Danke für deine super Erläuterung
Schwierige Frage. Ich weiss welche Stellen meines Körpers ich noch tätowieren oder piercen lassen möchte und um an dieses Ziel zu gelangen, habe ich ca. 1x im Monat einen Tattoo Termin (gepierct wird sehr viel weniger, habe auch nur noch 3 Piercings vor, 2 davon am Ohr). Mir wurde vor 3 Tagen eine Zyste und einen Eilter entfernt, daher bin ich nicht wirklich fitt und habe den Tattoo Termin dieses Monats abgesagt. Wäre ich z.B knapp bei Kasse würde ich auch vorher Essen oder Kleider kaufen gehen, bevor ich mich tätowieren lasse, es halt also schon nicht 1 Priorität...
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Thema: Extreme Körperkunst
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21.12.2013, 13:04
AW: Extreme Körperkunst
Glück ist das Ergebnis von selbstverantwortlichem, entschiedenem Handeln.
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21.12.2013, 16:01Inaktiver User
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21.12.2013, 16:06Inaktiver User
AW: Extreme Körperkunst
Das was einem guttut natürlich. Nicht das was man meint was einem guttut. Wenn ich mich mit egal was ablenke von meinen Problemen ist das für mich nicht konstruktiv.
Und mir ist hier zu häufig der Zusammenhang zu psychischen Problematiken hergestellt worden, als dass ich diese Art der Körpermanipulation positiv bewerten oder unbedenklich finden würde.
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21.12.2013, 16:12Inaktiver User
AW: Extreme Körperkunst
Das ist auch für mich ein wichtiger Punkt, da ist leider niemand drauf eingegangen: dass es wichtiger wird wie mich andere sehen als wie ich die Welt sehe, und dass es wichtiger ist mich darzustellen als zu sein.
Da seh ich schon eine Abhängigkeit von der Außenwirkung, die einer inneren Entwicklung für mich selbst im Weg steht. Simpler ist es noch dazu, ich zahl Geld und lass mich verändern, anstatt ich mich selbst in mir verändere. Auch nur Konsum, nicht besonders unkonventionell.
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21.12.2013, 16:20Inaktiver User
AW: Extreme Körperkunst
Energischer Widerspruch, es gab hier auch schon einen interessanten Strang dazu, wo wir viel über die Beschäftigung mit dem Tod gesprochen haben.
Das finde ich extrem wichtig, und ich wüßte tatsächlich nicht wie ich mein Leben ausrichten sollte wenn ich den Tod verdrängen würde. Sterben und Tod vollendet das Leben, und da es jeder erleben wird ist das auch nichts was mich ängstigen würde, so dass ich mich lieber nicht damit auseinandersetzen würde. Ich wunder mich nur, dass es für viele andere so zu sein scheint, ein totales Tabu.
Also, das ist es nicht was ich meinte.
Aber gerade weil mir bewußt ist dass alles von einer Sekunde auf die andere vorbei sein kann, das Leben oder zumindest meine Gesundheit und Schmerzfreiheit, gerade darum ist das für mich ein sehr hohes Gut und ich bin sehr dankbar dafür, dass ich weitgehend gesund bin und keine Schmerzen erleiden muss. Ich möchte damit nicht leichtfertig umgehen oder sogar damit kokettieren, das ist für mich dekadent. Eben weil ich weiß, wie kostbar dieser Zustand ist.
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21.12.2013, 16:21Inaktiver User
AW: Extreme Körperkunst
Tattoos gefallen mir bisher nur bei sehr wenigen Personen. (Gut, darum geht es auch nicht, aber wir sprechen hier ja schon - auch - von Ästhetik?)
Bei den meisten - "passt" es halt nicht, eine klassische Jugendsünde.
Ich finde sie an sehr unauffälligen Körperstellen sehr schön - am Rücken beispielsweise. Auf den zweiten Blick.
Den gegenwärtigen "Trend" von sehr auffälligen Körperstellen - dazu zähle ich Hals, Gesicht, Brust, Hände - finde ich nicht gut.
Ich frage mich, warum man so mit seinem Körper umgeht.
Dito von anderen irreversiblen "self-mutilating" und auch teilweise Extremsport in Lebensgefahr - wie muss das Leben sein, wenn man sowas "braucht"?
Ich kenne übrigens Menschen mit schweren chronischen Krankheiten, die eben genau andersrum mit ihrem Leben umgehen. Sehr achtsam.Geändert von Inaktiver User (21.12.2013 um 16:25 Uhr)
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21.12.2013, 16:23Inaktiver User
AW: Extreme Körperkunst
Ja, das hab ich noch vergessen. Ich bin meinem Körper sehr dankbar, er ermöglicht mir ja mein Leben - den dann vorsätzlich zu malträtieren kann ich nicht nachvollziehen.
