wir lieber die Gesellschaft durch neue Regeln "behandeln", als die Menschen, die unter ihr leiden, mit Psychopharmaka? Das verteilte allerdings weniger Geld um, ist also illusorisch...
Sorry, wenn ich das Thema mal kurz gekapert habe - aber wenn doch recht viele Menschen sich offenbar nicht in ihrer natürlichen Haut wohlfühlen, kann das wohl kaum nur an diesen Menschen liegen, oder? Ob extrem oder "normal" ist da letztlich Definitionssache (derer, die jeweils die Definitionshoheit an sich gerissen haben) oder Ansichtssache (derer, die sich das von ihrer Warte aus ansehen).
Antworten
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Thema: Extreme Körperkunst
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22.12.2013, 00:16
AW: Extreme Körperkunst
Geändert von Cygnus (22.12.2013 um 00:43 Uhr) Grund: Ergänzung
Va', pensiero, sull'ali dorate... G. Verdi - Nabucco
Es gibt kein richtiges Leben im falschen. T. Adorno - Minima Moralia
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22.12.2013, 00:43
AW: Extreme Körperkunst
Das spielt da wesentlich mit hinein. Wenn Tattoos bspw mit einer Art Abziehbild in 5 Minuten schmerzfrei und perfekt machbar wären und so gut wie nix kosten würden, wäre das für nahezu niemanden mehr interessant. Nichtmal für die vielen Menschen, die nicht sooo weit entfernt von der Armutsgrenze leben und bevorzugt zu Tattoos und Piercings neigen.
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22.12.2013, 01:06
AW: Extreme Körperkunst
Interessanter Vergleich. Ich frage mich zudem:
- Warum muss ein Mensch ein Bild, das er als kunst- und ausdrucksvoll empfindet, auf der Haut tragen statt an der Wand, in der Innentür eines Schrankes oder im Portemonnaie?
- Warum tragen manche ihre Tattoos auf dem Rücken, wenn sie es dort nur mit Umstand bewundern können? Für andere?
- Warum sind Menschen, die Piercings an nicht sichtbaren Stellen tragen (bspw Zunge) immer darauf bedacht, sie möglichst oft eben doch sichtbar zu zeigen? (Sei es nun durch besonders auffälliges Lachen mit weit geöffnetem Mund oder durch kurzes Hervorblitzen lassen beim Essen/Trinken etc)
- Warum sind Menschen, die Intimpiercings tragen, darauf erpicht, dass diese auch bemerkt werden?
- Warum ist es für Tattoo- und Piercingträger ein Aufreger, wenn jemand Eindrücke hat, die nicht erreicht werden wollen? (Aufreger/Empörung gehören nicht dazu, die sind zum Teil ja als vermeintliche Abgrenzung sogar erwünscht).
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22.12.2013, 01:07
AW: Extreme Körperkunst
Wo ist das Problem? M. W. gibt es Tintenstrahldrucker (eher: Plotter) die so etwas können - und wenn nicht, baut man die halt. Jede Woche neue Tattoos. Wer mal deren Farbe auf die Haut bekommen hat, weiß, wie schwer das abgeht...
Einmal alle paar Tage eine Vollrasur mit Peeling (mit dem E-Razor) und dann ab unter den Drucker... (aber nicht wackeln!) Fixierung mit UV bringt gleich die natürliche Urlaubs-Bräune als Hintergrundfarbe - Ein Aufwasch. Ähhh...Va', pensiero, sull'ali dorate... G. Verdi - Nabucco
Es gibt kein richtiges Leben im falschen. T. Adorno - Minima Moralia
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22.12.2013, 01:20
AW: Extreme Körperkunst
@ Divino, ein Versuch einer Antwort zu deinen ersten beiden Fragen ( bin kein Tattootraeger, aber versuche, mich reinzudenken)
* das Bild hat fuer den Traeger nur Kraft oder Bedeutung in Kombination mit dem Koerperteil.
* der Ruecken bietet bei den meisten Menschen die groesste Hautflaeche, die sich auch am besten verstecken laesst. Gerade in kaelteren Gegenden wird man es wohl weniger zum Rumzeigen machen, denke ich.
Wobei ich sowieso glaube, dass die meisten Tattoos nicht fuer die Anderen, sondern trotz der Anderen gemacht werden. Ausser in den Pusteblumen/Schmetterlings-Kreisen und Peergroups wie Surfern oder Bikies.
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22.12.2013, 01:26
AW: Extreme Körperkunst
Das habe ich zwar nicht gelesen, aber dennoch: Ich denke, für jemanden, der sich gern seine Zunge spalten lassen würde (ob nun anderen zuliebe unterlassen oder doch geplant sei dahingestellt) wäre es weitaus hilfreicher, die vielleicht widersprüchlichen Empfindungen, die einen umtreiben und die zum Teil zurückgehalten werden, einfach direkt auszusprechen.. Sie zum eigenen Selbst zu machen und die "gespaltene Zunge" auf diese Weise tatsächlich stattfinden zu lassen statt in Form eines durchtrennten Muskels nur zu demonstrieren, bzw sich darüber ein Ventil zu suchen.
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22.12.2013, 01:33
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22.12.2013, 02:23
AW: Extreme Körperkunst
Keine Ahnung. Weil man, wenn man Arm oder Hals nimmt, negative Reaktionen zu spueren bekommt? Im Job, z. B.? Auf der Strasse?
Es ist ja keine allgemein anerkannte Kunst.
Aber das kann uns ein Tattootraeger bestimmt besser erklaeren.
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22.12.2013, 08:25
AW: Extreme Körperkunst
Habt Ihr Euch mal oben verlinkte 13-Sekunden angeschaut? Ich frage mich, warum die schon Jahre vorher vorne bzw. seitlich und nicht eben unauffällig tätowierte Frau solchen Wert darauf legt, die Rückentattoos den Beginn ihrer Cymbalta-Einnahme markieren zu lassen?
Ich denke, die Frage lässt sich nicht alleine mit Psychologie beantworten, hier wird auch (eine veränderte) Neurophysiologie eine Rolle spielen. Andererseits sind wir tatsächlich unser Konnektom und die darauf laufenden Programme, die abgelegten Daten und unsere (normale oder gestörte)Propriozeption und Außensensorik.
Hier vielleicht überwiegend die neuropsychologische Korrelation der Wahrnehmung von realem Körper mit der Vorstellung vom eigenen Körper, letztlich aber unser gesamtes phänomenales Selbstmodell. Eine virtuelle Realität, die uns unser Gehirn "vorgaukelt". Es ist enorm, was darauf alles (einzeln recht unbemerkt) Zugriff und Einfluss von außen hat.Va', pensiero, sull'ali dorate... G. Verdi - Nabucco
Es gibt kein richtiges Leben im falschen. T. Adorno - Minima Moralia
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22.12.2013, 12:05
AW: Extreme Körperkunst
Vielen Dank für die Links, Cygnus.
Ja, und bisher auch ca. die Hälfte der letzten Doku-Beiträge.Habt Ihr Euch mal oben verlinkte 13-Sekunden angeschaut? Ich frage mich, warum die schon Jahre vorher vorne bzw. seitlich und nicht eben unauffällig tätowierte Frau solchen Wert darauf legt, die Rückentattoos den Beginn ihrer Cymbalta-Einnahme markieren zu lassen?



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