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  1. Inaktiver User

    AW: respektloses verhalten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sehr richtig. Würde ich bei deinen Beispielen noch ergänzen um...

    3. eine klare, einfache Wortwahl und eine körperliche Präsenz.

    Wenn jemand etwas anspricht und die Wortwahl unklar und zögerlich ist, wird die Person sehr häufig entweder nicht ernst genommen oder es kommt zu Missverständnissen. Ein zurückhaltendes Auftreten führt zusätzlich zu dem Gedanken, dass ohnehin nichts passieren wird. Die Crux ist (wie in deinem Cousin-Beispiel), dass du dann härter reagieren musst, als du es eigentlich beabsichtigt hast. Lässt sich aber alles üben.
    Das ist richtig. Ich merke auch immer wieder, dass ich mich schriftlich besser ausdrücken kann, aber wenn ich spontan reagieren muss, einfach nicht die richtigen Worte finde, weil mir zu viele durch den Kopf gehen und ich keine Zeit zum Ordnen habe.

    Ich glaube auch, dass sich manches üben lässt, ich bin mir aber nicht sicher, inwiefern mein zurückhaltendes Auftreten sich ändert, das bin ich einfach grundlegend. Ich merke allerdings schon, dadurch dass ich mehrere Kurse besucht habe und das Üben konnte schneller geübte Standardreaktionen abrufen kann, wenns denn sein muss und da auch konsequent sein kann.

  2. Inaktiver User

    AW: respektloses verhalten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es ist ganz erstaunlich, aber viele Leute lernen tatsächlich, selber zu denken, wenn sie dazu gezweungen sind.
    Viele - leider nicht alle.
    Das stimmt :)

  3. Inaktiver User

    AW: respektloses verhalten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Ich glaube auch, dass sich manches üben lässt, ich bin mir aber nicht sicher, inwiefern mein zurückhaltendes Auftreten sich ändert, das bin ich einfach grundlegend. Ich merke allerdings schon, dadurch dass ich mehrere Kurse besucht habe und das Üben konnte schneller geübte Standardreaktionen abrufen kann, wenns denn sein muss und da auch konsequent sein kann.
    Meine Sympathien gehören auch klar den sich zurückhaltenden Personen. Aber man sollte lernen, sich deswegen nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Das Fettgedruckte halte ich für wichtig. Und das ist eine Frage des Timings, wann die klare Ansprache notwendig ist.

  4. Inaktiver User

    AW: respektloses verhalten

    Also ich finde Deine Beispiele nun auch nicht schlimm- sondern tatsächlich "Alltagsbrot".....sowas passiert wirklich jedem im Laufe des Lebens.

    Was mir auffällt ist diese "Verzögerung" von der Du sprichst- also zeitnah zu reden oder Dich deutlich zu positionieren. Ebenso, daß Du missverstanden wirst.
    DArf ich Dich dazu mal fragen, wie Du am besten lernst?? Mag komisch klingen, aber lernst Du leichter indem Du etwas siehst oder kannst Du es mit Hören besser behalten? - mal zwischenrein gefragt.

    Ansonsten- ist es letztlich gut sich Zeit zu lassen....denn so kann man überlegter handeln.
    Nur- muss man das dem Gegenüber sagen, da er sonst das Gefühl bekommt, der hätte jede Freiheit...bzw interpretiert in diesen Freiraum etwas hinein.
    Damit können dann immense Probleme und Missverständnisse auftreten. Und so in-der-Luft-hängende- Sätze werden dann vom Gegenüber "aufgefüllt" als wären es Deine.....er denkt das dann auch wirklich- das ist eines von den Phänomenen der Kommunikation.

    Also kannst Du das ganz einfach klären-- sprich aus, daß Du erst mal nachdenken musst!
    Dann bleibt der Ball bei Dir.....und Du kannst genauso sagen "ich hab da ungute Erfahrungen gemacht.....lass mir mal Zeit zum nachdenken"....

    Auf die GEfahr missverstanden zu werden, kannst Du ganz einfach klären indem Du Dir angewöhnst nachzufragen, was der andere denn verstanden hat!
    Kann man nicht immer, aber man kann ja bei guten Freunden durchaus sagen "ich werde scheinbar öfter missverstanden- ich möchte das umgehen".
    Der Vorteil ist klar: Du kannst erfahren, was der andere verstanden hat und es notfalls korrigieren- dazu Dir oder sogar gemeinsam überlegen, wo genau das Missverstehen zustande kam.


    kenzia

  5. Inaktiver User

    AW: respektloses verhalten

    Das mit den Missverständnissen ansprechen geschieht im engen Freundeskreis schon automatisch - weil mich die Leute ja kennen und das inzwischen auch gemerkt haben und ich sags dann zusätzlich noch. Ich bin lustigerweise schon vermehrt im Alltag, Beruf dazu übergegangen mich zu vergewissern was da angekommen ist, wenn ich mir unsicher bin, oder das Gegenüber total hysterisch reagiert, weil mir die Problematik da schon bekannt ist. Wenn jemand da aber so ne unrealistische Gutmensch Gedanken von mir hat, lass ich den oft in den Glauben, nicht weil ich das so gerne bin, sondern weil sich ja irgendwann rausstellt, dass das nicht stimmt, bzw. so ganz stimmt das auch nicht, umso seltener man mich sieht, umso länger bleibt das bestehen. Vielleicht hilft da ja auch eher so ne "Egal" Einstellung...