Für mich hat das auch was von mangelndem Bewußtsein, sonst wüsste man, dass das Leben und die Gesundheit eh am seidenen Faden hängt. Auch ohne dass ich das noch herbeiführe.Dito von anderen irreversiblen "self-mutilating" und auch teilweise Extremsport in Lebensgefahr - wie muss das Leben sein, wenn man sowas "braucht"?Geändert von Inaktiver User (21.12.2013 um 16:27 Uhr)
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21.12.2013, 16:27Inaktiver User
AW: Extreme Körperkunst
Jip, ich hab halt nur den einen - wenn man sein Leben lang zu einem auffälligen Tattoo stehen möchte, bitte. Aber Menschen verändern sich - und die Gesellschaft ist übrigens noch lange nicht so offen, wie immer gesagt.
Aber dieses grenzwertige, was auch mal schiefgehen kann - da frage ich mich, ob solche Menschen niemals am Tropf im Krankenhaus waren, um eine "Todeserfahrung" oder "Gefahrensituation" zu benötigen.
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21.12.2013, 16:41
AW: Extreme Körperkunst
Klingt ein bisschen nach Hellseherei. Oder doch nur Vorurteile? Letztere haben ja meist einen wahren Kern als Hintergrund. Ich habe auch kein Problem damit, wenn jemand Vorurteile hat, denn ich habe selbst welche, ganz erhebliche sogar. Nicht unbedingt gegen taetowierte oder gepiercte Menschen (sofern es nicht uebertrieben wird) aber da gibts ja noch genuegend Auswahl.
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21.12.2013, 16:51
AW: Extreme Körperkunst
Danke, dass du drauf eingehst!

Mir ist noch was eingefallen:
ich beziehe mein statements auf den Strangtitel, der da heißt: EXTREME Körperkunst. Nicht auf das kleine unauffällige Tatto an einer nicht für mich sichtbaren Stelle - was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.
Aber so ein absolut sichtbares Geschnörkel und Gemale am ganzen Körper, noch dazu exponiert präsentiert - nee, da kann ich dem das tragenden Menschen nicht unvoreingenommen begegnen, weil ich damit nicht KUNST sondern wie schon beschrieben, extremen Narzissmus, ein Kreisen nur um sich selbst und alles, was ich weiter oben schon beschrieb, assoziiere.
Wobei ich andersherum sagen muß: wenn ich an Tattoos und Piercings Interesse hätte und sie mir stechen lassen wollen WÜRDE, dann wäre es für mich ziemlich undenkbar zu einem Tätowierer zu gehen, der selbst kein Tattoo hat.
Ich lese hier auch mehrere Erklärungen, dass manche Tattos entstanden als zB "Trauerverarbeitung oder bei /nach seelischen Krisen . Also in einem emotional eher unstabilen Zustand. Außerdem wurde das Thema im Unterforum "Persönlichkeit" eingestellt und nicht im Modeforum.
Also müßte es doch dann auch logisch sein, dass man vom Äußeren auf die Persönlichkeit schließt, den sonst wäre es ja wirklich eine reine Geschmacksdebatte.
Oder anders gesagt: darf ich als jemand, der Tattoos und Pirecings ablehnt, nur Positives in die Tätowierten hineindichten und soll mich dann aber, wenn es kritisch wird, allein auf die Geschmacksfrage konzentrieren?
Das passt aber hinten und vorne nicht.
Ich sag es mal noch drastischer: ich denke eher, wir werden alle nach unserem Aussehen beurteilt, zumindest im ersten Augenblick, ob uns das nun passt oder nicht. Und klar sind da Vorurteile mit im Spiel - man sieht es doch sehr gut an den dicken Menschen - was denen alles so angedichtet wird.
Schmerzhaft, vielleicht sogar blöd, aber dennoch: leider Realität.
Ich will aber nicht verschweigen, dass ich auch schon mal ein positives Erlebnis hatte mit einem Tätowierten. Auch dieses bezieht aich auf den medizinischen Bereich. Ich wurde vor einigen Jahren leider mehrfach operiert und demzufolge auch in Narkose verstezt.
Da hatte ich einen Narkoseart, bei dem aber nur der Ringfinger der rechten Hand tätowiert war.
Der erklärte mir dann (also der Narkosearzt, nicht der Ringfinger), dass er das seiner Frau zuliebe hat machen lassen, denn er dürfe nicht mit Ringen oder Schmuck in den OP.
Damit seine Frau sich gut fühlt, ließ er sich den Eheríng kurzerhand tätowieren.
Das fand ich echt liebenswert und ich hatte keinerlei Kompetenzbesorgnis bei ihm, wenngleich ich es immer noch.... äh...häßlich fand
Das Beispiel ist für mich aber auch keine EXTREME Körperkunst.




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