    Wie ich lerne? Gute Frage, erst lese ich mir den Inhalt durch, wenns was ist das ich nicht kenne oder wo ich mir unsicher bin, recherchiere ich eben erst ne Weile dazu, und ich muss es mir immer aufschreiben zum Zusammenhänge ordnen und abkürzen, Logik herstellen, etc. Dann gestalte ich die Aufzeichnungen visuell ansprechend am PC (bunt, Absätze, Graphiken, Statistiken, Tabellen, geordnet etc.) und dann, aber erst dann, höre ich es mir gerne an, notfalls durch meine eigene Stimme. Also von allem ein bisschen was. Sprachen lerne ich gerne auch etwas abstrakter durch Serien in Originalton, Programme, die ich gerne nutze in die Sprache umstellen, Hörbücher oder durch Kurse zu Themen, die mich interessieren in der Sprache, die mich interessiert oder Treffen mit Menschen mit der Sprache, die ich lerne, oder Reisen oder vor Ort . Allerdings geht das nur unter der Bedingung, dass schon Grundkenntnisse vorhanden sind, die eigne ich mir klassisch an und versuchs dann in Dinge, die mir Freude bereiten, einzubinden.

    Manchmal aber auch einfach durch Nachahmen, beim Sport z.B., da mach ich einfach nach, was die vor mir macht. Wenn ich das zuhause weitermachen will, schau ich mir z.B. ein Yoga-Video an, funktioniert ja nach dem gleichen Prinzip.
    Geändert von Inaktiver User (15.12.2013 um 11:05 Uhr)

  6. gesperrt

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    AW: respektloses verhalten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    aber wenn ich spontan reagieren muss, einfach nicht die richtigen Worte finde, weil mir zu viele durch den Kopf gehen und ich keine Zeit zum Ordnen habe.
    In vielen Fällen dürfte ein spontanes "Nein!" schon mal massiv in die richtige Richtung zeigen. Und womöglich das Argument einfach wiederholen: "Ich komm auch nicht an der Post vorbei".

    Zurückhaltung ist kaum das Problem. Es gibt viele Menschen, die sind ruhig und diskret und reden nicht viel, die werden auch nicht ständig aufgefordert, Dinge für andere zu erledigen.

    Was noch Punkte sein könnten:

    - Körperhaltung, Körpersprache
    - Klang der Stimme

    Hast du schon einmal abgeklärt, wie deine nonverbale Kommunikation wirkt?

    gruss, barbara

  7. Inaktiver User

    AW: respektloses verhalten

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    In vielen Fällen dürfte ein spontanes "Nein!" schon mal massiv in die richtige Richtung zeigen. Und womöglich das Argument einfach wiederholen: "Ich komm auch nicht an der Post vorbei".

    Zurückhaltung ist kaum das Problem. Es gibt viele Menschen, die sind ruhig und diskret und reden nicht viel, die werden auch nicht ständig aufgefordert, Dinge für andere zu erledigen.

    Was noch Punkte sein könnten:

    - Körperhaltung, Körpersprache
    - Klang der Stimme

    Hast du schon einmal abgeklärt, wie deine nonverbale Kommunikation wirkt?

    gruss, barbara
    Das gehört doch eh schon zum Standardübungswortschatz, den ich dann heraushaue. Bei so einfachen Dingen und Menschen die man kennt, ist das nicht besonders problematisch.
    Bei mir wird vielfach pampig reagiert, selbst wenn ich zum 400. Mal Nein sage und es eigentlich logisch ist, weil die 399x davor auch schon Nein herauskam. Das ist aber auch klar, weil wenn man ne Erwartung hat, und die nicht erfüllt wird, reagieren manche einfach so. Das wird ja immer so sein. Horos hat da was ganz interessantes gesagt, vielleicht muss ich da einfach das Verhalten nicht so sehr persönlich nehmen, nur weils mit Emotionen an mich gerade vorgetragen ist.

    Meine Stimme ist schon eher leise im Alltag, wenn ich aber weiß ich steh vor Person X, und X reagiert nicht auf leise, kann ich auch lauter. Ich achte da einfach vermehrt drauf und hab durch Übung gelernt mich ans Gegenüber einigermaßen anzupassen. Klar ist mein Laut-Klar-Optimum nicht so gut, wie das von manch anderen.

    Nonverbal wirke ich distanziert und unsicher. Das "unsicher" lädt vielleicht ein wenig zu dem Ganzen ein...

    Wenn es jetzt um geplante Dinge geht, weil das eh vorhersehbar ist, dann kann ich mir vorher sowieso schon überlegen was ich sage, merke was wirkt und was nicht, verwende mehr von dem was wirkt und versuch mich mehr auf meine distanzierte Wirkung zu konzentrieren (Arme verschränken, feste Beine auf dem Boden, nicht überkreuzt, auch nicht im Stehen, klar Stimme, etwas lauter, etc.)...

    Vielleicht hab ich mich damit auch schon zu viel befasst, trotzdem taucht es immer wieder auf. Vielleicht hängt mein Frust im Moment auch eher mit meiner Erwartungshaltung zusammen.
    Geändert von Inaktiver User (15.12.2013 um 12:28 Uhr)

  8. gesperrt

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    AW: respektloses verhalten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nonverbal wirke ich distanziert und unsicher.
    Also, da weisst du ja, woran du üben musst :-)
    Nonverbale Kommunikation ist etwas, das man lernen kann wie alles andere auch. Und je mehr du übst, desto mehr Erfolge werden sich einstellen.

    gruss, barbara

  9. Inaktiver User

    AW: respektloses verhalten

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Also, da weisst du ja, woran du üben musst :-)
    Nonverbale Kommunikation ist etwas, das man lernen kann wie alles andere auch. Und je mehr du übst, desto mehr Erfolge werden sich einstellen.

    gruss, barbara
    kommt es denn nicht auch auf den zusammenhang an, in dem man dann solches Feedback bekommt?

    oder den Personen und ihre Erwartungen, Persönlichkeit etc. die solch ein Feedback geben?

    Ich bin mir manchmal nämlich nicht so sicher...Ich bin einfach auch eher distanziert, das hat ja nichts mit ängstlich zu tun oder unsicher, dass ich das in meiner Körpersprache oder non-verbalen Kommunikation widerspiegel ist ja erstmal okay.

    Klar, wenn mir jemand auf die Pelle rückt, werde ich unsicher oder wenn ich irgendwo neu bin, verhalte ich mich vorsichtig, was auf den einen oder anderen unsicher wirkt. Wenn das dann in solchen Situationen auf mich als Gesamtperson übertragen wird, ist es ja auch verständlich.

    Ich kann dann natürlich schon im beruflichen Kontext oder bei Gesprächen auf die ich mich vorbereite, auch privat, bestimmte Körperhaltungen, Mimiken, Gestiken etc. üben und einsetzen, mache ich teilweise ja schon, ich hab ja auch freiwillig ein paar Kurse zu dem Thema besucht, aber ich glaube nicht, dass ich das zu 100% in jeder Alltagssituation übernehmen kann. Ich kanns üben und evtl. fließt davon was in den Alltag ein, tut es ja schon, aber das Grundbild von mir ändert sich dadurch nicht. Vorallem wenn das schon länger besteht.

  10. gesperrt

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    AW: respektloses verhalten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Klar, wenn mir jemand auf die Pelle rückt, werde ich unsicher oder wenn ich irgendwo neu bin, verhalte ich mich vorsichtig, was auf den einen oder anderen unsicher wirkt. Wenn das dann in solchen Situationen auf mich als Gesamtperson übertragen wird, ist es ja auch verständlich.
    Es gibt auch eine Sorte von nonverbaler Distanz und Vorsicht, die keineswegs unsicher wirkt, sondern souverän und diskret.

    aber ich glaube nicht, dass ich das zu 100% in jeder Alltagssituation übernehmen kann.
    Hier kommt eben die Beachtung des Kontextes ein. Beruflich sind zB Höflichkeitsformen in der Regel formaler, gestelzter als privat, solche Details muss man beachten. Aber im Prinzip ist die Unsicherheit immer dieselbe Unsicherheit. Und prinzipiell sind die Werkzeuge, um die Unsicherheit zu überwinden, auch privat und beruflich dieselben.

    Ich kanns üben und evtl. fließt davon was in den Alltag ein, tut es ja schon, aber das Grundbild von mir ändert sich dadurch nicht. Vorallem wenn das schon länger besteht.
    Doch, durch Üben verändert sich das Grundbild. Auch wenn es schon länger besteht - das bedeutet lediglich, dass mehr Bedarf an Üben vorhanden ist und es mehr Geduld und Beharrlichkeit braucht. Was schon seit Jahren besteht, lässt sich logischerweise nicht mit einem Fingerschnippen verändern, sondern bloss mit der Zeit. Aber es lässt sich verändern!

    gruss, barbara

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